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Sonntag, 20. März 2011

Göteborg rechnet Drogenabhängige

Als Göteborg vor 13 Jahren eine Studie beauftragte, die feststellen sollte wie viele Personen in der Stadt drogenabhängig sind, wurden 2011 Personen gezählt, eine relativ geringe Zahl im Vergleich zu den 26.000 Drogenabhängigen, die sich auf ganz Schweden verteilten.

Da Göteborg nun die aktuelle Ziffer an Drogenabhängigen wissen will, hat die Stadt nun eine neue Studie beauftragt, die jedoch über das letzte Ziel hinausgeht. Die Stadt will nun auch wissen in welchen Stadtteilen die Drogenabhängigen wohnen, ob sie Kinder haben und vor allem auch wovon sie sich ernähren.

Die neue Studie basiert insbesondere auf Umfragen unter Personen, die ständig mit Drogenabhängigen zu tun haben, so Polizei und Sozialarbeiter. Als drogenabhängig rechnet eine Person, die sich während der letzten zwölf Monate Narkotika injizierte und während der letzten 30 Tage täglich oder nahezu täglich Drogen zu sich nahm.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 16. September 2009

Ein Frauenhaus in Göteborg für Frauen ohne Bleibe

Niemand weiß wie viele Frauen sich in Göteborg aufhalten, die keine feste Wohnung haben, da viele dieser Frauen es nicht wagen sich an eine Behörde zu wenden oder Angst davor haben in Maßnahmen gesteckt zu werden zu denen sie nicht bereit sind. Die offiziellen Stellen Göteborgs haben dennoch jährlich mit rund 200 dieser Frauen Kontakt, vor allem mit jenen, die akute medizinische oder psychische Hilfe brauchen.

Im Stadtteil Majorna von Göteborg finden diese Frauen nun das Frauenhaus Hulda, wo sie keinem Fragekatalog ausgesetzt sind und immer eine warme Dusche finden, wo sie ihre Kleidung waschen können, eine heiße Tasse Kaffee vorfinden oder einfach mit jemandem reden können.

Das Haus Hulda richtet sich an Frauen, die im Freien schlafen und jeden Kontakt mit den offiziellen Stellen ablehnen, sei es, weil sie Drogenabhängig sind, Alkoholprobleme haben, psychisch labil sind oder einfach weil sie Gewalt ausgesetzt sind, sich aber nicht als Opfer, sondern als Schuldige empfinden. Ziel ist es natürlich all diese Frauen erst einmal zum Reden zu bringen und um ihnen dann, in zweiter Linie, Hilfe bei der Wiedereingliederung zu bieten, ohne dass das offizielle Sozialsystem eine Hürde für sie ist.

Herbert Kårlin