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Samstag, 14. Juni 2014

Stadtführungen für Einwanderer in Göteborg

Um Neuankömmlingen die Stadt Göteborg näher zu bringen und ihnen ein erstes Gefühl für ihre neue Heimat zu vermitteln, organsierte die Stadtverwaltung im Laufe des Frühjahrs erstmals fünf Stadtwanderungen mit jeweils 20 Teilnehmern. Das Ziel dieser Führungen für Flüchtlinge und Einwanderer war ihnen die Bauweise der Stadt und ihre Geschichte näher zu bringen, da ihnen dies auch ein Gefühl zur neuen Heimat vermittelt kann.


Die Führungen wurden, je nach Gruppe, von einem Dolmetscher ins Arabische, Persische, Somalische, Russische oder ins Englische übersetzt und dauerten insgesamt jeweils drei Stunden, unterbrochen von einer Pause im Språkcaféet (Sprachcafé), wo die Neulinge in Göteborg auch später immer wieder jemanden treffen können mit dem sie in ihrem noch holprigen Schwedisch diskutieren können und Tipps jeder Art erhalten.

Auch wenn das Projekt als solches ein hervorragender Einsatz ist, so stellt sich dennoch die Frage, ob Göteborg es wirklich als Erfolg verzeichnen kann, denn im Durchschnitt kommen täglich zwischen 20 und 25 Flüchtlinge und Einwanderer in Göteborg an und das Angebot der Stadtwanderungen trifft daher nur eine Minorität die prozentual geradezu zu vernachlässigen ist. Sinnvoll wäre ein ernsthafter Einsatz, der mindestens zehn Prozent dieser Gruppe erreicht, aber dafür ist sicher kein Budget vorgesehen und Werbung kann man auch mit einer Idee machen.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 29. Juni 2012

Rundreise zum Hafen Göteborgs


Bereits zum zweiten Jahr bietet das Göteborger Seefahrtmuseum während der Sommermonate Interessenten eine Rundreise im Göteborger Hafen an, eine Fahrt, die man sonst nur mit eigenem Boot machen kann oder als geschlossene Gesellschaft buchen muss. Allerdings wird diese 75-minütige Reise nur an vier Tagen angeboten, letztmals am 25 August, wobei diese Führung dann auch gleichzeitig in Zeichensprache erfolgt.

Da der Hafen Göteborgs jenseits der Älvsborgsbron liegt, liegt der größte Hafen des Nordens auf dem verborgenen Teil Göteborgs und nur noch die älteren Bewohner der Stadt erinnern sich daran, dass die Schiffe einst mitten in der Stadt anlegten und alle sehen konnten wenn Kaffee und Bananen entladen wurden oder die großen Container mit Kränen auf die Schiffe gehievt wurden. Allerdings würden viele der Fahrzeuge, die heute am äußeren Hafen anlegen allein schon wegen ihrer Größe diese Stelle nicht mehr erreichen.

Mit dem Ticket für die Hafenrundfahrt in Höhe von 50 Kronen, das im Museum gekauft werden kann, erwirbt man auch gleichzeitig den eintägigen Eintritt ins Museum mit einer Führung durch die Ausstellung „Die Stadt am Wasser“. Wer an der Rundfahrt teilnimmt, erlebt die rege Aktivität entlang der Kais an denen mittlerweile jedes Jahr über 10.000 Schiffe entladen und beladen werden. Die Teilnehmer werden dabei auch verstehen, dass allein hier in Göteborg mehr Waren verschifft werden als an allen anderen nordischen Häfen gemeinsam. Mit ein wenig Glück kann man bei dieser Fahrt auch gleich das weltweit größte Containerfahrzeug aus nächster Nähe betrachten.

Herbert Kårlin