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Montag, 15. Juli 2013

Arbeiter zeigen dem GöteborgsVarvet die Rote Karte

Auch wenn statistisch gesehen immer mehr Schweden am GöteborgsVarvet, dem Vasalauf und den zahlreichen anderen öffentlichen sportlichen Veranstaltungen teilnehmen und dabei ihre Fitness beweisen, zeigen die Auswertungen der Teilnehmer des Göteborger Halbmarathons, dass ausgerechnet die Schicht, die vom gesundheitlichen Standpunkt aus am meisten Bewegung benötigen würde, nahezu abwesend ist.

Die sportliche Aktivität in der Freizeit ist nämlich abhängig vom Beruf, der Ausbildung und dem Einkommen, denn je höher die Einkünfte und die Ausbildung sind, also auch die berufliche Situation, um so schneller ist man bereit regelmäßig Sport zu betreiben und am GöteborgsVarvet teilzunehmen. Nach den Auswertungen des laufenden Jahres konnte man feststellen, dass über 60 Prozent der Teilnehmer eine mindestens dreijährige Hochschulausbildung hinter sich hatten und einer Bürotätigkeit, meist im oberen Niveau, nachgingen.

Immerhin nahmen noch etwa 20 Prozent Arbeiter und zwei Prozent an Arbeitslosen am GöteborgsVarvet teil, was den Veranstaltern die Hoffnung gibt auch diese Schicht erreichen zu können. Wissenschaftler versuchen dieses Phänomen auf unterschiedliche Weise erklären und vergessen dabei, dass die Teilnahmegebühren, die Ausrüstung und das eventuelle Fitnessstudio das Budget eines Arbeiters oder gar eines Arbeitslosen weit übersteigen und allein aus diesem Grund diese Schicht nur in Ausnahmefällen teilnehmen kann.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 2. Mai 2013

Fahrradrennen durch die Stadtteile Göteborgs


Nach dem Erfolg des Halbmarathon GöteborgsVarvet, dem Mitternachtslauf und den anderen organisierten Veranstaltungen für Läufer, hat sich der Sportverband GAIS (Göteborgs Atlet & Idrottssällskapet) in Zusammenarbeit mit der Abendzeitung GT entschieden am 11. und 12. Mai auch einen Wettbewerb für Fahrradfahrer der Spitzenklasse einzurichten, der mit dem sogenannten Göteborgsgirot ein weiteres bedeutendes Ereignis für Göteborg sein soll.

Die Veranstalter hatten für den Göteborgsgirot am Samstag, der über 70 Kilometer geht und durch alle Stadtteile Göteborgs führt, mit 5000 Personen gerechnet. Nur wenige Tage vor der Ausscheidung spricht der Veranstalter bereits von einem Erfolg wenn 2500 bis 3000 Teilnehmer starten werden, was ebenfalls eine beträchtliche Anzahl ausmacht und leider ebenfalls noch auf der Wunschliste zu finden ist. Für das Mountainbikerennen am darauf folgenden Tag haben sich immerhin für die 1000 Startplätze bereits über 700 Teilnehmer angemeldet.

Dass ein Fahrradrennen in Göteborg nicht den gleichen Erfolg zeigt wie ein Lauf, liegt nicht nur an den relativ hohen Meldegebühren von 595 Kronen, sondern auch daran, dass Laufen geradezu ein Volkssport ist auf den sich in Göteborg Zehntausende regelmäßig vorbereiten, sei es durch Jogging, sei es in den zahlreichen Fitnessanlagen. Die Teilnahme an einem der Läufe ist dadurch nur der persönliche Beweis, dass das Training sinnvoll ist, während Radfahren für die meisten Göteborger ein Freizeitvergnügen ist und keine Anstrengung. Profiradfahrer sind für ein neues und unbekanntes Rennen dagegen nicht unbedingt zu begeistern.

Herbert Kårlin

Göteborger Flugschau 2013