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Samstag, 12. April 2014

Göteborg sucht ausländische Investoren

Kaum eine Stadt Europas plant, gemessen an der Bevölkerung, so großzügig wie Göteborg, das sich mit erhofftem Hochgeschwindigkeitszug, geplanten Hochhäusern und Modernismus schon als Weltstadt sieht. Allein die Pläne das Gebiet des Freihafens und am Gullbergvass in ein ultramodernes Stadtgebiet zu verwandelt, fordern Investitionen, die die Stadt mit bestem Willen nicht leisten kann. Allein die beiden genannten Gebiete fordern in den kommenden 15 Jahren Investitionen von hunderten von Milliarden an Kronen.


Da es sich bei den beiden Gebieten um exklusive Gegenden am Wasser handelt bei denen sich Verkaufspreise und Mieten an der obersten Grenze ansiedeln können, streckt die Stadt nun ihre Fühler nach internationalen Investoren aus, die nun statt in London, Paris oder auch Stockholm in Göteborg investieren sollen. Die neue Geschäftsführerin der städtischen Bauentwicklungsgesellschaft Älvstranden AB, Lena Andersson, spricht bereits von Kontakten, die sie bei der Immobilienmesse Mipim in Cannes geschlossen hat, ohne allerdings mit einem Wort näher darauf einzugehen.

Nach der Vision von Lena Andersson werden im Freihafen und am Gullbergsvass innerhalb von 15 Jahren 45.000 Wohnungen und 60.000 Arbeitsplätze entstehen, wobei sie dabei vergisst zu nennen, dass die Segregation der Stadt damit noch mehr betont wird, da die Lage jeden Normalverdiener und vor allem jeden Einwanderer ausschließen muss wenn sie an internationale Investoren denkt, die ihr Kapital nur rentabel anlegen wollen. Die Zeitspanne ist ebenfalls knapp, wenn man bedenkt, dass das Projekt Södra Älvstranden bald seinen 30. Geburtstag feiert ohne auch nur annähernd abgeschlossen zu sein, obwohl es sich um kleinere Flächen mit relativ bescheidenen Ideen handelt.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 28. Oktober 2013

Göteborg beginnt den Götaleden umzubauen

Sehr bald beginnt man den Götaleden, eine der wichtigsten Ausfahrtstraßen Göteborgs auf einer Gesamtlänge von 800 Meter in die Tiefe zu verlagern, wodurch der Götatunnel verlängert wird und gleichzeitig eine bedeutende Fläche der Stadt in guter Lage in Flächen für den Wohnungsbau verwandelt werden kann, was der Stadt Zusatzeinkommen von bis zu einer halben Milliarde Kronen verhelfen kann und eine attraktive Wohnfläche mit Bürogebäuden bieten kann.

In der ersten Etappe werden im kommenden Jahr 300 Meter im direkten Anschluss an den Götekanal in die Tiefe gelassen und überdeckt. Für diesen Teil können 800 Millionen Kronen unmittelbar verwendet werden, wobei das Versenken der Straße zwar langfristig hohe Kosten verursachen kann wenn das Wasserniveau steigt, jedoch die Lärmbelastung der Umwelt bedeutend reduziert. Wie hoch die endgültigen Baukosten sein werden, ist bisher unbekannt, aber sie können sehr schnell zwei Milliarden Kronen übersteigen.

Im Anschluss sind dann die restlichen 500 Meter geplant, aber da bisher unbekannt ist in welcher Hinsicht sich die Gegend bis zum Gullbergvass und dar Gaslocke ändern wird, muss für diesen Teil erst der Bebauungsplan abgewartet werden. Da es sich beim Götaleden auch um die E45  mit sehr intensivem Verkehr handelt, wird es in den kommenden Jahren auch hier zu sehr starken Verkehrsstörungen mit einer starken Belastung der Umwelt kommen, da es im Grunde keine sinnvolle Umgehungsmöglichkeit gibt. Eine Zukunftsvision Göteborgs ist allerdings nicht nur diese 800 Meter in die Tiefe zu verlagern, sondern die gesamte Strecke von der Älsborgsbron bis zum Tingstadstunnel.

Herbert Kårlin