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Donnerstag, 5. August 2010

Vogelschwund an der Küste vor Göteborg

Das bedeutende Bootsleben, immer schnellere Boote und veränderte Lebensbedingungen bedrohen die Vogelwelt vor der Küste Göteborgs. Während einige Möwenarten immer weiter in das Landesinnere vordringen können und ihre Nester auch in Wohngebieten errichten, sind andere Vogelarten nun seit Jahren im Rückgang.

Der Bestand an Eiderenten ist sowohl von der touristischen Aktivität als auch der veränderten Nahrungssituation bedroht, da diese Vögel im Sommer ihre Federn wechseln und daher sehr träge sind, also schnellen Booten auch nicht ausweichen können. Zum anderen ernähren sich Jungvögel von Tieren, die am Boden von küstennahem Wasser leben, die jedoch von der Ausbreitung verschiedener Algenarten verdrängt werden.

Eine ähnliche Situation kann man bei Schwänen beobachten, die zudem auf Brackwasser angewiesen sind. Beide Vogelarten nisten auf Grund dieser Situation immer seltener und nur wenige ihrer Jungen werden je erwachsen. Diese veränderte Situation an der Küste Göteborgs erlaubt es nun Kanadagänsen sich weiter auszubreiten, was für das Küstengebiet mit Sicherheit nicht den bisherige Artenreichtum gewährleistet.

Herbert Kårlin

Sonntag, 18. Juli 2010

Möwen werden zur Plage in Göteborg


Nachdem die jungen Möwen mittlerweile geschlüpft sind, häufen sich die täglichen Anrufe beim Umweltamt in Göteborg. Immer mehr Bewohner fühlen sich vom ständigen Geschrei der Vögel gestört, wenn sie immer die gleichen Kreise in einem Innenhof drehen und dabei mit ihren lauten Schreien ihre Jungen zusammenhalten wollen und die Kleinkinder dabei wach halten.

Dem Umweltamt sind bei diesem Problem jedoch die Hände in mehrfacher Hinsicht gebunden, denn zum einen stehen Möwen während der Brutzeit und der Aufzucht der Jungvögel unter Schutz, zum anderen ist es die Aufgabe der Hausbesitzer für das Wohlbefinden der Bewohner zu sorgen.

Den einzigen Rat, den das Umweltamt Göteborg den betroffenen Personen geben kann ist daher sich an den Hausbesitzer oder Hausverwalter zu wenden, dass diese für das nächste Jahr Maßnahmen treffen, die es den Möwen unmöglich machen im Wohngebiet zu nisten. Dieses Jahr müssen die Göteborger in jedem Fall die Rufe der Möwen akzeptieren.

Herbert Kårlin