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Sonntag, 8. April 2012

Immer weniger Taufen im Västra Götaland

Seit rund zehn Jahren ging die Anzahl der Taufen in der Svenska Kyrkan im Västra Götaland um rund 20 Prozent zurück, was bedeutet, dass heute dort noch etwa 50 Prozent der in der Region geborenen Kinder getauft werden. Dieser Trend, der gegen das Jahr 2000 einsetzte, scheint sich fortzusetzen und beginnt einige Priester und Bischöfe des Västra Götalands zu beunruhigen.

Dabei ist diese Entwicklung jedoch kaum beunruhigend, da der Anteil an Kindern von Einwandererfamilien und gemischten Ehen in der Region sich während der letzten zehn Jahre etwa um die gleiche Anzahl veränderte, auch wenn die Svenska Kyrkan bisher keine genauen Zahlen vorlegen kann, da entsprechende Untersuchungen ausstehen. Man kann daher nicht sagen, dass in der Region der Glaube mittlerweile eine geringere Rolle spielt, sondern nur, dass sich die Glaubensrichtungen verlagern und damit die Svenska Kyrkan auch an Einfluss verliert.

Was man ebenfalls feststellen kann, ist die Tatsache, dass Priester der Svenska Kyrkan, die neue und moderne Wege zur Bevölkerung suchen und, zum Beispiel, Drop-in-Taufen anbieten, weitaus mehr Kinder taufen als Priester, die die konservative Richtung vertreten und sich damit von jüngeren Gläubigen immer mehr entfernen. Eine immer wichtigere Rolle für die Anzahl der Taufen spielt der Kontakt einer Kirche zu seinen Mitgliedern.
Herbert Kårlin

Freitag, 5. November 2010

Priester in Göteborg nach Sexkauf entlassen

Eine längere Zeit beobachtete die Göteborger Polizei einen Priester, der bei Rosenlund Prostituierte ins Auto steigen ließ. Erst im April des Jahres gelang es jedoch den Priester auf frischer Tat in einem Parkhaus der Stadt zu überraschen. Er leugnete keine Sekunde und konnte so eine Gerichtsverhandlung vermeiden.

Nachdem der Kauf von Sex in Schweden verboten ist, musste der Priester jedoch 12.500 Kronen an Strafe bezahlen, wobei die Angelegenheit damit erledigt gewesen wäre, wenn nicht die lokale Presse Göteborgs ihn ausfindig gemacht hätte und damit sein Name auch bei seinen Vorgesetzten gelandet wäre.

Obwohl der Priester unmittelbar einen Entschuldigungsbrief an seine Vorgesetzte schrieb und seit seinem letzten Sexkauf einer Therapie folgte, die ihn von seinem Sexdrang heilen sollte, wurde er nun aus dem Kirchendienst entlassen, da nach Auffassung seiner Vorgesetzten ein Priester, der Prostituierte kauft, keine Hochzeiten nach den Regeln der Kirche feiern kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 8. November 2009

Priester in Göteborg wollen Homosexuelle nicht verheiraten

Obwohl sich die Schwedische Kirche als Organisation entschlossen hat Homosexuelle Paare zu verheiraten, weigert sich in Göteborg Stadt jeder fünfte Priester der Empfehlung seiner Vorgesetzten zu folgen. Der Schritt, den die Kirche auf die HBT-Bewegung zumacht hat daher nach wie vor eine Bremse und spaltet die protestantische Kirche Schwedens.

Je nachdem in welchem Stadtteil ein Homosexueller wohnt kann er sich mit seinen Fragen und Problemen an seinen Priester wenden, oder muss auf eine der anderen Kirchengemeinden ausweichen. Die Argumente der Priester, die die homosexuelle Ehen ablehnen gleichen jenen orthodoxer Juden und konservativen Muslime. Sie berufen sich auf Auslegungen, die sie aus der Vergangenheit schöpfen.

Jene Priester, die eine Ehe unter Homosexuellen ablehnen berufen sich natürlich auf die Bibel, die nach ihrer Auslegung nur eine Ehe zwischen Mann und Frau zulässt. Sie sehen in der Direktive der schwedischen Kirche eine persönliches Dilemma, das zwischen Religionsfreiheit liegt, die sie zur Ablehnung der homosexuellen Ehe zwingt und dem Gesetz, das diese Ehe erlaubt. Bei dieser Frage scheint es für sie logisch sich auf das kaum angreifbare Argument der Religionsfreiheit zu berufen.

Herbert Kårlin