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Donnerstag, 10. November 2011

Diskussion um Alkoholausschank in Göteborg

Einige Göteborger Lokale haben gegenwärtig eine Schankgenehmigung bis morgens um fünf Uhr, was nach Meinung der Polizei zu erhöhter Gewalt und Schlägereien führt. Daher fordert die Polizei von der Stadt den Alkoholausschank nach drei Uhr morgens zu verbieten. Die sich der Stadtrat in der Frage zum Alkoholausschank nicht einig ist und den Forderungen der Polizei nicht blind nachkommen will, hat sie den Sozialmediziner Fredrik Spak um ein Gutachten zu diesem Thema gebeten.

Fredrik Spak, der sich bereits seit Jahren mit den Gefahren von Alkohol beschäftigt und sich in all seinen Gutachten und Arbeiten restriktiv zum Alkoholgenuss ausspricht, empfiehlt Göteborg daher bereits nach zwei Uhr morgens keinen Alkohol mehr servieren zu lassen und weist dabei auf die Gepflogenheiten des Nachbarstaats Norwegen hin, ohne jedoch die Alkoholgeschichte Göteborgs in seinem Gutachten zu berücksichtigen.

Während Alkoholgegner Göteborgs das Gutachten als vorbildlich halten und die Stadtverwaltung auffordern den Empfehlungen zu folgen, spricht die Mehrheit der Göteborger eine andere Sprache. Nach ihnen ist Göteborg nachts nur attraktiv, wenn man auch Alkohol trinken darf, wobei der Gewalt Einhalt geboten werden kann, wenn sich die Polizei nachts auch auf der Straße sehen lässt. Sie verweisen auch auf die Zeit vor der liberalen Alkoholpolitik Göteborgs hin, als die Schwarzklubs über die ganze Stadt verteilt waren, was die nächtliche Gewalt nur noch verstärkte.

Herbert Kårlin

Dienstag, 28. Juni 2011

Nachtklub in Göteborg verliert Schankgenehmigung

Der beliebte Nachtklub Styrbord Babord am Kungsportsplatsen, der Ende April evakuiert werden musste, da Wasser eintrat, hat nun, zu Beginn der Hauptsaison, auch seine Schankgenehmigung verloren und darf nur noch alkoholfreie sowie leicht alkoholisierte Getränke anbieten.

Das Verwaltungsgericht entzog Styrbord Babord die Alkoholrechte, da der Nachtklub in wiederholten Fällen seine Steuern verspätet bezahlte und mehrere Eintragungen beim Gerichtsvollzieher vorliegen. Bei der Entscheidung spielte auch eine Rolle, dass der Nachtklub in den vergangenen Monaten mehrmals gegen Gesetze verstoßen hatte.

Styrbord Babord hat unmittelbar gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Einspruch eingelegt, wobei es jedoch zu bezweifeln ist, dass der Nachtklub mit einer schnellen Entscheidung rechnen kann. Falls die gerichtliche Entscheidung jedoch nicht, zumindest bis zu einer Endentscheidung, ausgesetzt wird, ist es nicht sicher, dass der Nachtklub dieses Jahr überstehen kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Dezember 2010

Immer mehr Nachtklubs und Kneipen in Göteborg ohne Schrankgenehmigung

Die Avenyn gilt in Göteborg als Zentrum für Nachtklubs, Kneipen und Restaurants, was mehrere Vermieter, Vereinigungen und auch die Stadt als unausgeglichen betrachten. Sie befürchten, dass damit der Nobelruf der Avenyn zerstört wird. Den stärksten Kampf gegen die Einrichtungen dabei führt das Amt, das zuständig für Schankgenehmigungen ist.

Mats Jönsson, der Besitzer des Nachtklubs Styrbord Babords, dem jüngst, wie auch Jameson Pub, die Schankgenehmigung entzogen wurde, spricht gar von einer Hexenjagd auf die Besitzer der Vergnügungseinrichtungen an der Avenyn und weist die Leiterin des Amtes, Anneli Silvander, als Verantwortliche aus, die das kleinste Detail sucht, um Einrichtungen an der Avenyn schließen zu können.

Anneli Silvander verweist als Verteidigung auf die gültigen Gesetze an die sich Besitzer aller Nightclubs, Kneipen und Restaurants halten müssen, vergisst dabei jedoch, dass Göteborg als die schwedische Stadt mit Null Toleranz gilt, was Alkoholausschank und Lebensmittelkontrollen gilt, was auch alle ausländischen Teilnehmer am Göteborger Kulturkalas und den Göteborger Weihnachtsmärkten bestätigen und zahlreiche Aktivitäten in Göteborg bremst.

Herbert Kårlin

Freitag, 2. Juli 2010

Restaurants in Göteborg ohne Schankgenehmigung

Während sich ein Politiker mit Schulden beim Finanzamt ohne Skrupel auf einen Wahlzettel setzen lassen kann, sieht die Situation für Restaurants mit weitaus weniger Schulden schwieriger aus, da sie ihre Schankgenehmigung verlieren, drei Jahre lang kein Restaurant oder Bar mehr öffnen dürfen und daher, vielleicht wegen einem einzigen „schlechten Monat“, in Konkurs gehen oder ihr Restaurant verkaufen müssen.

In Göteborg waren es dieses Jahr bereits zwölf Restaurants, die Probleme mit der städtischen Verwaltung bekamen und ihre Schankgenehmigung verloren. Einige von ihnen wechselten bereits den Besitzer oder sind nun geschlossen. Andere haben gegen den Beschluss geklagt, da sie mittlerweile sämtliche Steuerschulden bezahlt haben und warten nun auf den, meist negativen Bescheid.

Nur eines der zwölf Restaurants geht, laut Göteborgs Posten, einen eigenen Weg und bietet seinen Gästen trotz verlorenem Prozess und Verbot des Alkoholverkaufs, weiterhin Wein und Starkbier zum Essen. Da Beamte, die für die Kontrolle der Schankgenehmigungen zuständig sind ein Restaurant, das rechtlich keinen Alkohol mehr serviert und servieren darf, nicht kontrollieren dürfen, muss nun die Polizei gegen das indische Restaurant vorgehen.

Herbert Kårlin