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Sonntag, 26. Januar 2014

200 Jahre Frieden mit eingeschränktem Fest

Wenn die Bohus fästning (Festung Bohus) in Kungälv im kommenden Juni 200 Jahre Frieden im Norden ankündigt, so wird dieses bedeutende Ereignis ohne das schwedische und dänische Königshaus vor sich gehen, denn beide Königshäuser haben bereits definitiv abgesagt, da man dort vermutlich bereits einen Strich unter die nordische Geschichte gemacht hat. Ob sich das norwegische Königshaus und die Präsidenten Finnlands und Islands einfinden werden, ist noch ungewiss, aber nach den ersten beiden Absagen sehr unwahrscheinlich.


Kungälv gibt sich dennoch gelassen und spricht bereits von einigen Festtagen, die unvergesslich bleiben werden, denn zum Höhepunkt der Festlichkeiten am 7. Juni werden die Göteborger Symphoniker ein Konzert geben und in der Kirche der Kleinstadt wird der Bischof der Diözese einen Friedensgottesdienst halten und damit die fünftägigen Feierlichkeiten abschließen.

Immerhin wird es zwischen dem 3. und dem 7. Juni täglich musikalische und kulturelle Ereignisse geben, werden Seminare zur Geschichte Schwedens und Norwegens angeboten und der Nationalfeiertag wird eines der größten Feste der letzten Jahre sein, auch wenn das Staatsfernsehen SVT diese Feierlichkeiten nun doch nicht übertragen wird, da man dort die Fußballweltmeisterschaft als vorrangig bewertet. Kungälv, direkt vor den Toren Göteborgs, muss sich trotz des bedeutenden Jahrestages auch diesen Sommer mit einer kulturellen Nebenrolle zufrieden geben.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Juli 2011

Neue Touristenattraktion im Västra Götaland

Die Gemeinde Kungälv, wenige Kilometer nördlich von Göteborg, will bis zum Jahre 2020 Skandinaviens populärste Touristenattraktion schaffen, die vom Angebot und der Besuchermenge andere Sehenswürdigkeiten des Nordens ausstechen soll. Kungälv will die Festung Bohus Fästning, die einst als Grenzschutz zwischen Schweden und Norwegen diente, auf die Karte der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes setzen.

Bis zum Jahresende will Kungälv einen Plan ausarbeiten, der erst denn Stadtrat und später auch die Touristen überzeugen soll die kleine Stadt am Göta Älv zu besuchen, da bisher die Festung zwar von allen Seiten sichtbar ist, aber, außer dem Festival „Kungahälla Medeltidsdagar“ Ende Juli, sehr wenig für die Besucher zu bieten hat. Und gerade das Festival scheint von der Stadt nicht sehr geschätzt zu werden, da es nicht vom Ort selbst veranstaltet wird.

Kungälv denkt beim Ausbau der Bohus Fästning insbesondere an eine attraktive Beleuchtung, die die Festung auch nachts von weitem sichtbar macht und denkt an die rund 200.000 Übernachtungen von norwegischen Besuchern in Göteborg, die bisher kaum von Kungälv angezogen werden, obwohl die Geschichte der Festung eng mit der norwegischen Geschichte zusammenhängt. Aber noch hat Kungälv einige Monate Zeit um sich einige Gedanken über die Aufwertung der Bohus Fästning zu machen.

Herbert Kårlin