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Samstag, 3. Mai 2014

Gigantischer Flohmarkt in Göteborg abgesagt

Auch wenn der vergangene gigantische Flohmarkt im Februar des Jahres in der Svenska Mässan in Göteborg 14.000 Besucher anzog, die an insgesamt 640 Ständen nach Raritäten suchen konnten, musste man gestern auf der Website der Göteborger Messe lesen, dass der dort am 10. Und 11. Mai geplante Flohmarkt vom Malmöer Unternehmen OnTheFlea kurzfristig abgesagt wurde.

Auf der Website des Unternehmens konnte man jedoch nach wie vor Stände bestellen, obwohl die Geschäftsführung die Svenska Mässan bereits davon informiert hatte dass der geplante Flohmarkt nicht stattfinden wird. Der Grund für die Absage, nur eine Woche vor dem angegebenen Datum, deutet darauf hin, dass die Firma zu wenige Anfragen nach Ständen hatte, aber bis zum letzten Moment auf einen Ansturm von Seiten der Verkäufer hoffte. Der nächste gigantische Flohmarkt ist nun für den November in Göteborg geplant.

Die Geschäftsidee von OnTheFlea baut darauf auf, dass sich immer mehr Schweden für Antiquitäten, Fundstücke, Erinnerungen aus der Kindheit und Second-Hand-Kleidung interessieren. Ob eine Messe in kurzen Abständen dafür geeignet ist, ist unsicher, trotz dem Erfolg im Februar, denn von Frühling bis Herbst findet man in den verschiedensten Teilen der Stadt ständig Flohmärkte, die der Besucher immer kostenlos besuchen kann und selbst Verkäufer müssen nicht überall Abgaben bezahlen. Die Messehallen sind jedoch für beide Gruppen teuer.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 10. Juli 2011

Händler fordern mehr Trödelmärkte in Göteborg

Obwohl in Göteborg die verschiedenen Stadtteile zwischen Frühjahr und Herbst mehrere lokale Trödelmärkte veranstalten und es zwei überdachte Märkte mit Trödel in der Stadt gibt, müssen Liebhaber von Flohmärkten an Samstagen oder Sonntagen entweder Heden oder den Baklyckeloppis am Slottsskogsvallen besuchen, die einzigen beiden regulären Trödelmärkte der Stadt.

Die hohe Besucherzahl und der Erfolg der Märkte bringt die privaten Gelegenheitshändler dazu, die Stadt aufzufordern mehrere Plätze zu günstigen Preisen zur Verfügung zu stellen, damit sich in Göteborg, ähnlich anderer europäischer Städte wie Berlin oder London, die Trödelmärkte auch zu einer touristischen Attraktion entwickeln können.

Der Trödelmarkt in Heden geht nun in sein fünftes Jahr und der Drive-in-Loppis am Slottsskogen wurde erst vor wenigen Wochen geöffnet, was Göteborg nahezu an des Ende der schwedischen Loppis-Geschichte setzt, die Geschichte der Flohmärkte, die sowohl in Stockholm als auch in Malmö oder kleineren Städten Schwedens einen sehr großen Erfolg zeigen.

Herbert Kårlin

Montag, 30. August 2010

Flohmarkt als Kampf gegen Abriss in Göteborg

Da die Svenska Mässan seit dem Jahre 2008 ein Parkhaus zu einer Mehrzweckhalle umbauen will, sind zahlreiche historische Gebäude des Stadtteil Gårdas vom Abriss bedroht und sollen neuen Parkplätzen Platz machen. Und natürlich handelt es sich dabei nicht nur um historische Gebäude, die sogenannten Landshövdingehus Göteborgs, sondern auch um Mietwohnungen, die in Göteborg eine Mangelware sind.

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, veranstalteten die Bewohner der Häuser nun einen Flohmarkt unter dem Motte „Wir wollen nicht unsere ganze Habe auf diese Weise verkaufen müssen.“ Für Bewohner, die hier mit günstiger Miete wohnen, bedeutet der Abriss nicht nur ihre geliebte Umgebung zu verlieren, sondern gleichzeitig auch den Anschluss an die Stadt, denn um eine Wohnung mit nur annähernd günstiger Miete zu finden, müssen sie den gesamten Einzugsbereich Göteborgs verlassen.

Als Grund für den Abriss nimmt das sozialistisch regierte Göteborg natürlich nicht das Argument, dass man Anwohner entwurzeln will und ökonomische Interessen vorliegen, sondern dass Wohnungen mit Außentoilette nicht mehr bewohnbar sind. Die Bewohner der Häuser stören sich nicht an diesem Detail, sondern lieben ihre alten Holzböden, ihre Spiegeltüren und die Gemeinschaft, die sich für die Bewohner entwickelt hat, die zum Teil seit 30 Jahren in diesen Häusern wohnen, aber auch jedes Jahr Studenten als Mieter willkommen heißen.

Herbert Kårlin