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Montag, 29. Oktober 2012

Äpfel pflücken im Zentrum Göteborgs

Die Stadt Göteborg wird noch diesen Herbst einen Obstgarten mit Apfelbäumen, Birnbäumen und Pflaumenbäumen in der Gamla Johannebergs Landeri, die etwas über dem Korsvägen liegt, anlegen, der für alle Bewohner der Stadt gedacht ist. Nach Aussagen der Stadtgärtnerin Helena Bjarnegård soll es sich bei diesem Gemüsegarten um eine Oase mitten in der Stadt handeln soll.

Der Garten soll allerdings nicht nur die verschiedensten Apfel- und Birnenarten bieten, damit die Blüte und die Ernte so lange wie möglich ausgedehnt ist, wobei die Früchte von allen Bewohnern der Stadt gepflückt werden dürfen, sondern die Anlage auch mit Bänken ausgestattet werden und durch eine Mauer vom nahen Straßenlärm geschützt werden.

Dieser Obstgarten in der Stadt mit 21 Bäumen in drei Reihen ist der erste von mehreren in Göteborg, wobei die Idee dabei natürlich ist dass jeder nur eine Frucht pflückt und sich nicht einen Wintervorrat anlegt oder die Äpfel säckeweise pflückt. Nachdem diese erste Plantage am Korsvägen erst in den kommenden Wochen angelegt wird, kann man im kommenden Jahr zwar bereits die Blüte erleben, nicht jedoch damit rechnen kann bereits zur Ernte schreiten zu können.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 28. März 2011

Die Göteborger Partei Vägvalet bietet Alternative zum Västlänken

Während eines Seminars mit verschiedenen Fachkräften für Verkehrsfragen bot die Göteborger Partei Vägverket, die gegründet wurde um die geplante Maut in Göteborg zu kippen, Alternativen zum kostenaufwendigen Västlänken, der die Stadt für viele Jahre in die größte Baustelle Schwedens verwandeln soll.

Die vermutlich optimalste Alternative ist der Bau einer Wendeschleife um den Hauptbahnhof und die Anwendung des Lisebergs-Bahnhofs statt dem Bau eines neuen Bahnhofs unter dem Verkehrsknotenpunkt Korsvägen. Diese Alternative würde nur rund 30 Prozent der geplanten Kosten verlangen und könnte in weitaus kürzer Zeit fertig gestellt werden.

Auf die Frage, ob dieser Vorschlag nicht zu spät kommt, da sich der Göteborger Stadtrat bereits für den Västlänken entschieden hat, sagt Theo Papaioannou, dass die Göteborger Regierung jederzeit neue Vorschläge aufgreifen kann und verweist auf den Volksentscheid zur Kernenergie, die in Schweden nach 30 Jahren von der Regierung für ungültig erklärt wurde.

Herbert Kårlin

Montag, 29. November 2010

Ambitiöses Bauprojekt in Göteborg

Nicht nur der Drottningtorget in Göteborg soll in Zukunft ein nahezu verkehrsfreier Platz werden, sondern im Rahmen des Infrastrukturpaketes, das zum Großteil von der Maut finanziert werden soll, soll auch der Korsvägen autofrei werden, einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt mit einer sehr geringen Unfallsquote.

Im lehmhaltigen Untergrund der Stadt bei den Gothia Towers der Svenska Mässan und am Vergnügungspark Liseberg soll im Rahmen dieses Infrastrukturpakets ein bedeutender unterirdische Bahnhof entstehen, an dem nicht nur alle Züge anhalten werden, sondern auch der erste unterirdische Kreisverkehr für Autos. Die zu erwartenden Kosten werden die Maut jedoch um Jahre verlängern.

Der heutige Verkehrsknotenpunkt Korsvägen, der auch den Zugang zum Universum und dem Weltkulturmuseum ermöglicht, soll nach dem Bau der unterirdischen Anlagen ausschließlich dem öffentlichen Verkehr Göteborgs, Fahrrädern und Fußgängern reserviert sein. Die technische Lösung für diese größte unterirdische Anlage Göteborgs ist bisher noch in der theoretischen Planung des städtischen Verkehrsamts.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. Januar 2010

Der Zugtunnel Västlänken in Göteborg sprengt das Budget

Der seit 1987 diskutierte Västlänken, ein neuer Zugtunnel unter Göteborg, ist das einzige Projekt Göteborgs, das die Einführung einer Maut in Göteborg rechtfertigen soll und auch, nach Stadt- und Landrat nötig macht. Nun zeigt sich, dass allein die Vorberechnungen bereit 4 Milliarden Kronen unter den tatsächlichen angeschlagenen Kosten liegen und dadurch die Maut entweder teurer oder um mehrere Jahre verlängert werden muss, damit das Prestigeprojekt tatsächlich finanzierbar ist.

Niemand weiß heute, ob der Bau eines neuen Zugtunnels irgendwelche Vorteile bringen wird, langsichtig kostensparend sein wird und wieviel der Bau wirklich kosten wird, da Göteborg auf Fels und Lehm erbaut wurde. Die neu geplanten Bahnhöfe am Korsvägen und in Haga liegen innerhalb der Mautzone, es gibt dort keine nennenswerten Parkmöglichkeiten und für viele wird sich durch den Tunnel die Bahnfahrt zur Arbeitsstelle um 5 bis 10 Minuten verlängern. Sämtliche Berechnungen bauen daher nur auf die Einwohnerdichte und nicht auf eine Bedarfsberechnung.

Die Alternative, eine U-Bahn zu bauen, die den Verkehr in der Innenstadt tatsächlich entlasten könnte, wird durch den Västlänken völlig aufgegeben, auch mit dem Argument, dass man beim lehmigen Boden die tatsächlichen Kosten eines Tunnels kaum berechnen kann. Merkwürdigerweise ist dies nun beim Zugtunnel Västlänken gelungen. Bei der Kostenaufstellung wurde auch nicht berücksichtigt, dass Direktbuslinien zwischen den neu zu bauenden unterirdischen Bahnhöfen in Haga sowie am Korsvägen und dem Hauptbahnhof eine weitaus billigere und umweltbewusstere Maßnahme wäre als der Bau des Västlänken.

Herbert Kårlin