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Dienstag, 1. September 2009

Kranke und Verletzte sind die ersten Opfer von Krawallen in Göteborg

In Göteborg ist es zur Zeit wichtig in welchem Stadtteil, und sogar in welcher Straße man wohnt. Es ist sinnvoll seinen Herzinfarkt nicht gerade in einem als Risikogebiet eingestuften Gebiet zu bekommen, denn bevor Notarzt oder Krankenwagen anfahren, müssen sie sich eine Unbedenklichkeitserklärung einholen.

Nach den Krawallen der letzten beiden Wochen in denen Autos und Gebäude von Jugendlichen angezündet wurden, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mit Steinen beworfen und zwei Feuerwehrmänner auch erhebliche verletzt wurden, kann eine Rettungswagen oder Krankennwagen nur noch nach Absprache mit SOS Alarm und der Polizei in Risikozonen Göteborgs fahren.

Bevor daher ein Kranker Hilfe in diesen Gegenden erhalten kann muss SOS Alarm bestimmen ob das Fahrzeug ohne Polizeischutz zur angegebenen Adresse fahren kann oder nicht. Ist Polizeischutz angeraten, so muss Rettungs- oder Krankenwagen warten bis ein Polizeifahrzeug zur Verfügung steht, unabhängig davon wie dringend jemand auf Hilfe wartet. Die Sicherheit des Personals von Rettungsdiensten wurde vorübergehend über den Anspruch eines Person, die sich vielleicht in Lebensgefahr befindet, gestellt.

Weitere Informationen zum Thema bei
Hot kan försena ambulansen

Herbert Kårlin

Montag, 24. August 2009

Nächtliche Jugendkrawalle in den Vororten Göteborgs

Seit dem 18 August, dem Ferien- und Urlaubsende der Mehrheit der Göteborger, herrschen nachts in mehreren Vororten Göteborgs gewalttätige Jugendliche. Autos brennen, Fensterscheiben gehen zu Bruch, Rettungsdienst und Polizei werden von teils vermummten Jugendlichen mit Steinen beworfen.

Während das Jugendamt und die Polizei von Kriminalität und organisierten Unruhen spricht, behaupten Jugendliche, es handele sich um eine Provokation und Verfolgung von Seiten der Polizei sowie ein Nichtstun der Behörden, die sich nicht um die Probleme Jugendlicher kümmern wollen.

Tatsächlich handelt es sich um eine Mischung beider Argumente, wobei nicht vergessen werden darf, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Schweden mit zu den höchsten von ganz Europa zählt und dreimal mehr Jugendliche in Schweden ohne Zukunftsaussicht leben als in Deutschland. Es ist daher zu befürchten, dass die Ausschreitungen und Krawalle noch andere Dimensionen annehmen werden, wenn Göteborg nicht sehr schnell zum Dialog greift und konkrete Maßnahmen vorschlägt, die auch Jugendlichen einen Einstieg ins Berufsleben ermöglicht.

Weitere Informationen zum Thema bei
Mer ungdomsbråk i natt
Stenkastning och fler bränder i natt

Herbert Kårlin