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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Notruf 112 in Göteborg mit Problemen

Seit September 2009 müssen nach der Regionalregierung im Västra Götaland mindestens 90 Prozent aller Personen, die den Notruf 112 wählen,  innerhalb von acht Sekunden mit einer Krankenschwester verbunden werden damit dem Kranken oder Verletzten schnellstmöglich Hilfe geboten werden kann, eine Auflage, die die Notrufzentrale bis heute nicht erfüllen kann, was auch dazu führte, dass das Unternehmen SOS Alarm seit den neuen Regeln bereits über eine Million Kronen an Strafe bezahlen musste, ohne das sich die Situation allerdings besserte.

Das akute Problem ist ganz einfach auf Personalmangel zurückzuführen, denn die Einsatzzentrale findet nicht genügend ausgebildete und qualifizierte Krankenschwestern, obwohl diese über Annoncen, das Arbeitsamt und auch über mehrere Zeitarbeitsfirmen und Vikariatpools gesucht werden. Nach offiziellen Angaben stehen nicht genügend Krankenschwestern zur Verfügung, was jedoch im Klartext heißt, dass die zur Verfügung stehenden Kräfte nicht bereits sind bei der geringen Bezahlung die hohe Verantwortung am Telefon zu übernehmen.

Besonders kritisch war die Situation im Sommer dieses Jahres als wegen der Urlaubszeit gerade einmal 30 Prozent aller eingehenden Gespräche in der vorgegebenen Zeitspanne an eine Krankenschwester weitergegeben werden konnten. Die Probleme scheinen sich auch über die Zukunft auszudehnen, da das aktuelle Personal dem höheren Ansturm im Winter nicht gewachsen ist. Allerdings ist dieses Problem nicht nur auf die Region um Göteborg beschränkt, sondern betrifft auch die Region Stockholm.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 12. April 2012

Kein Notruf für Gewalt ausgesetzten Frauen

Bereits im Jahre 2007 forderte die Volkspartei in Göteborg, dass Gewalt ausgesetzte Frauen einen persönlichen Notruf erhalten sollten, damit ihnen bei einem Übergriff schneller geholfen werden könnte. Zwei Jahre später wurde dieser Antrag von den bürgerlichen Parteien mit Unterstützung der Linken dann beschlossen. Bis heute gibt es jedoch in ganz Göteborg nicht einen einzigen dieser Notrufe per Knopfdruck.

Nun will der Göteborger Stadtrat nach der Ursache suchen, warum die Entscheidung bisher nicht umgesetzt wurde, allerdings ohne sich besondere Mühe zu geben, da nach der linken Regierung der Stadt die Polizei die Aufgabe hat diese Frauen zu schützen und die Polizei ihrerseits nicht will, dass sich die Stadt in diese Angelegenheit einmischt, ohne jedoch selbst eine größere Initiative zu zeigen.

Auch SOS Alarm zeigt wenig Interesse an einem persönlichen Notruf, da es, in ihren Augen, genauso schnell geht den Notruf 112 anzurufen, da ein einkommender Notruf ohnehin an die Polizei weitergeleitet werden muss. Auch die regionalen Sozialämter zeigen sich kritisch zum Einsatz der Gemeinden und glauben, dass dies den der Gewalt ausgesetzten Frauen eine falsche Sicherheit vorspiegelt. Das gleiche System hat sich indes in Stockholm bewährt, was zur Frage führt, warum dies in Göteborg nicht der Fall sein sollte.

Herbert Kårlin

Dienstag, 1. September 2009

Kranke und Verletzte sind die ersten Opfer von Krawallen in Göteborg

In Göteborg ist es zur Zeit wichtig in welchem Stadtteil, und sogar in welcher Straße man wohnt. Es ist sinnvoll seinen Herzinfarkt nicht gerade in einem als Risikogebiet eingestuften Gebiet zu bekommen, denn bevor Notarzt oder Krankenwagen anfahren, müssen sie sich eine Unbedenklichkeitserklärung einholen.

Nach den Krawallen der letzten beiden Wochen in denen Autos und Gebäude von Jugendlichen angezündet wurden, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mit Steinen beworfen und zwei Feuerwehrmänner auch erhebliche verletzt wurden, kann eine Rettungswagen oder Krankennwagen nur noch nach Absprache mit SOS Alarm und der Polizei in Risikozonen Göteborgs fahren.

Bevor daher ein Kranker Hilfe in diesen Gegenden erhalten kann muss SOS Alarm bestimmen ob das Fahrzeug ohne Polizeischutz zur angegebenen Adresse fahren kann oder nicht. Ist Polizeischutz angeraten, so muss Rettungs- oder Krankenwagen warten bis ein Polizeifahrzeug zur Verfügung steht, unabhängig davon wie dringend jemand auf Hilfe wartet. Die Sicherheit des Personals von Rettungsdiensten wurde vorübergehend über den Anspruch eines Person, die sich vielleicht in Lebensgefahr befindet, gestellt.

Weitere Informationen zum Thema bei
Hot kan försena ambulansen

Herbert Kårlin