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Mittwoch, 23. April 2014

Forscherin aus Göteborg erhält Europa-Preis für Dummy

Die Göteborger Forscherin Astrid Linder des VTI-Instituts konnte in Paris für ihre Arbeiten den europäischen Preis Champions of transport research competition in der Kategorie Road in Empfang nehmen, da es ihr nach zahlreichen Jahren gelungen war einen Beitrag zu leisten, der die Unfallforschung weltweit revolutionieren kann, vorausgesetzt die Industrie zeigt sich offener als die Welt der Forschung.

Allein zehn Jahre dauerte es bis Astrid Linder die Gelder für ihre Forschung finden konnte, und weitere Jahre dauerte es dann bis sie ihren weiblichen Unfall-Dummy dann tatsächlich präsentieren konnte, parallel zu einem weiblichen digitalen Unfall-Dummy, das einer durchschnittlichen Frau entspricht. Auch wenn die Forschung nun weitergeht, so stellt sich nun die Frage ob dieser Preis auch dabei hilft, Unfälle nicht mehr nur mit männlichen Puppen zu simulieren und deren Schäden zu bewerten, sondern auch zu weiblichen Puppen greift.

Auch wenn wissenschaftlich seit langem bewiesen ist, dass Frauen bei Autounfällen auf Grund ihrer Anatomie weitaus häufiger dem Schleudertraume (whiplash) ausgesetzt sind als Männer benutzen Unfalltester grundsätzlich männliche Puppen, also bauen ihre Forschungen auf eine andere Personengröße, eine andere Anatomie und eine andere Muskelstruktur auf, was Frauen einem noch größeren Risiko aussetzt. Astrid Linders Forschung könnte daher einen maßgeblichen Beitrag für ein Umdenken bei Unfallforschern dienen.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 9. Dezember 2013

Verkehrschaos nach dem ersten Schnee in Göteborg

Im Grunde kam am frühen Sonntagmorgen nicht sehr viel Schnee nach Göteborg, aber knapp zehn Zentimeter nasser Schnee sorgte dennoch für ein Chaos, das die Stadt allerdings verhindern können hätte, da der Schneefall vom Wetterdienst rechtzeitig und sehr präzise angekündigt worden war. Das größte Problem war daher vermutlich, dass der Schneefall nicht einen Wochentag, sondern das Wochenende wählte.


Als erstes Problem kann man bezeichnen, dass die Straßen Göteborgs am frühen Morgen nicht geräumt wurden, da weder die notwendigen Schneepflüge noch das Personal zur Verfügung standen, obwohl es selbst ohne Ankündigung des Wetterdienstes relativ normal ist, dass es in Göteborg ab Dezember schneien kann. Dass der üble Straßenzustand anschließend zu mehreren Unfällen führte, liegt auf der Hand, da die Autofahrer ebenfalls nicht auf Schnee, aber ihr Auto angewiesen waren.

Das zweite Problem kam nämlich von Seiten des öffentlichen Verkehrsunternehmens Västtrafik, denn mehrere Straßenbahnen konnten auf Grund der vereisten Gleise nicht verkehren und die Busse hatten bisher keine Winterreifen. Da Göteborg sehr hügelig ist, waren bereits sehr früh am Morgen einige Steigungen wegen querstehenden Bussen ebenfalls für den Verkehr gesperrt. Um wieder ohne Umwege und Verspätungen am Ziel anzukommen, musste man in Göteborg auf den Abend warten, kurz bevor die Straßen sich in eine Eisbahn verwandeln werden, da der Streudienst am Sonntag Abend auch nur minimal besetzt ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 2. Juni 2013

Mehr Sicherheit für Freizeitboote

Nachdem die Anzahl der Besitzer von Freizeitbooten jedes Jahr ansteigt und die Westküste vor Göteborg ein sehr beliebtes Ziel für Bootbesitzer ist, zählt man hier auch jedes Jahr mehr Boote, die auf Felsen auflaufen, was an der Küste des Västra Götalands auch kein großes Wunder ist, da sich in der Nähe der Schäreninseln sehr viele verräterische Felsen nur knapp unter der Wasseroberfläche verstecken, völlig unsichtbar für die Fahrer von Motorbooten.

Im vorigen Jahr wurden dem Seefahrtsamt allein an der Westküste 19 Unfälle gemeldet bei denen Boote auf diese verräterischen Felsen aufgelaufen waren, was im Verhältnis zu den insgesamt 130 ähnlichen Problemen in ganz Schweden eine relativ hohe Anzahl ist. Viele dieser Felsen sind bis heute auch nicht auf den Seekarten eingetragen, so dass selbst erfahrenere Bootseigner in Schwierigkeiten geraten können, falls sie nicht über die modernste Technik verfügen.

Um die Unfälle in Zukunft weitgehend zu vermeiden hat das Seefahrtsamt nun ab 1. Juni einen Wettbewerb ausgeschrieben bei dem alle, die die verräterische Stellen kennen diese melden sollen, damit die entsprechenden Felsen auf den Seekarten eingetragen werden können oder auch mit einem warnenden Seezeichen gekennzeichnet werden können. Bisher wurden dem Seefahrtsamt bereits Stellen mitgeteilt an denen pro Jahr bis zu 30 Boote aufgelaufen sind, eine Anzahl, die zum ersten Preis führen kann. Diese Gefahrenstelle befindet sich direkt vor der Küste Göteborgs.

Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Januar 2013

Nebenstraßen in Göteborg entwickeln sich zu Gefahrenzonen

Die Einführung der Citymaut in Göteborg zeigt nun bereits einige Nebeneffekte, die dem Straßenverkehrsamt und der Stadtverwaltung zwar bekannt waren, aber auf die man die Bürger nicht vorbereitete. Nebenstraßen am Rande der Bezahlzonen und Verbindungen die im Norden der Stadt verlaufen, erleben nun einen regen Verkehr, der von den Anwohnern als unzumutbar und gefährlich eingestuft wird.

Auf einigen kleineren Straßen hat sich der Verkehr nicht nur verdoppelt, sondern die gestressten Autofahrer nehmen die engen Straßen auch mit überhöhter Geschwindigkeit, was bereits in der ersten Woche zu einigen kleineren Zwischenfällen führte und, nach Meinung der Anwohner, auch bald Tote und Schwerverletzte fordern kann. Auch die nördliche Ringstraße der Stadt weist seit dem 1. Januar einen um 35 Prozent höheren Verkehr aus als vorher.

Diese Verkehrssteigerungen zeigen, dass zwar die Luft in einigen nun weniger befahrenen Stadtteilen etwas besser wird, aber dafür in anderen Teilen der Stadt eine negative Auswirkung gemessen werden kann. Nach dem Straßenverkehrsamt sind die betroffenen Straßen allerdings für den höheren Verkehr ausgerichtet und sie stellen die Bewohner eher als Querulanten dar. Sollten sich jedoch tatsächliche schwere Unfälle ereignen, so steht, ebenfalls nach dem Straßenverkehrsamt, Geld für Anpassungen zur Verfügung.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Kein Gleitschutz für Rentner in Göteborg

Obwohl die Stadtverwaltung Göteborgs bereits im Juni des Jahres zusicherte, dass alle Bürger der Stadt über 65 Jahren im Herbst 2012 mit einem kostenlosen Gleitschutz für Schuhe versorgt werden, damit die Unfälle durch Ausrutschen geringer werden und damit die Kosten für Ärzte und Krankenhäuser reduziert werden, sieht es nun so aus, als ob die Zusage frühestens im kommenden Jahr erfüllt wird, wenn überhaupt.

Bis heute hat sich der Stadtrat noch nicht zusammengesetzt um über eine klare Vorgehensweise zu entscheiden oder nach Kostenvoranschlägen zu fragen. Alle Rentner, die sich daher auf den kostenlosen Gleitschutz und damit den Stadtrat verlassen haben werden nun von der Stadt im Stich gelassen und müssen sich jetzt beim plötzlichen Wintereinbruch selbst den Gleitschutz kaufen und natürlich auch die Preise bezahlen, die in Notfallsituation verlangt werden.

Das vorgesehene Geschenk an die 80.000 Rentner und Pensionäre Göteborgs kann nun, im besten Fall, kommenden Herbst verteilt werden. Die Aktion, die von der Opposition nicht mitgetragen wird, wird die von Steuern finanzierte Stadtkasse mit etwa zehn Millionen Kronen belasten, zumal unbekannt ist wie viele ältere Personen längst und regelmäßig einen Gleitschutz kaufen und daher kein Doppel benötigen und für wie viele die Ausgabe bisher zu hoch war und daher eher einen Unfall riskierten müssen. Eine sinnvolle Untersuchung könnte die Kosten unter Umständen halbieren.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 29. November 2012

Die E20 wird im Västra Götaland zur Autobahn

Seit 1986 gilt der Streckenabschnitt der E20 von Göteborg in Richtung Stockholm, der sich im Bereich des Västra Götalands befindet, als einer der unfallträchtigsten des Landes und soll, nach ursprünglichem Plan, zur Autobahn ausgebaut werden, damit zum einen die Reisezeit nach Stockholm verkürzt wird, zum anderen aber auch die Unfälle reduziert werden, die vor allem deswegen entstehen, da an vielen Stellen, trotz Extremverkehr, nicht einmal die beiden Spuren voneinander getrennt sind und die Straße seit Jahren in schlechtem Zustand ist.

Nach rund 26 Jahren Diskussion wollte nun die linke Regierung der Region einen billigeren Plan in Angriff nehmen, der von den Autofahrern (Lastwagen und Personenwagen), die diese Strecke regelmäßig nehmen müssen, kaum als sinnvoll betrachtet wird, denn die Strecke sollte zwar im Laufe der kommenden Jahre in der Mitte getrennt werden, aber bis diese Maßnahme angegriffen werden kann, soll die Geschwindigkeit weiterhin gesenkt werden und ständige Kontrollen die Fahrer von überhöhter Geschwindigkeit abhalten.

Am Dienstag Abend wurde nun vom rechten Flügel, mit der Unterstützung der Sverigedemokraterna, entschieden, dass die E20 so schnell wie möglich in eine vierspurige Autobahn ausgebaut werden soll, damit sämtliche Probleme auf der Strecke behoben werden. Die Grünen unter der Führung von Kia Andreasson zeigen sich durch diese Entscheidung übergangen und sind der Meinung, dass damit die Umweltpolitik der Region boykottiert wird und die Kosten für den Bau finanzielle Einschränkungen auf jedem anderen Niveau fordern wird. Für Kia Andreasson gibt es nur die Alternative Eisenbahn, auch wenn man bei diesem Verkehrsmittel nie weiß ob man im Winter überhaupt ankommt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Notruf 112 in Göteborg mit Problemen

Seit September 2009 müssen nach der Regionalregierung im Västra Götaland mindestens 90 Prozent aller Personen, die den Notruf 112 wählen,  innerhalb von acht Sekunden mit einer Krankenschwester verbunden werden damit dem Kranken oder Verletzten schnellstmöglich Hilfe geboten werden kann, eine Auflage, die die Notrufzentrale bis heute nicht erfüllen kann, was auch dazu führte, dass das Unternehmen SOS Alarm seit den neuen Regeln bereits über eine Million Kronen an Strafe bezahlen musste, ohne das sich die Situation allerdings besserte.

Das akute Problem ist ganz einfach auf Personalmangel zurückzuführen, denn die Einsatzzentrale findet nicht genügend ausgebildete und qualifizierte Krankenschwestern, obwohl diese über Annoncen, das Arbeitsamt und auch über mehrere Zeitarbeitsfirmen und Vikariatpools gesucht werden. Nach offiziellen Angaben stehen nicht genügend Krankenschwestern zur Verfügung, was jedoch im Klartext heißt, dass die zur Verfügung stehenden Kräfte nicht bereits sind bei der geringen Bezahlung die hohe Verantwortung am Telefon zu übernehmen.

Besonders kritisch war die Situation im Sommer dieses Jahres als wegen der Urlaubszeit gerade einmal 30 Prozent aller eingehenden Gespräche in der vorgegebenen Zeitspanne an eine Krankenschwester weitergegeben werden konnten. Die Probleme scheinen sich auch über die Zukunft auszudehnen, da das aktuelle Personal dem höheren Ansturm im Winter nicht gewachsen ist. Allerdings ist dieses Problem nicht nur auf die Region um Göteborg beschränkt, sondern betrifft auch die Region Stockholm.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. August 2012

Fahrradfahren gefährlich in Göteborg

In Göteborg werden bei Unfällen genauso viele Fahrradfahrer schwer verletzt wie Autofahrer und je mehr Göteborger nach Einführung der Maut zum Fahrrad greifen, umso mehr Unfälle wird es geben, denn auch wenn sich die Stadt gerne als fahrradfreundlich gibt, so haben die Planer wenig dafür getan Gefahrenstellen zu vermeiden oder ein sicheres Netz einzurichten, damit man als Fahrradfahrer nicht sogar bewusst gegen Verkehrsregeln verstoßen muss wenn man sein Ziel erreichen will. Die Planung erfolgte deutlich am Reißbrett und nicht mit Hilfe von praktischer Erfahrung.

Sicher verfügt Göteborg insgesamt über 470 Kilometer an Fahrradwegen, wovon ein Teil in hervorragendem Zustand ist, und sicher wurden im vorigen Jahr auch 26.000 Quadratmeter an Fahrradweg neu geteert, aber all dies nützt wenig, wenn man selbst im August noch in manchen Kurven Rollsplitt findet, an manchen Stellen der Fahrradweg abrupt endet und man sich in der Rushhour plötzlich zwischen Autos befindet oder Löcher im Teer einen Sturz geradezu provozieren können, von Fußgängern, die an vielen Stellen der Stadt den Unterschied von Fahrradweg und Fußgängerweg nicht kennen, ganz zu schweigen … und dank lauter Musik über die Kopfhörer auch das Klingeln nicht hören können.

Bisher nehmen nur etwa zehn Prozent der Göteborger ihr Fahrrad um zur Arbeit zu gelangen, was in den Sommermonaten immerhin bedeutet, dass täglich über 100.000 Fahrten mit dem Fahrrad stattfinden. Wenn nun ab Januar 2013 die Citymaut in Göteborg eingeführt wird, wird diese Anzahl vermutlich erheblich in die Höhe gehen und ein Großteil der Fahrradfahrer auch weitere Strecken mit ihrem Gefährt zurücklegen. Göteborg denkt jedoch wenig an die Probleme, die dadurch entstehen können und wie viel Arbeitszeit wegen Unfällen mit dem Fahrrad verloren gehen werden, sondern plant weiterhin überwiegend eigene Spuren für Stadtbusse, die sich so mancher in Göteborg, wegen den ständig steigenden Preisen, bisweilen gar nicht mehr leisten kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Mai 2012

Relativ ruhige Walpurgisnacht in Göteborg

Die Begrüßung des Frühlings in der Walpurgisnacht ist in Göteborg grundsätzlich mit einem hohen Alkoholkonsum und Gewalt verbunden, weshalb Sanitäter und Polizei bereits ab dem frühen Nachmittag mit verstärkter Einsatzstärke unterwegs waren. Die letzte Nacht lief, vielleicht gerade wegen dem starken Polizeieinsatz, relativ ruhig ab und vor allem gewaltsame Schlägereien waren nahezu abwesend.

Nachdem die Polizei, nach bewährter Methode, bis Mitternacht bereits den Alkohol von rund 300 Personen, überwiegend von Minderjährigen, in den Rinnstein oder das Gras geschüttet hatte, mussten nur 49 Personen den Rest der Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen und acht weitere wurden wegen der Störung des allgemeinen Friedens vorübergehend festgenommen.

Wie üblich war der Notruf 112 nahezu die ganze Nacht über in Anspruch genommen, aber glücklicherweise wurden keine Messerstechereien oder grobe Übergriffe gemeldet. In der Nacht wurde auch  nur ein Autounfall gemeldet, als ein Betrunkener im Göteborger Raum im Straßengraben landete und wegen leichten Schäden im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Göteborger Polizei ist mit der Bilanz in jedem Fall zufrieden.
Herbert Kårlin

Montag, 30. April 2012

Wildschweinprobleme im Västra Götaland

Nach letzten Zählungen des Wildschweinbestands im Västra Götaland, einer Region Schwedens in der bisher noch keine zu bedeutenden Probleme mit den Tieren auftauchten, stellt man fest, dass die Population in einem Masse wächst, dass in Zukunft mit erheblich höheren Schäden und einem steigenden Unfallrisiko in der gesamten Region zu rechnen ist, zu Beginn jedoch insbesondere im Küstenstreifen und der Region um Göteborg.

Nach bisherigen Erfahrungen mit Wildschweinen wird es nur sehr wenige Jahre dauern bis sich die Tiere in ganz Västra Götaland verbreitet haben, ohne dass die Jäger entsprechende Maßnahmen ergreifen werden, da gegenwärtig kein steigender Bedarf an Wildschweinfleisch festzustellen ist und die Tiere keine natürlichen Feinde in den schwedischen Wäldern haben.

Bereits heute sind Wildschweine in Schweden an mehr Autounfällen beteiligt als Elche, wobei die Schäden durch einen Unfall mit einem Wildschwein in der Regel auch höher liegen als bei Elchen. Es ist ebenfalls zu erwarten, dass sich die Schäden in Landwirtschaft und auf Golfplätzen im Västra Götaland auf eine Ebene zubewegen, die man bereits in Skåne als nahezu unfinanzierbar hält.
Herbert Kårlin

Sonntag, 4. März 2012

Göteborger leben gefährlich

Allgemeine Unfälle verursachen in Göteborg jedes Jahr Kosten in Höhe von 3,2 Milliarden Kronen, also neun Millionen Kronen am Tag. Die gefährlichsten Gegenstände sind dabei Leitern und Stolperkanten. Um dieses Problem besser in den Griff zu bekommen und um die Kosten zu senken, will die Stadt nun auf bessere Aufklärung setzen und durch eine analytische Arbeit auch die Ursachen für die häufigsten Unfälle ausfindig machen.

Sicher ist jedoch schon heute, dass die Göteborger gefährlich leben. Jedes Jahr sterben 300 Personen auf Grund eines gewöhnlichen Unfalls, 6600 verbringen deswegen mindestens einen Tag im Krankenhaus und rund 40.000 benötigen eine ärztliche Behandlung. Über 100 Arztbesuche erfolgen daher jeden Tag auf Grund eines Unfalles im Haus, Garten oder während der Freizeit. Besonders betroffen davon sind natürlich Kinder und ältere Personen.

Betrachtet man alle dreizehn Gemeinden der Göteborger Region, so verursachen tägliche Unfälle sogar 16 Millionen Kronen an Kosten pro Tag. Falls man durch vorbeugende Maßnahmen diese Summe um nur 0,25 Prozent reduzieren kann, so reicht diese Summe aus um das gesamte Projekt zu finanzieren und jede weitere Verbesserung führt dann zu tatsächlichen Einsparungen.

Herbert Kårlin

Montag, 3. Oktober 2011

Göteborg arbeitet an sicheren Fahrradwegen

Da in Göteborg im Durchschnitt täglich über 100.000 Fahrten mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und jährlich nahezu 300 Unfälle mit Fahrrädern zu verzeichnen sind, will die Stadt nun die Sicherheit für Fahrradfahrer erhöhen indem Fahrradwege sicherer gemacht und deutlicher gekennzeichnet werden. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei die Abgrenzung zwischen Fußgängern und Radfahrern.

Eines der größten Probleme in Göteborg ist tatsächlich, dass man auf den Fahrradwegen, trotzt der Schilder, nahezu permanent Fußgänger, Jogger und insbesondere Frauen mit Kinderwagen findet, die entweder die Verkehrszeichen nicht sahen, dachten, dass es eine gemischte Bahn sei oder sich einfach keine Gedanken darüber machten, dass ihr Verhalten eine Gefahr für sie und andere darstellt.

Ohne dass Göteborg bisher einen Gesamtplan für sicherere Fahrradwege ausgearbeitet hat, so ist bereits sicher, dass ein Teil der Fahrradwege, wie in anderen europäischen Städten, rot angestrichen werden soll, deutliche Trennlinien oder kleine Gräben zwischen Fußgängerbereich und Fahrradteil gezogen werden und die Breite der Fahrradwege auch tatsächlich für die Begegnung anderer Fahrräder ausgebaut werden, damit auch Fahrräder nicht mehr auf den Gehsteig oder die Fahrbahn ausweichen müssen.

Herbert Kårlin

Samstag, 10. September 2011

Hilfe kommt in Göteborg an zweiter Stelle

Das Unglück am 8. September, als eine Straßenbahn in ein vorausfahrendes Fahrzeug fuhr und 27 Verletzen verursachte, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, wobei zwei unter ihnen sehr schwer verletzt sind, zeigt die Veränderung der Göteborger Gesellschaft, die, wie überall, mehr von Facebook dominiert wird als dem Willen Verletzten zu helfen.

Als nach dem Unfall zahlreiche Verletzten, die sich aus den Waggons retten konnten neben den Gleisen lagen, so war der erste Gedanke der Zuschauer möglichst viele Fotos zu machen und mit ihren Handys zu filmen, um dann ihre Werke auf Facebook zu verbreiten, ohne sich den geringsten Gedanken darüber zu machen, dass die Verletzten Hilfe brauchen. Das negative Wort Paparazzi muss mittlerweile auf fast alle angewendet werden, die sich in einem Unfallort befinden.

Dass viele bei einem Unfall nicht helfen, weil sie nicht wissen in welcher Weise sie nützlich werden können, liegt an der geringen Vorbereitung der Mehrheit auf entsprechende Fälle, aber wenn nach einem schweren Straßenbahnunglück die geringen Helfer erleben müssen, dass sich die Mehrheit an der Unglücksstelle aufhält oder zu ihr eilt, um Verletzte so schnell wie möglich auf Facebook zu veröffentlichen, verschwindet jeder Respekt vor menschlichem Leben.

Herbert Kårlin

Montag, 28. Februar 2011

Fußgänger leben gefährlich in Göteborg

Nach einer Europarichtlinie von 2005 sollten alle Länder und Städte daran arbeiten, dass sich die Anzahl der Verkehrstoten innerhalb von fünf Jahren halbiert. Göteborg wollte nicht nur die Quote der Toten, sondern auch die der schwer Verletzten um 50 Prozent reduzieren.

Nach den von Göteborg vorgelegten Zahlen, hat die Stadt das Ziel in beiden Bereichen nicht erreicht. Auch wenn die Zahlen weiterhin rückläufig sind, so wurden im Jahre 2010 nach wie vor sieben Personen getötet (2005: 12 Tote) und 183 wurden voriges Jahr bei Unfällen schwer verletzt, gegenüber 325 im Jahre 2005.

Allerdings hat sich die Statistik für Fußgänger während der letzten fünf Jahre nicht verbessert. Vor allem Fußgängerübergangsstellen und der Straßenbahnverkehr verursachen immer noch die gleiche Höhe an Unfallopfern. Um auch diese Situation zu verbessern, will das Göteborger Verkehrsamt nun die Unfälle bei Fußgänger analysieren.

Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Juli 2009

Wildschweine verursachen ein steigendes Problem

Noch vor 20 Jahren war das Wildschwein in der Umgebung Göteborgs unbekannt und in ganz Südschweden zählte man kaum mehr als hundert Tiere. Heute befinden sich bereits 100.000 Wildschweine im südlichen Teil Schwedens und ihre Anzahl steigt in erschreckendem Masse.

Da das Wildschwein keinerlei natürliche Feinde hat und die Natur um Göteborg auch nicht in der Lage ist die steigende Zahl an Wildschweinen zu ernähren, werden die Tiere hier immer mehr zu Schädlingen in Natur und Landwirtschaft. Aber auch die Zahl der Unfälle an denen Wildschweine beteiligt sind steigt jährlich.

Da der Tierschutz in Schweden die Ökologie dieser Nachttiere bei jeder Jagd berücksichtigt können Wildschweine nicht der freien Jagd ausgesetzt werden bei denen unter Umständen Leittiere getötet werden könnten. Um die Ausbreitung jedoch einzudämmen wird jetzt die Methode studiert Fallen bei der Jagd anzuwenden, jedoch in Hinblick darauf, dass die Tiere auch keine Stressstoffe in der Falle entwickeln und dem Menschen als gesunde Nahrung zur Verfügung stehen.

Mehr über die Wildschweinprobleme bei:
Fällor ska stoppa vildsvinsexplosion