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Montag, 30. April 2012

Wildschweinprobleme im Västra Götaland

Nach letzten Zählungen des Wildschweinbestands im Västra Götaland, einer Region Schwedens in der bisher noch keine zu bedeutenden Probleme mit den Tieren auftauchten, stellt man fest, dass die Population in einem Masse wächst, dass in Zukunft mit erheblich höheren Schäden und einem steigenden Unfallrisiko in der gesamten Region zu rechnen ist, zu Beginn jedoch insbesondere im Küstenstreifen und der Region um Göteborg.

Nach bisherigen Erfahrungen mit Wildschweinen wird es nur sehr wenige Jahre dauern bis sich die Tiere in ganz Västra Götaland verbreitet haben, ohne dass die Jäger entsprechende Maßnahmen ergreifen werden, da gegenwärtig kein steigender Bedarf an Wildschweinfleisch festzustellen ist und die Tiere keine natürlichen Feinde in den schwedischen Wäldern haben.

Bereits heute sind Wildschweine in Schweden an mehr Autounfällen beteiligt als Elche, wobei die Schäden durch einen Unfall mit einem Wildschwein in der Regel auch höher liegen als bei Elchen. Es ist ebenfalls zu erwarten, dass sich die Schäden in Landwirtschaft und auf Golfplätzen im Västra Götaland auf eine Ebene zubewegen, die man bereits in Skåne als nahezu unfinanzierbar hält.
Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. August 2011

Die Jagd auf Kormorane in Västra Götaland

Da während der letzten drei Jahre nicht einmal die Hälfte der 2000 Kormorane, die vor der Küste des Västra Götalands zur Jagd freigegeben waren, erlegt wurden, will die Lokalregierung die Jagd auf die schwarzen Vögel, die mit ihren offenen Wingen auf den Klippen sitzen, auch auf die nächsten beiden Jahre ausdehnen, zumal diese Vogelart in Europa nicht als gefährdet gilt.

Auch wenn bisher in Europa kein bedeutender Schaden durch Kormorane nachgewiesen werden konnte, klagen die Fischer darüber, dass ihnen die Kormorane das Wasser leer fischen und ihre Netze zerstören. Natürlich hat der eine oder andere Kormoran mittlerweile gelernt Netzte aufzubeißen, einen der Aale zu verzehren und die anderen durch die Öffnung zu befreien, aber bisher handelt es sich hier um Einzelfälle, die durch eine Jagd nicht verhindert werden können.

In Schweden kommen zwei Unterarten von Kormoranen vor, wobei die eine Unterart im Winter mehrheitlich in südliche Gefilde zieht und die andere Unterart der Phalacrocorax carbo nur einen Teil des Winters in Schweden verbringt, die Jagd sich also auf beide Unterarten erstreckt. Naturschützer fordern, dass auch die europäischen Kormorane unter Schutz gestellt werden müssen, da jede Umweltkatastrophe ihre Anzahl erheblich dezimieren und dadurch gefährden kann.

Herbert Kårlin

Samstag, 15. Januar 2011

Wolfsjagd im Västra Götaland

Am heutigen Morgen begann die diesjährige, sehr umstrittene Wolfsjagd in ganz Schweden, die jedoch nicht, wie viele annehmen, nur dort stattfinden, wo eine größere Menge an Wölfen lebt, sonder zieht sich im Süden bis an die Grenzen Göteborgs, eine Gegend mit einem ausgedehnten Wildschweinproblem, aber keinem Wolfsproblem.

Das Interesse der Jäger im Västra Götaland einen Wolf zu erlegen ist jedoch groß, denn unter den rund 6500 Jägern, die sich in ganz Schweden angemeldet haben, findet man bereits 1159 Jäger im Västra Götaland, wo die verschiedensten Jagdgruppen offiziell gerade einmal zwei Wölfe erlegen dürfen, theoretisch genetisch schwache Exemplare.

Im Västra Götaland wurde die Jagd in dreizehn Gebieten zugelassen, was eine korrekte Überwachung der Wolfsjagd nahezu unmöglich macht. Die Wolfsjagd findet mit zahlreichen Hunden statt, die die Wölfe entdecken und vor die Gewehre der Jäger treiben sollen, wodurch natürlich immer wieder einmal ein Hund getötet wird, was dazu führt, dass Jäger die Wolfsjagd ausdehnen wollen, weil Wölfe Jagdhunde töten.

Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Juli 2009

Wildschweine verursachen ein steigendes Problem

Noch vor 20 Jahren war das Wildschwein in der Umgebung Göteborgs unbekannt und in ganz Südschweden zählte man kaum mehr als hundert Tiere. Heute befinden sich bereits 100.000 Wildschweine im südlichen Teil Schwedens und ihre Anzahl steigt in erschreckendem Masse.

Da das Wildschwein keinerlei natürliche Feinde hat und die Natur um Göteborg auch nicht in der Lage ist die steigende Zahl an Wildschweinen zu ernähren, werden die Tiere hier immer mehr zu Schädlingen in Natur und Landwirtschaft. Aber auch die Zahl der Unfälle an denen Wildschweine beteiligt sind steigt jährlich.

Da der Tierschutz in Schweden die Ökologie dieser Nachttiere bei jeder Jagd berücksichtigt können Wildschweine nicht der freien Jagd ausgesetzt werden bei denen unter Umständen Leittiere getötet werden könnten. Um die Ausbreitung jedoch einzudämmen wird jetzt die Methode studiert Fallen bei der Jagd anzuwenden, jedoch in Hinblick darauf, dass die Tiere auch keine Stressstoffe in der Falle entwickeln und dem Menschen als gesunde Nahrung zur Verfügung stehen.

Mehr über die Wildschweinprobleme bei:
Fällor ska stoppa vildsvinsexplosion