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Samstag, 1. März 2014

Göteborger Politiker halten sich für Übermenschen

Obwohl eine unabhängige Prüfungskommission feststellte, dass das größte Problem Göteborgs darin liegt, dass zahlreiche Politiker bei Entscheidungen zwischen zwei Stühlen sitzen, nämlich politisch über städtische Unternehmen entscheiden in denen sie selbst eine leitende oder entscheidende Funktion haben, wird die rot-grüne Stadtführung eine einmalige Chance nicht nutzen und dieses System auch in Zukunft nicht ändern.


Als gestern über den neuen städtischen Firmenkonzern entschieden wurde, dem die Sozialdemokratin Gitte Caous vorstehen wird, hat der Stadtrat entschieden, dass neun Spitzenpolitiker Göteborgs erneut mindestens eine führende Position im weit verzweigten städtischen Firmenimperium einnehmen werden, sich also selbst überwachen werden, oder eben zu eigenen Vorteilen entscheiden können, eine Situation, die die bisherigen Probleme Göteborgs auf keinen Fall verhindern kann und eine Quelle für einseitige Entscheidungen ist.

Auf die Fragen von Journalisten von Sveriges Radio ob diese Situation auch nach den Wahlen im Herbst bestehen bleiben wird, antworteten die Politiker etwas ausweichend, dass es sich selbstverständlich nur um eine Zwischenlösung handelt, ohne jedoch zu nennen, warum man keine unabhängige Führungsschicht für die städtischen Unternehmen finden konnte. Persönlich angesprochen wollte allerdings nicht einer der führenden Politiker erklären wann er zwischen Unternehmensführung und Politik entscheiden wird, was man auch so interpretieren kann, dass sich diese Politiker sehr wohl zwischen den Stühlen fühlen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 8. September 2009

Västtrafik weiter in der Kritik

Nachdem sich selbst Reichstagsmitglieder wie Eva Flyborg in die Diskussion um das neue Fahrbeweissystem von Västtrafik einmischen und ein Überdenken des gesamten Systems fordern könnte man denken, dass Bewegung in die verfahrene Situation mit den Tickets kommt, vor allem auch was die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel Göteborgs von Seiten der Touristen angeht, die keinen Zugang zur allgemein üblichen Bezahlweise haben.

Västtrafik will nach wie vor von Kritik wenig hören und sein System durchsetzen, egal ob Besucher der Stadt diskriminiert werden, beim Verbraucherverband regelmässig Klagen eingehen und egal wieviel Göteborger das System ablehnen, weil sie mit den zahlreichen Symbolen des Lesegerätes nicht klar kommen.

Im Gegenzug hat Västtrafik gestern begonnen die Suche nach Schwarzfahrern auszudehnen. Die Menge der Kontrolleure wurde um 70% aufgestockt, Arbeitskräfte, die besser eingesetzt wären, wenn Sie ihren Kunden das umständliche und schwer verständliche System des neuen Bezahlsystemes erklären würden.

Herbert Kårlin