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Montag, 7. Juli 2014

Kaum neue Arbeitsplätze in Göteborg

Während der Mangel an Büroräumen bereits eine Bremse für neue Firmen in Göteborg ist und die Stadt eines der schwedischen Schlusslichter in der Entwicklung und Förderung von Neuunternehmern ist, zeigt sich  nun zudem, dass die bestehenden Unternehmen im gesamten Västra Götaland die Zukunft des Arbeitsmarkts eher schwarz sehen und eher mit dem Abbau von Personal rechnen als dass sie einen Bedarf an mehr Arbeitskräften sehen würden.

Während landesweit die Mehrheit aller Arbeitgeber einen Aufschwung sehen und davon überzeugt sind, dass sie in den kommenden drei Monaten zusätzliches Personal benötigen, macht sich in Göteborg und dem Västra Götaland ein Pessimismus breit, denn 55 Prozent der Arbeitgeber sind fest davon überzeugt, dass sie in den kommenden drei Monaten Personal entlassen müssen um ihr Unternehmen rentabel weiterführen zu können.

Der Pessimismus im Västra Götaland betrifft sowohl Industrieunternehmen als auch Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Arbeitgeber, Bereiche, die man in Stockholm und dem Rest des Landes, von Halland abgesehen, positiv sieht. Nach dem Personalvermittler Manpower, der für die Studie zeichnet, beruht die pessimistische Einstellung in Westschweden auf der Tatsache, dass man in der Autoindustrie weiterhin Rationalisierungsmaßnahmen angeht, die mit der Einsparung von Personal zusammenhängen und sich diese Probleme auf die Meinung der gesamte Unternehmerwelt überträgt.

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Sonntag, 18. Mai 2014

Göteborg will größter städtischer Unternehmer bleiben

Auch wenn ein Untersuchungsausschuss feststellte, dass die Firmenkonzentration in den Händen der Stadt Göteborg eines der größten Probleme bei Bestechungen ist und die Verflechtung von politischer Arbeit und der gleichzeitigen Tätigkeit in der Leitung eines städtischen Unternehmens in vielen Fällen eine neutrale Entscheidung unmöglich macht, zeigt sich nun, dass die rot-grüne Mehrheit des Stadtrates an dieser Situation nichts ändern will, nicht zuletzt deshalb, weil dadurch jedes Mitglied des Stadtrates seine Einkünfte verbessern kann.


Während einer Sitzung kam der rot-grüne Stadtrat mit absoluter Mehrheit zur Entscheidung sämtliche großen Unternehmen, die unter städtischer Führung stehen, zu behalten, entgegen dem Rat eines von der Stadt beauftragten Untersuchungsausschusses, der dringend zum Verkauf einiger Firmen geraten hatte. Nach Meinung des Stadtrates muss die Frage eines möglichen Verkaufs erst tiefer untersucht werden, kann aber in fernerer Zukunft nicht ganz ausgeschlossen werden.

In dieser Hinsicht ist auch nicht erstaunlich, dass die Führung der Stadt eher erwägt die Straßenbahnbetriebe von einer Firma in ein Amt umzuwandeln und auch angeschlagene Unternehmen weiterführen will, da man damit die Gesamtgewinne mindern kann, die lukrative städtische Firmen erwirtschaften. Im Gegensatz zur Opposition, die gerne einige Firmen verkaufen würde, sieht die rot-grüne Mehrheit nur ein Projekt, das man verkaufen könnte, nämlich das Liseberg-Hotel in Heden. Aber auch dies ist verständlich, da dieses kleinere Hotel bei der Umwandelung des Gebietes in ein Wohn-/Freizeitgebiet ohnehin jeden Wert verliert und, unter Umständen, sogar abgerissen werden muss.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 1. März 2014

Göteborger Politiker halten sich für Übermenschen

Obwohl eine unabhängige Prüfungskommission feststellte, dass das größte Problem Göteborgs darin liegt, dass zahlreiche Politiker bei Entscheidungen zwischen zwei Stühlen sitzen, nämlich politisch über städtische Unternehmen entscheiden in denen sie selbst eine leitende oder entscheidende Funktion haben, wird die rot-grüne Stadtführung eine einmalige Chance nicht nutzen und dieses System auch in Zukunft nicht ändern.


Als gestern über den neuen städtischen Firmenkonzern entschieden wurde, dem die Sozialdemokratin Gitte Caous vorstehen wird, hat der Stadtrat entschieden, dass neun Spitzenpolitiker Göteborgs erneut mindestens eine führende Position im weit verzweigten städtischen Firmenimperium einnehmen werden, sich also selbst überwachen werden, oder eben zu eigenen Vorteilen entscheiden können, eine Situation, die die bisherigen Probleme Göteborgs auf keinen Fall verhindern kann und eine Quelle für einseitige Entscheidungen ist.

Auf die Fragen von Journalisten von Sveriges Radio ob diese Situation auch nach den Wahlen im Herbst bestehen bleiben wird, antworteten die Politiker etwas ausweichend, dass es sich selbstverständlich nur um eine Zwischenlösung handelt, ohne jedoch zu nennen, warum man keine unabhängige Führungsschicht für die städtischen Unternehmen finden konnte. Persönlich angesprochen wollte allerdings nicht einer der führenden Politiker erklären wann er zwischen Unternehmensführung und Politik entscheiden wird, was man auch so interpretieren kann, dass sich diese Politiker sehr wohl zwischen den Stühlen fühlen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. August 2013

Die Wirkung der Maut auf den Handel Göteborgs

Erstmals in diesem Jahr wurden 407 Unternehmen innerhalb des Bereiches, der von der Maut betroffen ist, danach gefragt, wie sich die Maut auf ihre Geschäfte auswirkt. Nur 241 Händler haben auf die Frage auch geantwortet, also 64 Prozent der Befragten, eine Zahl, die nach der Definition Göteborgs ein statistisch gesichertes Ergebnis bietet, obwohl die fehlenden 36 Prozent dieses Ergebnis bedeutend verändern könnten.

Unter den 241 Firmen, die die Frage beantworteten, antworteten 56 Prozent, dass ihr Umsatz keinerlei Anzeichen auf eine Veränderung liefert während 39 Prozent behaupten, dass sie seit Einführung der Maut einen Rückgang des Geschäftes beobachten. Nicht erstaunlich war dabei, dass Firmen am äußeren Rand der Mautzone mehr von den Gebühren betroffen sind als Unternehmen im direkten Zentrum, da man dort ohnehin sehr schwierig Parkplätze finden kann und die Kunden daher vermehrt zu öffentlichen Verkehrsmitteln greifen.

Gesamt gesehen ist diese Auswertung der Stadt, die dazu dienen soll die Maut als positiv darzustellen, jedoch wenig aussagekräftig, da die Frage besteht ob bestimmte Arten von Unternehmen negativ betroffen sind und dadurch die Innenstadt fliehen müssen. Sollten nämlich gewisse Geschäftszweige aus der Innenstadt verdrängt werden, so kann sich dies sehr nachhaltig auf Preise in diesen Branchen auswirken oder auch die städtische Struktur maßgeblich verändern. Bleibt abzuwarten, ob die Stadt Göteborg auch eine aussagekräftige Untersuchung einleiten wird oder auf dem Stand der Manipulation bleibt.

Herbert Kårlin