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Dienstag, 5. August 2014

Ein zusätzlicher Campus für die Universität Göteborg

Obwohl die Stadt Göteborg den Plan die Umgebung um den Näckrosdammen in einen Campus zu verwandeln in mehreren Punkten bereits den Wünschen der Universität angepasst hat und die Ausweitung der Universität mit Neubauten entschieden ist, sollen nun noch die Anwohner, aber auch die anderen Bewohner Göteborgs, ihre Meinung zum Projekt äußern können, selbst wenn das Treffen im Herbst mehr eine Formsache ist als ein Aufruf zur Mitbestimmung.

Da selbst der Neubau einer Bibliothek am Näckrosdammen, der zur 300-Jahrfeier Göteborgs entstand und selbst eine Freilichtbühne erhielt, eine entschiedene Sache ist und nur noch ihre Größe einen gewissen Freiraum lässt, ist offen welchen konkreten Zweck die Einladung hat. Zur Diskussion steht nur noch das alte Hovrätten (Landesgericht), da dieses Gebäude als historisch wertvoll eingestuft ist , aber nach Meinung der Universität abgerissen werden soll, damit an dieser Stelle eine imposante Bibliothek entstehen kann die bereits auf die Zukunft ausgerichtet sein soll.

Die Frage bei der etwas vagen Einladung ist daher welche Rolle die Meinung der Bürger hinsichtlich der Zukunft dieses Gebäudes spielen soll und wovon die Bürger überzeugt werden sollen, denn so nebenbei hat die Stadtverwaltung einen Köder vorgelegt und verspricht die Erhaltung eines Großteils der Grünanlage an der man sich nach wie vor erholen kann. Zusätzlich sollen dort Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen geplant sein, auch wenn diese Punkte bisher nur sehr vage sind. Der Baubeginn ist jedenfalls bereits auf das kommende Jahr festgelegt. Das Projekt soll zur 400-Jahrfeier Göteborgs abgeschlossen sein.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Göteborg darf billige Bauunternehmen diskriminieren

Die Freude von vier Bauunternehmen, die von Göteborg wegen ihren billigen Angeboten zur Seite gelegt wurden, da sie in den Augen der Stadt entweder in irgend einer Weise illegale Arbeiter beschäftigten, durch den geringen Preis einen Konkurs riskierten oder auf andere Weise als unseriös betrachtet wurden, und deswegen erfolgreich vor das Amtsgericht gezogen waren, war von kurzer Dauer, da das Landgericht in Göteborg nun das Urteil aufhob und der Stadt in voller Linie zustimmte.


Das Urteil des Kammergerichts (Landgericht), das erst vor kurzem auch erklärte, dass die Jugend heute so freizügig ist, dass Frauen, die heimlich beim Sex gefilmt werden kaum Rechte haben, hat damit ein Grundprinzip geschaffen, das zum Nachteil der Steuerzahler führt und jeder Gemeinde erlaubt unliebsame billige Angebote von Unternehmen abzulehnen und diese einer kriminellen Aktivität zu verdächtigen. Das Gericht in Göteborg wendet mit seinem Urteil sämtliche Prinzipien der bisherigen Beweislasten um und erlaubt Städten Auftragvergaben, die eine Vetternwirtschaft erleichtern.

Auch wenn juristisch gesehen dieses Urteil keine Grundsatzentscheidung ist, da diese nur die oberste Gerichtsbarkeit schaffen kann, ist es üblich, dass Entscheidungen eines Landgerichts bei ähnlichen Verhandlungen in anderen Regionen des Landes herangezogen werden und Richter daher dazu neigen sich diesen Entscheidungen anzupassen, was für den Baumarkt in ganz Schweden verheerende Folgen haben kann, da es keine Unternehmen mehr geben wird, die so billig wie möglich arbeitet, sondern jede Kalkulation wird nach oben angepasst werden und den Steuerzahler sehr teuer zu stehen kommen.

Copyright: Herbert Kårlin