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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Kreuzfahrten zum Weihnachtsmarkt in Göteborg

Da der Göteborger Hafen einer der wenigen in Skandinavien ist, der auch im Winter eisfrei ist, haben sich drei britische Unternehmer von Kreuzfahrten entschlossen im Dezember die Weihnachtsstadt Göteborg anzulaufen damit insgesamt 5000 Besucher Großbritanniens vom bisher wenig winterlichen Göteborg profitieren können. Da sich das Klima der beiden Länder in vielem ähnelt, so gibt es auch kaum langen Gesichter unter den Gästen.


Das Hauptziel der Besucher aus Großbritannien ist natürlich der Weihnachtsmarkt in Liseberg, der mittlerweile auch in anderen Ländern bekannt ist. Um die Gäste auch in weihnachtliche Stimmung zu bringen und ihnen eine bedeutende schwedische Tradition näher zu bringen, werden die drei Gruppen selbstverständlich von der Göteborger Luzia und ihrer Truppe besucht und willkommen geheißen. Zum Abschluss ihres kurzen Ausflugs nach Göteborg wird den Gästen auch noch der „singende Weihnachtsbaum“ und die Lichterschau am Kunstmuseum präsentiert.

Da die Kreuzfahrtschiffe wochentags anlegen, ist es den britischen Gästen leider nicht möglich etwas anderes von Göteborg zu sehen als die von der Stadt selbst organisierten und geförderten Veranstaltungen und sie werden leider nie von den anderen Weihnachtsmärkten der Stadt erfahren oder tiefer in die Weihnachtstradition Göteborgs eintauchen, denn selbstverständlich sind auch die Führer von der Stadt ausgewählt. Das Bild, das die Gäste mit zurücknehmen ist daher leider nicht unbedingt als neutral zu sehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Oktober 2013

In Göteborg zählt bei Luzia nur die Stimme

Nachdem die Kandidatur zu den jährlichen sieben Luziakandidatinnen immer häufiger als Schönheitswettbewerb betrachtet wurde und dadurch viele Göteborger sich gar nicht erst wagten sich zu bewerben, hatte sich Göteborg dieses Jahr zu einer neuen Methode entschieden und ließ bei der Vorauswahl nur noch die Stimme zählen, die von einer Opernsängerin bewertet wurde, auch wenn die Organisation sicher war, dass dies erneut auf Kritik stoßen wird.


Bis zum 22. September konnte jeder Mann oder Frau seinen Beitrag einschicken, allerdings ohne Foto, denn die Organisation hatte ein App entwickelt, bei der der Jury nur die Lippen gezeigt wurden und die Stimme allein überzeugen sollte. Aus den 60 jungen Frauen und einem jungen Mann, die die erste Hürde genommen hatten, wurden nun sieben Frauen ausgewählt, die nun vor einer bedeutenden Anforderung stehen bis endgültig die Luzia gekrönt wird und die Truppe am 18. Dezember die letzten großen Konzerte hinter sich hat.

Als die sieben jungen Frauen am 29. September gewählt waren und ihre Gesichter bekannt wurden, gab es eigentlich kaum eine Überraschung, denn es handelt sich um sieben hübsche Mädchen, die mehrheitlich blond sind und Migrantinnen scheinen sich nicht beworben zu haben. Dies kann natürlich auch daran liegen, dass die sieben Ausgewählten sich vier Wochen lang ausschließlich ihrer Tätigkeit widmen müssen, also weder zur Schule noch zur Arbeit können und sechs Wochen lang dreimal die Woche üben müssen und dabei auch auf oft auf freie Samstage und Sonntage verzichten müssen. Allein schon deswegen ist die Anzahl der Bewerber und Bewerberinnen sehr begrenzt.

Copyright: Herbert Kårlin