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Freitag, 27. Dezember 2013

Göteborger denken beim Weihnachtsessen ans Gewicht

Die schwedische Abnehmkette Itrim beauftragte das Meinungsforschungsinstitut Sifo damit herauszufinden wie viel Gewicht der Durchschnittsschwede, aufgeteilt nach Region und Gemeinde, an den drei Weihnachtstagen auf Grund von Schinken, Wurst, fettem Salat, Bier und Schnaps zunimmt, und entdeckte dabei sehr bedeutende regionale Unterschiede.


Auf ganz Schweden gerechnet nehmen die Bewohner Stockholms und die Gemeinden um den Mälaren am meisten zu, denn hier nehmen 15 Prozent der Bewohner in den drei Tagen drei Kilogramm oder mehr zu, eine Gewichtszunahme, die man nicht mehr so schnell verlieren wird, falls man anschließend nicht zu drastischen Mitteln greift um die überflüssigen Kalorien wieder los zu werden.

Nach der Untersuchung zeigen sich die Bewohner Göteborgs zu Weihnachten sehr genügsam, denn hier findet man gerade einmal fünf Prozent an Bewohnern, die in den drei Tagen mindestens drei Kilogramm zunehmen. Allerdings zeigt das Gesamtergebnis auch, dass zu Weihnachten 38 Prozent der Schweden in irgendeiner Weise wegen dem zu vielen Essen und dem ausgiebigen Trinken zunehmen, und Weihnachten ist nur eines der Ereignisse im Laufe eines Jahres in denen ein Schwede gut isst und trinkt.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Freiwillige Weihnachtswohltätigkeit in Göteborg

Arme und Obdachlose in Göteborg konnten am Heiligen Abend geradezu wählen wo sie kostenlos ein Weihnachtsessen erhalten können und oft zudem ein kleines Weihnachtsgeschenk erhielten um wenigsten Weihnachten in guten Erinnerungen zu behalten. Private Organisatoren, Rettungsdienst und Stadtmission gaben sich Mühe rund 1000 bedürftigen Personen ein reichhaltiges Weihnachtsessen zu bieten.

Die Aktion zu Weihnachten ist zwar begrüßenswert, zeigt jedoch gleichzeitig eine Schattenseite Göteborgs, die beweist wie viele Arme bereits in der Stadt leben und nicht nur zu Weihnachten Probleme haben, sondern diese das ganze Jahr mit sich herumtragen ohne dass ihnen im Laufe des Jahres auf die gleiche Weise Hilfe geboten wird. Gemeinschaft und Ernährung sind aber das ganze Jahr über wichtig, nicht nur am Heiligen Abend.

Dass am Heiligen Abend rund 1000 Arme einen Weihnachtstisch und kleinere Geschenke finden, zeigt auch nicht das gesamte Bild der Armut der Stadt, denn sehr viele Arme wollen sich nicht als Bedürftige zeigen und verzichten selbst zu Weihnachten auf ein entsprechendes Angebot. Niemand weiß genau wie viel echte Armut bereits in Göteborg herrscht, aber die Zahlen schwanken zwischen 5000 und 20.000 Personen, und dies bei einer Stadt, die nur etwas über 500.000 Einwohner hat.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Kreuzfahrten zum Weihnachtsmarkt in Göteborg

Da der Göteborger Hafen einer der wenigen in Skandinavien ist, der auch im Winter eisfrei ist, haben sich drei britische Unternehmer von Kreuzfahrten entschlossen im Dezember die Weihnachtsstadt Göteborg anzulaufen damit insgesamt 5000 Besucher Großbritanniens vom bisher wenig winterlichen Göteborg profitieren können. Da sich das Klima der beiden Länder in vielem ähnelt, so gibt es auch kaum langen Gesichter unter den Gästen.


Das Hauptziel der Besucher aus Großbritannien ist natürlich der Weihnachtsmarkt in Liseberg, der mittlerweile auch in anderen Ländern bekannt ist. Um die Gäste auch in weihnachtliche Stimmung zu bringen und ihnen eine bedeutende schwedische Tradition näher zu bringen, werden die drei Gruppen selbstverständlich von der Göteborger Luzia und ihrer Truppe besucht und willkommen geheißen. Zum Abschluss ihres kurzen Ausflugs nach Göteborg wird den Gästen auch noch der „singende Weihnachtsbaum“ und die Lichterschau am Kunstmuseum präsentiert.

Da die Kreuzfahrtschiffe wochentags anlegen, ist es den britischen Gästen leider nicht möglich etwas anderes von Göteborg zu sehen als die von der Stadt selbst organisierten und geförderten Veranstaltungen und sie werden leider nie von den anderen Weihnachtsmärkten der Stadt erfahren oder tiefer in die Weihnachtstradition Göteborgs eintauchen, denn selbstverständlich sind auch die Führer von der Stadt ausgewählt. Das Bild, das die Gäste mit zurücknehmen ist daher leider nicht unbedingt als neutral zu sehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. November 2013

Weihnachtsgeschäft Göteborgs mit schlechten Vorzeichen

Nach einer städtischen Verordnung darf das Straßenverkehrsamt Göteborgs zwischen dem 1. Dezember eines Jahres und dem folgenden 7. Januar im zentralen Göteborg keinerlei Baustelle betreiben um den Weihnachtshandel nicht zu stören, eine Verordnung, die das Amt dieses Jahr erstmals eigenmächtig außer Kraft setzte, denn zwei der störendsten Baustellen werden auch in dieser Zeit weiterhin bestehen.

Während die gigantische Baustelle bei Skeppsbron vor allem die Zufahrt nach Göteborg stört und den Autofahrern eine große Anzahl an Parkplätzen nimmt, sieht die Situation in der Drottninggatan anders aus, denn hier findet man Geschäfte, die schon jetzt über einen Umsatzeinbruch klagen und wegen den Bauarbeiten mit Sicherheit auf einen Teil ihres Weihnachtsgeschäfts verzichten müssen, ohne natürlich auf irgendeinen Ersatz vom Straßenverkehrsamt rechnen zu können.

Das Amt sieht die Situation jedoch völlig anders, denn da die Drottninggatan ohnehin für den Autoverkehr gesperrt bleiben muss, ist es nach den Verantwortlichen auch unsinnig die Straßenarbeiten ruhen zu lassen, wobei sie vergessen, dass es gegenwärtig auch für Fußgänger bereits eine Zumutung ist sich durch die Bautätigkeiten zu schlängeln. Die Arbeiten bei Skeppsbron, die gleichzeitig die Zufahrten zu vier Straßen der Stadt und zu einem zentralen Platz blockieren, sind nach dem Straßenverkehrsamt so umfassend, dass eine Unterbrechung von fünf Wochen einfach unsinnig sei, eine Meinung der die Geschäfte kaum zustimmen können.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Oktober 2013

In Göteborg zählt bei Luzia nur die Stimme

Nachdem die Kandidatur zu den jährlichen sieben Luziakandidatinnen immer häufiger als Schönheitswettbewerb betrachtet wurde und dadurch viele Göteborger sich gar nicht erst wagten sich zu bewerben, hatte sich Göteborg dieses Jahr zu einer neuen Methode entschieden und ließ bei der Vorauswahl nur noch die Stimme zählen, die von einer Opernsängerin bewertet wurde, auch wenn die Organisation sicher war, dass dies erneut auf Kritik stoßen wird.


Bis zum 22. September konnte jeder Mann oder Frau seinen Beitrag einschicken, allerdings ohne Foto, denn die Organisation hatte ein App entwickelt, bei der der Jury nur die Lippen gezeigt wurden und die Stimme allein überzeugen sollte. Aus den 60 jungen Frauen und einem jungen Mann, die die erste Hürde genommen hatten, wurden nun sieben Frauen ausgewählt, die nun vor einer bedeutenden Anforderung stehen bis endgültig die Luzia gekrönt wird und die Truppe am 18. Dezember die letzten großen Konzerte hinter sich hat.

Als die sieben jungen Frauen am 29. September gewählt waren und ihre Gesichter bekannt wurden, gab es eigentlich kaum eine Überraschung, denn es handelt sich um sieben hübsche Mädchen, die mehrheitlich blond sind und Migrantinnen scheinen sich nicht beworben zu haben. Dies kann natürlich auch daran liegen, dass die sieben Ausgewählten sich vier Wochen lang ausschließlich ihrer Tätigkeit widmen müssen, also weder zur Schule noch zur Arbeit können und sechs Wochen lang dreimal die Woche üben müssen und dabei auch auf oft auf freie Samstage und Sonntage verzichten müssen. Allein schon deswegen ist die Anzahl der Bewerber und Bewerberinnen sehr begrenzt.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 24. Dezember 2012

Weihnachtsmarkt in Liseberg im Aufwind

Als gestern Abend der Weihnachtsmarkt in Liseberg seinen Besuchern für dieses Jahr zum letzten Mal die weltbekannte Eisshow bot und die Gäste aus dem hohen Norden bereits daran dachten, dass sie den Weihnachtsabend innerhalb der Familie verbringen können, zeigte sich für die Geschäftsführung Lisebergs, dass der diesjährige Weihnachtsmarkt einen neuen Rekord mit sich brachte und dem Vergnügungspark in Göteborg nahezu ausschließlich gute Kritiken einbrachte.

Dieses Jahr zählte der Weihnachtsmarkt in Liseberg rund 40.000 mehr Besucher als im vorigen Jahr, was bedeutet, dass in den letzten Wochen etwa 460.000 Besucher vom diesjährigen Angebot angezogen wurden. Neuigkeiten waren insbesondere die Abteilung „Mittelalter“ in der man einen Blick zurück in die Geschichte Schwedens werfen konnte. Auch das Angebot aus Lappland war dieses Jahr bedeutend ausgedehnt, was den Besucher die Eisbar und die Eisskulpturen der Vorjahre schnell vergessen ließ.

Nach den diesjährigen Erfahrungen will die Geschäftsführung Lisebergs das Angebot im kommenden Jahr nochmals ausdehnen und den Weihnachtsmarkt zum bedeutendsten Weihnachtserlebnis Schwedens machen. Der einzige schwarze Punkt des Jahres war, dass einer der Händler aus Nordschweden unter Umständen Kunstgegenstände verkaufte bei denen Wolfspelz verarbeitet wurde, was nach den gültigen Gesetzen des Landes strikt verboten ist. Die verdächtigen Objekte wurden von der Polizei Göteborgs beschlagnahmt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 9. Dezember 2012

Weihnachten hat Göteborg erreicht


Am Freitag Abend wurde mit der Ankunft der Luciagruppe, dem Fackelzug zum Götaplatsen, der Projektion des neuen Weihnachtsfilms an den Fassaden des Stadttheaters, des Kunstmuseums, der Kunsthalle und dem Konzerthauses und der Weihnachtsbeleuchtung entlang der Lichterstrecke die Weihnachtsstadt Göteborg eingeweiht. Trotz der beißenden Kälte war der Götaplatsen bis zum letzten Quadratzentimeter von Zuschauern besetzt, die das Ereignis miterleben wollten.

Aber dieses Wochenende war nicht nur die Eröffnung der Weihnachtsstrecke in Göteborg, sondern auch die Weihnachtsmärkte lockten mehr Besucher denn je, so dass es bereits schwierig wurde einen Blick auf alle Stände zu werden. Das Kronhuset, der Weihnachtsmarkt der HDK-Studenten und der Weihnachtsmarkt in Haga konnten so viele Besucher zählen wie nie zuvor, obwohl das Thermometer zehn Grad Minus anzeigte.

Neu ist dieses Jahr auch die Beleuchtung, die sehr viele rote Haltestellen mit gekennzeichneten Küssstationen besitzt, der Weihnachtsmarkt der Kunsthandwerker in der Kyrkogatan, der internationale Genussmarkt am Bältespännarparken und der Versuch am 12. Dezember den längsten Luciazug der Welt zu organisieren, der mit der Krönung von Lucia am Kungstorget endet. Wer entlang der weihnachtlichen Lichterstrecke spaziert, sollte in den Fenstern des NK auch einen Blick auf das diesjährige Weihnachtsthema werfen und entdeckt dabei, unter anderem, eine sehr aktive Pippi Langstrumpf.

Herbert Kårlin

Freitag, 30. November 2012

Kreuzfahrten zum Göteborger Weihnachtsmarkt

Am kommenden Sonntag wird das erste von fünf Winter-Kreuzfahrtschiffen in Göteborg anlegen und damit die Wintersaison mit den Göteborger Weihnachtsmärkten einleiten, wobei mehrere der Märkte dieses Wochenende beginnen. Das erste Schiff, das nun anlegt, ist die Amadea mit 600 Passagieren aus Deutschland, was man nahezu als Softstart betrachten kann, da sich auf den fünf Kreuzfahrtschiffen insgesamt rund 6000 Passagiere befinden werden.

Die Besucher, die an einem Wochenende mit einem Kreuzfahrtschiff in Göteborg ankommen, werden von den Weihnachtsmärkten der Stadt geradezu verwöhnt, da sie nicht nur jenen in Liseberg besuchen können, sondern auch jenen im Kronhuset mit seinem Kunsthandwerk, jenen in der Haga Nygatan, den ältesten Weihnachtsmarkt Göteborgs, und zusätzlich noch einen etwas kleineren im Brunnsparken, der dieses Jahr wegen Bauarbeiten vom Gustav Adolf Torg an diese Stelle verlegt wurde.

Dass Göteborg im Winter so zahlreiche Kreuzfahrtschiffe anzieht, liegt allerdings nicht nur an der Attraktion der Stadt, sondern auch daran, dass die Mehrheit der nordischen Häfen im Winter für diese Art von Schiffen gesperrt sind. Göteborg ist mit seiner Lage eine der wenigen Ausnahmen. Die Hälfte der Wintergäste kommen dieses Jahr aus Deutschland und weitere 23 Prozent aus Großbritannien, zwei Ländern, die weihnachtliche Städte zu schätzen wissen.

Herbert Kårlin
 

Mittwoch, 21. November 2012

Happyland 1979 in der Göteborger Johanneskyrkan


Wie bereits im vorigen Jahr, so präsentieren auch dieses Jahr das Folkteatern und die Göteborger Stadtmission wieder ein weihnachtliches Theater, das nicht nur dem Publikum eine Stück präsentiert, das die menschliche Gesellschaft in Frage stellt, sondern dessen Einnahmen auch ausschließlich den Bedürftigen der Stadt zu Gute kommen, die insbesondere im Winter die Hilfe ihrer Mitmenschen benötigen, da in dieser Zeit nicht nur der Hunger, sondern auch die Kälte zu schaffen macht.

Zwischen dem 27. November und dem 20. Dezember präsentiert die gemischte Schauspielgruppe in der Göteborger Johanneskyrkan jeweils am Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag um 19 Uhr das Stück Happyland 1979, das während der Theatersaison 1979/80 im Folkteatern 100 Mal vor ausverkauften Räumen gespielt wurde und bereits damals die gleichen Fragen aufwarf wie heute, als ob die Zeit stehen geblieben wäre oder die Menschen blind durch die Welt gehen.

Happyland ist kein Weihnachtsmärchen, das man im Allgemeinen zu Weihnachten erwartet, was schon der Ort der Handlung aussagt, denn 1979 war die Handlung in einen Einkaufstempel gelegt und dieses Jahr in eine Kirche, die Obdachlose beherbergt. Und auch wenn bei Happyland Engel, Hirten und die Jungfrau Maria mit auf der Bühne stehen, so geht die Frage nicht um die Biblische Geschichte, sondern darum, wer sich eigentlich um das Jesuskind kümmern soll, um die Frage der Mitmenschlichkeit und die Frage ob es in unserer Welt noch einen Platz für die Liebe gibt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 25. Dezember 2011

Zu Weihnachten steigen Einbrüche in Göteborg

Wie bereits die vorigen Jahre, so verzeichnete die Polizei im Raum Göteborg auch dieses Jahr wieder eine steigende Anzahl an Einbrücken am frühen Heiligen Abend, den Stunden, in denen zahlreiche Häuser auf Grund der privaten Weihnachtsfeste mit Weihnachtsmann für einige Stunden leer stehen. Da die Einbrüche in sehr unterschiedlichen Gegenden stattfanden, müssen an diesem Abend mehrere kriminelle Gruppen aktiv gewesen sein.

Unter den zahlreichen Einbrüchen konnte einer nahezu unmittelbar aufgeklärt werden, da der Besitzer der Villa nach Hause kam als die Diebe das Haus gerade verlassen hatten und er das eben startende Fahrzeug problemlos verfolgen konnte. Die Polizei konnte dann wenig später das gesamte Diebesgut in der Wohnung eines der Täter sicherstellen.

Am Vormittag des Weihnachtstages wurden dann auch mehrere Villen von Bewohnern besucht, die die Weihnachtszeit für eine Urlaubsreise zur Sonne oder zum Schnee ausnutzen. Obwohl die Polizei regelmäßig vor dieser Einbruchswelle warnt und zur Installation von Alarmanlagen rät, lassen immer noch eine große Anzahl an Schweden ihre Häuser unbewacht und ohne jede Sicherheitsvorkehrung, was die weihnachtlichen Einbrüche bedeutend fördert.

Herbert Kårlin

Sonntag, 18. Dezember 2011

Stockendes Weihnachtsgeschäft in Göteborg

Auch wenn der Dachverband HUI des schwedischen Handels noch vor wenigen Monaten einen Aufschwung von mindestens einem Prozent beim diesjährigen Weihnachtsgeschäft voraussagte, so sind in Göteborg, wie auch in anderen Teilen Schwedens, die Läden selbst am Samstag vor Weihnachten noch relativ leer und nur die Boutiquen, die bereits mit dem Schlussverkauf begonnen haben, können einen gewissen Kundenstrom verzeichnen.

Die Inhaber der Läden sehen bei diesem Kundenverhalten sehr verschiedene Ursachen. Während ein Teil die Schuld an der Krise der vergangenen zwei Jahre sucht, sehen andere das Problem in der erneut steigenden Anzahl der Arbeitslosen, dem ungemütlichen Wetter, das diesen Dezember in Göteborg herrschte, oder auch an der überdurchschnittlichen Wärme und dem Mangel an Schnee, die keine weihnachtlichen Gefühle aufkommen lassen.

Allgemein stellen die Händler in Göteborg fest, dass die Kunden dieses Jahr weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben und kaum jemand glaubt daran, dass der schwedische Umsatz während des Weihnachtshandels dieses Jahr erneut 65,2 Milliarden Kronen erreichen wird. Obwohl der Internet-Handel auch dieses Jahr erneut eine steigende Tendenz zeigt, so scheint das Jahr 2011, erstmals seit vielen Jahren, wieder einen Rückgang im Weihnachtsgeschäft zu verzeichnen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 11. Dezember 2011

Weihnachtsmärkte in Göteborg

Wer in Göteborg erst die Woche vor Weihnachten all die Weihnachtsmärkte der Stadt besuchen will, wird am Samstag vor Weihnachten an mehreren der Stellen vergebens nach ihnen suchen, denn jener von Schloss Gunnebo endete bereits am Ersten Wochenende im Dezember und jener in der Göteborger Remfabriken fand ebenfalls bereits letzte Woche statt.

Diesen Sonntag ist nun die letzte Chance die handwerklichen und künstlerischen Weihnachtsmärkte im Kronhuset, dem Röhsska Designmuseum und der Hochschule für Design und Kunsthandwerk (HDK) zu besuchen um erlesene Weihnachtsgeschenke zu finden, wobei im Kronhuset freie Künstler ihren Weihnachtsmarkt veranstalten, im Röhsska Absolventen der HDK und in der Hochschule selbst die Studenten der Abschlussjahre.

Wer seinen Besuch eines Weihnachtsmarkts in Göteborg noch eine Woche aufschieben will, hat nur noch den etwas kleineren Weihnachtsmarkt am Gustav Adolf Torg, den traditionellen Weihnachtsmarkt in Haga, an dem vor allem die Unternehmer dieser traditionsreichen Umgebung vertreten sind, jenen in Nordstan und natürlich Liseberg mit seinen rund 80 Buden und den zahlreichen anderen Aktivitäten der Vorweihnachtszeit.

Herbert Kårlin

Freitag, 9. Dezember 2011

Weihnachtsprogramm in Göteborg

Heute um 17 Uhr 15 beginnt in Göteborg endgültig die Weihnachtszeit, wobei diese, wie jedes Jahr, am Götaplatsen beginnt, sobald der Fackelzug, der am Gustav Adolf Torg startet, an der Konzerthalle der Stadt angekommen ist. Von hier aus wird dann die Lichterstrecke entzündet, die von Lilla Bommen über die Avenyn bis nach Liseberg führt und an der nahezu alle wichtigen Weihnachtsereignisse stattfinden.

Die Feierlichkeiten am Götaplatsen beginnen mit der Krönung der diesjährigen Lucia, die von den Bewohnern Göteborgs unter sieben jungen Frauen ausgewählt wurde, wobei die Truppe, gemeinsam mit dem Hardrocker Magnus Rosén, einige Weihnachtslieder interpretieren wird, bevor dann der Weihnachtsfilm „Bengt und Arnes Jul“ auf der 1500 Quadratmeter großen Fassade des Göteborger Kunstmuseums gezeigt wird.

Nachdem die Besucher der Zeremonie dann noch dem Göteborgs Gospel Voices Unlimited gelauscht haben, können sie die jährlichen weihnachtlichen Attraktionen Göteborgs besuchen, einen Abstecher zum Weihnachtsmarkt in Liseberg machen oder auch einfach entlang der Lichterstrecke bummeln und das vorweihnachtliche Göteborg bewundern.
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Nach einer Pressemitteilung von Göteborg & Co. wird die Zeremonie mit der Krönung der Lucia heute Abend wegen Sturm eingestellt. Die Lichterstrecke wird indes beleuchtet und die Weihnachtsaktivitäten beginnen am Abend. Lucia wird vor dem Konzert in der Vasakyrkan am 11. Dezember gekrönt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. November 2011

Göteborgs Weihnachtsbaum muss umziehen

Seit Jahren steht der Göteborger Weihnachtsbaum immer an der gleichen Stelle am Gustav Adolf Torg. Und auch dieses Jahr wurde er am Freitag vor dem ersten Advent an dieser Stelle aufgestellt. Bis die staatliche Radiogesellschaft erklärte, dass dieser Platz dieses Jahr für das gläserne Studio der Radiohjälpen benötigt wird und der Baum an dieser Stelle stört, da er das Studio in den Hintergrund drängt und die Arbeit der Kameraleute behindert.

Das Ergebnis ist, dass der Weihnachtsbaum nun um 40 Meter versetzt werden muss, ein neues Betonfundament benötigt, neue Kabel gelegt werden müssen und neu geschmückt werden muss. Den Göteborger Steuerzahler wird dies rund 100.000 Kronen kosten, da sich der Projektleiter David Gustafsson weigert das gläserne Studio an eine andere Stelle des Platzes zu verlegen. Göteborg bleibt, wenn es die Veranstaltung in der Stadt behalten will, nichts anderes übrig als der Erpressung Folge zu leisten.

Da die Schweden wenig Information darüber finden wie die Gelder der Radiohjälpen angewendet werden und wie viel davon auf der Strecke bleibt, hat die Aktion, die im Jahr 1939 seine Wurzeln hat, auch bisher nicht die volle Unterstützung der Bürger. In Göteborg werden nun die Stimmen laut die Hilfe noch mehr einzuschränken, da es dem schwedischen Radio nicht gelingt seine Forderung glaubhaft zu rechtfertigen, zumal sich auf dem Gustav Adolf Torg überwiegend Personen bewegen, die dringend zu einem der Busse kommen wollen.

Herbert Kårlin

Montag, 21. November 2011

Endspurt für Göteborgs Lucia

Nachdem bereits am 2. Oktober unter den 20 Luciakandidatinnen die sieben jungen Frauen ausgewählt wurden, die nun bei gemeinsamen Auftritten in ganz Göteborg darum kämpfen werden um eventuell zur Lucia gekrönt zu werden, beginnen heute die letzten Wochen in denen die Sieben nahezu rund um die Uhr zusammen sein werden und einem extrem engen Terminplan folgen müssen.

Vom 2. Oktober bis heute trafen sich die nach jeder Ausscheidung verbleibenden Kandidatinnen dreimal die Woche um die Lieder einzustudieren, die sie die kommenden Wochen singen werden und um eine grundlegende Ausbildung zu bekommen, damit zum Auftakt am heutigen Tag bereit sind täglich vor einem unterschiedlichen Publikum aufzutreten. Einkaufszentren, Altersheime und Krankenhäuser gehören zu ihren häufigsten Bühnen.

Die sieben jungen Frauen haben nun bis zum 18. Dezember Arbeitstage von mindestens acht Stunden vor sich, wobei der Höhepunkt die Krönung der Lucia am Abend des 12. Dezembers sein wird. Die jüngste Kandidatin der Lucia 2011 wurde 19 Jahre alt und die älteste 26, wobei sich die Frauen nicht als Konkurrentinnen sehen, sonder es als Sieg betrachten, dass sie für die Truppe ausgewählt wurden und nun gemeinsam auftreten werden.

Herbert Kårlin

Sonntag, 20. November 2011

Weihnachtsstadt Göteborg

Die Entscheidung aus Göteborg eine schwedische Weihnachtsstadt zu machen, zeigt mittlerweile ihre Wirkung, denn die Übernachtungen im Dezember haben sich seit 1999 verdoppelt, wobei bereits der Start des Weihnachtsmarkts in Liseberg im Jahre 2000 ein nordischer Magnet wurde und als sich dann 2004 Göteborg zur Weihnachtsstadt erklärte, schien der Erfolg unaufhaltsam.

Auch dieses Jahr rechnet Göteborg und Co. wieder mit einem regen Besuch inländischer und ausländischer Gäste, auch wenn die starke Krone und die erneute Krise die Kauflust vieler etwas bremsen wird. Die weihnachtliche Atmosphäre Göteborgs wird dennoch von allen gesucht, wobei die ausländischen Besucher in Göteborg ein wirklich nordisches Weihnachten finden können.

Weihnachten entwickelt sich in Göteborg in drei Etappen, die am 11. November jedes Jahres mit den weißen Lichtern beginnen, die entlang der kilometerlangen Lichterstrecke leuchten. Wenige Tage später öffnet dann im Vergnügungspark Liseberg der größte nordische Weihnachtsmarkt und am 9. Dezember schließlich erstrahlt dann die gesamte Stadt im Lichterglanz und ein Weihnachtsfilm wird auf die Fassade des Kunstmuseums projiziert.


Herbert Kårlin

Sonntag, 26. Dezember 2010

Unruhige Weihnachtsnacht in Göteborg

Die letzte Weihnachtsnacht in Göteborg war trotz eisiger Kälte von bis zu minus 20 Grad eine der unruhigsten Nächte des Jahres. Die Polizei der Stadt vergleicht die Störungen und Übergriffe mit einem Sommerwochenende um Mittsommer.

In allen Fällen war starker Alkoholgenuss die Ursache für die Übergriffe. Allein in dieser Nacht wurde 34 Misshandlungen bei der Polizei angezeigt, was weit über der Quote einer normalen Wochenendnacht liegt. Sämtliche Ausnüchterungszellen waren überfüllt und eine große Anzahl Jugendlicher mussten betrunken zur ihren Eltern transportiert werden.

Trotz Aufklärungskampagnien und Warnungen stiegen auch eine Vielzahl an Betrunkenen in ihr Auto, was bei der ohnehin riskanten Verkehrslage zahlreiche Eingriffe der Polizei benötigte. Aber auch die Anzahl Betrunkener, die sich zum Schafen einfach in Schneewehen legten und von der Polizei vom Erfrieren gerettet werden mussten, war ungemein hoch.

Herbert Kårlin

Freitag, 10. Dezember 2010

Die Weihnachtsstadt Göteborg erstrahlt


Zwischen dem 10. Dezember 2010 und dem 9. Januar 2011 bietet die Lichterstrecke der schwedischen Weihnachtsstadt Göteborg eine Erlebnis in Rot, Lila und Blau, den diesjährigen Weihnachts-Farben. Auf einer Strecke von drei Kilometern kann man ein weihnachtliches Göteborg entdecken, das dieses Jahr unter dem Thema „sagolik“ (wie in einem Märchen) steht.

Die Lichterstrecke beginnt beim Läppstiftet bei Lilla Bommen, führt dann entlang der Avenyn und dem Näckrosdammen bis nach Liseberg. Das Besondere an dieser Lichterstrecke ist jedoch nicht nur die einfallsreiche Straßenbeleuchtung, sondern vor allem die Lichterspiele, die künstlerischen Beleuchtungen von zahlreichen Gebäuden und die Attraktionen entlang der Strecke.

Zu den bedeutendsten Attraktion der Weihnachtsstadt Göteborg gehören das Multimediaspektakel am Harry Hjörnes Plats, der singende Tannenbaum am Bältespännarparken und vor allem die Filmvorführung an der Fassade des Kunstmuseums am Götaplatsen, wo man Gnome, Hexen und Feen trifft, wo aber auch Dornröschen und Alice aus dem Wunderland teilnehmen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 12. November 2010

In Göteborg beginnt die Weihnachtssaison


Am heutigen Freitag startet in Göteborg die Weihnachtssaison. Der erste Weihnachtsmarkt des Jahres öffnet im Einkaufszentrum Nordstan. Noch bevor der Handwerks-Weihnachtsmarkt am 18. November in der Galerie des Kaufhauses öffnet, übernimmt Spanien die Einleitung, wo man nicht nur spanische Weihnacht entdeckt, sondern auch Tapas essen kann und eine Reise nach Andalusien zu gewinnen ist.

Um 16 Uhr öffnet dann der größte schwedische Weihnachtsmarkt Liseberg seine Pforten. Stände mit Glögg und gebrannten Mandeln verwöhnen die Besucher ebenso wie Delikatessen aus dem Lappland, die neu dekorierte Eisbar der Künstler Jukkujärvis, der Skihügel für Kinder und der Handwerksmarkt im DesignTornet.

Gleichzeitig mit der Eröffnung des Liseberg Weihnachtsmarks wird auch die drei Kilometer lange Lichterstrecke Göteborgs von Liseberg, entlang der Avenyn bis zum Gustav Adolf Torg entzündet. Während dieser ersten Etappe leuchten nur die weißen Lampen, die dann am 10. Dezember von der restlichen Weihnachtsbeleuchtung ergänzt werden, die dem Weihnachtsthema des Jahres, der Sagenwelt, angepasst ist.

Herbert Kårlin

Sonntag, 27. Dezember 2009

Unruhige Nächte am Weihnachtswochenende in Göteborg

Auch wenn Weihnachten im Allgemeinen als Fest der Freude betrachtet wird, so geht es in Göteborg in diesen Nächten nicht sonderlich ruhig zu. Bei fast allen Aggressionen und Schlägereien, die gerade um Weihnachten besonders zahlreich sind, ist Alkohol im Spiel, der in Göteborg in den Weihnachtstagen mehr floss als je zuvor.

Besonders in der Gegend der von Göteborg gewünschten Paradestraße Avenyn sind Vorfälle jedes Wochenende ein Problem und zeigen um Weihnachten eine steigende Tendenz. Alkoholausschank an bereits Betrunkene ist zwar in Göteborg, wie überall in Schweden, verboten, aber nur wenige Kneipen und Nachbars der „teuren“ Straßen Göteborgs halten sich an diese Vorschriften, denn hohe Mieten und hohe Abgaben an der Avenyn verlangen auch einen hohen Umsatz.

Auch die Straßen gelten dieses Wochenende nicht als sicher, und nicht nur wegen Eis, Schnee und Matsch, denn wegen der schlechten nächtlichen öffentlichen Verkehrsmittel nahm eine ungewöhnlich hohe Zahl noch in betrunkenem Zustand das Auto. Freitag Nacht wurden unter anderem rund 70 stark alkoholisierte Personen in Göteborg vorübergehend festgenommen.

Herbert Kårlin