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Sonntag, 31. März 2013

Feuerwehr in Alarmbereitschaft in Göteborg


Die Osterfeuer sind eine der bedeutendsten Traditionen in Westschweden und jedes Jahr findet man mehr Orte, die mit dem Feuer, einem Feuerwerk und möglichst viel Getöse die Hexen davon abhalten wollen dem Ort zu nahe zu kommen. Dieses Jahr fürchteten viele, dass sich die Feuer zu einer Katastrophe entwickeln könnten, da Gras, Büsche und Bäume so trocken waren wie schon sehr lange nicht mehr und noch während des Tages zahlreiche Grasbrände gelöscht werden mussten.

Natürlich hat auch die Stadt Göteborg schon seit Tagen davon abgeraten die Osterfeuer zu entzünden, wagte es jedoch nicht ein allgemeines Verbot für Feuer auszusprechen. Aus diesem Grund hatten sich alle Feuerwehreinheiten der Stadt auf Probleme vorbereitet, denn auch wenn für jedes Osterfeuer eine Person verantwortlich zeichnen musste und alle erdenklichen Vorsorgemaßnahmen zu treffen hatte, waren die Löschfahrzeuge einsatzbereit.

Letztendlich wurden gestern Abend dann, wie erwartet, alle geplanten Osterfeuer entzündet und ihre Anzahl war erneut angewachsen, aber die befürchtete Katastrophe blieb in Göteborg und seinen Schären aus, da die meisten Organisatoren sich auf die Gefahr sehr gut vorbereitet hatten und verhinderten, dass sich die Brände ausdehnten. Mit Bedauern mussten allerdings einige Orte im Bohuslän die Feuer und Feuerwerke der etwas entfernten Inseln betrachten, da einige der Gemeinden bereits vor Tagen jedes offene Feuer verboten hatten.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg Jährlicher Gothia Cup in Göteborg

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Göteborg wählt die Lucia 2012


Dieser Jahr plante Göteborg die Wahl der Lucia des Jahres mit einem besonderen Ereignis zu verbinden und rief zum größten Lucienzug aller Zeiten auf, was zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde führen sollte. Aber auch wenn sich ein Zug mit etwa 1300 Personen vom Götaplatsen bis zum Ort der Krönung schlängelte, so lag die Zahl weit unter den erwarteten 4000 Teilnehmern, die den Sieg gebracht hätten. Nun muss man ein weiteres Jahr warten um zu erfahren, ob sich die Göteborger ausreichend für ihre Lucia mobilisieren können.

Die sieben Kandidatinnen, die bereits einige anstrengende Wochen mit unzähligen Auftritten hinter sich haben, wurden auf einem einfachen Wagen, der von zwei Pferden gezogen wurden zum Kungstorget gefahren, wo sie erfahren sollten wer unter ihnen am meisten Stimmen erhalten hat und nun ein Jahr lang die Göteborger Lucia sein wird. Begleitet wurden der Zug vom Jugendorchester Göta Lejon, die trotz der Minusgrade eine freudige Stimmung verbreiten konnten und natürlich 1300 Göteborgern, die alle eine Kerze in der Hand trugen.

Dieses Jahr war allerdings nicht nur eine Lucia bei der Krönung anwesend, denn noch bevor der Name der diesjährigen Lucia bekannt gegeben wurde, erlebte man die Lucia des Jahres 1982, Pernilla Warberg, die die Moderatorin der Veranstaltung war, die Lucia des Jahres 1952, Lillemor Nilsson, erzählte was sich innerhalb der letzten 60 Jahre verändert hat und Gabriella Sumberaz, die Lucia des Vorjahres, durfte die Lichterkrone überreichen, die der jüngsten Teilnehmerin des Jahres, Evelina Karlsson aus Öckerö auf das Haupt gesetzt wurde.

Herbert Kårlin

Samstag, 23. Juni 2012

Mittsommerfeiern in Göteborg erleben Renaissance

Während der letzten Jahre wurden an immer mehr Stellen in Göteborg eine Mittsommerstange geschmückt um die dann nach den traditionellen Melodien getanzt wurde. Auch wenn einige Veranstalter früher Einritt zu diesem Ereignis verlangten, hatte sich dieses Jahr selbst die Trädgårdsföreningen in Göteborg dazu entschlossen alle Teilnehmer gratis zu begrüßen und verlangt nur von jenen, die sich einen Blumenkranz binden wollten, 20 Kronen für das Material und die Anweisungen.

Ein Teil der Mittsommerfeste, so auch im Schlosswald, werden überwiegend von Trachtenvereinen veranstaltet, was gleichzeitig garantiert, dass, außer dem üblichen Tanz um die Mittsommerstange, auch traditionelle Tänze vorgeführt werden und der Nachmittag wirklich zu einem unvergesslichen Ereignis wird zu dem sich auch alle Besucher Göteborgs gesellen können.

Auch wenn der gestrige Midsommarafton in ganz Göteborg verregnet war, so waren sämtliche Feiern sehr gut besucht. Selbst die Bewohner der einzelnen Inseln der südlichen und nördlichen Schären vor Göteborg ließen sich von der Nässe den Spaß nicht verderben. Wobei man bei den Feiern auf Vrångö, Styrsö oder Donsö dieses Jahr auch sehr viele fremde Gesichter entdecken konnten und sich so manche Besucher einer Fremdsprache bedienten, was zeigt, dass die Mittsommerfeier auch immer mehr zu einem touristischen Ereignis wird.

Herbert Kårlin

Montag, 21. November 2011

Endspurt für Göteborgs Lucia

Nachdem bereits am 2. Oktober unter den 20 Luciakandidatinnen die sieben jungen Frauen ausgewählt wurden, die nun bei gemeinsamen Auftritten in ganz Göteborg darum kämpfen werden um eventuell zur Lucia gekrönt zu werden, beginnen heute die letzten Wochen in denen die Sieben nahezu rund um die Uhr zusammen sein werden und einem extrem engen Terminplan folgen müssen.

Vom 2. Oktober bis heute trafen sich die nach jeder Ausscheidung verbleibenden Kandidatinnen dreimal die Woche um die Lieder einzustudieren, die sie die kommenden Wochen singen werden und um eine grundlegende Ausbildung zu bekommen, damit zum Auftakt am heutigen Tag bereit sind täglich vor einem unterschiedlichen Publikum aufzutreten. Einkaufszentren, Altersheime und Krankenhäuser gehören zu ihren häufigsten Bühnen.

Die sieben jungen Frauen haben nun bis zum 18. Dezember Arbeitstage von mindestens acht Stunden vor sich, wobei der Höhepunkt die Krönung der Lucia am Abend des 12. Dezembers sein wird. Die jüngste Kandidatin der Lucia 2011 wurde 19 Jahre alt und die älteste 26, wobei sich die Frauen nicht als Konkurrentinnen sehen, sonder es als Sieg betrachten, dass sie für die Truppe ausgewählt wurden und nun gemeinsam auftreten werden.

Herbert Kårlin

Montag, 5. Oktober 2009

Deutsche zieht es immer mehr nach Göteborg und Westschweden

Vorbei ist die Zeit in der Deutsche nur hin und wieder ihren Urlaub in Schweden verbringen wollen und dafür die Romantik der weitläufigen Wälder suchen. Jedes Jahr zieht es nun mehr Deutsche vor allem nach Göteborg und seine Umgebung, wenn auch nicht um ganz dort zu leben, aber um eben ein Sommerhaus in der Nähe von Göteborg zu besitzen und hier jeden Sommer zu verbringen.

Im Gegensatz zu Norwegern oder Dänen scheuen sie weder Nachbarn und akzeptieren auch Häuser in Sommerkolonien, soweit diese über den modernsten Komfort verfügen und auch entsprechend großräumig sind, damit man auch Freunde unterbringen kann oder man durch die touristische Vermietung seine Investition wieder (steuerfrei) hereinholen kann.

Da die deutschen Sommerschweden fast jeden Preis für ihre Sommerhäuschen bezahlen wird es für die Bewohner Göteborgs immer schwieriger sich selbst eine noch so einfache Stuga zu kaufen und die alte Tradition der Sommerwohnungen beginnt zu verschwinden. Der Einfluss Europas ist hier auf dem Wege alte Tradition in wenigen Jahren einfach auszuradieren. Selbst die offiziell nicht bewohnbaren Seebuden werden zu einem Spekulationsobjekt.

Herbert Kårlin