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Sonntag, 13. April 2014

Das Göteborger Rathaus wird neu eingeweiht

Nachdem die städtische Baugesellschaft Higab das Göteborger Rathaus gegen eine Rechnung von rund 135 Millionen Kronen renovierte, konnte das Gebäude, das ursprünglich von Nicodemus Tessin dem Älteren im 17. Jahrhundert in holländischem Ziegel gebaut worden war und das heutige Aussehen erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Gunnar Asplund erhielt, am gestrigen Samstag neu eingeweiht werden.


Zur Einweihung bot der Stadtrat, der in den kommenden Tagen ganz dort einziehen wird, den Bürgern der Stadt zwei Tage der offenen Tür, was sowohl die Bürgernähe der Stadtführung demonstrieren als auch das Arbeitsumfeld der Gewählten zeigen sollte. Entsprechend war bereits am Samstag der Andrang sehr hoch, der sich am heutigen Sonntag vermutlich sogar noch verstärken wird.

Wer sich für die tatsächliche Renovierung der Räume des Rathauses interessiert, wird allerdings an zahlreichen Türen feststellen, dass die Stadt klare Grenzen gesetzt hat und wenig Interesse daran zeigt seinen Bürgern mehr als die reinen Arbeitsräume der Repräsentanten zu zeigen, denn der Zugang zu den reich geschmückten Räumen, die vor allem der Repräsentation dienen, wird den Besuchern versperrt. Gezeigt wird der nüchterne Teil des Gebäudes, der nur wenige Stunden pro Woche benutzt wird, auch wenn den Besuchern vorgespiegelt wird, dass sich dort das Leben der Stadtverwaltung abspielt. Nicht einmal ein kleines Büro einer Angestellten wird am Tag der offenen Tür geöffnet.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 8. März 2014

Die Modernisierung des Gustav Adolf Torg

Die Modernisierung des Gustav Adolf Torg in Göteborg, dem Zentrum der Stadtverwaltung und der zentralste Punkt des alten Göteborg wird eine sehr teure Angelegenheit für die Steuerzahler der Stadt, denn die Renovierung des Rathauses, dessen ältester Teil ins Jahr 1672 zurückreicht, kostete bereits 135 Millionen Kronen und kann demnächst wieder von der Stadtverwaltung in Anspruch genommen werden.


Die Kosten für die Restauration der Statue von Gustav II. Adolf im Zentrum des Platzes erscheinen mit unter einer Million Kronen dabei nahezu wie ein Taschengeld. Aber nun wartet eine weitaus größere Arbeit bei der die Kosten noch gar nicht genau abzusehen sind, aber mit Sicherheit die 300 Millionen Kronen überschreiten werden. Die Arbeiten sind bereits ab Herbst 2014 geplant und zudem dringend notwendig, denn eine ganze Häuserzeileam Gustav Adolf Torg hat sich gesenkt, so dass das Fundament nun gestützt, beziehungsweise erneuert, werden muss.

Da Göteborg auf Lehm gebaut wurde, weswegen auch Kanäle nach Amsterdamer Muster nötig wurden, geriet nicht nur das stadshuset, das Stadthaus, in eine Schräglage, sondern auch die Börse, die erst 1849 eingeweiht wurde und bei wichtigen offiziellen Empfängen eine bedeutende Rolle spielt. Da man die Gebäude als solches in ihrem gegenwärtigen Zustand erhalten will, wagt niemand zu sagen wie teuer die unterirdischen Arbeiten tatsächlich werden. Noch weniger will man von all den anderen Gebäuden sprechen denen mit dem Bau des Västlänken ein ähnliches Schicksal droht, denn immerhin handelt es sich dabei um einige Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 15. September 2013

Demonstration gegen Gewalt in Göteborg

Nach der steigenden Anzahl an Gewalt und Schießereien in Göteborg mit kürzlich zwei Toten, wurde am gestrigen Samstag auf dem Gustav Adolf Torg zu einer Demonstration gegen Gewalt aufgerufen, die sich über mehrere Stunden hinzog und bei der fünf städtische Politiker ihre Solidarität gegen Gewalt ausdrücken wollten, ein guter Ansatz, der leider mehr einem frühem Wahlkampf entsprach als einer deutlichen Stellungsnahme.


Nachdem in den letzten Tagen bereits mehrere kleinere Demonstrationen gegen die Gewalt in Göteborg veranstaltet wurden, waren gestern in den optimalen Momenten knapp über 100 Personen auf dem Platz vor dem Rathaus versammelt, die hofften von den Politikern eine klare Antwort dazu zu erhalten wie sie Göteborg sicherer machen wollten, eine Antwort, die ihnen allerdings keiner der Politiker geben konnte.

Obwohl das Problem der steigenden Gewalt zehntausende von Göteborgern beschäftigt, waren nur sehr wenige Personen zur Demonstration erschienen, was allerdings kaum verwunderlich ist, da die Mehrheit der Bevölkerung die Gewalt dem Bandenwesen zuschreibt oder diese unter nicht angepassten Migranten sucht und sich daher der Gewalt hilflos ausgeliefert fühlt. Dass Politiker das Wort ergriffen, war ebenfalls nicht vom Vorteil, denn in den letzten Jahren hörten die Göteborger ständig Versprechen, aber sie sehen keine Taten und die Gewalt steigt weiterhin an.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. November 2012

Gustaf II. Adolf in Göteborg wird restauriert


Nachdem voriges Jahr bereits Poseidon am Götaplatsen restauriert wurde um zur 400-Jahresfeier der Stadt sein nahezu ursprüngliches Gesicht zeigen zu können, sind die Restauratoren nun bei Gustaf II. Adolf am gleichnamigen Platz angelangt. Bis Ende Dezember wollen sie analysieren welche Arbeiten im kommenden Jahr dringend nötig werden, damit die am häufigsten fotografierte Statue der Stadt wieder im alten Glanz erstrahlen kann.

Der Marmorsockel aus Carrara zeigt bereits deutliche Verschleißerscheinungen und zeigt kaum noch den Glanz der alten Tage, zumal diese Art von Marmor wenig für das schwedische Klima geeignet ist und Eisschäden sehr deutliche Spuren hinterlassen haben. Nun müssen die Restauratoren eine Möglichkeit finden, sämtliche Schäden am optimalsten zu reparieren um dem Marmor wieder seinen ursprünglichen Glanz verleihen zu können.

Aber auch die äußere Bronzeschicht des Stadtgründers Gustav Adolf selbst wurde durch den Einfluss von Möwenkot, Wind und Wetter stark beschädigt. Hier müssen die Restauratoren jedoch erst einmal feststellen ob der König auf einem Stahlgerüst steht oder nur die Bronze seine massive Figur in Form hält. Sicher ist jedoch, dass Gustaf II. Adolf innerhalb eines Jahres wieder sein früheres Aussehen erhalten wird. Falls das Geld der Stadt reicht, so werden in den folgenden Jahren noch zwei weitere Monumentalstatuen Göteborgs restauriert, nämlich der Kopparmärran am Kungsportsplatsen und die Johanna am Brunnsparken.

Herbert Kårlin

Dienstag, 15. Mai 2012

Der Tag der Zeichensprache in Göteborg

Auch wenn der Göteborger Verein für Taube dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert, so wurde die gegenwärtige Zeichensprache Schwedens erst am 14. Mai 1981 als offizielle Minoritätensprache für Taube anerkannt und erlaubt es nun den rund 10.000 Tauben Schwedens auf eine natürliche Weise zu kommunizieren und in einer ihr verständlichen Sprache Hilfe zu erhalten.

Um die Bürger Göteborgs mehr zu sensibilisieren und ihnen die Bedeutung der Zeichensprache näher zu bringen, feierte die Stadt gestern Nachmittag, wenn auch in kleinem Rahmen, den Tag, an dem die Tauben des Landes ihre offizielle Sprache bekamen. Wie auch andere Minoritätensprachen und Kulturen von Minoritäten, so wurden die Feiern auf den Gustav Adolf Torg verlegt, auch wenn dies die Tauben der Stadt mehr zu einer Minorität als zu einer integrierten Gruppe macht.

Bereits ab morgens um 10 Uhr durfte der Göteborger Verein für Taube am Gustav Adolf Torg das Zeichensprachenforum eröffnen und über seine Aktivitäten informieren. Parallel dazu wurde ein kurzer Einführungskurs in die Zeichensprache geboten, Kaffee serviert, Bücher verkauft und einige Veranstaltungen in Zeichensprache geboten. Auch wenn dieses kleine Fest bereits um 14 Uhr zu Ende war, so führt an zahlreichen Stellen Göteborgs die Arbeit mit Tauben fort, denn immer mehr Stellen der Stadt bieten, inklusive der Svenska Kyrkan, mittlerweile Hilfe in der Zeichensprache an.
Herbert Kårlin

Donnerstag, 5. April 2012

Der Tag der Roma in Göteborg

Da der Tag der Roma dieses Jahr auf den Ostersonntag fällt, einem allgemeinen Beflaggungstag Schwedens, wird auf dem Gustav Adolf Torg mitten zwischen den schwedischen Flaggen auch jene der Roma im Wind wehen und zur Mittagszeit unter der Flagge die Hymne der Roma, Gelem Gelem, ertönen, sowie auf der Lejontrappan die traditionelle Lichterzeremonie gefeiert werden.

Wie seit dem Jahre 2008, so wird auch dieses Jahr ein Teil der Feierlichkeiten in das Röhsska Museum in Göteborg verlegt, wo dann bis 20 Uhr eine rege Aktivität mit Musik, Tanz, einer Schmuckausstellung und einer Modeschau mit traditioneller Kleidung der Roma zu entdecken ist. Wer am 8. April keine Chance hat an den Feierlichkeiten im Museum teilzunehmen, findet bis zum 22. April noch eine Ausstellung mit Sammlungen des Museums, die die Kultur der Roma demonstrieren.

Am 8. März wird gegen die Mittagszeit ein Pferdeparade die Norra Hamngatan entlang kommen an dem ein traditioneller Wagen der Roma präsentiert wird, der an diesem Tag vor dem Göteborger Rathaus zu besichtigen ist und anschließend Teil einer bereits geplanten Ausstellung im Göteborger Stadtmuseum sein wird, wo im kommenden März die Hauptausstellung zur Geschichte und Tradition der Roma eröffnet wird und einer großen Gruppe an Personen die Probleme dieser Minoritätengruppe näher bringen wird.
Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. November 2011

Göteborgs Weihnachtsbaum muss umziehen

Seit Jahren steht der Göteborger Weihnachtsbaum immer an der gleichen Stelle am Gustav Adolf Torg. Und auch dieses Jahr wurde er am Freitag vor dem ersten Advent an dieser Stelle aufgestellt. Bis die staatliche Radiogesellschaft erklärte, dass dieser Platz dieses Jahr für das gläserne Studio der Radiohjälpen benötigt wird und der Baum an dieser Stelle stört, da er das Studio in den Hintergrund drängt und die Arbeit der Kameraleute behindert.

Das Ergebnis ist, dass der Weihnachtsbaum nun um 40 Meter versetzt werden muss, ein neues Betonfundament benötigt, neue Kabel gelegt werden müssen und neu geschmückt werden muss. Den Göteborger Steuerzahler wird dies rund 100.000 Kronen kosten, da sich der Projektleiter David Gustafsson weigert das gläserne Studio an eine andere Stelle des Platzes zu verlegen. Göteborg bleibt, wenn es die Veranstaltung in der Stadt behalten will, nichts anderes übrig als der Erpressung Folge zu leisten.

Da die Schweden wenig Information darüber finden wie die Gelder der Radiohjälpen angewendet werden und wie viel davon auf der Strecke bleibt, hat die Aktion, die im Jahr 1939 seine Wurzeln hat, auch bisher nicht die volle Unterstützung der Bürger. In Göteborg werden nun die Stimmen laut die Hilfe noch mehr einzuschränken, da es dem schwedischen Radio nicht gelingt seine Forderung glaubhaft zu rechtfertigen, zumal sich auf dem Gustav Adolf Torg überwiegend Personen bewegen, die dringend zu einem der Busse kommen wollen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 13. November 2011

Eine Speakers Corner in Göteborg

Die rot-grüne Mehrheit Göteborgs plant auf dem zentralen Gustav Adolf Torg eine kleine Rednertribüne aufzubauen von der aus jeder Göteborger die Möglichkeit haben soll seine Meinung kund zu tun. Wie sehr oft, so handelt es sich dabei natürlich nicht um eine Göteborger Idee, sondern die Göteborger Imitation der Speakers Corner in London, die seit 1855 ein bedeutender Anziehungspunkt ist.

Natürlich soll, nach Meinung des Stadtrates, die Speakers Corner in Göteborg nicht irgendwelche Unruhen und Aufstände verhindern wie im damaligen London, sondern dazu dienen, dass die Bürger der Stadt konstruktive Meinungen zur künftigen Stadtentwicklung von sich geben. Offen ist daher auch noch die Frage der Polizeibewachung der Rednertribüne, da, trotz hoher Toleranz, auch in London die Polizei bei obszönen und rassistischen Reden immer wieder einschreiten muss.

Hintergründiges Ziel der Rednertribüne auf dem Gustav Adolf Torg soll natürlich auch sein den Platz mit einfachsten Mitteln attraktiver zu machen, zumal alle vorherigen Ideen abgelehnt oder auf Eis gelegt wurden, so ein Cafébetrieb oder ein Marktplatz in den Sommermonaten. Göteborg lässt sich auch von der Erfahrung Stockholms nicht entmutigen, wo 1968 auf dem Sergels Torg eine Rednertribüne aufgebaut wurde, aber so wenig Erfolg hatte, dass sie bald wieder abgebaut wurde.

Herbert Kårlin

Dienstag, 20. September 2011

Lehrer in Göteborg wollen höheren Gehalt

Kurz bevor das nächste Regierungsbudget für Schulen präsentiert wird, gefolgt von den neuen Verhandlungen über die zukünftigen Gehälter für Lehrer, haben gestern Abend am Gustav Adolf Torg in Göteborg mehrere hundert Lehrer demonstriert und fordern eine bedeutende Aufwertung ihres Gehaltes. Nach Aussagen von Gewerkschaften und Lehrern liegt das Gehalt heute um rund 10.000 Kronen im Monat unter dem Normalniveau.

Die Lehrer betrachten bei diesen Zahlen ihr Gehalt im Verhältnis zur Ausbildung, der zu erbringenden Leistung und dem Gehalt anderer, die ähnlichen Studien folgten. Natürlich ist allen Teilnehmern der Demonstration klar, dass sie nicht bereits in naher Zukunft 10.000 Kronen mehr auf ihrem Bankkonto finden werden, aber sie sehen diese Gehaltserhöhung als Ziel an. Gegenwärtig verdient ein 40jähriger Lehrer mit zehn Jahren Berufserfahrung knapp über 25.000 Kronen brutto im Monat.

Sowohl Lehrer, als auch die Verbände und Gewerkschaften für Lehrer sehen die Satzung in das Schulsystem als extrem wichtig an, insbesondere in Hinsicht auf die extrem hohe Arbeitslosigkeit Jugendlicher. Nur eine sehr gute Ausbildung mit hohem Bildungsniveau kann, nach der mehrheitlichen Meinung der Lehrer, diese Situation ändern. Es ist daher wichtig, dem Lehrerberuf auch die Möglichkeit zu bieten Schüler entsprechend auszubilden.

Herbert Kårlin

Freitag, 12. November 2010

In Göteborg beginnt die Weihnachtssaison


Am heutigen Freitag startet in Göteborg die Weihnachtssaison. Der erste Weihnachtsmarkt des Jahres öffnet im Einkaufszentrum Nordstan. Noch bevor der Handwerks-Weihnachtsmarkt am 18. November in der Galerie des Kaufhauses öffnet, übernimmt Spanien die Einleitung, wo man nicht nur spanische Weihnacht entdeckt, sondern auch Tapas essen kann und eine Reise nach Andalusien zu gewinnen ist.

Um 16 Uhr öffnet dann der größte schwedische Weihnachtsmarkt Liseberg seine Pforten. Stände mit Glögg und gebrannten Mandeln verwöhnen die Besucher ebenso wie Delikatessen aus dem Lappland, die neu dekorierte Eisbar der Künstler Jukkujärvis, der Skihügel für Kinder und der Handwerksmarkt im DesignTornet.

Gleichzeitig mit der Eröffnung des Liseberg Weihnachtsmarks wird auch die drei Kilometer lange Lichterstrecke Göteborgs von Liseberg, entlang der Avenyn bis zum Gustav Adolf Torg entzündet. Während dieser ersten Etappe leuchten nur die weißen Lampen, die dann am 10. Dezember von der restlichen Weihnachtsbeleuchtung ergänzt werden, die dem Weihnachtsthema des Jahres, der Sagenwelt, angepasst ist.

Herbert Kårlin

Samstag, 27. März 2010

Earth Hour in Göteborg

Voriges Jahr nahmen 4159 Städte in 88 Ländern an der Earth Hour teil, was nichts anderes bedeutet, dass diese Städte irgendwelche öffentliche Beleuchtung für eine Stunde abschalteten. In Schweden nahmen voriges Jahr 203 Gemeinden teil, eine unter ihnen war Göteborg.

Da es in Göteborg keinen einheitlichen städtischen Plan oder Ratschalag gibt wie einzelne Stadtteile oder Verwaltungsgebäude an der vierten Earth Hour teilnehmen sollen, bleibt das Resultat in Göteborg auch dieses Jahr gerade einmal ein kleines symbolisches Zeichen, das mehr dazu dient in die Statistik einzugehen als wirklich ein Zeichen zu setzen.

Während in Paris die Beleuchtung des Eifelturms für eine Stunde erlischt, wird in Göteborg gerade einmal der Götaplatsen, der Gustav Adolf Torg und die Avenyn ins Dunkel tauchen. Damit Göteborg ein Zeichen setzen kann, benötigt es daher hunderte von privaten Firmen und Privatpersonen, die an Stelle der Stadt agieren. Nachdem genau um diese Urzeit zwei der meist gesehenen Sendungen im Fernsehen programmiert sind, wird das Ergebnis voraussichtlich erneut ziemlich gering sein.

Herbert Kårlin

Freitag, 11. Dezember 2009

Die Weihnachtsstadt Göteborg erhellt sich

Um 16 Uhr, wenn die Dunkelheit Göteborg einhüllt, wird am Harry Hjörnes Platz die Lichterstadt Göteborg mit mehreren Multimediaereignissen und einem drei Kilometer langen Lichterschauspiel eingeweiht, das von Lilla Bommen bis nach Liseberg führt und Göteborg endgültig zur Weihnachtsstadt macht.

Das Lichterspiel findet an mehreren Plätzen Göteborgs statt. So beginnt um 17 Uhr am Gustav Adolf Torg ein Fackelzug bis zum Götaplatsen, in Begleitung von 100 Chorsängern, dem Astronauten Christer Fuglesang und den Göteborger Luciakandidatinnen. Am Götaplatsen kann man dann Lucialiedern lauschen, ein Feuerwerk erleben, den diesjährigen Weihnachtsfilm an der Mauer des Kunstmuseums betrachten und erleben wie die Straßen plötzlich in Rot und Rosa getaucht werden.

Wer dann in Lilla Bommen mit einer Wanderung entlang der drei Kilometer langen Lichterstrecke beginnt, entdeckt zuerst Bilder, die auf den Läppstiftet projiziert werden, entdeckt Lichterspiele an mehreren Häusern, findet eine Winterlandschaft mit dem singenden Weihnachtsbaum am Bältesspännareparken und kann, einige hundert Meter neben der Lichterstrecke, im Vasaparken, ein Lichtkunstwerk betrachten.

Herbert Kårlin

Montag, 23. November 2009

Weihnachtsstadt Göteborg und seine Weihnachtsmärkte

Am Wochenende wurde nun endgültig Weihnachten in Göteborg eingeläutet und die Weihnachtsstadt Göteborg zeigt sich in ihrem neuen Glanz. Am Sonntag wurden traditionsgemäß die Schaufenster der Stadt in ihrem Weihnachtskleid vorgestellt. Bei NK war, zum Beispiel, das Thema Schneereich angesagt und die Kinder drängten sich um die Schneekönigin und den Weihnachtsmann, um ihre Weihnachtswünsche per Brief und Zeichnung überreichen zu können.

An allen bedeutenden Plätzen der Stadt erschienen zum Wochenende die überdimensionalen Weihnachtsbäume und die Kronen, Kränze und Girlanden in und über den Straßen zeigen ein ganz neues Göteborg. Die Stadt taucht ab dem späten Nachmittag in ein mehrwöchiges künstliches Licht, das die frühe Nacht in Schweden gerne vergessen lässt.

Nach dem Weihnachtsmarkt in Liseberg öffneten nun am 22. November auch andere Weihnachtsmärkte in und um Göteborg ihre Pforten. Seit einigen Tagen findet in Nordstan bereits der Weihnachtsmarkt statt, in einigen Randgebieten der Stadt wurde er heute eröffnet und zum ersten Advent beginnen die Weihnachtsmärkte in Haga, dem Gustav Adolfs Torg und bei Konstepidemin. Am 30. November schließt sich dann noch der Weihnachtsmarkt am Kronhuset an und am 5. Dezember wird es auch in der Göteborger Remfabrik (Riemenfabrik) und der Stora Holms säteri auf Hisingen Weihnacht.

Herbert Kårlin

Freitag, 18. September 2009

Wireless surfen in Göteborg ist Glücksache

Das städtische Gothnet (Gothenburg Wireless) und die britische Firma The Cloud versprechen, gegen entsprechende Gebühren, dass man von der Innenstadt Göteborgs aus jederzeit drahtlos surfen kann. GP hat nun die Leistungen dieser beider Anbieter, die immerhin bis zu 6 Euros pro Surfstunde verlangen, mit einem iPod und zwei Laptops getestet.

Das Ergebnis ist niederschmetternd, denn außer am Hauptbahnhof ist die versprochene Leistung nur im Traum zu erhalten. Die auf der Karte angegebenen Gebiete Gustaf Adolfs torg, Svenska Mässan, Järntorget und der Stenaterminalen bieten selbst dem stärksten Computer mit der besten Ausrüstung keine Verbindungsmöglichkeit, eben so wenig wie die Feskekôrkan.

Aber selbst an den Stellen wo man sich einkoppeln konnte war kaum eine Geschwindigkeit von über 2 Mbit/s zu erreichen. An einigen Stellen konnte man selbst ein Netzwerk finden, aber leider konnte man darauf, trotz Bezahlung, nicht zugreifen. Ein Glück, dass es in Göteborg die Bibliothek gibt, wo Besitzer der Lesekarte einen kostenlosen Zugang zum Netz finden können.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. August 2009

Nein zum Straßencafé auf dem Gustav Adolf Torg in Göteborg

Bereits im Dezember vorigen Jahres ging beim Göteborger Stadtrat die Anfrage ein, Straßencafés auf dem Gustav Adolf Torg zuzulassen, damit dieser Platz animierter wirkt und Göteborger und Gäste zum Verweilen einlädt. Am Mittwoch, acht Monate nach dem Antrag, wurde nun im Stadtrat darüber abgestimmt.

Zum Erstaunen der Göteborger, die mehrheitlich für Straßencafés auf dem Gustav Adolf Torg sind, wurde der Antrag nun sowohl von den Sozialdemokraten als auch von der linken Partei und den Göteborger Grünen abgelehnt.

Die Argumente gegen Straßencafés ist vielen Göteborgern auch wenig einleuchtend, denn nach Meinung der ablehnenden Parteien soll der Gustav Adolf Torg ein nicht kommerzieller Platz bleiben, der ausschließlich politischen Aktivitäten vorbehalten bleiben muss. Erstaunlich ist nur, dass während des Göteborger Kulturfestes ausgerechnet auf diesem Platz mit städtischem Segen internationale Händler ihre Ware anbieten durften und Speisen aus ganz Europa anboten. Nur für Göteborger Cafés und Restaurants soll der Platz eben ein Tabu bleiben. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass sich einige Verantwortliche am 23. September anders entscheiden als gestern.

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Herbert Kårlin