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Freitag, 20. Juni 2014

Göteborg wird eine Stadt für Fahrräder

Es ist nicht das erste Mal, dass Göteborg sich zu einer Fahrradstadt erklärt und mit Prognosen aufwartet, die von Beginn an unrealistisch sind. Bereits 1999 sagte man voraus, dass die Arbeiten an Fahrradwegen dazu führen sollen, dass 2012 zwölf Prozent aller Reisen innerhalb der Stadt mit dem Fahrrad gemacht werden. In der Tat handelte es sich dann jedoch nur um sieben Prozent und das tatsächliche Wachstum zeigte sich relativ bescheiden, da die Fahrradwege zum Teil schlecht geplant waren und der Unterhalt extrem zu wünschen ließ. Zahlreiche andere Städte waren mit ihrer Entwicklung an Göteborg in den gleichen Jahren vorbeigezogen.


Nun legt das Göteborger Straßenverkehrsamt einen neuen Plan vor, der dieses Mal bis zum Jahr 2025 reicht und besagt, dass sich bis dahin die Anzahl der Fahrten mit dem Fahrrad verdreifachen werden und von 73.000 im Tagesschnitt auf 219.000 ansteigen werden, eine Vision, die so wenig haltbar sein wird wie jene des Jahres 1999, aber auf dem Papier nahezu jede andere schwedische Stadt schlägt. Immerhin dürfte dieser Plan jedoch dazu führen, dass zumindest die aktuellen Fahrradwege verbessert werden und das Unfallrisiko für Radfahrer etwas reduziert wird.

Um die Göteborger zum Fahrrad zu bringen, legt das Straßenverkehrsamt auch eine klare Richtlinie vor, denn stufenweise sollen die Fahrradwege besser beleuchtet werden, der Unterhalt im Winter soll auf zentralen Strecken gefördert werden, es sollen mehr Einbahn-Fahrradwege entstehen und die Fahrradwege sollen sehr deutlich von den Bürgersteigen getrennt werden. Leider handelt es sich bei vielen dieser Ideen nur um ein Wunschdenken, denn um sichere Fahrradwege zu bauen, Fahrrädern mehr Platz zu geben und die Gefahren in Kreuzungen zu entschärfen, benötigt man etwas, was es in Göteborg kaum gibt, nämlich zusätzlichen Platz.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 6. Januar 2011

Neue Beleuchtung am Götaplatsen in Göteborg

Nach jahrelangen politischen Diskussionen innerhalb der Göteborger Stadtverwaltung wird nun die Beleuchtung am Götaplatsen in Göteborg aufgerüstet, damit dieser zentrale Platz mehr Sicherheit für Bewohner und Gäste Göteborgs bietet und den Platz gleichzeitig aufwertet.

Sobald die Weihnachtsbeleuchtung am Göteplatsen abmontiert ist, beginnen die ersten Arbeiten, die bis zum September des Jahres fortsetzen werden. Große Projektoren werden vom Kunstmuseum aus den gesamten Platz beleuchten, damit Treppen und Geländer in Zukunft ebenfalls ins Licht getaucht werden.

Aber auch sämtliche Bäume auf dem Götaplatsen und der Poseidonbrunnen, das Symbol Göteborgs, erhalten eine völlig neue Beleuchtung, die den zentralen Platz auch nachts attraktiver machen werden. Die Arbeiten dehnen sich auf mehrere Monate aus, da auch das Mauerwerk teilweise aufgeschlagen werden muss um eine indirekte Beleuchtung einiger maßgeblicher Stellen zu erlauben.

Herbert Kårlin

Samstag, 27. März 2010

Earth Hour in Göteborg

Voriges Jahr nahmen 4159 Städte in 88 Ländern an der Earth Hour teil, was nichts anderes bedeutet, dass diese Städte irgendwelche öffentliche Beleuchtung für eine Stunde abschalteten. In Schweden nahmen voriges Jahr 203 Gemeinden teil, eine unter ihnen war Göteborg.

Da es in Göteborg keinen einheitlichen städtischen Plan oder Ratschalag gibt wie einzelne Stadtteile oder Verwaltungsgebäude an der vierten Earth Hour teilnehmen sollen, bleibt das Resultat in Göteborg auch dieses Jahr gerade einmal ein kleines symbolisches Zeichen, das mehr dazu dient in die Statistik einzugehen als wirklich ein Zeichen zu setzen.

Während in Paris die Beleuchtung des Eifelturms für eine Stunde erlischt, wird in Göteborg gerade einmal der Götaplatsen, der Gustav Adolf Torg und die Avenyn ins Dunkel tauchen. Damit Göteborg ein Zeichen setzen kann, benötigt es daher hunderte von privaten Firmen und Privatpersonen, die an Stelle der Stadt agieren. Nachdem genau um diese Urzeit zwei der meist gesehenen Sendungen im Fernsehen programmiert sind, wird das Ergebnis voraussichtlich erneut ziemlich gering sein.

Herbert Kårlin

Montag, 1. Februar 2010

Gamla Ullevi in Göteborg entkommt den Problemen nicht

Bereits nach der Einweihung am 5. April 2009 begannen die Probleme Gamla Ullevis, als sich Anwohner über die erdbebenartigen Erschütterungen beschwerten, von denen die umliegenden Häuser betroffen waren sobald die Fans rhythmisch zu hüpfen begannen. Als für dieses Problem endlich eine Lösung in Sicht war, begannen neue Probleme für das größte offene Stadium Schwedens.

Die seit Weihnachten andauernde ungewöhnliche Kälte in Göteborg verursacht nun Heizkosten in ungeahnter Höhe, die zur Hälfte von den Fußballklubs, die Gamla Ullevi mieteten, bezahlt werden muss. Damit das Stadium zum Saisonbeginn im Herbst einsatzfähig ist muss der Rasen im Winter frostfrei gehalten werden, was bei normaler Göteborger Witterung auch im Budget vorgesehen ist. Dieses Jahr jedoch sind Kosten für Heizung weitaus höher und allein für Februar rechnet man mit Mehrkosten von 360.000 Kronen, was jedoch nur ausreicht, wenn die Temperaturen sich ab Februar etwas normalisieren.

Zu all dem kamen dann noch Klagen der Anwohner wegen zu starkem Flutlicht und zu hellen Reklametafeln an der Außenseite des Stadiums Gamla Ullevi. Nun hat das Umweltamt bestätigt, dass die Klagen der Anwohner zu Recht bestehen und das Stadium Gamla Ullevi unmittelbar Abhilfe schaffen muss, da die zur Zeit eingesetzte Beleuchtung zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Die Probleme des größten offenen Stadiums Schwedens scheinen kein Ende zu nehmen, was die Mehrheit der Göteborger der schlechten Planung der städtischen Baugesellschaft und entsprechenden Sparmaßnahmen zuschreiben.

Herbert Kårlin

Samstag, 12. September 2009

Zwei Hochhäuser als Eingang zur Avenyn in Göteborg

Es gibt kaum ein Thema bei dem sich die Göteborger so einig sind wie bei diesem: Die Avenyn, eigentlich Kungsportsavenyn, muss ihr Gesicht ändern, muss wieder eine Promenadestraße werden wie früher, muss Einwohner wie Besucher in jeder Weise anziehen. Wie diese Veränderung jedoch aussehen soll, in diesem Punkt sind sich die Göteborger wenig einig.

So wenig wie sie bereits der Vorschlag der städtischen Vereinigung Trygg überzeugen konnte, so wenig kommt ihnen auch der Vorschlag eines Göteborger Architektenbüros näher. Nach den Ideen der Architekten braucht die Avenyn direkt am unteren Ende zwei Hochhäuser, die Platz für 3000 Anwohner schaffen und neuen Nobelgeschäften ihre Aktivität erlauben, am Kunstmuseum fehlt ein Prachtbau und schließlich muss nur noch für eine bessere Beleuchtung gesorgt werden und die Straßenbahnen und Busse müssen von der Allee, die schon lange keine mehr ist, verschwinden.

Niemand kann heute noch die Avenyn zurückholen, die sie mit ihren Bäumen Anfang des letzten Jahrhunderts war. Und niemand kann die gemütliche Atmosphäre von vor 30 Jahren neu schaffen. Aber auch zwei moderne Wolkenkratzer passen nicht zum Bild der Avenyn, in der noch die Prachtgebäude vom 19. Jahrhundert ihren Platz haben. Auch hier sind sich die Göteborger wieder einig. Die Avenyn muss neu geschaffen werden, ohne Geschäfte, die man überall in Göteborg findet, ohne den Abfall und die Betrunkenen, aber mit einer Atmosphäre, die wieder eine Weltatmosphäre ausstrahlt und wo das Besondere Göteborgs zu Tage tritt, ohne dass jedes Gebäude erst abgerissen werden muss.

Herbert Kårlin