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Die politische Führung Göteborgs ist sich einig darüber, dass der Freihafen, der mittlerweile nur noch eine traurige Rolle in der Stadt führt und zudem restauriert werden muss, zur 400-Jahrfeier wieder ein attraktiver Ort sein soll, der zudem die beiden Seiten des Göta Älv näher bringen soll und nicht, wie bisher, eine Trennung darstellt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt eine internationale Ausschreibung vorgenommen.
Nun liegen die ersten Ideenpläne von renommierten Architekten vor, die im Älvrummet bei Lilla Bommen von der Allgemeinheit eingesehen werden können. Wer allerdings hofft Visionen zu finden, die für notwendigen Wohnraum sorgen werden, wird enttäuscht sein, denn vorerst haben sich die Architekten die einfacheren Teile vorgenommen, nämlich die Entwicklung von Grünflächen und die Verbindung beider Seiten des Flusses für Fußgänger und Fahrradfahrer.
Eines der Architekturbüros sieht vor allem Brücken drei bis vier Brücken, die von Lilla Bommen aus über den Freihafen nach Ramberget führen sollen und es ermöglichen dieses Gebiet vom Stadtzentrum aus innerhalb von fünf Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen und innerhalb von 15 Minuten auch zu Fuß. Ramberget ist bereits heute ein schwer erreichbares Ausflugsgebiet, das vor allem durch den Bau einer Moschee bekannt wurde.
Herbert Kårlin
Nachdem Volvo am 5. September weltweit seinen neuen Lastwagen Volvo FH vorführt, der auf Youtube bereits einen gewissen Erfolg zeigte, wird das Unternehmen am 8. September in Göteborg auch zu einem musikalischen Minifestival einladen, das mittags um zwölf Uhr mit einem Drahtseilakt beginnt und gegen Mitternacht mit den letzten Künstlern ausklingt. Die Idee zu diesem Festival kam Volvo über die Rolling Stones, die 1975 von der Ladefläche eines Lastwagens aus ein Konzert in New York gaben.
Wenn man Volvo fragt, was denn Lastwagen mit einem Musikfestival zu tun haben, so lautet die Antwort, dass es ohne Lastwagen keine Konzerte gäbe, da das gesamte Bühnenmaterial mit Lastwagen transportiert wird. Und um die Qualität der neuen Volvo FH zu beweisen, will Faith Dickey am Götaplatsen auch versuchen einen Weltrekord im highlining zu brechen, ein Ereignis, das erneut tausende von Zuschauern auf die Straße locken wird und Volvo-Fans zu Youtube lockte.
Um 14 Uhr 30 beginnt dann der musikalische Teil des Festivals am Bältesspännarparken, wo drei schwedische Artisten nacheinander für das Publikum kostenlose Konzerte bieten werden. Ab 16 Uhr 30 wird die Szene dann an den Kanaltorget (Lilla Bommen) verlegt, wo fünf weitere kostenlose Konzerte mit schwedischen Künstlern geboten werden. Unter den Künstlern findet man, unter anderem, auch Marit Bergman, Timbuktu und die vielversprechenden Newcomer Rebecca & Fiona.
Herbert Kårlin
Am 20. Mai bietet Göteborg allen Freunden der Seefahrt ein Ereignis, dem sie vermutlich nur ein einziges Mal in ihrem Leben folgen können, denn an sieben Anlegestellen am Göta älv kann man sich mit dem Leben am Wasser vertraut machen und die seltensten Meeresfahrzeuge auf einmal entdecken. Wer wirklich alles sehen will, muss sich daher sehr früh auf die Beine machen.
Die Veranstaltungen, Ausstellungen und historischen Boote liegen auf beiden Seiten des Flusses, angefangen von Klippan auf dem Festland und Eriksberg auf der Insel Hisingen bis nach Lilla Bommen und dem Gullbergsvass. Überall steht das Leben am Wasser im Mittelpunkt. An diesem Sonntag wird auch an jedes Alter gedacht, da ein Teil der Aktivitäten sich an Kinder richtet, die einem Dreimaster noch nicht so sehr viel abgewinnen können.
Eine besondere Attraktion wird die Erik Nordevall II, der originalgetreue Nachbau eines Schaufelraddampfers, der vor 156 Jahren auf dem Vättern sank. 250 Personen haben an diesem Fahrzeug gearbeitet, das im Jahre 2010, nach 14 Jahren Arbeit, wieder in See stechen konnte. Die Erik Nordevall II ist eines der wenigen Boote, die anschließend noch einige Tage in Göteborg bleiben werden, damit sie auch von jenen besucht werden können, die am Sonntag keine Zeit am Göta älv verbringen wollen.
Herbert Kårlin
Heute ist der letzte Tag an dem das Göteborger Riesenrad bei Lilla Bommen seine Runden dreht, denn um Mitternacht wird der Strom abgeschaltet und bereits am nächsten Tag beginnt der Abbau, damit das Riesenrad zur Saisoneröffnung von Liseberg dort an seinem neuen Platz stehen kann um, nach Aussagen von Andreas Andersen, dem Chef von Liseberg, jedes Jahr fast die doppelte Menge an Besuchern zu empfangen als am gegenwärtigen Standort.Bisher kann das Riesenrad kaum als sinnvolle Investition für Göteborg gesehen werden, denn seit dem 22. Mai 2010 konnte man gerade einmal 340.000 Besucher zählen und fuhr einen Verlust von sieben Millionen Kronen ein, ohne den neuen Umzug, der weitere 19 Millionen Kronen kosten wird, einzurechnen. Dennoch sprechen Göteborg und Liseberg von einem bedeutenden Erfolg, auch wenn man dabei vergisst, dass das touristische Vergnügen den Steuerzahler Göteborgs teuer zu stehen kam.Ab dem 28. April 2012 wird das Riesenrad dann den Besuchern Lisebergs zur Verfügung stehen und benötigt 20 Jahre lang jedes Jahr 400.000 Besucher, damit es als rentable angesehen werden kann. Inwieweit eine Attraktion wie ein Riesenrad die nächsten 20 Jahre lang als bedeutende Attraktion gesehen werden kann, trotz der exzellenten Aussicht in Liseberg, lässt sich diskutieren, da gerade bei Attraktionen Neuerungen zählen und Riesenräder heute in jeder Großstadt zu finden sind.Herbert Kårlin
Auch wenn die genauen Zahlen jener, die das Göteborger Riesenrad benutzten, und dieses Jahr noch benutzen werden, nicht festliegt, so kann man bereits verzeichnen, dass die Anzahl der zahlenden Besucher dieses Jahr bisher noch unter jener des Vorjahres liegt. Im ersten Halbjahr 2011 setzten sich gerade einmal 103.000 Personen in die 42 Gondeln der 60 Meter hohen Attraktion.
Alle Werbeaktion, wie ein kostenloses Pilsner, Kleinigkeiten zum Essen oder kostenlose Zusatzrunden, helfen nicht Schwung in das Geschäft zu bringen, was die Mehrheit der Göteborger bereits sagte, bevor das Riesenrad an seinem heutigen Platz stand, den es jedoch zu Beginn 2012 mit seinem endgültigen Platz in Liseberg eintauschen wird, von wo aus die Aussicht über Göteborg auch weitaus besser sein wird.
Im vorigen Jahr erwirtschaftete das Göteborger Riesenrad einen Verlust von einer Million Kronen, einer Summe, die sich dieses Jahr multiplizieren wird und letztendlich vom Steuerzahler der Stadt finanziert werden muss, da sowohl Liseberg als auch Göteborg & Co, die Betreiber des Riesenrades, der Stadt gehören. Göteborg & Co zieht aus dem Verlust dennoch eine positive Bilanz, da das Riesenrad während der letzten zwei Jahre Besucher der Stadt auch nach Lilla Bommen geführt hat und nicht nur zur Avenyn.
Herbert Kårlin

Das umstrittene Riesenrad bei Lilla Bommen steht seit Mai des Jahres und dreht sich nun bereits seit mehreren Wochen. Göteborg & Co und Liseberg haben es für 40 Millionen Kronen erworben und am Wunschplatz aufstellen dürfen. Damit die Dauerkosten von 11 Millionen Kronen jährlich und der Kauf amortisiert werden, müssen nun während der Saison jeden Tag im Schnitt 3000 Personen eine Runde drehen. 85 Kronen kostet eine Runde für Erwachsene und 60 Kronen für Kinder.Trotz einer anfänglichen Neugierde der Göteborger und den bisherigen Besuchern der Stadt liegen die Zahlen jedoch noch weit hinter den Erwartungen. Bisher konnte man gerade einmal 1000 Personen täglich rechnen und die erwarteten Schlangen vor den Glasgondeln blieben bisher selbst am Wochenende aus. Göteborg & Co und Liseberg hoffen nun auf einen Ansturm während der beiden kommenden Touristenmonate.Da Neugierige aus Göteborg und der Umgebung bereits im ersten Jahr eine Runde drehen und mehrheitlich als Einmalfahrer gesehen werden müssen, muss man im nächsten Jahr noch mit einem Rückgang an Besuchern rechnen, falls es nicht gelingt, das 60 Meter hohe Riesenrad mit 336 Plätzen touristisch interessant zu machen, damit es sich von den anderen europäischen Riesenrädern abhebt.Herbert Kårlin
Um 16 Uhr, wenn die Dunkelheit Göteborg einhüllt, wird am Harry Hjörnes Platz die Lichterstadt Göteborg mit mehreren Multimediaereignissen und einem drei Kilometer langen Lichterschauspiel eingeweiht, das von Lilla Bommen bis nach Liseberg führt und Göteborg endgültig zur Weihnachtsstadt macht.Das Lichterspiel findet an mehreren Plätzen Göteborgs statt. So beginnt um 17 Uhr am Gustav Adolf Torg ein Fackelzug bis zum Götaplatsen, in Begleitung von 100 Chorsängern, dem Astronauten Christer Fuglesang und den Göteborger Luciakandidatinnen. Am Götaplatsen kann man dann Lucialiedern lauschen, ein Feuerwerk erleben, den diesjährigen Weihnachtsfilm an der Mauer des Kunstmuseums betrachten und erleben wie die Straßen plötzlich in Rot und Rosa getaucht werden.Wer dann in Lilla Bommen mit einer Wanderung entlang der drei Kilometer langen Lichterstrecke beginnt, entdeckt zuerst Bilder, die auf den Läppstiftet projiziert werden, entdeckt Lichterspiele an mehreren Häusern, findet eine Winterlandschaft mit dem singenden Weihnachtsbaum am Bältesspännareparken und kann, einige hundert Meter neben der Lichterstrecke, im Vasaparken, ein Lichtkunstwerk betrachten.Herbert Kårlin