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Montag, 6. Oktober 2014

Eid al-adha wird in Göteborg gefeiert

Als am Wochenende das islamische Opferfest Eid al-adha in der Göteborger Moschee auf Hisingen gefeiert wurde, eines der beiden wichtigsten Feste im islamischen Kalender, kamen so viele Gläubige aus Göteborg und dem Västra Götaland zu den Gebeten, dass die Gebete in mehreren Etappen gehalten werden mussten damit auch alle Wartenden daran teilnehmen konnten, ein Zeichen dafür, wie wichtig dieses Fest im Islam ist, das man am ehesten mit Weihnachten und Neujahr gleichzeitig vergleichen kann.

Anlässlich von Eid al-adha werden alle Probleme zwischen islamischen Gruppen vergessen und man konnte vor der Moschee eine Gemeinsamkeit finden, die anschließend für ein Jahr lang teilweise wieder vergessen wird. Das Familienfest, an dem Kinder mit Geschenken und Süßigkeiten überhäuft werden, ist der einzige Tag des Jahres an dem die Herkunft eines Gläubigen und die Glaubensrichtung keine Rolle spielen und der Besuch in der Moschee für jeden Moslem im Zentrum des Ereignisses steht.

Allerdings zeigt Eid al-hadar auch wie weit Religionen gesellschaftliche Gruppen und Kulturen trennen können, denn es gibt auch keinen Tag am dem man in Göteborg so viele voll verschleierte Frauen in schwarzem Burka sieht und so viele junge Frauen, die kaum ihr Gesicht zeigen, in keinem Fall jedoch die Haare, obwohl nirgends im Koran steht, dass dies ein religiöses Zeichen ist. Für viele Bewohner der Stadt ist dies das Zeichen einer missglückten Integration und schafft eine Angst vor einem parallelen islamischen Staat in Schweden, und leider geht keine der beiden Gruppen offen aufeinander zu um Unterschiede zu erklären und Gemeinsamkeiten hervorzuheben.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 7. Februar 2013

Die Zukunft des Göteborger Freihafens

Die politische Führung Göteborgs ist sich einig darüber, dass der Freihafen, der mittlerweile nur noch eine traurige Rolle in der Stadt führt und zudem restauriert werden muss, zur 400-Jahrfeier wieder ein attraktiver Ort sein soll, der zudem die beiden Seiten des Göta Älv näher bringen soll und nicht, wie bisher, eine Trennung darstellt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt eine internationale Ausschreibung vorgenommen.

Nun liegen die ersten Ideenpläne von renommierten Architekten vor, die im Älvrummet bei Lilla Bommen von der Allgemeinheit eingesehen werden können. Wer allerdings hofft Visionen zu finden, die für notwendigen Wohnraum sorgen werden, wird enttäuscht sein, denn vorerst haben sich die Architekten die einfacheren Teile vorgenommen, nämlich die Entwicklung von Grünflächen  und die Verbindung beider Seiten des Flusses für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Eines der Architekturbüros sieht vor allem Brücken drei bis vier Brücken, die von Lilla Bommen aus über den Freihafen nach Ramberget führen sollen und es ermöglichen dieses Gebiet vom Stadtzentrum aus innerhalb von fünf Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen und innerhalb von 15 Minuten auch zu Fuß. Ramberget ist bereits heute ein schwer erreichbares Ausflugsgebiet, das vor allem durch den Bau einer Moschee bekannt wurde.

Herbert Kårlin
 

Donnerstag, 31. Januar 2013

Göteborger Moschee kann Unterstützung verlieren

Als die Journalisten von Uppdrag granskning nach einem Jahr erneut die Moscheen Schwedens unter die Lupe nahmen um zu erfahren, ob sich Imame und Religionsführer an die schwedischen Grundregeln halten und Frauen die gleichen Rechte wie Männern garantieren, konnten sie feststellen, dass zwar Stockholm und Örebro von den kritisierten Imamen Abstand nahm, nicht jedoch Göteborg, das dem dortigen Imam volles Vertrauen aussprach, obwohl er voriges Jahr die Diskriminierung von Frauen verteidigte.

Als die Journalisten dieses Jahr die Arbeit in der größten Göteborger Moschee erneut untersuchten, so stellten sie fest, dass der islamische Informationsverein in der Moschee, der von der Stadt Göteborg finanziell unterstützt wird, selbst auf seiner Homepage die Diskriminierung der Frau vorschreibt. Ahmed Al-Afty verglich dort die Familie mit einem Boot in dem es nur einen Kapitän geben kann und dass die Engel eine Frau verbannen, die dem Mann Sex verweigert, eine Aussage, die eindeutiger nicht sein kann.

Erst nach dieser neuen Aufschlüsselung erklärt die Göteborger Sozialdemokratin Anna Johansson, die Verantwortliche für die Unterstützung des islamischen Vereins,  dass eine weitere finanzielle Unterstützung des Vereins in Frage gestellt ist, da er die Grundbedingungen für eine Unterstützung nicht erfüllt, da die Aussagen von Ahmed Al-Afty kaum von einer Gleichstellung von Mann und Frau sprechen. Dass diese Probleme bereits seit einem Jahr bestehen, scheint die Politikerin kaum zu stören, und sie vergisst dabei auch, dass nicht die Stadt das Problem verfolgte, sondern Journalisten.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Mai 2012

Göteborger Imam mit zwei Gesichtern

Als der Imam der größten Moschee Göteborges offiziell gefragt wird welchen  Rat er einer Frau gibt, die von ihrem Mann misshandelt wird, so antwortet er, dass sie zur Polizei gehen soll, da Mann und Frau nach dem Gesetz gleichgestellt sind und die Misshandlung eine Straftat ist. Die Sendung Uppdrag Granskning zeigte nun ein anderes Gesicht des gleichen Imam, der bei veränderter Situation ganz andere Antworten gibt.

Als zwei Frauen mit Niqab und versteckter Kamera ihn um Rat fragen, so hält er eine Misshandlung für das tägliche Brot, dem sich die Frau unterwerfen muss, zumindest so lange sie nicht um ihr Leben fürchten muss. Probleme werden seiner Meinung nach in der Familie geklärt. Dass Frauen deswegen unterdrückt werden, hält er für ein Märchen. Natürlich darf der Mann auch mehrere Frauen haben und die Frau darf ihrem Mann Sex nicht verweigern. Auch wenn diese Meinungen für moderne Schwedinnen nach Mittelalter klingen, so sind dies aktuelle Ratschläge, die eine moderne arabische Frau in der Göteborger Moschee erhält.

Sicher findet man tausend Gründe diese Aussagen des Göteborger Imam zu entschuldigen, denn er hat sein Studium vermutlich in einem arabischen Land gemacht, und schließlich kommen normalerweise auch nur gläubige Muslime zu ihm, die seine Meinung teilen. Vielleicht ist er auch nur einer der Extremisten, die das moderne Schweden verändern wollen oder nicht akzeptieren. Aber egal welche Meinung man vorschiebt, so muss ein Imam in Schweden auch über die rechtliche Situation in Schweden informiert sein. Und auch wenn sich der Imam missverstanden fühlen sollte, so gibt er allen, die den Islam als Gefahr für die schwedische Gesellschaft sehen, Argumente, die die Kluft zwischen Muslime und Christen nur vergrößern können.
Herbert Kårlin

Donnerstag, 18. August 2011

Göteborger Moschee fühlt sich bedroht

Auch wenn in der Göteborger Moschee am Ramberget in Hisingen mittlerweile alle Gerüste abgebaut sind und selbst der letzte Bauarbeiter zu einer neuen Baustelle gerufen wurde, sind die Schutzzäune um das Gebäude nach wie vor vorhanden, und werden auch in Zukunft nicht verschwinden, sondern von einem neuen Schutzzaun ersetzt werden, der eine klare Grenze setzt zwischen dem Gebiet der Moschee und seiner Umgebung.

Nach der Leitung der Moschee leben wir in einer unsicheren Welt und daher muss die Moschee mit Überwachungskameras und bedeutenden Vorkehrungen geschützt werden. So ausgiebige Schutzmaßnahmen findet man jedoch nicht nur an der Göteborger Moschee, sondern auch der Synagoge der Stadt, die beide damit zeigen wie gering die Akzeptanz der beiden Religionen in Göteborg gegenwärtig ist und wie wenig für das religiöse Zusammenleben mehrerer Kulturen getan wird.

Die nur 300 Meter von der Moschee entfernte Polizeistation teilt jedoch nicht die Meinung der Führung der Synagoge und sieht mittlerweile keinerlei Hassbild mehr gegenüber dem Gebäude und vergleicht die Situation mit der Moschee in Malmö, die in einem weitaus islamfeindlicheren Gebiet liegt, denn obwohl dort keine Zäune vorhanden sind, kommt es höchstens zu vereinzelten Schmierereien an der Außenmauer der Moschee.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. Mai 2011

Rechts-Demonstration gegen Moscheebau in Göteborg

Zahlreiche rechte Gruppen Schwedens rufen am Samstag zu einer Demonstration gegen den Moscheebau im Göteborger Stadtteil Hisingen auf, dessen Standort von Beginn an in der Diskussion stand. Allerdings können sich die rechten Gruppierungen nicht über eine gemeinsame Organisation entscheiden, da die Gruppen unterschiedliche Ziele haben.

Eines der größten Probleme unter den rechten Gruppen ist die Stellung zu Israel, denn während alle gemeinsam gegen die Ausbreitung des Islam und den Bau einer Moschee in Göteborg sind, so gehen die Meinungen in jüdischen Fragen weit auseinander, was dazu führt, dass die beiden Flügel nicht an einem gemeinsamen Demonstrationszug teilnehmen wollen.

Da am kommenden Samstag auch die Befürworter des Moscheebaus ihre Meinung ausdrücken wollen, indem sie für eine Multikultur in Göteborg demonstrieren und am gleichen Tag der Göteborgsvarvet statt findet, werden Polzeistärken aus Stockholm und Skåne in Göteborg erwartet.

Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Mai 2010

Massiver Protest gegen Moscheebau in Göteborg

Bereits im Mai 2011 sollte die Göteborger Moschee auf Hisingen fertiggestellt sein. Noch bevor jedoch, nach dem ersten Spatenstich im April, die Baugenehmigung rechtskräftig werden konnte, haben bereits 200 Göteborger gegen die Genehmigung geklagt, die nun von der Region Västra Götaland erneut geprüft werden muss.

Die Göteborger Bürger beschweren sich vor allem, weil man in einem Park eine Moschee errichten soll, in einer Gegend, in der es kaum Moslems gibt. Sie klagen auch, dass in dieser Grünanlage alle anderen Bauprojekte abgelehnt wurden und dann plötzlich eine Moschee entstehen darf. Selbst Befürworter einer Moschee nehmen bereits Abstand von diesem gigantischen Bauprojekt zu Füßen des Keillers Park.

Die moslemische Versammlung sieht bei der Ablehnung des Projekts weniger, dass sich Göteborger, die dort nicht einmal ein Gartenhaus bauen durften, sich in ihren Grundrechten gestört führen, sondern sehen die Einsprüche als Propaganda gegen den Islam und als politische Aktion gegen ihren Glauben, eine Situation, die die Verantwortlichen des Göteborger Bauamts jedoch voraussehen konnten.

Herbert Kårlin

Montag, 12. April 2010

Der Bau einer Moschee in Göteborg weckt Gefühle

Geplante Moschee (Modell der Architekten)

Bereits seit 16 Jahren soll eine zweite Moschee in Göteborg erbaut werden. Diese Woche erfolgt nun der erste Spatenstich, da die Finanzierung endgültig gesichert ist. Wegen der hohen muslimischen Bevölkerung in Göteborg wurde diese zweite Moschee geradezu eine Notwendigkeit. Zum einen liegt die bereits existierende Nasir Moschee in Höbsbo wenig zentral, sie ist zu klein, und zum anderen wird die dortige Lehre von der Mehrheit der Moslems in Göteborg nicht als klassische Lehre akzeptiert.

Während die Entscheidung zum Bau einer weiteren Moschee auf Hisingen eine gute Entscheidung war, so war die Platzwahl vermutlich eine Fehlentscheidung, die rechtsextremen Parteien die Karten in die Hände spielt und zukünftige Auseinandersetzungen geradezu einkalkuliert. Direkt zu Fuße des Rambergets im Keillers Park wird die neue Moschee stehen, an und teilweise in einem der schönsten historischen Parks Göteborgs und besser sichtbar als jedes andere religiöse Bauwerk Göteborgs.

Kein Wunder daher, dass rechte Gruppen Göteborgs am Sonntag zu einer Demonstration aufriefen und 150 Personen zu Füßen des Parkes sammeln konnten. Ebenso normal, dass sich dann eine 400 Personen starke Gegendemonstration bildete und die Polizei alle Hände zu tun hat die beiden Gruppen auseinander zu halten. Die Platzwahl für die Moschee führte jedoch dazu, dass die rechten Gruppen keine rassistischen Motive benutzen mussten, sondern sich für die Erhaltung des Parkes einsetzen, was ihnen zahlreiche Sympathisanten zuführt, die eine religiöse oder rassistische Auseinandersetzung meiden würden.

Herbert Kårlin

Samstag, 5. Dezember 2009

Zwei neue Moscheen geplant in Göteborg

75% der Göteborger sind dem Bau von Moscheen aufgeschlossen, zumindest so lange diese Moscheen über keine Minarette verfügen, die nur von weniger als der Hälfte der Bürger akzeptiert werden. Es ist daher vor allem das äußere Erscheinungsbild, auf das Schweden reagieren und weniger die Moschee als solches.

In Göteborg wohnen zur Zeit rund 40.000 Moslems, die 35 verschiedenen Gemeinden angehören, die in der Lehre teils erheblich voneinander abweichen, und häufig noch alte Hallen als Moschee benutzen. Unter den bereits vorhandenen Moscheen befindet sich jedoch auch die Nasirmoschee in Högsbohöjd, die die älteste Moschee Schwedens ist und bereits im Jahre 1976 erbaut wurde.

Im nächsten Jahr werden nun zwei weitere Moscheen in Göteborg errichtet, eine auf Hisingen, die Dank saudischer finanzieller Unterstützung ermöglicht wurde und eine kleinere Moschee, die einen früheren Bau ersetzen soll. Beide Moscheen integrieren sich in die schwedische Bauweise und sind daher von Außenstehenden nur wenig von den umliegenden Gebäuden zu unterscheiden.

Herbert Kårlin