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Dienstag, 8. April 2014

Volvo gründet Privatuniversität in Göteborg

Gestern gründete der schwedisch-chinesische Autohersteller Volvo in Göteborg eine eigene Privatuniversität, die sich allerdings nicht an die Allgemeinheit richtet, sondern ausschließlich an Angestellte des Unternehmens, die in verschiedenen Ausbildungsbereichen mit unterschiedlicher Ausbildungsdauer gezielt für die Bedürfnisse Volvos ausgebildet werden, auch wenn sich die angebotenen Ausbildungen im Niveau den staatlichen Universitäten anpassen.


Volvo will mit dieser Universität allen Angestellten des Unternehmens weltweit die Möglichkeit zu einer qualifizierten Fortbildung bieten. Neu bei diesem Konzept ist allerdings, dass auch Arbeiter und Angestellte Zugang zu diesen Ausbildungen haben werden und nicht nur Ingenieure oder hoch spezialisierte Arbeiter. Da die ersten Ausbildungen erst in wenigen Wochen beginnen werden, ist das Auswahlverfahren für diese universitären Ausbildungen bisher unbekannt.

Die firmeninterne Ausbildungen stehen theoretisch allen fest bei Volvo angestellten Personen zur Verfügung und werden voraussichtlich dazu führen, dass Volvo seinen gesamten Nachwuchs intern ausbilden wird und damit Spitzenkräfte schaffen kann, das, je nach Ausbildung, vertraglich langfristig an Volvo gebunden sein wird. Die Ausbildungen und Ausbildungspläne werden den Angestellten Volvos in Kürze über Intranet zur Verfügung stehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Volvo in Göteborg bricht die Regeln der UN

Die Organisation Swedwatch behauptet in ihrer neuesten Studie, die die Afrikagruppe der Svenska Kyrkan beauftragt hat, dass der Göteborger Autokonzern Volvo, neben anderen schwedischen Großunternehmen wie Atlas Copco, Sandvik und Scania, bei seinen Geschäften gegen die Regeln der UN verstößt nach denen jedes Unternehmen verhindern muss, dass in der Kette der Zulieferern oder Kunden die Menschenrechte gebrochen werden. Falls dies der Fall ist, so muss das Unternehmen aktiv an der Verbesserung arbeiten.

Nach der Studie von Swedwatch kauft der Volvo-Konzern Katalysatoren für seine Fahrzeuge bei denen Platin aus den Bergwerken Südafrikas verwendet wird. Volvo arbeitet zwar nicht direkt mit Südafrika, aber den Geschäftsführern ist bekannt, dass die Zulieferer des Konzern Platin aus den Grüben Südafrikas verwenden, aus Gruben bei denen die UN regelmäßig Verstöße gegen die Menschenrechtskonvention feststellt.

Nach Swedwatch geben sämtliche betroffene Unternehmen an, dass sie an der Verbesserung der Arbeitssituation der Grubenarbeiter Südafrikas arbeiten, auch wenn sie die entsprechenden Beweise nicht liefern wollen. Volvo antwortet sogar weitaus unkonkreter und schreibt, dass seit 2008 ein ständiger Dialog existiert, der dazu führen soll, dass in Gruben von denen die Zulieferer ihr Platin beziehen, keine Missachtung der Menschenrechte mehr vorkommen soll, auch wenn innerhalb von fünf Jahren noch keine Ergebnisse zu sehen sind. Der Dialog führt jedenfalls fort.

Herbert Kårlin

Dienstag, 8. Oktober 2013

Västtrafik stellt Arbeiterbusse ein

Die öffentlichen Verkehrsmittel Västtrafik in Göteborg haben die Neigung Entscheidungen zu treffen, die außer den Geschäftsführern und der Stadtführung niemanden erfreuen oder zufriedenstellen. Ein unüberlegtes Bezahlsystem, rostende Straßenbahnen, ständige Preissteigerungen und „Überfallkomandos“, die nach Schwarzfahrern suchen, sind nur einige der Beispiele mit denen sich Västtrafik deutlich bemerkbar macht.


Nun hat sich die Geschäftsführung zur Abwechslung einmal nur eine eingegrenzte Schicht an Nutzern ausgewählt um ihnen das Leben schwieriger zu machen, denn die Busse, die bisher die Arbeiter rechtzeitig zur Schicht zu den Volvo-Fabriken brachten und sie von dort nach Arbeitsschluss wieder in die Stadt brachten, werden eingestellt, da sie unrentable sind, was auch normal ist, da Arbeiter ja zwischen den Fahrten auch einige Stunden am Arbeitsplatz verbringen müssen.

Da Volvo keinen eigenen Zubringerdienst für die Arbeiter hat, rät Västtrafik nun den Arbeitern eben zu den verschiedenen Schnellbussen zu greifen, die in Zukunft bei Volvo halten werden. Auch wenn die neuen Haltestelle logisch scheinen, so bedeutet dies dennoch, dass die Schnellbusse völlig andere Strecken fahren und von den Arbeitern fordern, dass sie bisweilen zweimal umsteigen müssen und statt 20 Minuten nun 45 Minuten im Bus sitzen müssen. Das Ergebnis dürfte voraussehbar sein: Trotz Maut werden viele unter den Arbeitern nun mit dem Auto zur Arbeit fahren um die Steuereinnahmen Göteborgs zu verbessern.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Volvo und Göteborg ziehen nicht am gleichen Strang

Der Kommunikationsdirektor des Göteborger Autoherstellers Volvo war bestürzt als er vernehmen musste, dass die Stadt Göteborg in Brüssel deutlich zeigte, dass die Stadtverwaltung das Auto negativ sieht und propagiert, dass die Göteborger ihre Fahrzeuge zu Hause lassen sollen, was man auch damit übersetzen kann, dass Autos als überflüssig angesehen werden, da es öffentliche Verkehrsmittel gibt. Natürlich weisen die führenden Politiker diese Aussage zurück, denn Volvo ist einer der wichtigsten Arbeitgeber Göteborgs.


In der Tat will jedoch die Stadtverwaltung alle Autos aus der Stadt verbannen, was sich nicht nur an der ständig geringer werdenden Anzahl an Parkplätzen und den Parkzeiten von maximal 30 Minuten in der Innenstadt zeigt, sondern auch an der aggressiv geführten Umweltpolitik. Sicher muss die Luft in der Stadt besser werden, aber dies ist kaum möglich, so lange 45 Prozent der Bewohner sagen, dass sie auf ihre Autos angewiesen sind, da die öffentlichen Verkehrsmittel vollkommen unsinnig geplant sind und keine Alternative bieten. Zudem liegen alle Einkaufszentren außerhalb der Stadt, die nur mit einem Auto anzufahren sind.

Dass ausgerechnet Göteborg eine autofeindliche Politik betreibt, ist ohnehin ein problematisches Thema, denn Steuern und Arbeitsplätze bietet vor allem Volvo, der Autohersteller der Stadt. Ohne Volvo werden sich die finanziellen Probleme der Stadt, die auch die Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel bei etwa 1000 Kronen für die Innenstadt sieht, nur noch größer, denn die gigantischen Projekte der Stadt für Infrastruktur und 400-Jahresfeier hängen von den Einnahmen ab, also vom Verkauf von Autos, auch nach Göteborg.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 20. Mai 2013

Historische Fahrzeuge im Göteborger Liseberg

Wenn am 4. Juni um 11 Uhr 30 die modernisierte Version des Kinderkarussells mit verschiedenen Automobilen eingeweiht wird, so versteckt sich hinter der neuen Attraktion eine Besonderheit, denn in der Tat handelt es sich bei den neuen Fahrzeugen um eine Zusammenarbeit zwischen dem Vergnügungspark Liseberg und dem Autohersteller Volvo.

Die Attraktion, die sich „Großvaters Auto“ nennt, besteht nur aus Fahrzeugen, die den Modellen der 30-er Jahre nachempfunden wurden. Das neue Karussell, das man an einem sehr zentralen Ort Lisebergs findet, besteht aus acht historischen Lastwagen und vier Bussen, die damit ein Stück der schwedischen Automobilgeschichte in den Vergnügungspark bringen.

Während der Fahrt und dem Vergnügen erfahren die Kinder auch eine ganze Menge über die Geschichte der Automobile und werden über Verkehrssicherheit aufgeklärt. Nach Ende der Rundfahrt können nicht nur die Fahrer der historischen Fahrzeuge, sondern auch alle Passagiere einen „Führerschein“ mit Foto abholen, der belegt, dass man die von Volvo und Liseberg angebotene Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen hat. Die Attraktion ist für Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren geeignet.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Februar 2013

Volvo plant Forschungszentrum in Göteborg

Geely, der Besitzer von Volvo-Personenwagen, plant in Göteborg ein Forschungszentrum zum Fahrzeugbau aufzubauen, das sich sowohl mit der Zukunftsentwicklung der chinesischen Geely-Fahrzeuge als auch der Volvo-Fahrzeuge beschäftigen soll und sich im obersten Bereich der Fahrzeugforschung ansiedelt. In diesem Zentrum, das sich im Science Park in Lindholmen befinden wird, sollen schwedische und chinesische Ingenieure Hand in Hand arbeiten.

Gleichzeitig während Volvo-Personenwagen rund 1000 Beschäftigte entlässt, sucht das Forschungszentrum bereits 200 hochqualifizierte Fahrzeugingenieure aus beiden Ländern. Die Leitung des Forschungszentrums, das ab Ende 2013 einsatzbereit sein soll, wird Mats Fägerhag übergeben, der bereits bei Volvo Cars in Göteborg Direktor der Produktionsstrategie war, einer Abteilung, die erst vor wenigen Tagen durch die Präsentation der neu überarbeitenden 60er Serie in die Öffentlichkeit trat.

Das Forschungszentrum in Lindholmen soll insbesondere an der modulären Bauweise von Luxusfahrzeugen arbeiten, damit die Bauteile bei den verschiedensten Fahrzeugen der beiden Unternehmen angewendet werden können und daher weder auf eine bestimmte Marke noch ein bestimmtes Modell begrenzt ist. Aber auch die Kosten der Teile sollen so niedrig wie möglich gehalten werden und dennoch dem internationalen Markt gerecht werden. Das technische Niveau dieser Bauteile muss dem Spitzenniveau angepasst sein.

Herbert Kårlin

Samstag, 2. Februar 2013

Das Volvo Ocean Race kommt nach Göteborg

Gestern wurde die Entscheidung offiziell bekannt gegeben, das Volvo Ocean Race wird sowohl im Jahre 2015 als auch im Jahre 2018 sein Ziel in Göteborg haben und die Stadt erneut auf die Karte der wichtigsten Segelereignisse der Welt setzen. Bereits zweimal war Göteborg das Ziel des Rennens, nämlich 2002 und 2006, was jeweils eine bedeutende Menge an Zuschauern aus ganz Europa anzog.

Das zwölfte Volvo Ocean Race wird im Jahre 2014 im spanischen Alicante an den Start gehen und nach einem Jahr in Göteborg im Ziel ankommen. Auch wenn noch nicht alle Gasthäfen festliegen, so ist sicher, dass die Reise nach Recife in Brasilien und nach Auckland in Neuseeland gehen wird und das legendäre Kap Horn umrundet werden muss, was so mancher Equipe Schwierigkeiten bereiten kann.

Die Stadt Göteborg wird das Ereignis 25 Millionen Kronen kosten, ein Budget, das bisher in keiner Weise eingerechnet wurde. Sponsoren finanzieren dann weitere 40 Millionen Kronen. Bisher ist ein einziges schwedisches Boot zum Volvo Ocean Race  2014/15 angemeldet. Und es handelt sich nicht um irgend ein Boot, sondern ein Boot der SCA (Svenska Cellulosa Aktiebolaget) mit einer weiblichen Equipe, was sicher eine besondere Aufmerksamkeit erregen wird, wobei alle Schweden hoffen werden, dass es die segelnden Damen auch ins Ziel in Göteborg schaffen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. August 2012

Volvo lädt in Göteborg zu Musikfestival

Nachdem Volvo am 5. September weltweit seinen neuen Lastwagen Volvo FH vorführt, der auf Youtube bereits einen gewissen Erfolg zeigte, wird das Unternehmen am 8. September in Göteborg auch zu einem musikalischen Minifestival einladen, das mittags um zwölf Uhr mit einem Drahtseilakt beginnt und gegen Mitternacht mit den letzten Künstlern ausklingt. Die Idee zu diesem Festival kam Volvo über die Rolling Stones, die 1975 von der Ladefläche eines Lastwagens aus ein Konzert in New York gaben.

Wenn man Volvo fragt, was denn Lastwagen mit einem Musikfestival zu tun haben, so lautet die Antwort, dass es ohne Lastwagen keine Konzerte gäbe, da das gesamte Bühnenmaterial mit Lastwagen transportiert wird. Und um die Qualität der neuen Volvo FH zu beweisen, will Faith Dickey am Götaplatsen auch versuchen einen Weltrekord im highlining zu brechen, ein Ereignis, das erneut tausende von Zuschauern auf die Straße locken wird und Volvo-Fans zu Youtube lockte.

Um 14 Uhr 30 beginnt dann der musikalische Teil des Festivals am Bältesspännarparken, wo drei schwedische Artisten nacheinander für das Publikum kostenlose Konzerte bieten werden. Ab 16 Uhr 30 wird die Szene dann an den Kanaltorget (Lilla Bommen) verlegt, wo fünf weitere kostenlose Konzerte mit schwedischen Künstlern geboten werden. Unter den Künstlern findet man, unter anderem, auch Marit Bergman, Timbuktu und die vielversprechenden Newcomer Rebecca & Fiona.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 10. Mai 2012

Testprojekt für Elektroautos in Göteborg vor dem Aus

Bei einer Zusammenarbeit zwischen Volvo Personenwagen und seiner Tochtergesellschaft Sunfleet sollte in Göteborg ein Autopool mit ausschließlich Elektroautos entstehen, die man an einer gut gelegenen Stelle abholen kann, um dann zu seinem Ziel zu fahren und das Fahrzeug dort in nächster Nähe des Ziels wieder abgeben kann. Zu Beginn sollten auf diese Weise 40 Elektroautos in Göteborg unterwegs sein und den Kunden die Vorteile eines elektrischen Antriebs näher bringen.

Nach fünf Monaten Vorbereitung und einer staatlichen Unterstützung in Höhe von 750.000 Kronen will nun Sunfleet das Projekt niederlegen, da in den Augen der Geschäftsleitung das Vorprojekt nicht überzeugend genug war. Die Folge davon ist, dass nun Volvo auch die 40 geplanten Fahrzeuge dem Pool nicht zur Verfügung stellen will, auch nicht, wenn eine andere Firma das Projekt weiterführen will.

Da das Projekt bereits im kommenden Jahr starten sollte, kann man es nun als gescheitert betrachten. Das Projekt stand jedoch von Beginn auf wackeligen Beinen, da die schwedische Bevölkerung nicht gerade enthusiastisch auf Elektroautos reagiert und für einen Erfolg des Projekts bereits 4000 Nutzer in Göteborg nötig sind, und dies bei gerade einmal 400 Elektroautos, die bisher in ganz Schweden verkauft wurden, vermutlich deshalb, weil Batterien den nordischen Winter nur mäßig verkraften.
Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. März 2012

Volvo glaubt nicht an europäisches Umweltziel

Stefan Jacoby erklärte während eines Seminars in Brüssel, dass das europäische Ziel, nach dem sich im Jahre 2030 in allen europäischen Städten die Anzahl der konventionellen Fahrzeuge halbieren soll, unrealistisch, sollten nicht sämtliche Staaten sinnvolle Steuervorteile für die Käufer der Autos anbieten und bedeutende Summen in die Forschung, mit anderen Worten in die Autoindustrie, stecken.

Vor allem in der Entwicklung von Elektroautos müssen nach Jacoby erhebliche Gelder in die Forschung gesteckt werden, da wegen der gegenwärtig begrenzten Möglichkeiten weltweit gerade einmal 50.000 mit Strom betriebene Autos verkauft wurden. Gegenwärtig investiert China bereits 15 Milliarden Dollar in die Forschung allgemeiner Autotechnik, eine Summe die weit über jener liegt, die Europa oder die USA in die entsprechende Forschung investiert.

Gleichzeitig zeigen die Statistiken von Volvo Personenwagen, dass das Unternehmen bereits 15 verschiedene Automodelle anbietet, die europaweit als umweltfreundlich gelten, also entweder alternativen Treibstoff akzeptieren oder aber weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Im Jahr 2010 war der neue Volvo V50 DRIVe Schwedens meistverkaufte umweltfreundliche Fahrzeug, was dazu führt, dass Volvo bereits zum dritten Mal in der Folge das Unternehmen ist, das am meisten umweltfreundliche Fahrzeuge verkaufte.

Herbert Kårlin

Samstag, 18. Februar 2012

Göteborg setzt auf Elektroautos

Nicht nur die schwedische Autoindustrie, insbesondere das Göteborger Unternehmen Volvo, spricht vom Durchbruch der Elektroautos in den kommenden Jahren, sondern auch die Stadt Göteborg will verstärkt in umweltfreundliche Elektroautomobile setzen und am kommenden Donnerstags über eine entsprechende Strategie diskutieren und damit die Zukunft dieser Technik stützen, was allerdings auf Kosten der Steuerzahler geht.

Bereits in den 90er Jahren setzte Göteborg in Elektroautos und wollte, mit staatlicher finanzieller Unterstützung, bis zum Jahr 2000 rund 1000 Elektrofahrzeuge in Göteborg sehen. Die Satzung wies sich als Flop heraus, denn selbst Ende des Jahres 2011 waren gerade einmal 66 elektrische Personenwagen in Göteborg registriert. Die Infrastruktur, die Anfälligkeit der Fahrzeuge und Probleme mit dem Laden der Batterien bremsen das Projekt bis heute.

Nun verlässt sich Göteborg erneut auf die optimistischen Schätzungen staatlicher Ämter, die davon sprechen, dass zum Jahr 2030 bereits zehn Prozent der Fahrzeuge mit Strom angetrieben werden, obwohl man nicht davon ausgeht, dass 2030 Elektrofahrzeuge, ohne Nachladung, über einen großen Radius verfügen werden und Strompreise, trotz Kernenergie, vermutlich steigen. Ab Frühjahr wird Göteborg nun eine Ladestation im zentralen Göteborg einrichten und im Laufe des Jahres auch kostenlose Parkplätze für Elektrofahrzeuge schaffen. Auch die ersten Elektrobusse mit Schnellladeeinrichtung an Endhaltestellen werden nun getestet und städtischen Angestellten sollen Elektrofahrräder angeboten werden, damit sie Muskelkraft sparen können.

Herbert Kårlin

Sonntag, 27. November 2011

Sklavenlöhne für Lastwagenfahrer bei Volvo

Wie die Zeitung des Gewerkschaftsverbands LO aufdeckte, werden bei Volvo Lastwagen für die Lieferung der Fahrzeuge an die Kunden bulgarische Fahrer beschäftigt, die gerade einmal 1000 Kronen im Monat verdienen. Bei diesem Lohn müssen die Fahrer die Lastwagen in ganz Schweden ausliefern, arbeiten 30 Tage im Monat und oft 80 Stunden die Woche.

Die rund 200 angestellten Fahrer bekommen zu ihrem Monatslohn noch eine einmalige Zahlung in Höhe von 9600 Kronen, damit die Fahrer ihre Reisekosten und aus Bulgarien bezahlen können. Diese Ausbeutung ist möglich, da Volvo Lastwagen die Fahrer nicht selbst beschäftigt, sondern damit die norwegische Transportfirma Olsen & Terra Transport Skandinavia beauftragt, die ihrerseits ebenfalls mit einem Unterhändler arbeitet.

Die Verträge mit den Lastwagenfahrern werden von einer bulgarischen Zeitarbeitsfirma ausgehandelt, die für jeden Fahrer die in Skandinavien üblichen Löhne berechnet ohne sie jedoch an die Fahrer weiterzugeben. Volvo Lastwagen will zu dieser Situation gegenwärtig keinerlei Stellung nehmen, sondern die Lage der Fahrer erst überprüfen um dann, gegebenenfalls, Konsequenzen daraus zu ziehen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. Juni 2011

Umweltzone verbietet Autos in Göteborg

Bereits im Jahre 2007 führte Göteborg eine Umweltzone in der Innenstadt ein, die bisher jedoch nur für schwere Lastwagen gilt. Ab 2012 werden auch normale Fahrzeuge davon betroffen sein, auch wenn mehrere Durchgangsstraßen am Rande des Zentrums wegen dem internationalen Verkehr und dem Warentransport ausgenommen sind und die Maßnahme daher nur relativ wenig Einfluss auf die Luftqualität in der Stadt haben wird.

Ab 2012 soll die Umweltzone dann stufenweise von Europaklasse 2 auf Europaklasse vier ausgedehnt werden, wobei das Straßenverkehrsamt in Göteborg keinerlei Ausnahmegenehmigungen erteilen will. Bereits ab nächstem Jahr werden in der Innenstadt nur noch Fahrzeuge verkehren dürfen, die weniger als 250 g CO2 pro Kilometer ausstoßen, was bedeutetet, dass nur noch Fahrzeuge, die ab 1996 gebaut wurden, auch mit Sicherheit die Innenstadt befahren dürfen.

Ab 2016 müssen Fahrzeuge für eine Fahrgenehmigung in der Innenstadt dann weniger als 210 g/km ausstoßen und ab 2020 reduziert sich der Wert auf 180 g/km. Die am 2020 geforderten Werte werden auch von heute gebauten, grösseren Fahrzeugen nur in wenigen Fällen eingehalten, wobei insbesondere auch noch zahlreiche neue Volvos weit von diesem Wert entfernt sind.

Herbert Kårlin

Montag, 27. Dezember 2010

Volvo in Göteborg wieder im Aufwind

Volvo plant im nächsten Jahr wieder mehr Autos zu bauen. Das Göteborger Unternehmen mit chinesischem Eigner will im Jahr 2011 wieder 400.000 Autos verkaufen, was gleichzeitig bedeutet, dass die Firma im kommenden Jahr 500 neue Arbeitsplätze schaffen wird, sowohl im Dienstleistungsbereich als auch in der Fertigung.

Gleichzeitig sind jedoch auch einige Veränderungen zu erwarten, da Volvo in Zukunft auf weniger Produkte setzten will, die jedoch in hochklassigen Versionen auf den Markt kommen werden. Das Unternehmen setzt dabei auf Luxus in skandinavischer Verpackung, Anwenderfreundlichkeit und Sicherheit.

Der Verkauf der zukünftigen Volvos richtet sich an einen internationalen Markt der gehobenen Klasse, wobei auch der amerikanische Käufer neu erobert werden soll. Volvo wird, nach Geschäftsführer Stefan Jacoby, in Zukunft wieder ein internationales Symbol für Wohlstand sein und den Fahrern der Fahrzeuge ein gewisses Prestige verleihen.

Herbert Kårlin

Freitag, 14. Mai 2010

Erfolg für Volvos Hybridbusse in Göteborg

Seit einem Jahr ist nun ein Testbus von Volvo mit Hybridtechnik in Göteborg unterwegs. Nach 12 Monaten liegen nun die ersten Werte vor, die belegen, dass der Dieselverbrauch bei diesem zukunftsweisenden Verkehrsmittel um über 30% geringer ist als bei sonst üblichen Bussen und Feinstaub-, sowie Stickoxidwerte (NO) sich um die Hälfte reduzierten.

Die Technik der Busse ist im Verhältnis relativ einfach, da ein kleiner Dieselmotor und ein Elektromotor koordiniert zusammenarbeiten. Bei jedem Bremsmanöver läd sich dabei die Batterie auf, an den Haltestellen schaltet der Dieselmotor ab, wobei der Elektromotor dann anfährt und die Beschleunigung bis auf etwa 20 km/h übernimmt, bevor sich der Dieselmotor wieder zuschaltet.

Insgesamt waren im letzten Jahr zwölf dieser Busse in Schweden, Norwegen, Dänemark, Deutschland, der Schweiz und in England unterwegs und wiesen überall die gleichen Ergebnisse auf, wobei die bisherigen Werte durch ein verändertes Fahrverhalten und eine Schulung der Fahrer noch verbessert werden kann. Auf Grund dieses positiven Ergebnisse wird Volvo nun in kurzer Zeit mit der ersten Standardserie der Busse beginnen.

Herbert Kårlin

Freitag, 7. Mai 2010

Ungewollter Crashtest mit Volvo S60 in Göteborg


Als am Donnerstag Volvo seinen verkehrssicheren Volvo S60 weltweit als Sicherheitsauto vorstellen wollte, das in der Lage ist beim Auftauchen von Hindernissen selbständig zu bremsen und damit Unfälle zu verhindert, fuhr das Fahrzeug auf dem Volvo-Testgelände ungebremst auf einen stehenden Lastwagen auf. Da eine Puppe als Fahrer diente, kam es zu keinen Verletzten.

Nachdem bereits rund 400 Tests erfolgreich endeten und der S60 dabei immer rechtzeitig zum Stehen kam, bleiben nun viele Fragen offen. Sicher ist, dass dieser Test vor der Weltpresse beweist, dass man mit absoluter automatischer Sicherheit auch beim Volvo S60 nicht rechnen kann und ein Fahrer immer noch Reaktionsfähigkeit haben muss und für Fahren und Bremsen selbst verantwortlich ist. In dieser Hinsicht kann man diesen Test daher selbst als erfolgreich betrachten.

Die Ursache für den Crash ist unbekannte, zumal nur ein Kleinigkeit bei der Vorbereitungen des Tests ungewöhnlich war. Da die Batterie des S60 vor dem Test entladen war, wurde sie im Schnellverfahren geladen, was unter Umständen zur Funktionsstörung führen konnte. Ob die rote Lampe am Armaturenbrett, die den Fahrer auf Störungen im elektronischen System hinweist, funktionierte, konnte die Puppe leider nicht beantworten.

Herbert Kårlin

Sonntag, 20. Dezember 2009

Endgültiger Vorschlag für die Straßenmaut in Göteborg

Damit die Einführung der Straßenmaut nicht länger als notwendig in Verzug kommt hat nun das Straßenverkehrsamt in Göteborg seinen endgültigen Vorschlag eingereicht, der in der Tat aus zwei leicht abweichenden Alternativvorschlägen besteht. Nun ist es an der Stadtverwaltung darüber zu diskutieren und die sinnvolle Lösung zu finden.

Nach Aussagen der Stadtverwaltung können auch Einsprüche gegen die Straßenmaut dessen Einführung nicht verhindern, sondern nur verzögern, da notfalls andere Wege gesucht werden, um Göteborg die nötigen Einnahmen aus dieser neuen Steuer zu sichern, da es nicht nur um die Luftverbesserung geht sondern um ein Infrastrukturpaket.

Um die Innenstadt zu entlasten sind rund 40 Zahlstellen nötig, wobei außer der Zone selbst auch die Befahrung der Göta Älvbron und des Tingstadstunnels zusätzlich steuerpflichtig wird. Die einzige Kostenbegrenzung liegt darin, dass Mehrfachbenutzer der Zahlzonen täglich maximal 60 Kronen bezahlen müssen, damit Berufsfahrer nicht über die Massen belastet werden.

Nach dem endgültigen Vorschlag müssen Personenkraftwagen und Lastwagen die gleiche Abgabe in Höhe von 10 Kronen pro Zahlstelle bezahlen. Damit auch ausländische Lastwagen die Steuer bezahlen müssen wurde ein Gesetzesentwurf vorbereitet. Die Straßenmaut wird zwischen 6 Uhr 30 und 18 Uhr 29 fällig, wobei das Wochenende und der Monat Juli abgabenfrei werden. Damit die Randzonen Göteborgs nicht stärker mit Kohlendioxid und Feinstaub belastet werden wird auch das Befahren der Älvborgsbron gebührenpflichtig, was in der Regel jedoch immer noch eine Ersparnis einbringt, da sich hier nur eine Zahlstelle befindet, während die Durchfahrt durch Göteborg in der Regel, wegen Göta Älvbron und Tingstadstunnel, das doppelte kosten wird.

Der Aufbau der 40 Zahlstellen wird voraussichtlich bei 800 Millionen Kronen liegen, die jährliche Aufrechthaltung dann weitere 320 Millionen verschlingen, wobei die Einnahmen jedoch gerade einmal das doppelte dieser Summe ausmachen und eine Rentabilität der Straßenmaut nicht vor 2018 oder 2019 zu erwarten ist. Straßenverkehrsamt und Stadt rechnen bei Einführung der Straßenmaut mit etwa 10% weniger Verkehr in der Innenstadt und profitieren vor allem von den Arbeitern bei Volvo, die auf der „falschen Seite“ des Göta Älv wohnen.

Herbert Kårlin

Montag, 21. September 2009

Eine Woche ohne Auto zur Arbeit - Nya Vägvanor in Göteborg

Vergiss nicht dein wichtigste Transportmittel: Die Füße. Unter diesem Motto steht zum dritten Jahr eine Aktion von Nya Vägvanor, einem Projekt der Stadt Göteborg. Das Ziel ist so viele Menschen wie möglich zu finden, die während einer Woche ihr Auto zu Hause lassen wenn sie zur Arbeit fahren und damit eine neue Gewohnheit annehmen sollen.

Voriges Jahr nahmen 17.800 Personen an der Aktion teil. Dieses Jahr hofft man auf mindestens 20.000 Personen, die während dieser Woche zumindest einmal ein anderes Verkehrsmittel wählen als ihr Auto. Natürlich hofft die Stadt, dass bei dieser Aktion ein möglichst großer Kreis die Vorteile der öffentlichen Verkehrsmittel entdeckt, aber auch jeder, der zu Fuß geht oder sein Fahrrad aus der Garage holt wird als Gewinn gerechnet.

Damit ein Teilnehmer der Aktion gezählt werden kann muss er sich auf eine der Listen eintragen, die in Göteborg zirkulieren. Die Unterstützung kommt auch von Firmen wie Ericsson AB und Volvo IT, die sonst wenig für solche Aktionen bekannt sind. Bei kleineren Firmen ist es oft die gesamte Belegschaft, die Nya Vägvanor unterstützt. Zwischen dem 21. und dem 27. September sieht man daher voraussichtlich weitaus mehr Fahrräder auf den Straßen Göteborgs denn je.

Herbert Kårlin