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Bereits im Juli des Jahres gab der Göteborger Stadtrat bekannt, dass Göteborg am 22. September wieder am internationalen autofreien Tag teilnimmt, wenn auch nicht damit, dass in der Stadt weniger Autos verkehren sollten, sondern damit, dass das Straßenverkehrsamt die Bewohner darüber informieren sollte, dass sie mehr zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrräder greifen sollen.Wer nun am gestrigen Tag nach einem einzigen Zeichen zum autofreien Tag in Göteborg suchte, musste sehr lange suchen, ohne jedoch fündig zu werden, denn nicht an einer einzigen Stelle der Stadt waren Plakate oder andere Hinweise zu finden, die man als zusätzliche Information oder als Aufruf betrachten konnte. Der autofreie Tag war in Göteborg ein Tag wie jeder andere.Als nun die Sprecherin der Grünen Göteborgs, Kia Andreasson, das Straßenverkehrsamt nach den Aktionen zum Tag fragte, so bekam sie zur Antwort, dass man in einzelne Maßnahmen keine Gelder stecken kann, das Straßenverkehrsamt jedoch täglich daran arbeitet den Autoverkehr zu reduzieren. Man könnte natürlich auch mit anderen Worten sagen, dass sich das städtische Straßenverkehrsamt nicht für Entscheidungen des Stadtrates interessiert, sondern, wie so üblich in Göteborg, eben arbeitet wie es genehm scheint.
Herbert Kårlin
Nach Informationen der Göteborger Tageszeitung GP plant das Verkehrsamt der Stadt sämtliche Parkplatz-Sondergenehmigung für umweltfreundliche Fahrzeuge aufzuheben und nur noch neuen Fahrzeugen, die sehr strengen Regeln unterliegen, ein günstiges Parken in der Innenstadt ermöglichen.Wer bis voriges Jahr ein umweltfreundliches Auto gekauft hat, wird in Zukunft statt 65 symbolischen Kronen für eine dreijährige Anwohner-Parkgenehmigung 600 Kronen pro Monat bezahlen müssen, eine Maßnahme, die Autofahrer dazu zwingen soll die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.Da jeder zweite Göteborger voriges Jahr ein umweltfreundliches Fahrzeug erworben hat, hält die Stadt jedes weitere Lockmittel für überflüssig. Die neuen Bedingungen, die ein verbilligtes Parken ermöglichen, wird nur noch rund 1000 Autos betreffen und nicht mehr 25.000 wie bisher. Die neuen Parkregeln werden der Stadt Göteborg einen Geldsegen von mehreren Millionen Kronen bescheren.Herbert Kårlin
Volvo plant im nächsten Jahr wieder mehr Autos zu bauen. Das Göteborger Unternehmen mit chinesischem Eigner will im Jahr 2011 wieder 400.000 Autos verkaufen, was gleichzeitig bedeutet, dass die Firma im kommenden Jahr 500 neue Arbeitsplätze schaffen wird, sowohl im Dienstleistungsbereich als auch in der Fertigung.Gleichzeitig sind jedoch auch einige Veränderungen zu erwarten, da Volvo in Zukunft auf weniger Produkte setzten will, die jedoch in hochklassigen Versionen auf den Markt kommen werden. Das Unternehmen setzt dabei auf Luxus in skandinavischer Verpackung, Anwenderfreundlichkeit und Sicherheit.Der Verkauf der zukünftigen Volvos richtet sich an einen internationalen Markt der gehobenen Klasse, wobei auch der amerikanische Käufer neu erobert werden soll. Volvo wird, nach Geschäftsführer Stefan Jacoby, in Zukunft wieder ein internationales Symbol für Wohlstand sein und den Fahrern der Fahrzeuge ein gewisses Prestige verleihen.Herbert Kårlin
Nach Wunsch der Stadtverwaltung sollen Autos in Zukunft nicht mehr an der Straße, sondern in Parkhäusern parken. Um Autofahrer nun in Parkhäuser zu drängen, werden daher im ersten Schritt sämtliche öffentliche Parkplätze an Straßen teurer. Vor allem die bisher billigeren Plätze in der Stadt sind als erstes betroffen.In einigen Stadtteilen wurden daher bereits am 1. November die Gebühren von fünf Kronen auf sechs Kronen die Stunde erhöht und Parkplätze, die bisher sechs Kronen die Stunde kosteten, liegen nun bei acht Kronen, was im Verhältnis zur Innenstadt, wo bis zu 25 Kronen in dieser Zeit fällig werden, immer noch günstig ist. Die Ausdehnung der Preiserhöhungen in weiteren Stadtteilen sind noch in diesem Jahr geplant.Vor allem in der Innenstadt sind Parkhäuser in der Regel etwas billiger als Parkplätze, wobei jedoch das Parken in Parkhäusern nicht in den Göteborg-Pass eingeht und Parkplätze an den Straßen Göteborgs stufenweise abgeschafft werden, obwohl die Stadtverwaltung bisher keine weiteren Parkhäuser errichtet, da entsprechende Plätze nicht vorhanden sind. Gäste der Stadt sollen langfristig dazu gezwungen werden die öffentlichen Verkehrsmittel Göteborgs zu benutzen.Herbert Kårlin
Sowohl am Busbahnhof in Göteborg als auch an der Fähre in Saltholmen findet man Verkehrszeichen, die das Aus- und Einsteigen in Autos erlauben, um also Fahrgästen der öffentlichen Verkehrsmittel das Umsteigen zu erleichtern. Bisher nahmen es alle Passagiere als selbstverständlich, dass zum Aus- oder Einsteigen auch ein Gepäckstück zählt.Nach Auslegung der neuen Parkwächter von Addici ist dem jedoch nicht so. Es ist zwar nach wie vor erlaubt das Fahrzeug zu verlassen oder zuzusteigen, jedoch ohne ein Gepäckstück aus dem Auto mitzunehmen und vor allem ohne dass der Fahrer des Autos sein Gefährt auch nur für eine Sekunde verlässt. Schon das Mitnehmen der Handtasche oder eines Laptop können daher 600 Kronen Strafe kosten.Wer daher sein Gepäck mit in den Bus oder auf eine Fähre mitnehmen will darf in Zukunft zwar nahe der Verkehrsmittel ein- oder aussteigen, um jedoch ein Gepäckstück mitzunehmen muss der Fahrer seine Auto mehrere hundert Meter entfernt abstellen und von dort aus das Gepäck zum Bus oder der Fähre zu tragen. Während früher in Göteborg Toleranz noch ein Begriff war, gilt für Addici nur noch die Kassen der Stadt zu füllen.Herbert Kårlin
Während Einbrüche in geparkte Autos vor allem im Sommer ihre Spitze erreichen, da Besucher Göteborgs häufig ihre GPS oder andere Wertgegenstände sichtbar im geparkten Auto zurücklassen, werden Autos mittlerweile das ganze Jahr über angezündet. Auch wenn Göteborg nicht an der Spitze dieser Statistik steht, so geht in der Stadt dennoch im Durchschnitt jede Nacht ein Auto in Flammen auf.Da die Täter in der Regel nicht gegriffen werden und sich dieses Phänomen über die ganze Stadt verteilt, gibt es kein Täterbild und die Behörden stehen der Situation machtlos gegenüber.Allgemein gilt die Auffassung, dass vor allem Jugendliche die Brände verursachen und damit auf einen Missstand in der aktuellen schwedischen Gesellschaft aufmerksam machen wollen. Unverständlich ist dann jedoch, warum sich diese Jugendlichen an den Autos jener vergreifen, die am ehesten auf ihrer Seite stehen und damit einen politischen Rechtsruck verursachen und gleichzeitig die Versicherungsprämien erhöhen.Herbert Kårlin

Als am Donnerstag Volvo seinen verkehrssicheren Volvo S60 weltweit als Sicherheitsauto vorstellen wollte, das in der Lage ist beim Auftauchen von Hindernissen selbständig zu bremsen und damit Unfälle zu verhindert, fuhr das Fahrzeug auf dem Volvo-Testgelände ungebremst auf einen stehenden Lastwagen auf. Da eine Puppe als Fahrer diente, kam es zu keinen Verletzten.Nachdem bereits rund 400 Tests erfolgreich endeten und der S60 dabei immer rechtzeitig zum Stehen kam, bleiben nun viele Fragen offen. Sicher ist, dass dieser Test vor der Weltpresse beweist, dass man mit absoluter automatischer Sicherheit auch beim Volvo S60 nicht rechnen kann und ein Fahrer immer noch Reaktionsfähigkeit haben muss und für Fahren und Bremsen selbst verantwortlich ist. In dieser Hinsicht kann man diesen Test daher selbst als erfolgreich betrachten.Die Ursache für den Crash ist unbekannte, zumal nur ein Kleinigkeit bei der Vorbereitungen des Tests ungewöhnlich war. Da die Batterie des S60 vor dem Test entladen war, wurde sie im Schnellverfahren geladen, was unter Umständen zur Funktionsstörung führen konnte. Ob die rote Lampe am Armaturenbrett, die den Fahrer auf Störungen im elektronischen System hinweist, funktionierte, konnte die Puppe leider nicht beantworten.Herbert Kårlin
Wenn das Verkehrsamt in Göteborg mit seinem jüngsten Vorschlag den Stadtrat überzeugen kann - und die Chancen sind hoch, so werden ab 2012 aus der Innenstadt, bzw. der sogenannten Milieuzone Göteborgs, sämtliche Fahrzeuge verbannt, die älter als 16 Jahre alt sind.Nach den Berechnungen des Verkehrsamts wird dadurch der gesundheitsschädliche NO-Ausstoß in der Innenstadt um rund 30% reduziert, was die Lebensqualität in Göteborg erhöhen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, sind jedoch nicht nur alte Autos betroffen, sondern jedes Fahrzeug, das mehr als 11 Liter auf 100 Kilometer verbraucht oder eine CO2- Ausstoß von über 250 Gramm aufweist.Nach den aktuellen Statistiken sind von dieses Maßnahme nicht nur ältere Fahrzeuge, hochtourige Fahrzeug und Sportwagen betroffen, die damit das zentrale Göteborg meiden müssen, sondern auch 18.000 Autos, deren Besitzer im zentralen Göteborg wohnen und ihr Fahrzeug dann außerhalb der Milieuzone parken müssen und selbst Lasten nicht mehr mit ihrem privaten Auto vor die eigene Tür fahren dürfen.Herbert Kårlin
Seit 1970, dem ersten Jahr als der Autoverkehr im zentralen Göteborg statistisch erfasst wurde, war kein so deutlicher Rückgang an Autoverkehr in der Innenstadt zu verzeichnen als 2009. Um ganze 3,8% ging der Autoverkehr allein in der Innenstadt zurück. Aber da Statistik ausschließlich auf eine Zählung aufbaut, lässt dieser Rückgang natürlich keine Schlussfolgerungen zu und die Interpretation der Zahlen sieht je nach Interessengruppe unterschiedlich aus.Während der Autoverkehr in ganz Göteborg im Jahre 2009 rückläufig war und selbst in Randbezirken 1,7% weniger Autos verzeichnet wurden als im Vorjahr, stieg die Anzahl der Fahrräder in dieser Zeit um 4%, die höchste Steigerung seit Jahren. Dennoch wagt das Verkehrsamt der Stadt dies nicht auf ein höheres Umweltbewusstsein der Bürger zu schreiben, denn dies würde die Argumente der gewünschten Straßenmaut zum Großteil nichtig machen.Das Verkehrsamt Göteborgs sieht daher den sinkenden Autoverkehr mehr bei Verkehrsbeschränkungen im Stadtteil innerhalb des Wallgrabens, den Fahrthindern, den teuren Parkmöglichkeiten in der Stadt, den verbesserten öffentlichen Verkehrsmitteln, und sekundär auch bei den hohen Benzinpreisen und der steigenden Arbeitslosigkeit. Einige dieser Argumente werden jedoch von anderen Statistiken widerlegt und jenes hinsichtlich der öffentlichen Verkehrsmittel teilt auch die Bevölkerung Göteborgs nicht mit dem städtischen Verkehrsamt, denn Busse halten sich sehr wenig an Fahrpläne, wobei 12% von ihnen sogar vorzeitig abfahren. Gesamt gesehen sind 39% der Göteborger unzufrieden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Göteborgs.Herbert Kårlin
Ab ersten März 2010 müssen voraussichtlich auch umweltfreundliche Autos in Göteborg ihre Parkplätze wieder bezahlen, nachdem die Stadtverwaltung diesen Anreiz zum Kauf umweltfreundlicher Fahrzeuge, der 1998 eingeführt wurde, nicht mehr als notwendig empfindet. Nahezu die Hälfte aller in Schweden verkauften Fahrzeuge fällt heute in die Kategorie der Umweltautos und die Maßnahme scheint also ihr Ziel erreicht zu haben.Viele Käufer umweltfreundlicher Autos fühlen sich von dieser Maßnahme überfahren, da das kostenlose Parken für einige ein bedeutender Anreiz zum Kauf dieser Fahrzeuge war. Der kauf eines umweltfreundlichen Fahrzeuges bedeutete bisher automatisch auch eine kostenlose Parkplatzgarantie in der Stadt. In einigen Straßen der Innenstadt reihten sich daher, vor allem nachts, Autos, die als umweltfreundlich gelten und normale Fahrzeuge mussten sich mit weit von der Wohnung entfernten Parkplätzen zufrieden geben.Fahrer der herkömmlichen Fahrzeuge begrüßen dagegen die vorgesehene Neuregelung, da sie durch diese Gleichstellung wieder in eine gesunde Konkurrenz treten was Parken und Parkplätze in Göteborg angeht. Sie sehen auch die permanente Verfolgung von Falschparkern als Folge dieser Verordnung, da die Stadt allein wegen dem kostenlosen Parken von umweltfreundlichen jährlich zehn bis 15 Millionen Kronen an Parkgebühren verliert, die sie an anderen Stellen wieder einnehmen muss.Herbert Kårlin
Mehrere Brände und erneut 20 Autos in Göteborg, die das Opfer von Brandstiftungen wurden. Vor allem in Teilen des Stadtteils Hisingen tritt keine Ruhe ein. Jede Nacht gehen Autos in Flammen auf, wobei mittlerweile vor allem grössere Garagen das Ziel der Brandstifter wurden.Die Polizei scheint hilflos, denn kaum ein Täter kann identifiziert werden und kaum jemand sieht auch nur einen der Täter. Selbst Hundeeinheiten bleiben ergebnislos. Die betroffenen Anwohner sind geteilter Meinung und fordern, sei es eine bessere Jugendpolitik in Göteborg, sei es ein härteres Durchgreifen, aber niemand hat eine Lösung, während die Angst sich ausbreitet.Jugendliche, die man in den betroffenen Stadtteilen befragt sind teils aggressiv, schuldigen aber auch die Göteborger Regierung an nichts gegen die hohe Arbeitslosigkeit zu unternehmen, keine Aktivitäten vorzuschlagen und jede positive Einrichtung durch Budgetstreichungen zu boykottieren. Ein Gesprächsaustausch beider Seiten scheint jeden Tag weiter in die Ferne zu rücken und auch die Stippvisite der Justizministerin Beatrice Ask in Göteborg konnte, auf Grund des hohen Sicherheitsstabes und einem Mangel an tatsächlicher Kommunikation mit Betroffenen, die Situation nur ins Negative führen. Auf Grund der hohen Schäden an Fahrzeugen überlegen mittlerweile auch mehrere Versicherungsgesellschaften wie sie ihre Bilanz im Positiven halten können. Mit größter Wahrscheinlichkeit werden sie in Risikogebieten in naher Zukunft die Prämien erhöhen müssen und den Geschädigten noch mehr Schaden zufügen.Herbert Kårlin