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Samstag, 30. August 2014

Stena Line in Göteborg im Aufwind

Nach zahlreichen Jahren, die mit finanziellen Problemen mehrerer Fähren verbunden war, hat das Göteborger Unternehmen Stena Line nun einen Weg gefunden, der die Fahrten zwischen Schweden und Dänemark wieder rentabel gestaltet, denn die Einrichtung von Bordershops an Bord mehreren Linien liess die Reisenden zurückkommen und sorgte zudem für bedeutende Zusatzverkäufe.


Nach Auswertung der Zahlen der letzten Monate hat sich Stena Line daher nun dazu entschieden, dass die Bordershops auf den Linien zwischen Göteborg und Fredrikshafen, zwischen Varberg und Grenå und zwischen Karlskrona und dem polnischen Gdynia (Gdingen) erhalten bleiben werden, auch wenn dies gegen die Ideen der schwedischen Alkoholpolitik läuft und den staatlichen Alkoholverkaufsstellen Systembolaget Konkurrenz macht.

Ein Tagesausflug nach Dänemark kann auch in Zukunft für 99 Kronen von Göteborg aus angeboten werden, wobei die Fahrgäste auf ihrer Rückreise Alkohol um durchschnittlich 60 Prozent unter dem offiziellen schwedischen Preis erwerben können, auch wenn die Fahrgäste nicht mehr an Bord anfangen können einen Teil davon zu leeren. Allein während der Testmonate konnte Stena Line in seinen Bordershops über eineinhalb Millionen Liter an Bier absetzen, neben Wein und stärkerem Alkohol.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 2. November 2013

Göteborger Schären ab Montag ohne Fähren

Nachdem die Arbeitgeber der Fähren zu den Schären und entlang des Göta Älv sich nicht bereit erklärten den Angestellten die gleichen Gehaltserhöhungen zu bieten, die in allen anderen Berufsgruppen ausgehandelt wurden, hat die Gewerkschaft Seko nun ab Montag 12 Uhr zum Streik aufgerufen, was bedeutet, dass sieben Fähren im Hafen liegen werden und selbst die kostenlosen Überfahrten zum Wissenschaftszentrum in Hisingen eingestellt werden.


Die Gewerkschaft will diesen Arbeitskampf auf jeden Fall austragen, da in fast allen anderen Bereichen die Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaften bereits geführt wurden und in jedem Fall zu höheren Gehaltssteigerungen führten als für Angestellte im Fährverkehr gedacht ist. Valle Karlsson, der Sprecher Sekos, sieht das Angebot der Arbeitgeber als unhaltbar und kann nicht verstehen, dass eine Gruppe an Angestellten dafür kämpfen muss um nur das zu erhalten was alle anderen arbeitenden Schweden bereits erhalten haben.

Gleichzeit wurde bekannt, dass die Arbeitgeber in Zukunft auf genormte Tarife übergehen wollen, was bedeutet, dass auch jemand, der sich durch eine ausgezeichnete Arbeit und Sonderleistungen auszeichnete, keinerlei Prämie mehr dafür erhalten kann. Je nachdem ob es zum Streik kommt und wie lange dieser anhalten wird, werden auch die Paddan-Boote nicht mehr zum Weihnachtsmarkt nach Liseberg fahren. Die Gewerkschaft ist auf jeden Fall fest entschlossen den Streik durchzuführen bis allen Angestellten eine Gehaltserhöhung in der Höhe zugesprochen wird, die Industriearbeitern geboten wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 30. Juli 2013

Die Göteborger Schären sind ein beliebter Wohnort

In nahezu allen Teilen Schwedens schrumpft die Anzahl der Personen, die ganzjährig auf einer Schäreninsel wohnen, was dazu führt, dass außerhalb der Sommermonate die Infrastruktur sich verschlechtert und die Schären sich mehr und mehr in Ferieninseln verwandeln, die für Personen mit einem eigenen Boot immer interessanter werden und sich durch Vermietung auch in rentable Immobilienprojekte verwandeln, da der Strand nahe ist, jedoch ohne wirkliches Leben sind.

Eine Ausnahme bilden hier die Schären vor Göteborg, denn hier stieg innerhalb der letzten sieben Jahr die Anzahl der festen Bewohner um rund 400 Personen an, trotz der Probleme, die das Bewohnen einer Insel verursacht, da man dort meist weit entfernt von seinem Arbeitsplatz wohnt und auf Brücken, Fähren und Boote angewiesen ist. Das Bevölkerungswachstum betrifft alle schon bisher fest bewohnten Inseln der Schären Göteborgs, zeigt sich jedoch am deutlichsten an den Inseln Öckerö, Hälsö, Fotö und Hönö.

Was allerdings die Schären Göteborgs von zahlreichen anderen Inseln Schwedens unterscheidet, ist die Zugänglichkeit, denn alle fest bewohnten Inseln sind entweder über eine Brücke oder aber mit Linienfähren zu erreichen, wobei selbst die am weitest vom Festland entfernten Schäreninsel mit einem Katamaran innerhalb von gut 20 Minuten von Göteborg aus zu erreichen ist, eine Situation, die viele der knapp 390 anderen fest bewohnten Inseln Schwedens nicht bieten können.

Herbert Kårlin

Dienstag, 18. Dezember 2012

Neue Alkoholtests für LKW-Fahrer in Göteborg

Nachdem die schwedische Polizei bei jeder Alkoholkontrolle an Fährhäfen Lastwagenfahrer entdeckt, die in betrunkenem Zustand von den Fähren fahren und damit eine Gefahr für den Straßenverkehr bilden, planen nun mehrere Behörden und die Polizei in einer Zusammenarbeit eine Art automatische Kontrolle an den Ausfahrten zu installieren, die es verhindert, dass betrunkene LKW-Fahrer auf das schwedische Straßennetz kommen.

Für den Aufbau einer Teststation für diese automatisierte Kontrolle, die bereits für das kommende Frühjahr gedacht ist, gilt Göteborg als Favorit, da die Anlagen an den Fähren von Stena Line bereits optimal für das neue System vorbereitet sind und daher mit geringen Kosten und hoher Effektivität installiert werden kann ohne dass der Verkehr in irgendeiner Weise behindert wird.

Lastwagen, die von der Fähre fahren, müssen lediglich bis an den Schlagbaum fahren, in einen Trichter blasen und schon nach einer Sekunde zeigt das Messgerät ob der Fahrer getrunken hat oder nicht. Hat sich der LKW-Fahrer auf dem Schiff an ein alkoholfreies Getränk gehalten, so öffnet sich der Schlagbaum, wie bisher, automatisch, hat er jedoch Alkohol getrunken, so leitet ihn die Polizei unmittelbar auf den angrenzenden Parkplatz und macht einen genaueren Test, der belegen kann ob der Alkoholgehalt über oder unter der in Schweden zulässigen Menge liegt.

Herbert Kårlin

Freitag, 13. April 2012

Verlässt Stena das Zentrum Göteborgs?

Nach einem 25-jährigen Vertrag zwischen Stena Line und der Stadt Göteborg muss noch dieses Jahr entschieden werden, ob die Dänemark-Fähren und die Fähren für Lastwagen auch nach 2014 weiterhin von der Innenstadt abgehen dürfen oder nicht. Kündigt die Stadt den Vertrag nicht bis zum 31. Dezember, so werden auch die nächsten 25 Jahre das kilometerlangen Ufer des Göta Älv Stena Line zur Verfügung stehen, bevor das Thema erneut auf den Tisch kommen kann. Die Vertreter von Stena Line gehen davon aus, dass der Vertrag stillschweigend verlängert wird.

Stadtplaner und ein Teil der Bevölkerung Göteborgs fordern, dass Stena Line an eine von der Innenstadt weiter entfernte Stelle umzieht, da die Fähren jedes Bauprojekt in der einzigen bleibenden guten Lage Göteborgs verhindern und die Einzäunungen der Bevölkerung den Zugang zum Fluss verhindert. Stena Line sieht bei einem Umzug einen weiteren Umsatzeinbruch, obwohl schon heute die Mehrheit der Passagiere mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmittel ankommen und eine Verlegung des Fährhafens daher kaum zu weniger Gästen führen wird.

Auch vom Standpunkt des Umweltschutzes müsste Göteborg den Mietvertrag mit Stena Line kündigen, denn ein Teil der hohen Luftverschmutzung liegt an den Booten und vor allem den Fahrzeugen, die während der Fahrt zur Fähre die Umwelt stark belasten, insbesondere Kühlwagen, die nahezu rund um die Uhr mit laufenden Motoren auf dem Parkplatz zu den Fähren stehen und es dadurch verhindern, dass Göteborg seine Ziele zum Umweltschutz erreichen kann.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Kostenloser Fährdienst in Göteborg

Für viele Schüler, Studenten, Forscher und Arbeitskräfte in Göteborg ist es eine Notwendigkeit von der Innenstadt aus auf sichere Weise und möglichst schnell nach Lindholmen zu gelangen, das auf der Göteborger Insel Hisingen liegt, die durch den Göta Älv von der Innenstadt getrennt ist. Als im Sommer die Göteborger Verkehrsbetriebe Västtrafik hierfür eine kostenlose Pendelverbindung herstellte, schienen die Probleme gelöst zu sein.

Nun gibt Västtrafik bekannt, dass die Anzahl der Fähren zwischen Rosenlund und Lindholmen ab Ende Dezember auf die Hälfte reduziert wird, obwohl sich die Anzahl der Passagiere in den letzten sechs Monaten verdoppelte und schon heute einige der Älvsnabberen, vor allem in den Morgenstunden, die Grenze der zulässigen Passagiere erreicht haben.

Selbstverständlich gibt Västtrafik nicht zu, dass sie gerade regelmäßige Passagiere während der Rushhour zum Kauf einer Monatskarte zwingen wollen, damit sie die regulären Fähren Älvsnabben entlang des Göta Älv nehmen können, die ebenfalls am Lindholmen-Pier anlegen, sondern argumentieren damit, dass im Winterhalbjahr weniger Passagiere ihre Fahrräder auf den Fähren transportieren und damit auch der Fährdienst darauf eingestellt wird.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 22. Juni 2011

Windkraft für Fähren in Göteborg

Die Fähre Stena Jutlandica, die zwischen Göteborg und dem dänischen Fredrikshavn verkehrt, ist weltweit die erste Fähre, die die Bedeutung von Windkraft bei der elektrischen Versorgung der Fähre und dem Treibstoffverbrauch testet. Stena Line versucht hiermit ein Vorreiter für umweltfreundliche Techniken bei der Seefahrt zu werden.

Stena Line hat seine Dänemark-Fähre Jutlandica mit zwei kleinen Windkraftwerken von acht Meter Höhe ausgestattet, deren Turbinen etwa soviel Strom produzieren, der vier Villen versorgen könnte. Da die beiden Windkraftwerke am Vorschiff angebracht wurden, wird dadurch auch der Luftwiderstand während der Fahrt reduziert.

Nach ersten Berechnungen kann mit Hilfe der Dreiblattrotoren des kleinen Windkraftwerks etwa 90 Tonnen Treibstoff im Jahr eingespart und das Autodeck beleuchtet werden. Der exakten Nutzen der Windkraftanlage auf der Fähre muss nun jedoch erst in der Praxis erprobt werden.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. April 2011

In Göteborg kostenlos über den Göta Älv

Ab heute bieten die Göteborger Verkehrsbetriebe Västtrafik allen die Möglichkeit mit den Älvsnabbaren kostenlos über den Göta Älv überzusetzen. Für Fahrradfahrer bedeutet dies lange Umwege verhindern zu können und jene, die zur Arbeit über den Fluss müssen können sich in Zukunft die Montatskarte sparen.

Da die Information über den kostenlosen Fährdienst mit Fahrradtransport sehr kurzfristig beschlossen wurde, ist die Passage für viele Passagiere leider nicht ganz umsonst, da viele noch bis Monatsende oder selbst für die nächsten Monate über eine Monatskarte verfügen, die sie nicht eintauschen können.

Etwas irritierend für ungewohnte Reisende ist jedoch, dass nicht alle Fähren, die den Göta Älv befahren, betroffen sind, sondern nur die Linie 183, die in einem Sieben-Minuten-Rhythmus über den Fluss setzt. Wer aus Versehen in die normalen Älvsnabben steigt, muss für die gleiche Strecke weiterhin einen Fahrschein lösen.

Herbert Kårlin

Montag, 22. November 2010

Stena Line oder Zugang zum Göta Älv

Nach einer Umfrage von GP (Göteborgs Posten) unter den Politikern Göteborgs zeigt sich, dass immer weniger unter ihnen daran denken die Fähren nach Dänemark auf einen anderen Platz im Hafen zu verlegen, obwohl durch die aktuelle Lösung ein großer Teil des südlichen Älvstrandes nicht für Göteborger zugänglich ist und Teile der Stadt für Besucher und Bewohner unattraktiv sind.

Auch wenn die Argumente der Göteborger Politiker sehr unterschiedlich sind, so ist der Hauptgrund vermutlich einzig und allein das wirtschaftliche Interesse, da Stena Line in Göteborg 1400 Angestellte zählt und jedes Jahr über eine Million Reisende transportiert, was Schweden einen Umsatz von über 2 Milliarden Kronen bringt. Eine Aufschlüsselung, die nur Göteborg betrifft, liegt leider nicht vor.

Erstaunlich ist jedoch sowohl bei Stena Line als auch den städtischen Politikern, dass man am südlichen Älvstrand nur von den Passagierfähren spricht, denn zwischen dem Dänemark-Kai und dem Deutschland-Kai liegen auch die Frachtfähren der Gesellschaft, die problemlos verlagert werden können und damit Platz für die Fähren nach Dänemark schaffen könnten, was finanziell sicher günstiger wäre als der Plan, den Oscarsleden zu überdachen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. August 2010

Stena Germanica III in Göteborg


Ab 14 Uhr können die Bewohner Göteborgs erstmals die neue Superfähre Stena Germanica III bewundern, die ab 31. August den Fährdienst zwischen Göteborg und Kiel aufnehmen wird. Sie wird etwa um 14 Uhr unter der Götaälvbron erscheinen, den Göta Älv aufwärts fahren fahren und dann am Stenpiren wenden und zurück zum äußeren Hafen nach Arendal zurückkehren.

Die Stena Germanica III ist mit einer Länge von 240 Metern und einer Breite von 29 Metern die größte Fähre, die in Skandinavien zum Einsatz kommt. Die Fähre hat die Kapazität von einer normalen Fähre und einem Frachter gemeinsam. Auf einer einzigen Fahrt können 220 Lastwagen und 700 Personenwagen transportiert werden ohne dass bei der Anzahl der Passagiere eine Einschränkung erfolgt.

Die Fähre ist mit der neuesten Technik ausgerüstet, so dass die Umweltbelastung auf ein Minimum reduziert wurde und die Superfähre nicht mehr Brennstoff braucht als die früheren Fähren mit halber Kapazität. Bis zum tatsächlichen Einsatz wird nun das Personal in Arendal ausgebildet. Die Fahrt nach Göteborg ist vor allem der Versuch diese lange Fähre problemlos im Göta Älv zu wenden, da sie bei diesem Vorgang fast die gesamte Breite des Flusses benötigt.

Herbert Kårlin

Freitag, 6. August 2010

Ausladeverbot von Koffern in Saltholmen

Sowohl am Busbahnhof in Göteborg als auch an der Fähre in Saltholmen findet man Verkehrszeichen, die das Aus- und Einsteigen in Autos erlauben, um also Fahrgästen der öffentlichen Verkehrsmittel das Umsteigen zu erleichtern. Bisher nahmen es alle Passagiere als selbstverständlich, dass zum Aus- oder Einsteigen auch ein Gepäckstück zählt.

Nach Auslegung der neuen Parkwächter von Addici ist dem jedoch nicht so. Es ist zwar nach wie vor erlaubt das Fahrzeug zu verlassen oder zuzusteigen, jedoch ohne ein Gepäckstück aus dem Auto mitzunehmen und vor allem ohne dass der Fahrer des Autos sein Gefährt auch nur für eine Sekunde verlässt. Schon das Mitnehmen der Handtasche oder eines Laptop können daher 600 Kronen Strafe kosten.

Wer daher sein Gepäck mit in den Bus oder auf eine Fähre mitnehmen will darf in Zukunft zwar nahe der Verkehrsmittel ein- oder aussteigen, um jedoch ein Gepäckstück mitzunehmen muss der Fahrer seine Auto mehrere hundert Meter entfernt abstellen und von dort aus das Gepäck zum Bus oder der Fähre zu tragen. Während früher in Göteborg Toleranz noch ein Begriff war, gilt für Addici nur noch die Kassen der Stadt zu füllen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 4. Mai 2010

Probleme mit Fundgut bei Västtrafik

Wem kann es nicht passieren, dass ein Handy, ein MP3-Player oder eine kleine Digitalkamera aus der Tasche rutscht und dann im Bus, der Straßenbahn oder auf einer Fähre liegen bleibt und dann als Fundgut bei der Zentrale von Västtrafik am Slussplatsen in Göteborg landet. Selbst wenn der Verlust bereits wenig Minuten später entdeckt wird, so kann es ein weiter Weg sein bis man sein Lieblingsstück wieder in Händen hat.

Sicher kann der Besitzer bei einem Handy mit einer Beschreibung, dem PIN-Code und Angaben zu seiner Agenda aufwarten oder die Musikstücke seines MP3-Players aufzählen oder beschreiben welche Bilder mit einer Kamera gemacht wurden und damit, theoretisch, beweisen, dass er der Eigentümer des Kleinods ist, falls Västtrafik der gleiche Meinung wäre.

Um ein Handy ausgehändigt zu bekommen, fordert die Fundstelle bei Västtrafik, dass man nicht nur eine genaue Beschreibung liefern kann, sondern auch, dass man die Seriennummer kennt, die meist hinter der Batterie versteckte IMEI-Nummer zur Hand hat und den Kauf des Gerätes an Hand einer Quittung belegen kann. Nur bei Lieferung sämtlicher Details ist auch die Rückgabe eines Geräts garantiert, wobei Seriennummer und Quittung immer notwendig sind.

Herbert Kårlin

Sonntag, 10. Januar 2010

Teure Telefongespräche auf Stena Line und anderen Fähren

Wer mit Stena Line nach Göteborg kommt denkt oft nicht darüber nach warum sein Handy auch auf hoher See noch ohne Probleme funktioniert, sondern benutzt es eben nach alter Gewohnheit in der gleichen Weise als ob er an Land wäre. Dieses Verhalten kann jedoch zu sehr hohen Rechnungen führen.

Steht kein normales Netz zur Verfügung, so wird auf See das Gespräch über Satellit geführt, was bedeutet, dass auch die Gebühr für Satellitgespräche vom Anbieter in Rechnung gestellt wird, was sehr schnell 50 oder 100 Euros werden können. Die Minute Gespräch kostet nicht bei jedem Anbieter das gleiche, sondern hängt von der Absprache zwischen Anbieter und dem Betreiber des Satellitnetzes MCP ab.

In Göteborg gingen mehrere Klagen beim Verbraucherverband ein, da in den Augen mehrerer Benutzer Stena Line ihre Besucher darüber aufklären muss. Da Stena Line bereits entsprechende Information an Bord angebracht hat und auch die Internetseite dahingehend verbessern will, wurden alle entsprechenden Klagen abgelehnt. Der Benutzer eines Handys kann schließlich auf seinem Handy selbst sehen über welches Netz er verbunden wird und, es gelten für sämtliche Verträge zwischen Nutzern und Anbietern von Handys die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters, die solche Fälle bereits vorsehen.

Herbert Kårlin