Posts mit dem Label Bus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 27. September 2014

Neues Bezahlsystem bei Västtrafik

Erst im Jahre 2010 stellte Västtrafik im gesamten Westschweden sein Bezahlsystem um und installierte in Bussen und Straßenbahnen blaue und gelbe Automaten die die zu erwerbenden Plastikkarten lesen können, vorausgesetzt, das System funktioniert und vorausgesetzt, dass der Anwender auch die Symbole kennt und die Tasten richtig benutzt. Vor allem letzteres blieb bis heute für viele Einwohner der Region ein Rätsel und ist geneigt jeden Touristen zur Verzweiflung zu treiben, da vernünftige Erklärung in Bussen, Straßenbahnen und Haltestellen bis heute fehlen.

Nun verspricht Västtrafik bis spätestens Ende 2016 die gesamten Automaten wieder zu verschrotten und bereits ab 2015 stufenweise ein einfacheres und flexibleres System einzuführen. Die Lesegeräte werden erneut knapp 80 Millionen Kronen kosten und sich möglicherweise ebenso unzuverlässig zeigen wie die bisherigen Automaten, da das Problem vor allem beim Informationsmangel und einem unzuverlässigen Datensystem zu suchen ist, Dingen also, die man weitaus billiger hätte beheben können.

Aber natürlich müssen nicht nur die Lesegeräte in den Bussen und Straßenbahnen geändert werden, sondern auch die Automaten in den Straßenbahnen bei denen man seine Fahrscheine kaufen konnte, müssen ausgetaucht werden, da man bei der letzten Neuerung Lesegeräte für Kreditkarten einbaute, die keinerlei Chips lesen können, aber bis 2016 die Lesestreifen abgeschafft sein werden und die Geräte nun unbrauchbar werden. Wenn man daher die Kosten für alle Änderungen rechnet, so werden diese sogar bei 190 Millionen Kronen liegen. Und ob den Besuchern des Västra Götalands eine sinnvolle Lösung geboten werden wird, dies kann bisher niemand so genau beurteilen.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Västtrafik droht mehr Kontrollen in Göteborg an

Nachdem Västtrafik, der Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel in Göteborg, zum 15. Dezember bereits Buslinien einstellte und zum Januar mit einer kräftigen Erhöhung der Fahrpreise aufwartet, teilt das Unternehmen nun auch mit, dass im kommenden Jahr die überfallartigen Kontrollen in Bussen und Straßenbahnen verstärkt werden, da niemand ungestraft schwarz fahren soll.


Tatsache ist, dass Västtrafik von jedem Schwarzfahrer 1200 Kronen an Strafe, bei Jugendlichen 600 Kronen, verlangt und damit eine sehr lohnende Einkommensquelle entdeckte, denn einmal Schwarzfahren entspricht knapp 50 bezahlten Fahrten. Während der Kontrollen im Herbst konnten die Kontrolleure jedoch unter 6740 Reisenden nur 381 Schwarzfahrer finden, was in den Augen der Verantwortlichen von Västtrafik zu wenig ist, obwohl die prozentuale Quote überdurchschnittlich gut war.

Während der letzten Jahre konnte man feststellen, dass in den „besten“ Jahren knapp 6 Prozent der Göteborger schwarz fahren, was bei 1,7 Millionen Benutzern beträchtliche Einnahmen bringt,, auch wenn die Kosten für 40 hauptberufliche Kontrolleure nicht zu vernachlässigen ist. Einkommensschwache Familien, die überwiegend am Rande der Stadt wohnen, können sich schon heute oft keine Fahrscheine mehr leisten, denn bei einem Stundenlohn von 70 Kronen brutto bei Teilzeitbeschäftigung kann man kaum die ständig steigende Miete bezahlen, viel weniger noch die Monatskarte und die Strafe landet daher beim Gerichtsvollzieher, was diese Personen wiederum absolut kreditunwürdig macht.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Västtrafik erneut in der Kritik

Wenn sich am 15. Dezember die Fahrpläne für die öffentlichen Verkehrsmittel Västtrafik ändern, so werden die Bewohner von Lerum und Alingsås, die als Pendler täglich nach Göteborg kommen, entdecken, dass sie ab diesem Tag weitaus länger auf die Anschlüsse zwischen Zügen und Bussen warten müssen als bisher, da Västtrafik wenig davon hielt die Fahrpläne zu koordinieren, sondern bei der Planung vor allem an das Einsparen von Kosten dachte.


Die Gemeinden Lerum und Alingsås sind allerdings nicht nur erbost über die Nachlässigkeit von Västtrafik, sondern vor allem darüber, dass die Verantwortlichen der öffentlichen Verkehrsmittel nicht einmal Kontakt mit ihnen aufnahmen um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Wie fast schon üblich in Göteborg, so wird zwar vom Wunsch der Kommunikation gesprochen, in der Tat aber jede Entscheidung von „oben“ herab gefällt, vor allem wenn sie Kritik herausfordert.

Västtrafik verteidigt sich lediglich damit, dass man bei einem Gespräch mit dem Straßen- und Schienenverkehrsamt feststellte, dass man nicht mehr Züge einsetzen kann als bisher. Und die Verantwortlichen fügen hinzu, dass dadurch ein Gespräch mit Lerum und Alingsås auch unsinnig gewesen wäre, da man Tatsachen nicht verändern kann. Niemand von Västtrafik ist allerdings der Meinung, dass man vielleicht die Busse in diesem Fall dem Schienenverkehr anpassen können hätte.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Mai 2013

Poesie in der Göteborger Straßenbahn

Vier Wochen lang können Reisende in den Göteborger Bussen und Straßenbahnen während ihrer Fahrt zur Arbeit oder zum Einkauf in jedem Wagen vier verschiedene Gedichte auf goldenem Hintergrund entdecken, an Stellen, an denen man sonst nur Werbung findet. Die Gedichte sollen auf diese Weise den Weg zu Personen finden, die sonst nicht mit dieser literarischen Gattung konfrontiert werden und keinen Gedichtband zu Hause stehen haben.

Poesi ombord, wie diese Aktion genannt wird, wurde im Jahre 2001 ins Leben gerufen und ist eine Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsbetrieben Västtrafik, der Stadtbibliothek Göteborg und dem Schriftstellerzentrum West (Författarcentrum Väst). Jedes Jahr werden vier schwedische Autoren ausgewählt, die jeweils ein Werk zu einem vorgegebenen Thema öffentlich präsentieren dürfen und damit vier Wochen lang in aller Munde sein werden.

Das Thema des Jahres 2013 ist Passion und die Gedichte wurden von Anna Hallberg, Lotta Olsson, Jörgen Lind und Per-Eric Söder verfasst. Dass die Aktion ein Erfolg ist, zeigt sich insbesondere darin, dass sich während der vier Wochen zahlreiche Personen bei der Stadtbibliothek melden, die gerne eines der goldenen Schilder für zu Hause hätten um das Gedicht immer wieder lesen zu können, auch dann noch, wenn die Aktion wieder abgeschlossen ist.

Herbert Kårlin

Freitag, 1. Februar 2013

Neue Kontrollen bei Göteborgs Västtrafik

Ab heute ändert sich bei den öffentlichen Verkehrsmitteln Göteborgs Västtrafik nicht nur das Bezahlsystem über SMS, was viele der Kunden wegen der unklaren Werbung kaum verstanden haben und die SMS-Bezahlung für Kinder und Jugendliche bis 18 sowie für Personen, die Schulden haben und für Ausländer, mit einigen Hürden versieht, sondern auch das Kontrollsystem in den Bussen und Straßenbahnen geht in eine neue Phase über.

Ab heute übernimmt des Unternehmen Securitas die Fahrscheinkontrolle, die jedoch nicht mehr nur über Einzelkontrolleure stattfinden wird, eine Lösung, die man seit den Anklagen wegen Übergriffen der Kontrolleure im vorigen Jahr wählte, sondern es werden auch gerade diese kritisierten Massenkontrollen wieder eingeführt bei der etwa zehn Kontrolleure an bestimmten Haltestellen die Busse oder Straßenbahnen geradezu stürmen um jeden Fahrgast unter die Lupe zu nehmen.

Nach Securitas wurden jedoch alle Kontrolleure intensiv auf Krisenverhalten vorbereitet und die Kontrollen werden vorher auf der Homepage von Västtrafik und der Göteborger Tageszeitung GP angekündigt, damit die Fahrgäste weniger erschreckt werden und Panik vermieden wird. Nach der Sprecherin von Västtrafik sind diese Kontrollen, die ebenso teuer sind wie die durch Schwarzfahren entgangenen Einnahmen, notwendig, da sonst niemand mehr in Göteborg einen Fahrschein bezahlt, eine Aussage, die die Dame ohne jede Untersuchung aus der Luft greift.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Januar 2013

Västtrafik zählt in Göteborg mehr Fahrgäste

Nach Aussagen von Västtrafik benutzen nach Einführung der Citymaut mehr Göteborger die öffentlichen Verkehrsmittel als voriges Jahr. In der zweiten Woche wurden sieben Prozent mehr Reisende gezählt als in früheren Wochen, wobei das Wachstum vor allem die Einfahrtstraßen zur Innenstadt betrifft wo nun eine große Anzahl an Schnellbussen eingesetzt werden, die über weite Strecken hinweg auch über eine eigene Fahrspur verfügen.

Auch wenn diese Aussage auf den ersten Blick positiv erscheint, so stellt sich dennoch die Frage wie diese Steigerung von sieben Prozent rund 20 Prozent weniger Autos, die während der Zahlperioden in die Stadt fahren, ausgleichen kann, da hier die Mathematik zwischen Västtrafik und Straßenverkehrsamt noch gewaltig auseinanderklafft. Es sei denn, dass zehn Prozent der Autos nun etwas früher in die Stadt fahren um die Steuerabgabe zu sparen.

Aber auch die Zahlen von Västtrafik sind bisher wenig aussagekräftig, denn auch wenn am 9. Januar 48.400 Fahrgäste gezählt wurden, so darf man nicht vergessen, dass gegenwärtig 23.000 „Probekarten“ kostenlos an Autofahrer abgegeben wurden, die bis Mitte Februar zwei Wochen lang eine kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglichen. Eine realistische Zahl kann daher frühestens Ende Februar vorgelegt werden. Und hätten alle, die eine kostenlose Karte erhielten, diese am 9. Februar genutzt, so wären Västtrafik sehr viele übliche Fahrgäste abhanden gekommen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Februar 2012

Västtrafik beklagt hohe Schäden an Haltestellen

Auch wenn nach dem letzten Rapport der Göteborger Verkehrsbetriebe Västtrafik im letzten Jahr die Schäden durch Vandalismus und zerstörte Wetterschütze an Bushaltestellen leicht rückläufig war, so kosteten diese Schäden die Fahrgäste erneut rund drei Millionen Kronen, eine Summe, die man sicher sinnvoller anwenden kann als durch permanente Reparaturen.

Im letzten Jahr wurden von den Fahrern von Bussen und Straßenbahnen insgesamt 9339 Schäden durch Schmierereien oder Sachbeschädigung in den Fahrzeugen selbst gemeldet, die trotz steigender Videoüberwachung, im Vergleich zum Vorjahr, nur um zwei Prozent rückläufig waren. Die Reparatur von eingeworfenen Glasscheiben an Bushaltestellen kostete 2011 rund 2,6 Millionen Kronen, also 200.000 Kronen weniger als im Vorjahr.

Steigend waren im vorigen Jahr jedoch Schäden durch Steinwurf auf Busse und Straßenbahnen, sowie der Angriff auf Fahrer mit grünem Laser. Im Jahr 2011 gingen bei Västtrafik 269 Meldungen ein, dass allgemeine Verkehrsmittel mit Steinen beworfen wurden und 152 Mal versuchten Jugendliche Fahrer mit grünem Laser zu blenden, wobei man die Täter nur in Einzelfällen ausfindig machen konnte.

Herbert Kårlin

Freitag, 4. November 2011

Öffentliche Verkehrsmittel Göteborgs unter Bedrohung

Dieses Jahr mussten in Göteborg bereits 45 Linien eingestellt werden, weil Straßenbahnen und Busse mit Steinen beworfen oder die Fahrer mit grünen Lasern geblendet wurden, elf Touren mehr als im gesamten vorigen Jahr fielen wegen diesen Angriffen aus. Einige Touren Göteborgs werden von den Fahrern nur noch mit Angstgefühlen befahren, da sich dort die Angriffe häufen.

Die gefährlichsten Angriffe erfolgen mit grünen Laserpistolen und Laserstiften, deren Anwendung und Verkauf in Schweden verboten ist. Allein dieses Jahr wurden von den Fahrern von Bussen und Straßenbahnen bereits 118 dieser Vorfälle gemeldet, weitaus mehr als noch im vorigen Jahr, obwohl die dunkle Phase in Göteborg erst begonnen hat. Nur in sehr wenigen Fällen können die jugendlichen Straftäter von der Polizei ausfindig gemacht werden, da sich die Gruppen nach den Angriffen fast unmittelbar auflösen.

Auch das gezielte Werfen von Steinen auf Busfenster wurde im Herbst mehr und mehr zum Sport für jugendliche Gruppen, was nicht nur die Fahrer gefährdet und zu gestrichenen Touren führt, sondern auch Überfälle auf Fahrgäste erleichtert, die dann oft hunderte von Meters zu einer anderen Haltestelle laufen müssen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Dezember 2010

Kampfansage bei den öffentlichen Verkehrsmitteln Göteborgs

Bei jeder Verkehrskontrolle von städtischen Bussen müssen mehrere Fahrzeuge wegen erheblichen Mängeln aus dem Verkehr gezogen werden, unabhängig, ob es sich um die GS-Busse oder Veolia-Busse handelt, die beide für die Stadt Göteborg unterwegs sind. Bei Schneefall oder Eis bricht zusätzlich der Verkehr bei mehreren Steigungen zusammen.

Nun klagen Göteborgs Spårvägar, die für Straßenbahnen und GS-Busse zuständig sind das Unternehmen Västtrafik wegen schlechter Straßeninstandhaltung an und fordern von der Stadt sieben bis acht Millionen Kronen für Reparaturen an Bussen, die auf die schlechte Unterhaltung der Göteborger Straßen zurückzuführen sind.

Mit dieser Kampfansage wollen Göteborgs Spårvägar allerdings auch von den eigenen Problemen ablenken, die jeder Reisende in Göteborg ohne jede Sachkenntnisse erkennen kann. Überlange Busse werden auf kleinen Nebenstraßen eingesetzt, die Beleuchtung funktioniert oft nicht, Türen lassen sich nicht öffnen oder schließen und manche Busse verkehren gar nicht erst.

Herbert Kårlin

Freitag, 6. August 2010

Ausladeverbot von Koffern in Saltholmen

Sowohl am Busbahnhof in Göteborg als auch an der Fähre in Saltholmen findet man Verkehrszeichen, die das Aus- und Einsteigen in Autos erlauben, um also Fahrgästen der öffentlichen Verkehrsmittel das Umsteigen zu erleichtern. Bisher nahmen es alle Passagiere als selbstverständlich, dass zum Aus- oder Einsteigen auch ein Gepäckstück zählt.

Nach Auslegung der neuen Parkwächter von Addici ist dem jedoch nicht so. Es ist zwar nach wie vor erlaubt das Fahrzeug zu verlassen oder zuzusteigen, jedoch ohne ein Gepäckstück aus dem Auto mitzunehmen und vor allem ohne dass der Fahrer des Autos sein Gefährt auch nur für eine Sekunde verlässt. Schon das Mitnehmen der Handtasche oder eines Laptop können daher 600 Kronen Strafe kosten.

Wer daher sein Gepäck mit in den Bus oder auf eine Fähre mitnehmen will darf in Zukunft zwar nahe der Verkehrsmittel ein- oder aussteigen, um jedoch ein Gepäckstück mitzunehmen muss der Fahrer seine Auto mehrere hundert Meter entfernt abstellen und von dort aus das Gepäck zum Bus oder der Fähre zu tragen. Während früher in Göteborg Toleranz noch ein Begriff war, gilt für Addici nur noch die Kassen der Stadt zu füllen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 20. Juli 2010

16-jährige Mädchen müssen um Mitternacht Bus verlassen

Als drei 16-jährige Mädchen nach einem Kinobesuch kurz vor Mitternacht mit dem Bus nach Hause fahren wollten, wurden sie an der Haltestelle Marklandsgatan davon überrascht, dass der Busfahrer ihnen mitteilte, dass er nicht weiterfährt und sie deshalb den Bus verlassen müssen. Als Erklärung erhielten die drei Mädchen nur, dass der Busfahrer seine und ihre Sicherheit bei der Weiterfahrt nicht garantieren könne.

Man kann sich dabei die Frage stellen von welcher Sicherheit der Busfahrer sprach, denn er betrachtete es als sicher, dass die drei Mädchen nachts einsam und in einer unsicheren Gegend mehrere Kilometer zu Fuß gehen müssen, zumal im Sommer sowohl Raubüberfälle als auch Vergewaltigungen fast auf der Tagesordnung stehen.

Die eingestellte Fahrt war jedoch keine Einzelerscheinung, sondern die Busgesellschaft Veolia, die in Göteborg für Västtrafik unterwegs ist, spricht sich bei jedem Sabotageversuch und jedem Stein, der auf Busse geworfen wird, mit der Göteborger Polizei ab, was oft dazu führt, dass die Polizei Göteborgs Busfahrer anweist in bestimmten Gegenden ihre Touren einzustellen, unabhängig welcher Gefahr dann die Reisenden ausgesetzt sind und ohne den Reisenden irgendwelche Hilfe anzubieten.

Herbert Kårlin

Freitag, 14. Mai 2010

Erfolg für Volvos Hybridbusse in Göteborg

Seit einem Jahr ist nun ein Testbus von Volvo mit Hybridtechnik in Göteborg unterwegs. Nach 12 Monaten liegen nun die ersten Werte vor, die belegen, dass der Dieselverbrauch bei diesem zukunftsweisenden Verkehrsmittel um über 30% geringer ist als bei sonst üblichen Bussen und Feinstaub-, sowie Stickoxidwerte (NO) sich um die Hälfte reduzierten.

Die Technik der Busse ist im Verhältnis relativ einfach, da ein kleiner Dieselmotor und ein Elektromotor koordiniert zusammenarbeiten. Bei jedem Bremsmanöver läd sich dabei die Batterie auf, an den Haltestellen schaltet der Dieselmotor ab, wobei der Elektromotor dann anfährt und die Beschleunigung bis auf etwa 20 km/h übernimmt, bevor sich der Dieselmotor wieder zuschaltet.

Insgesamt waren im letzten Jahr zwölf dieser Busse in Schweden, Norwegen, Dänemark, Deutschland, der Schweiz und in England unterwegs und wiesen überall die gleichen Ergebnisse auf, wobei die bisherigen Werte durch ein verändertes Fahrverhalten und eine Schulung der Fahrer noch verbessert werden kann. Auf Grund dieses positiven Ergebnisse wird Volvo nun in kurzer Zeit mit der ersten Standardserie der Busse beginnen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 4. Mai 2010

Probleme mit Fundgut bei Västtrafik

Wem kann es nicht passieren, dass ein Handy, ein MP3-Player oder eine kleine Digitalkamera aus der Tasche rutscht und dann im Bus, der Straßenbahn oder auf einer Fähre liegen bleibt und dann als Fundgut bei der Zentrale von Västtrafik am Slussplatsen in Göteborg landet. Selbst wenn der Verlust bereits wenig Minuten später entdeckt wird, so kann es ein weiter Weg sein bis man sein Lieblingsstück wieder in Händen hat.

Sicher kann der Besitzer bei einem Handy mit einer Beschreibung, dem PIN-Code und Angaben zu seiner Agenda aufwarten oder die Musikstücke seines MP3-Players aufzählen oder beschreiben welche Bilder mit einer Kamera gemacht wurden und damit, theoretisch, beweisen, dass er der Eigentümer des Kleinods ist, falls Västtrafik der gleiche Meinung wäre.

Um ein Handy ausgehändigt zu bekommen, fordert die Fundstelle bei Västtrafik, dass man nicht nur eine genaue Beschreibung liefern kann, sondern auch, dass man die Seriennummer kennt, die meist hinter der Batterie versteckte IMEI-Nummer zur Hand hat und den Kauf des Gerätes an Hand einer Quittung belegen kann. Nur bei Lieferung sämtlicher Details ist auch die Rückgabe eines Geräts garantiert, wobei Seriennummer und Quittung immer notwendig sind.

Herbert Kårlin

Montag, 29. März 2010

Västtrafik in Göteborg erhöht die Kontrollen

Nach Einführung des neuen Fahrscheinsystems bei Västtrafik Göteborg galt beim öffentlichen Verkehr der Stadt für Kontrolleure eine gewisse Toleranz walten zu lassen und es wurde versucht den Kunden eher das System zu erklären statt ein Protokoll auszustellen. Diese Schonfrist läuft nun zu Ostern aus und sowohl Rhythmus als auch Anzahl an Kontrollen werden nun erheblich ausgeweitet.

Das Fahrscheinsystem bleibt so unklar wie bisher und vor allem ältere Leute und Besucher Göteborgs stoßen häufig auf erhebliche Probleme, und das Fahren über mehrere Zonen verursacht immer noch häufig erhöhte Kosten wegen Fehlern des Lesegerätes, aber Västtrafik will das Schwarzfahren in diesem Jahr um mindestens 20% reduzieren und damit die jährlichen Einnahmen um 10 Millionen Kronen erhöhen statt ein einfacheres Ticketsystem zu benutzen.

Ab April werden nun im Schnitt jeden Monat 50.000 Personen mehr kontrolliert als im Vorjahr, wobei auch die Art der Kontrollen sich massiv ändert. Während bisher jeweils zwei bis drei Kontrolleure zustiegen um die Passagiere zu kontrollieren, setzt Västtrafik nun auch erhöht auf Kontrollen an Haltestellen. Dies bedeutet, dass sich zusätzlich zwischen 20 und 30 Kontrolleure an einer Haltestelle platzieren und dann auch jeden, der den Bus oder die Straßenbahn verlässt um seinen Fahrschein bittet. Mit einer Nulltoleranz soll die Anzahl der Schwarzfahrer dann im Laufe des Jahres auf 5% fallen.

Diese Maßnahmen führten auch dazu, dass der schwedische Verein planka.nu, der gegen einen Beitrag von monatlich 100 Kronen seinen Mitgliedern sämtliche Protokolle wegen Schwarzfahren bezahlt, neue Regeln in Göteborg einführen musste. Nur in Göteborg muss nun zusätzlich ein einmaliger Betrag von 300 Kronen beim Eintritt in den Verein bezahlt werden und die Selbstbeteiligung wurde pro Protokoll auf ebenfalls 100 Kronen festgelegt, was immer noch wenig ist im Verhältnis zu den 1600 Kronen, die für einen fehlenden Fahrschein fällig werden.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. Februar 2010

Busverkehr bricht in Göteborg zusammen

Fast der gesamte Busverkehr in Göteborg untersteht der Gesellschaft GS Buss AB, einer Tochtergesellschaft der Göteborgs Spårvägar. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über 400 Busse, die schon in Normalzeiten als alles andere als zuverlässig gelten und der Polizei durch Wartungsmängel mehrfach unangenehm aufgefallen sind. Bereits 2009 wurden wegen erheblichen Mängeln am Bremssystem einige Busse nach einer Verkehrskontrolle selbst vorübergehend aus dem Verkehr gezogen.

Die winterliche Situation und eine laienhafte Planung führte nun zu einem regelrechten Chaos. An einem einzigen Tag standen 50 der 400 Busse in der Werkstatt und warteten auf notwendigste Reparaturen. Reisende mussten bis zu einer Stunde auf eine Verbindung warten, da weder das Informationssystem von Västtrafik funktionierte, noch die Planer fähig waren sich auf eine veränderte Situation anzupassen.

Mikael Olsson, Planungsleiter der GS Buss AB, bedauert die langen Wartezeiten auf eingestellte Busse und entschuldigte sich bei den Kunden der öffentlichen Verkehrsbetriebe. Vorübergehend wurden nun Aushilfskräfte in den Werkstätten eingestellt, um die Reparaturen der Busse zu beschleunigen. Allerdings kann Olsson nicht erklären, wie die katastrophale Lage der Situation nach Einführung einer Maut in irgendeiner Weise verbessert werden kann, wenn, wie erhofft, noch mehr Göteborger die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen wollen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. Februar 2010

Spårvägen in Göteborg musste 2009 elf Millionen Kronen zurückzahlen

Auf rund 20.000 Straßenbahnen und 4700 städtische Busse Göteborgs warteten Reisende im Jahr 2009 umsonst. Aus den unterschiedlichsten Gründen kamen die Verkehrsmittel überhaupt nicht oder hatten eine Verspätung von über 20 Minuten, was bedeutet, dass die Göteborger Gesellschaft Spårvägen den bereits bezahlten Fahrpreis zurückerstatten muss.

Auch wenn es sich bei den eingestellten Reisen nur um 0,3 Prozent aller Fahrten handelt, so kommt bei einer Aufrechnung dennoch eine Summe von elf Millionen Kronen zu Stande, die der städtische Betrieb 2009 zurückerstatten musste, eine Summe, die man anderweitig sicher besser hätte einsetzen können.

Während bei Bussen ein kleiner Teil der Verspätungen auf Staus oder Unfälle zurückzuführen sind, sind die häufigsten Ursachen bei der schlechten Wartung der Busse und dem Mangel an Bussen zu suchen. Probleme bei Straßenbahnen sind auch bei besserer Wartung kaum zu verhindernd, da ein einziges Problem an einem Wagen oder ein Unfall mehrere Linien bereits für eine längere Zeit behindern kann.

Aber auch wenn Spårvägar jeden einzelnen Fall erklären kann und bei Einstellung einer Fahrt die entsprechenden Kosten erstattet, so hilft es jenen, die auf öffentliche Verkehrmittel angewiesen sind relativ wenig, wenn sie dadurch zu spät zur Arbeit kommen oder ihre Kinder im Kindergarten eine Stunde auf sie warten müssen, denn gerade auf öffentliche Verkehrsmittel muss man sich verlassen können. Noch mehr stellt sich die Frage wie die Göteborger Spårvägen, die die jetzigen Probleme schon nicht in den Griff bekommt, eine erhöhte Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nach Einführung der Maut in den Griff bekommen will.

Herbert Kårlin

Dienstag, 12. Januar 2010

Västtrafik in Göteborg muss seine Kunden besser informieren

Da man beim neuen Kartensystem, das Västtrafik in Göteborg am 18. Mai 2009 einführte, nicht mehr erkennen kann wieviel eine Reise kostet und entsprechende Angaben auch weder in Bussen noch Straßenbahnen zu finden sind, klagten im letzten Herbst zahlreiche Reisende beim Verbraucherverband gegen dieses undurchsichtige System des mehrkommunalen und regionalen Betriebes.

Nun bekam Västtrafik die Rechnung für dieses Verhalten präsentiert. Der Verbraucherverband KO (Konsumentverket) hat eindeutig festgestellt, dass die mangelnde Preisauszeichnung gegen das aktuelle Gesetz verstößt und daher nicht zulässig ist. Oberflächliche Hinweise auf der Webseite und Anschläge in der Hauptverkaufsstelle der Karten reicht nicht aus.

Die neue Situation stellt Västtrafik nun vor erhebliche Probleme, da der Betrieb nun in jedem Fahrzeug oder an jeder Haltestelle über Fahrpreise informieren muss, was mit erheblichen Kosten verbunden ist, aber auch eine bedeutende Herausforderung ist, da die Preisstruktur von Västtrafik nicht mit wenigen Worten klar erklärt werden kann. Um erst einmal Zeit zu gewinnen erwägt Västtrafik das Urteil eventuell anzufechten.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Öffentlicher Verkehr (Västtrafik) für Touristen in Göteborg

Ab 1. Januar benötigt jeder Besucher Göteborgs, der ein öffentlichen Verkehrsmittel benutzen will entweder einen Göteborgspass für einen oder zwei Tage, eine Tages- oder Dreitageskarte der Verkehrsbetriebe Göteborgs (Västtrafik) oder aber eine gültige schwedische Telefonkarte, um per SMS bezahlen zu können. Das neue Zahlsystem von Västtrafik tritt nun endgültig in Kraft.

In Göteborg ist es nicht mehr möglich in Bus, Straßenbahn oder Boot einen einfachen Fahrschein zu kaufen. Wer daher nachts per Flug, Bahn oder Boot ankommt muss ein Taxi nehmen oder, was sehr teuer werden kann, schwarz fahren, da man vom Ausland aus an keinerlei Fahrscheine kommt und eine Bezahlung per Kreditkarte in naher Zukunft ebenfalls nicht vorgesehen ist.

Die Tages- oder Dreitageskarten für den öffentlichen Verkehr Göteborgs kann man zu den üblichen Öffnungszeiten an zahlreichen Verkaufsstellen erwerben. Aber auch einige Hotels und Campingplätze bieten den Erwerb der Karten an. Wer jedoch die öffentlichen Verkehrsmittel Göteborgs nur ein bis dreimal am Tag benutzen will, muss pro Fahrt mit erheblichen Kosten rechnen, da der Mindestbetrag pro Karte 65 Kronen ist. Die Karten können zur Zeit nicht ins Ausland versandt werden, wodurch zahlreiche Besucher der Stadt im Jahre 2010 mit erheblichen Schwierigkeiten rechnen müssen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. November 2009

Neue Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Göteborgs

Während man in den Bussen Göteborgs schon lange keine Einzeltickets mehr in bar kaufen konnte, weitet Västtrafik nun die bargeldlosen Bezahlung auch auf Straßenbahnen und den gesamten Verkehr im Västra Götaland aus. Ab ersten Dezember 2009 wird daher der öffentliche Verkehr in Göteborg zu einem vielleicht europäisch einmaligen Hindernis für die Besucher der Stadt.

Wer außerhalb Göteborgs, Mölndals oder Partilles einen Bus nimmt wird in der Regel noch mit seiner Kreditkarte bezahlen können, da dort ab 1. Dezember entsprechende Automaten in Bussen angebracht werden. Innerhalb Göteborgs jedoch wird der Gast, zumindest am Tage seiner Ankunft, dazu gezwungen schwarz zu fahren, da hier keinerlei Vorrichtung vorgesehen ist, die eine bargeldlose Zahlung ermöglichen würde.

Einzeltickets innerhalb Göteborg können in Zukunft ausschließlich per SMS bezahlt werden, was jedoch den Besitz eines schwedischen Handys voraussetzt. Als Tourist wird man in der Regel auf den Göteborg-Pass oder den Kauf einer Tageskarte verwiesen, die nur an vorgegebenen Verkaufsstellen zu erhalten sind. Die Frage ist also nicht nur wie man als Besucher eine Verkaufsstelle während seiner Öffnungszeit findet, denn das nächste Problem ist der Preis, da eine Tageskarte, unabhängig von der Anzahl der Fahrten 6 Euro 50 kostet, selbst wenn man nur eine einzige Reise machen will. Das Ziel des Unternehmens Västtraffik kann daher nur darin liegen jedem Touristen den sinnvollen, umweltfreundlichen Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verwehren oder zum schwarz fahren zu zwingen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 25. August 2009

Neues Zahlsystem beim Göteborger Nahverkehrt verursacht Probleme

Das neu eingeführte Zahlsystem der Verkehrsbetriebe in Göteborg stößt auf Ablehnung und Kritik, da weder Benutzer noch die Fahrer von Bussen oder Straßenbahnen ausreichend informiert sind. Allein auf Grund der permanenten Fragen an Busfahrer können großenteils die Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden.

Kunden beschweren sich jedoch auch über überhöhte Abrechnungen und falsch eingestellte Automaten. Nicht selten klagen Benutzer der Göteborger Verkehrsbetriebe auch darüber, dass der dreifache Fahrpreis automatisch kassiert wurde oder dass das Benutzen der Karte für mehrere Personen gleichzeitig überhöhte Gebühren verursacht.

Die Verkehrsbetriebe der Stadt Göteborg sind mit Einführung eines neuen Zahlsystem bereits ein zweites Mal in Kritik geraten. Das erste Mal wurden neue Straßenbahnen aus Italien gekauft, die die Gleise verschleißen, Lärm verursachen und erhöhte Wartungskosten verursachen. Nun wurde ein Zahlungssystem aus Australien importiert, das bereits dort Probleme verursachte, wobei die Göteborger Methode natürlich ein zusätzliches Pfandsystem einführte, das die leeren Kassen von Västtrafik füllen soll. Der heutige Austausch eines Geschäftsführers kann diese Probleme wohl kaum beseitigen.

Herbert Kårlin