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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Västtrafik erneut in der Kritik

Wenn sich am 15. Dezember die Fahrpläne für die öffentlichen Verkehrsmittel Västtrafik ändern, so werden die Bewohner von Lerum und Alingsås, die als Pendler täglich nach Göteborg kommen, entdecken, dass sie ab diesem Tag weitaus länger auf die Anschlüsse zwischen Zügen und Bussen warten müssen als bisher, da Västtrafik wenig davon hielt die Fahrpläne zu koordinieren, sondern bei der Planung vor allem an das Einsparen von Kosten dachte.


Die Gemeinden Lerum und Alingsås sind allerdings nicht nur erbost über die Nachlässigkeit von Västtrafik, sondern vor allem darüber, dass die Verantwortlichen der öffentlichen Verkehrsmittel nicht einmal Kontakt mit ihnen aufnahmen um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Wie fast schon üblich in Göteborg, so wird zwar vom Wunsch der Kommunikation gesprochen, in der Tat aber jede Entscheidung von „oben“ herab gefällt, vor allem wenn sie Kritik herausfordert.

Västtrafik verteidigt sich lediglich damit, dass man bei einem Gespräch mit dem Straßen- und Schienenverkehrsamt feststellte, dass man nicht mehr Züge einsetzen kann als bisher. Und die Verantwortlichen fügen hinzu, dass dadurch ein Gespräch mit Lerum und Alingsås auch unsinnig gewesen wäre, da man Tatsachen nicht verändern kann. Niemand von Västtrafik ist allerdings der Meinung, dass man vielleicht die Busse in diesem Fall dem Schienenverkehr anpassen können hätte.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 11. Dezember 2012

Öffentlicher Verkehr in Göteborg bereitet sich auf die Citymaut vor

Um bis Januar genügend Erfahrungen für den Anstieg an Reisenden zu haben, die alle schneller als bisher ans Ziel kommen wollen, haben die Göteborger Verkehrsbetriebe Västtrafik am 9. Dezember ihre Fahrpläne der Zukunft angepasst und dabei auch zahlreiche Veränderungen an den Linien unternommen, was die Mehrheit der Fahrgäste diesen Montag erstmals erleben konnte. Das Ergebnis ist allerdings noch nicht unbedingt überzeugend.

Der neue Alependeln, eine Kurzstreckeneisenbahn, die ab Januar alle 15 Minuten gehen soll, zeigte am Montag Morgen die erste Schwäche, denn die ersten beide Züge wurden wegen Motorproblemen eingestellt und die Fahrgäste müssten auf überfüllte Busse ausweichen. Wer kein Smartphone mit Internet besaß, hatte auch gewisse Schwierigkeiten die neuen Abfahrtzeiten zu erfahren, da Västtrafik nahezu vollständig auf Internet setzt ohne dort jedoch immer die idealste Verbindung anzubieten, da die Verkehrsplaner von Västtrafik zu wenige Möglichkeiten testen.

Da seit Sonntag mehrere Schnellbusse an bisherigen Haltestellen vorbeifahren, waren nicht nur einige andere Busse maßlos überfüllt, sondern so mancher Fahrgast muss seit Montag mit dem Auto zur Arbeit fahren, da die neuen Verbindungen die Fahrzeit zur Arbeit um bis zu 30 Minuten pro Tag verlängern und frühere Direktverbindungen zu Umsteigeverbindungen machen. Noch hat Västtrafik drei Wochen Zeit um die entstandenen Probleme zu analysieren und abzuschaffen, damit die Einführung der Citymaut nicht zu einem Chaos wird.

Herbert Kårlin

Freitag, 27. Juli 2012

Rostige Straßenbahnen in Göteborg

Nachdem sich bei zwei der 15 neuen Straßenbahnen Göteborgs die Kugellager festgefressen hatten, wurden alle 15 Fahrzeuge zur Kontrolle aus dem Verkehr gezogen. Sehr schnell stellte man fest, dass das italienische Unternehmen Ansaldobreda ganz einfach vergessen hatte, dass Kugellager auch gefettet werden müssen. Bei fortgesetztem Betrieb hätten daher auch die anderen 13 Straßenbahnen größere Probleme verursacht.

Wenn dies das einzige Problem der bisher 55 gelieferten neuen Straßenbahnen wäre, so könnte man dies natürlich als menschliches Versagen betrachten, aber nachdem man auch feststellte, dass die neuen Fahrzeuge bereits zu rosten beginnen, so kann man sich natürlich die Frage stellen, ob es so sinnvoll war, dass sich der Stadtrat entschlossen hat nicht nach Qualität zu suchen, sondern nach dem billigsten Angebot.

Nun beginnt man im ersten Schritt sämtliche Kugellager auszutauschen, was bei zügiger Arbeit bis zum Beginn des Winterfahrplans im August vermutlich behoben sein kann. Da man jedoch mit Einbruch des Winters und der Einführung der Maut damit rechnet, dass die Anzahl der Passagiere steigen wird, bleibt die Frage, ob es ab Januar nur überfüllte Wagen geben wird oder aber der Verkehr vollkommen zusammenbrechen wird, da man kaum auf verkehrsgefährdende Busse ausweichen kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 25. August 2009

Neues Zahlsystem beim Göteborger Nahverkehrt verursacht Probleme

Das neu eingeführte Zahlsystem der Verkehrsbetriebe in Göteborg stößt auf Ablehnung und Kritik, da weder Benutzer noch die Fahrer von Bussen oder Straßenbahnen ausreichend informiert sind. Allein auf Grund der permanenten Fragen an Busfahrer können großenteils die Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden.

Kunden beschweren sich jedoch auch über überhöhte Abrechnungen und falsch eingestellte Automaten. Nicht selten klagen Benutzer der Göteborger Verkehrsbetriebe auch darüber, dass der dreifache Fahrpreis automatisch kassiert wurde oder dass das Benutzen der Karte für mehrere Personen gleichzeitig überhöhte Gebühren verursacht.

Die Verkehrsbetriebe der Stadt Göteborg sind mit Einführung eines neuen Zahlsystem bereits ein zweites Mal in Kritik geraten. Das erste Mal wurden neue Straßenbahnen aus Italien gekauft, die die Gleise verschleißen, Lärm verursachen und erhöhte Wartungskosten verursachen. Nun wurde ein Zahlungssystem aus Australien importiert, das bereits dort Probleme verursachte, wobei die Göteborger Methode natürlich ein zusätzliches Pfandsystem einführte, das die leeren Kassen von Västtrafik füllen soll. Der heutige Austausch eines Geschäftsführers kann diese Probleme wohl kaum beseitigen.

Herbert Kårlin