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Montag, 27. Januar 2014

Kritik zur Preispolitik des Göteborger Filmfestivals

Dieses Jahr muss man erstmals für jeden Film, den man während des Göteborger Filmfestivals sehen will, 90 Kronen oder mehr bezahlen, da es weder eine Tageskarte noch eine Dauerkarte gibt. Für einen Teil der Kinoliebhaber bedeutet diese Regel auf Filme verzichten zu müssen, zumal ein so hoher Preis für einige der älteren Filme oder für Experimentalfilme als zu hoch betrachtet wird. Sehr viele Besucher wünschen sich daher die Dauerkarten zurück und einen Preis, der wieder bei etwa 70 Kronen liegt.


Der Geschäftsführer des Filmfestivals, Mikael Fellenius, nimmt bei der Preispolitik eine etwas andere Position ein, auch wenn er der Öffentlichkeit keine Rechenschaft über Einnahmen und Ausgaben liefert, denn Fellenius spricht pauschal davon, dass das Filmfestival eine ausgeglichene Bilanz aufweisen muss, damit es auch in den kommenden Jahren veranstaltet werden kann, was ebenfalls logisch erscheint.

Interessant ist dabei jedoch, dass das Internationale Filmfestival in Göteborg mit seinen 200.000 Besuchern, den zahlreichen Sponsoren und den 200 kostenlosen Helfern über beträchtliche finanzielle Mittel verfügt und eine wichtige Einrichtung für die nordischen Produktionsfirmen ist, so dass sich natürlich die Besucher fragen wer diese hohen Summen tatsächlich erhält, denn immerhin können mehrere Millionen Kronen an Einnahmen verbucht werden.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Sonntag, 8. September 2013

Die Götheborg zurück im Heimathafen

Nach einer viermonatigen Reise kehrte die Götheborg am gestrigen Nachmittag wieder in ihren Heimathafen zurück, wo sie von vielen ehemaligen Expeditionsteilnehmern sehnsüchtig erwartet wurde. Eine kurze Zeit wird sie dann besichtigt werden können, um jedoch bereits im Oktober in der Werft eine Generalüberholung zu erhalten damit die Ostindiensegler im April wieder auf große Fahrt gehen kann, dieses Mal vielleicht für eine sehr lange Zeit.


Dass sich chinesische Sponsoren fanden, die der Götheborg die kommenden sieben Jahre das Überleben garantieren, hat auch seine Schattenseite, denn die Sponsoren fordern auch, dass die ersten Reise nach China gehen muss und dort die Küste entlang segelt und an zahlreichen Ort Halt macht. Anschließend soll die Fahrt nach Korea, Japan, Vancouver und schließlich entlang der amerikanischen Westküste führen, damit sie 2016 während der Olympiade in Rio de Janeiro liegen kann.

Da der Vertrag mit den chinesischen Sponsoren erst 2021 ausläuft, ist zu befürchten, dass die Götheborg erst zur 400-Jahrfeier der Stadt wieder in Göteborg anlegen wird und dann erneut vor einer ungewissen Zukunft steht. Die Geschäftsführung der Ostindischen Gesellschaft versichert allerdings, dass das Schiff die gesamte Zeit über unter schwedischer Flagge unterwegs sein wird und daher auch die schwedischen Gesetze, auch hinsichtlich der Arbeitsrechts, gelten werden, was allerdings ein geringer Trost für alle ist, die die Götheborg auch mit der fast gleichnamigen Stadt verbinden und sie immer wieder im Heimathafen sehen wollen.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 21. Juli 2013

Die Götheborg bis 2021 gerettet

Nachdem die Stadt Göteborg die SOIC (Svenska Ostindiska Companiet) AB, und damit den Ostindiensegler Götheborg, in Zukunft nicht mehr unterstützen wollte und auch andere Sponsoren kein großes Interesse mehr an einer langfristigen Unterstützung zeigten, musste sich die Leitung des Unternehmens nach Sponsoren umsehen, die wenig mit Göteborg zu tun haben, jedoch Interesse daran zeigen, dass die Götheborg weiterhin auf große Fahrt gehen kann.

Die Suche zeigte sich erfolgreich, denn ein chinesisches Konsortium hat sich entschieden der Götheborg das Überleben vorerst bis zum Jahre 2021 zu garantieren, erstaunlicherweise dem Jahr, an dem Göteborg 400 Jahre alt wird. Das Abkommen wurde bereits am Freitag in Göteborg unterzeichnet, wobei die Summe nicht genannt wurde, auch wenn man davon ausgehen kann, dass es sich um bis zu 100 Millionen Kronen handeln kann.

Auch wenn die Götheborg in Zukunft weiterhin ein Symbol Schwedens, und vor allem der Stadt Göteborg, sein wird, so werden die Reisen nun wohl mehr von China aus geplant, denn bereits im April 2014 wird das Schiff nach Xiamen in China aufbrechen, wo es nach seiner Ankunft mehrere Monate lang liegen wird, bevor es dann entlang der chinesischen Küste segelt. Wer daher dieses Symbol Göteborgs auch in seiner Heimatstadt sehen will, wird in Zukunft sehr lange darauf warten müssen, denn unter schwedischer Flagge zu segeln, heißt nicht auch in Schweden zu sein.

Herbert Kårlin

Freitag, 19. April 2013

Kein Zuschuss mehr für die Götheborg


Als die Replik des Segelschiffes Götheborg vor zehn Jahren das erste Mal den Göteborger Hafen verließ um auf dem Seeweg China zu erreichen und damit an die Glanzzeit der Ostindiengesellschaft erinnern sollte, hatte das Unternehmen bereits rund 300 Millionen Kronen verschlungen. Jedes Jahr musste die Stadt und die Region jedoch weitere zehn Millionen in die Instandhaltung investieren, eine Summe, die nur dann interessant ist wenn das Schiff auch entsprechend Werbung für Göteborg macht, was mittlerweile jedoch in Zweifel gezogen wird.

Nun hat der Göteborger Stadtrat das klare Zeichen gegeben, dass die bereits bezahlten Gelder, die den Unterhalt bis zum Jahr 2015 garantieren, die letzten sind, die in das Unternehmen Götheborg investiert werden. Falls die Svenska Ostindiska Companiet AB (SOIC) ihr Schiff weiterhin für Segeltouren benutzen will, so muss die Gesellschaft dies auf andere Weise finanzieren, was mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist, da in Krisenzeiten Sponsoren nicht gerade auf Prestigeobjekte setzen, die letztendlich nur der SOIC und Göteborg irgendwelchen Nutzen bringen.

Was allerdings ab 2015 aus der Götheborg wird, ist ungewiss, denn nach Vertrag kann die Stadt Göteborg das Segelschiff dann übernehmen und in ein ständiges Museum verwandeln, was mit Sicherheit gewisse Einnahmen garantieren würde, aber eine andere Klausel erlaubt es der Stadt auch ganz auszusteigen, was bedeutet, dass die Götheborg unter dieser Voraussetzung selbst ihre Anlegestelle verliert und nur noch zwei Möglichkeiten offen sind: Entweder es findet sich ein Käufer, oder aber das Schiff wird wieder in seine Einzelteile zerlegt.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 2. Februar 2013

Das Volvo Ocean Race kommt nach Göteborg

Gestern wurde die Entscheidung offiziell bekannt gegeben, das Volvo Ocean Race wird sowohl im Jahre 2015 als auch im Jahre 2018 sein Ziel in Göteborg haben und die Stadt erneut auf die Karte der wichtigsten Segelereignisse der Welt setzen. Bereits zweimal war Göteborg das Ziel des Rennens, nämlich 2002 und 2006, was jeweils eine bedeutende Menge an Zuschauern aus ganz Europa anzog.

Das zwölfte Volvo Ocean Race wird im Jahre 2014 im spanischen Alicante an den Start gehen und nach einem Jahr in Göteborg im Ziel ankommen. Auch wenn noch nicht alle Gasthäfen festliegen, so ist sicher, dass die Reise nach Recife in Brasilien und nach Auckland in Neuseeland gehen wird und das legendäre Kap Horn umrundet werden muss, was so mancher Equipe Schwierigkeiten bereiten kann.

Die Stadt Göteborg wird das Ereignis 25 Millionen Kronen kosten, ein Budget, das bisher in keiner Weise eingerechnet wurde. Sponsoren finanzieren dann weitere 40 Millionen Kronen. Bisher ist ein einziges schwedisches Boot zum Volvo Ocean Race  2014/15 angemeldet. Und es handelt sich nicht um irgend ein Boot, sondern ein Boot der SCA (Svenska Cellulosa Aktiebolaget) mit einer weiblichen Equipe, was sicher eine besondere Aufmerksamkeit erregen wird, wobei alle Schweden hoffen werden, dass es die segelnden Damen auch ins Ziel in Göteborg schaffen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Dezember 2012

Göteborg als Sponsor für die Jahreskarte

Städtische Angestellte in Västra Göteborg können sehr viel Geld sparen, wenn sie sich von der Stadt eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsbetriebe sponsoren lassen, auch wenn dies nicht bedeutet, dass sie die Karte billiger oder kostenlos erhalten. Der Vorteil liegt eher darin, dass sie eine Jahreskarte bekommen ohne diese auf einmal bezahlen zu müssen, da die Stadt nur jeden Monat einen entsprechenden Anteil vom Lohn abzieht und der Käufer dadurch 148 Kronen pro Monat spart, verglichen mit der normalen Monatskarte.

Städtische Angestellte, die dieses Angebot annehmen, unabhängig davon, ob sie nun das Auto stehen lassen um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen, den Bus oder die Straßenbahn nur gelegentlich und in der Freizeit benutzen wollen oder bereits Kunden der Verkehrsbetriebe Västtrafik sind, so bedeutet dies, dass sie dadurch eine indirekte Lohnerhöhung von 1775 Kronen erhalten, denn genau dies ist die Summe, die eine Jahreskarte billiger ist als zwölf übliche Monatskarten. Wer ohnehin die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt muss daher gestört sein, wenn er das Angebot nicht nutzt.

Nach Aussagen der Stadt führte das Sponsor-Angebot dazu, dass in den letzten zehn Monaten ein Drittel der Angestellten vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen sind, eine Aussage, die man vor allem dann versteht, wenn man bedenkt, dass seit dieser Zeit die kostenlosen Parkplätze für städtische Angestellte abgeschafft wurden und ein Parkplatz also mehr kostet als eine Monatskarte, ohne dass bisher die Kosten der kommenden Citymaut eingerechnet werden. Der Vorteil der Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel liegt allerdings auch darin, dass sie, im Gegensatz zur normalen Monatskarte, auch bei Nachtbussen gültig ist und in der Freizeit angewendet werden kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 16. August 2011

Weltkulturmusik in Göteborg mit wenig Nachwuchs

Nachdem dieses Jahr Studenten aus nichteuropäischen Ländern hohe Studiengebühren in Schweden bezahlen müssen, zeigen die Anträge in mehreren Fakultäten einen bedeutenden Rückgang ausländischer Studenten. Über die Maße betroffen ist der Zweig Weltkulturmusik der Universität Göteborg, an dem dieses Jahr maximal fünf Personen aus nichteuropäischen Ländern teilnehmen werden.

Da sich Weltkulturmusik gerade durch seine internationale Zusammensetzung auszeichnet und die Ausbildung darauf aufbaut Studenten mit unterschiedlichstem musikalischem Hintergrund zusammenzuführen, kann diese Tendenz zum Ende eines bedeutenden Ausbildungszweiges in Schweden werden. Da Göteborg im Rahmen der Weltkulturmusik noch nicht so bekannt ist wie andere Städte, wählten Studenten nach Einführung der Studiengebühr von bis zu 150.000 Kronen im Jahr, nun wieder die klassischen Orte London, Paris oder auch Berlin.

Um die Weltkulturmusik in Göteborg zu retten, will die Universität nun nicht nur daran arbeiten das Profil der Ausbildung und den Ruf des Studiums zu verbessern, sondern ist auch auf der Suche nach Sponsoren, die bereit sind Weltkulturmusik zu fördern, indem sie Studenten aus nichteuropäischen Ländern zu Stipendien verhelfen, damit sich fähige Studenten einen Ausbildungsplatz in Göteborg wieder leisten können.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. Januar 2011

Die Zukunft der Götheborg ungewiss


Fünf Jahre lang segelte die Götheborg über die Weltmeere, bevor nun Ende 2010 die Verträge mit den Sponsoren ausliefen. Natürlich will der eine oder andere Sponsor das Schiff noch hin und wieder mieten, was aber nicht bedeutet, dass unter ihnen jemand wäre, der weiterhin jedes Jahr Millionen in ein Prestigeobjekt steckt, das letztendlich nur Werbung für Göteborg macht.

Soll die Götheborg weiter über die Meere kreuzen, so müssen Stadt, Region und Land in den nächsten drei Jahren mindestens 30 Millionen Kronen in das Prestigeobjekt stecken, wobei Göteborg die Hauptlast von 20 Millionen Kronen übernehmen muss. Ob die Götheborg diese Summe in Form von zusätzlichen Einnahmen aus dem Tourismus finanzieren kann, ist jedoch mehr als ungewiss.

In jedem Fall wird Göteborg spätestens im Jahre 2014 die Replik übernehmen und finanzieren müssen und dann jährlich etwa 10 Millionen für die Instandhaltung des Bootes aufbringen müssen. Die größte Wahrscheinlich ist, dass die Götheborg spätestens dann als Museum benutzt wird, damit zumindest ein Teil der Kosten amortisiert werden können.

Copyright Foto und Text: Herbert Kårlin

Samstag, 3. Juli 2010

Segelwettbewerbe im Västra Götaland in der Krise

Die schwedische Westküste vor Göteborg und dem Bohuslän ist bekannt für seine Segelwettbewerbe. Von Långedrag bis Marstrand kann man nahezu jedes Wochenende au einer der Ausscheidungen als Zuschauer die Künste der Segelcrews oder Einhandsegler bewundern, oder aber selbst an einem Wettbewerb teilnehmen.

Diese zahlreichen Segelwettbewerbe erfordern hohe Investitionen und sind ohne finanzkräftige Sponsoren nicht aufrecht zu halten. Diese Erfahrung musste dieses Jahr auch Lysekils Women's Match machen, nachdem die beiden Sponsoren Stena und Preem diese Ausscheidung nicht mehr unterstützen wollten, da die Organisation zuviel Geld für die Einladung bedeutender Künstler wie Carola ausgab, statt das Geld sinnvoll für den Wettbewerb einzusetzen. Der einzige bedeutende weibliche Segelwettbewerb musste dieses Jahr daher abgesagt werden.

Stena setzt jedoch weiterhin auf Segeln und ist nun der Hauptsponsor des Stena Match Cup Sweden, der vom 5. bis zum 11. Juli in Marstrand stattfindet. Die Insel Marstrand im Bohuslän vereint europaweit die meisten und bedeutendsten Segelwettbewerbe. Allein für das Jahr 2010 stehen zehn Ausscheidungen auf dem Programm.

Herbert Kårlin

Samstag, 8. August 2009

Stena, Göteborgs bedeutendster Sponsor und Mäzen

Jedes Jahr gehen aus der Stena-Stiftung 25 Millionen Kronen an Forschung und Kultur. Stena ist mit dieser Summe der bedeutendste Wohltäter der Stadt ohne dessen Gelder viele kulturelle und wissenschaftliche Projekte auf der Strecke bleiben würden.

Die Sten A. Olssons Stifung, wie die Stena-Stiftung offiziell heißt, wird von Madeleine Olsson Eriksson verwaltet, die jedoch nicht in der Familienfirma mitarbeitet, sondern als Ärztin in Göteborg tätig ist. Die bedeutendsten Gelder der Stiftung unterstützen Aktivitäten der Chalmers Universität, des Kunstmuseums in Göteborg und das Brew House, das sich in Göteborg um Nachwuchsmusiker kümmert.

Aber nicht nur renommierte Institutionen werden von der Stena-Stiftung unterstützt, sondern auch unbekanntere Künstler wie Annika von Hauswolff, Åsa Fång, Johan Gry, Yngve Brothén und andere konnten sich dank der Stena-Stiftung mehr der Kunst widmen.

Die Stena-Stiftung setzt mit ihrer Stiftung mit einer alten Tradition des Mäzenats in Göteborg fort und ermöglicht dadurch eine Entwicklung, die ohne diese Gelder nicht möglich wäre. Da die Stena-Stiftung zurzeit über 300 Millionen Kronen verfügt ist seine Aktivität auch für die kommenden Jahre, trotz Wirtschaftskrise, gewährleistet.

Mehr zum Thema der Stena-Stiftung bei
Stena ger miljoner till kultur

Herbert Kårlin