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Freitag, 8. Februar 2013

Billige Verkehrsmittel für städtische Angestellte

Während der Versammlung am Mittwoch hat der Göteborger Stadtrat entschieden im Eilverfahren ein Projekt zu ermöglichen nach dem die 49.000 städtischen Angestellten eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmitteln zu Sonderkonditionen erhalten können, die weitaus günstiger sind als die bisherigen Jahreskarten. Die Angestellten sollen eine sogenannte Firmen-Jahreskarte erwerben können, die statt der üblichen 4285 Kronen nur 3000 Kronen kostet und dann noch in monatlichen Raten bezahlt wird, eine Vergünstigung, von der der Normalbürger der Stadt nur träumen kann.

Nach der Subvention für ein Fahrrad in Höhe von 1500 Kronen, können die Angestellten in Zukunft auch noch extrem preisgünstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, was man nahezu als Hohn bezeichnen kann, da die Stadt der Meinung ist, dass die Preise für Monatskarten für Normalbürger in Höhe von 505 Kronen für die Innenstadt zu billig sind und daher auf etwa 600 Kronen angehoben werden müssen. Da der Bürger Göteborgs jedoch keine Ratenzahlung hat, muss er also gegenwärtig bereits das Doppelte des städtischen Angestellten bezahlen, damit er zur Arbeit kommt und der Citymaut entgeht.

Nach der Vorsitzenden des Stadtrates, Anneli Hulthén, wird diese Aktion dazu führen, dass weitaus mehr städtische Angestellte die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen als bisher. Dass die Nutznießer für die Ratenzahlung keine Zinsen bezahlen müssen, sondern diese von den Steuern aller Göteborger bezahlt werden, hält Hulthén für eine Nebensache, was der Normalbürger der Stadt wohl kaum so sehen kann, da bei einem Kredit von nur 3000 Kronen bei der Bank erhebliche Zinsen anfallen. Und wenn man diese Zinsen mit nur 10.000 Nutznießern multipliziert, so erreicht man problemlos eine sechsstellige Zahl, die jene aufbringen dürfen, die nicht für die sozialistisch geführte Stadt arbeiten.

Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Dezember 2012

Göteborg als Sponsor für die Jahreskarte

Städtische Angestellte in Västra Göteborg können sehr viel Geld sparen, wenn sie sich von der Stadt eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsbetriebe sponsoren lassen, auch wenn dies nicht bedeutet, dass sie die Karte billiger oder kostenlos erhalten. Der Vorteil liegt eher darin, dass sie eine Jahreskarte bekommen ohne diese auf einmal bezahlen zu müssen, da die Stadt nur jeden Monat einen entsprechenden Anteil vom Lohn abzieht und der Käufer dadurch 148 Kronen pro Monat spart, verglichen mit der normalen Monatskarte.

Städtische Angestellte, die dieses Angebot annehmen, unabhängig davon, ob sie nun das Auto stehen lassen um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen, den Bus oder die Straßenbahn nur gelegentlich und in der Freizeit benutzen wollen oder bereits Kunden der Verkehrsbetriebe Västtrafik sind, so bedeutet dies, dass sie dadurch eine indirekte Lohnerhöhung von 1775 Kronen erhalten, denn genau dies ist die Summe, die eine Jahreskarte billiger ist als zwölf übliche Monatskarten. Wer ohnehin die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt muss daher gestört sein, wenn er das Angebot nicht nutzt.

Nach Aussagen der Stadt führte das Sponsor-Angebot dazu, dass in den letzten zehn Monaten ein Drittel der Angestellten vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen sind, eine Aussage, die man vor allem dann versteht, wenn man bedenkt, dass seit dieser Zeit die kostenlosen Parkplätze für städtische Angestellte abgeschafft wurden und ein Parkplatz also mehr kostet als eine Monatskarte, ohne dass bisher die Kosten der kommenden Citymaut eingerechnet werden. Der Vorteil der Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel liegt allerdings auch darin, dass sie, im Gegensatz zur normalen Monatskarte, auch bei Nachtbussen gültig ist und in der Freizeit angewendet werden kann.

Herbert Kårlin