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Samstag, 31. August 2013

Das Universeum in Göteborg bekommt weniger Geld

Im Regenwald der Universeum in Göteborg

Die Nachricht, dass das Universeum in Göteborg im nächsten Jahr statt dem erwarteten regionalen Zuschuss in Höhe von bisher jährlich zehn Millionen Kronen nur noch 7,4 Millionen Kronen erhält, schlug nahezu wie eine Bombe ein und bedeutet, dass an Projekten gespart werden muss und auch das Personal gekürzt wird, jedoch in einer Weise, dass es die Besucher der populärwissenschaftlichen Einrichtung nicht zu spüren bekommt.

Aber auch wenn die Kürzung des Budgets so kurzfristig kommt und dadurch gewisse Probleme bei der Planung des nächsten Jahres verursacht, so war diese Kürzung seit Jahren zu erwarten, da die Region Västra Götaland für diese Art an wissenschaftlichen Einrichtungen nur über ein jährliches Gesamtbudget von insgesamt 15 Millionen Kronen verfügt, die jedoch an sechs Einrichtungen verteilt werden müssen. Das Universeum war daher jahrelang privilegiert, jedoch mit dem Ziel, dass die dortige Geschäftsführung sich bald von einem Teil des Beitrags löst und sich von den Eintritten finanziert statt durch die Subventionen immer größere Projekte in die Wege zu leiten.

Die neue Verteilung der 15 Millionen Kronen soll nun so vor sich gehen, dass die Summe der Menge der Kinder angepasst wird, die man in der Nähe einer der sechs populärwissenschaftlichen Einrichtungen findet, was dem Göteborger Universeum immer noch knapp die Hälfte des Gesamtbudgets bringt. Allerdings sollen die bisherigen Stiefkinder, der Innovatum Teknikpark in Trollhättan und das Dalénium Science Center in Skövde, in Zukunft eine höhere Summe erhalten um ihre Einrichtungen ausbauen und besser entwickeln zu können.

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Freitag, 8. Februar 2013

Billige Verkehrsmittel für städtische Angestellte

Während der Versammlung am Mittwoch hat der Göteborger Stadtrat entschieden im Eilverfahren ein Projekt zu ermöglichen nach dem die 49.000 städtischen Angestellten eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmitteln zu Sonderkonditionen erhalten können, die weitaus günstiger sind als die bisherigen Jahreskarten. Die Angestellten sollen eine sogenannte Firmen-Jahreskarte erwerben können, die statt der üblichen 4285 Kronen nur 3000 Kronen kostet und dann noch in monatlichen Raten bezahlt wird, eine Vergünstigung, von der der Normalbürger der Stadt nur träumen kann.

Nach der Subvention für ein Fahrrad in Höhe von 1500 Kronen, können die Angestellten in Zukunft auch noch extrem preisgünstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, was man nahezu als Hohn bezeichnen kann, da die Stadt der Meinung ist, dass die Preise für Monatskarten für Normalbürger in Höhe von 505 Kronen für die Innenstadt zu billig sind und daher auf etwa 600 Kronen angehoben werden müssen. Da der Bürger Göteborgs jedoch keine Ratenzahlung hat, muss er also gegenwärtig bereits das Doppelte des städtischen Angestellten bezahlen, damit er zur Arbeit kommt und der Citymaut entgeht.

Nach der Vorsitzenden des Stadtrates, Anneli Hulthén, wird diese Aktion dazu führen, dass weitaus mehr städtische Angestellte die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen als bisher. Dass die Nutznießer für die Ratenzahlung keine Zinsen bezahlen müssen, sondern diese von den Steuern aller Göteborger bezahlt werden, hält Hulthén für eine Nebensache, was der Normalbürger der Stadt wohl kaum so sehen kann, da bei einem Kredit von nur 3000 Kronen bei der Bank erhebliche Zinsen anfallen. Und wenn man diese Zinsen mit nur 10.000 Nutznießern multipliziert, so erreicht man problemlos eine sechsstellige Zahl, die jene aufbringen dürfen, die nicht für die sozialistisch geführte Stadt arbeiten.

Herbert Kårlin

Samstag, 29. Dezember 2012

Weniger Theater für Jugendliche in Göteborg

Auch wenn Göteborg landesweit noch eine privilegierte Position unter den schwedischen Gemeinden einnimmt, in denen Schulen ihre Schülern mindestens einmal im Jahr zu einen Besuch im Theater, im Kino oder einer anderen kulturellen Veranstaltung animiert, so sehen die tatsächlichen Zahlen geradezu ernüchtern aus, da die Kulturabteilung Göteborgs diese Besuche als Nebensache betrachtet.

Da Göteborg ab 2011 keinerlei Anweisungen mehr gibt, dass Gymnasialschüler einmal im Jahr eine Bühne besuchen sollen und einmal einen Kinobesuch zu planen haben, ist die Anzahl der Theaterbesuche von 6500 im Jahre 2011 auf 3500 im Jahre 2012 gefallen, was bedeutet, dass die Mehrheit der Schüler der verschiedensten Schulklassen kein Theater oder Kino mehr von innen sehen. Die Ursache liegt natürlich daran, dass Göteborg diese Besuche nicht mehr subventionieren will, da man hier Geld sparen kann, das in Gehälter und die Infrastruktur gesteckt werden kann.

Bis zum Jahre 2010 hing die Höhe der Subventionen von den einzelnen Stadtteilen ab, so dass ein Theaterbesuch im Schnitt 50 Kronen kostete, aber auch umsonst sein konnte oder 100 Kronen erreichte. Auch bei dieser Methode waren die Kinder in ärmeren Stadtteilen mit einer hohen Einwanderungsquote im Nachteil, aber der Begriff Kultur war zumindest eine Thema für jene, die später zu Theaterbesuchern werden sollen. Sollte die Kulturverwaltung Göteborgs sich nicht bald wieder zu einer Kulturförderung bei Schülern entscheiden, so werden 2013 noch weniger Schüler erfahren was Kultur im Grunde bedeutet und irgendwann stehen die Theater leer.

Herbert Kårlin

Montag, 26. März 2012

Göteborg will West Sweden verlassen

Nach den zahlreichen Unregelmäßigkeiten des Unternehmens West Sweden, das den Gemeinden der Region zu Subventionen aus der Europakasse verhelfen sollte und der Kritik, dass das Unternehmen wenige tatsächliche Ergebnisse zeigte, wollen nun mehrere Teilhaber von West Sweden aussteigen. Dass sich die Staatsanwaltschaft ebenfalls für das Gebaren des Chefs in Brüssel interessiert, spielt sicher auch eine Rolle für diese Entwicklung.

Auch die Beamten der Stadt Göteborg schlagen nun einen Ausstieg aus West Sweden vor, da in ihren Augen die 2,6 Millionen, die die Stadt jedes Jahr an West Sweden bezahlen muss, in keiner Relation zu den bisherigen Ergebnissen steht. Mit dem Ausstieg Göteborgs, dem zweitgrößten Teilhaber von West Sweden, müssten sich die Aktivitäten des Unternehmens erheblich einschränken oder auch zur Schließung der Firma führen.

Seit 2008 hat die Stadt Göteborg bereits, parallel zu West Sweden, ein eigenes Büro in Brüssel unterhalten, das die gleichen Ziele verfolgte wie West Sweden, allerdings mit dem Unterschied, dass diese Lobbyarbeit nicht die Region Västra Götaland, sondern nur die Stadt Göteborg betrifft. Die Steuerzahler der Stadt müssen daher seit 2008 zweimal für das gleiche Ziel bezahlen ohne einen bedeutenden Nutzen davon zu haben.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Sport lockt in Göteborg keine Mädchen

Seit 2003 bekommt jeder Sportverein Göteborgs für ein Mädchen, das an einem Training oder einem sportlichen Ereignis teilnimmt, 50 Öre mehr als für einen Jungen. Ziel dieser zusätzlichen Subvention sollte sein, dass die Vereine mehr Mädchen anziehen und damit im Sport für eine Gleichstellung sorgen sollten, denn immer weniger junge Mädchen interessieren sich für eine sportliche Aktivität.

Gegenwärtig ist der weibliche Anteil bei den 350 subventionierten Sportvereinen Göteborgs gerade einmal 35 Prozent und liegt damit immer noch auf dem gleichen Niveau wie 2003. Obwohl mittlerweile acht Jahre seit der Erhöhung des Beitrags für Mädchen vergangen ist, will die Stadt von keinem Versagen reden, sondern erwägt, im Gegensatz dazu, den höheren Beitrag wieder zu streichen, da die Vereine ihrer Aufgabe nicht nachkommen.

Die Vereine wiederum, die bisher kaum junge weibliche Teilnehmer bewerben, sondern hoffen, dass diese allein den Weg zu ihnen finden, wollen einen noch höheren Beitrag für Mädchen und sehen das Problem beim abnehmenden Sportunterricht in den Schulen, da ihrer Meinung nach Mädchen nicht zum Sport finden können, wenn sie nicht rechtzeitig verschiedene Sportarten ausprobieren können.

Herbert Kårlin

Freitag, 30. September 2011

Göteborger Blasorchester bekommt Probleme

Die gestrige Entscheidung des Göteborger Stadtrates kam für das Göteborg Wind Orchestra (Göteborger Blasorchester) wie ein Schock, denn die Stadt entschied, dass das Orchester in Zukunft noch weniger Geld erhalten wird als bisher, obwohl das Blasorchester bereits heute unter finanziellen Problemen leidet und daher auf Subventionen angewiesen ist.

Bisher wurde das GWO (Göteborg Wind Orchestra) jährlich mit 5,775 Millionen Kronen subventioniert, im nächsten Jahr erhält es noch 5,4 Millionen, im Jahr 2013 dann noch 4,5 Millionen und anschließend 4 Millionen, eine Summe, die das Ende des Blasorchesters bedeuten kann, das seine Wurzeln im Blasorchester der Göteborger Straßenbahnen im Jahre 1905 hat und seit 1992 ein professionelles Blasorchester ist.

Nach der Stadtverwaltung Göteborg werden die Gelder für andere kulturelle Aktivitäten benötigt und das Göteborg Wind Orchestra soll entweder nur noch aus Teilzeitmusikern bestehen, sich auflösen oder in den Göteborgssymfonikern aufgehen. Weiterhin meint die Stadt, das das Göteborger Blasorchester auch auf eigenen Beinen stehen kann, wenn es private Investoren sucht.

Herbert Kårlin