Posts mit dem Label Autohersteller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Autohersteller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 8. April 2014

Volvo gründet Privatuniversität in Göteborg

Gestern gründete der schwedisch-chinesische Autohersteller Volvo in Göteborg eine eigene Privatuniversität, die sich allerdings nicht an die Allgemeinheit richtet, sondern ausschließlich an Angestellte des Unternehmens, die in verschiedenen Ausbildungsbereichen mit unterschiedlicher Ausbildungsdauer gezielt für die Bedürfnisse Volvos ausgebildet werden, auch wenn sich die angebotenen Ausbildungen im Niveau den staatlichen Universitäten anpassen.


Volvo will mit dieser Universität allen Angestellten des Unternehmens weltweit die Möglichkeit zu einer qualifizierten Fortbildung bieten. Neu bei diesem Konzept ist allerdings, dass auch Arbeiter und Angestellte Zugang zu diesen Ausbildungen haben werden und nicht nur Ingenieure oder hoch spezialisierte Arbeiter. Da die ersten Ausbildungen erst in wenigen Wochen beginnen werden, ist das Auswahlverfahren für diese universitären Ausbildungen bisher unbekannt.

Die firmeninterne Ausbildungen stehen theoretisch allen fest bei Volvo angestellten Personen zur Verfügung und werden voraussichtlich dazu führen, dass Volvo seinen gesamten Nachwuchs intern ausbilden wird und damit Spitzenkräfte schaffen kann, das, je nach Ausbildung, vertraglich langfristig an Volvo gebunden sein wird. Die Ausbildungen und Ausbildungspläne werden den Angestellten Volvos in Kürze über Intranet zur Verfügung stehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Volvo und Göteborg ziehen nicht am gleichen Strang

Der Kommunikationsdirektor des Göteborger Autoherstellers Volvo war bestürzt als er vernehmen musste, dass die Stadt Göteborg in Brüssel deutlich zeigte, dass die Stadtverwaltung das Auto negativ sieht und propagiert, dass die Göteborger ihre Fahrzeuge zu Hause lassen sollen, was man auch damit übersetzen kann, dass Autos als überflüssig angesehen werden, da es öffentliche Verkehrsmittel gibt. Natürlich weisen die führenden Politiker diese Aussage zurück, denn Volvo ist einer der wichtigsten Arbeitgeber Göteborgs.


In der Tat will jedoch die Stadtverwaltung alle Autos aus der Stadt verbannen, was sich nicht nur an der ständig geringer werdenden Anzahl an Parkplätzen und den Parkzeiten von maximal 30 Minuten in der Innenstadt zeigt, sondern auch an der aggressiv geführten Umweltpolitik. Sicher muss die Luft in der Stadt besser werden, aber dies ist kaum möglich, so lange 45 Prozent der Bewohner sagen, dass sie auf ihre Autos angewiesen sind, da die öffentlichen Verkehrsmittel vollkommen unsinnig geplant sind und keine Alternative bieten. Zudem liegen alle Einkaufszentren außerhalb der Stadt, die nur mit einem Auto anzufahren sind.

Dass ausgerechnet Göteborg eine autofeindliche Politik betreibt, ist ohnehin ein problematisches Thema, denn Steuern und Arbeitsplätze bietet vor allem Volvo, der Autohersteller der Stadt. Ohne Volvo werden sich die finanziellen Probleme der Stadt, die auch die Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel bei etwa 1000 Kronen für die Innenstadt sieht, nur noch größer, denn die gigantischen Projekte der Stadt für Infrastruktur und 400-Jahresfeier hängen von den Einnahmen ab, also vom Verkauf von Autos, auch nach Göteborg.

Copyright: Herbert Kårlin