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Sonntag, 13. April 2014

Das Göteborger Rathaus wird neu eingeweiht

Nachdem die städtische Baugesellschaft Higab das Göteborger Rathaus gegen eine Rechnung von rund 135 Millionen Kronen renovierte, konnte das Gebäude, das ursprünglich von Nicodemus Tessin dem Älteren im 17. Jahrhundert in holländischem Ziegel gebaut worden war und das heutige Aussehen erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Gunnar Asplund erhielt, am gestrigen Samstag neu eingeweiht werden.


Zur Einweihung bot der Stadtrat, der in den kommenden Tagen ganz dort einziehen wird, den Bürgern der Stadt zwei Tage der offenen Tür, was sowohl die Bürgernähe der Stadtführung demonstrieren als auch das Arbeitsumfeld der Gewählten zeigen sollte. Entsprechend war bereits am Samstag der Andrang sehr hoch, der sich am heutigen Sonntag vermutlich sogar noch verstärken wird.

Wer sich für die tatsächliche Renovierung der Räume des Rathauses interessiert, wird allerdings an zahlreichen Türen feststellen, dass die Stadt klare Grenzen gesetzt hat und wenig Interesse daran zeigt seinen Bürgern mehr als die reinen Arbeitsräume der Repräsentanten zu zeigen, denn der Zugang zu den reich geschmückten Räumen, die vor allem der Repräsentation dienen, wird den Besuchern versperrt. Gezeigt wird der nüchterne Teil des Gebäudes, der nur wenige Stunden pro Woche benutzt wird, auch wenn den Besuchern vorgespiegelt wird, dass sich dort das Leben der Stadtverwaltung abspielt. Nicht einmal ein kleines Büro einer Angestellten wird am Tag der offenen Tür geöffnet.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 21. September 2013

Stena Wohnungsbau kann in Göteborg renovieren

Als Stena Wohnungsbau Ende vergangenen Jahres erklärte 770 Wohnungen im Pennygången in Göteborger Stadtteil Högsbo modernisieren und renovieren zu wollen und die Kosten den Mietern der Wohnungen in Form einer Mieterhöhung von bis zu 60 Prozent aufzulasten, spürte man einen Widerstand gegen Stena wachsen, denn die Mehrheit der Mieter war nicht in der Lage die neuen Mieten zu bezahlen und Stena hatte aus den vorhergehenden Mieteinnahmen keine Rücklagen für eine Renovierung geschaffen, was rechtlich gesehen auch keine Vorschrift ist.

Nun zeigt sich, dass nur noch sieben von 54 Wohnungen, die in der ersten Renovierungsphase aufgerüstet werden sollen, bewohnt sind, denn alle anderen Mieter haben sich mittlerweile um eine andere Wohnung gekümmert, auch wenn diese oft in einer weitaus schlechterer Lage zu finden war und der Umzug für die Kinder mit zahlreichen Problemen verbunden war. Nur sieben Mieter wollen versuchen ihre Rechte auf ihre Wohnungen zum alten Mietpreis oder mit geringen Mieterhöhungen durchsetzen, auch wenn ihre Chance zu gewinnen gering ist.

Für Stena ging jedoch der Plan auf, denn niemand zwingt sie nun für ihre Mieter während der Umbauten eine neue Wohnung zu finden und gleichzeitig werden sie bis 2017 in ihrem zentralen Wohngebiet voraussichtlich alle Familien mit geringem oder normalem Einkommen los und können, dank der Wohnungsnot, Ausschau nach zahlungskräftigen Mietern halten. Bis 2017 wird damit ein bisher normales Wohngebiet Göteborgs mit guten Verkehrsverbindungen zu einem Luxusgebiet werden, mit Bewohnern, die weitaus weniger Widerstand zeigen werden als die bisherigen und nahezu eine Neubauwohnung mit modernstem Standard erhalten.

Herbert Kårlin