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Sonntag, 15. Juni 2014

Gustav II. Adolf in neuem Glanz

Neun Monate lang war Gustav II. Adolf nun unter Plastik versteckt damit ihm die Restauratoren und Konservatoren nach fast 160 Jahren wieder ein neues Gesicht verleihen konnten, denn der saure Regen, die Möwen und die Stürme hatten ihm ganz schön zugesetzt und der Gründer der Stadt Göteborg war nahezu unansehnlich geworden. Am letzten Donnerstag waren nun die Semester des Königs endlich zu Ende.


Die Restaurationsarbeiten an Gustav II. Adolf waren weder einfach, noch billig, aber da Gustav Adolfs Göteborg im Jahre 2021 genau 400 Jahre alt wird, empfand der Stadtrat die Summe von zwei Millionen Kronen als gerechtfertigt, zumal einige Teile des Königs, insbesondere sein Mantel, bereits stark vom Rost durchsetzt waren und Feinheiten der künstlerischen Arbeiten schon lange nicht mehr sichtbar waren.

Während man die Arbeiten an Gustav II. Adolf als sehr erfolgreich bezeichnen kann, so musste man sich mit dem Marmorsockel auf dem der König steht, mit einem Kompromiss zufrieden geben, denn es ist unmöglich Marmor nach so vielen Jahren wieder seinen weißen Glans zurückzugeben. Völlig neu ist jedoch das Schwert des Königs, da das alte nicht mehr zu retten war. Nun hofft man den Gründer der Stadt Göteborg, zumindest für die kommenden 100 Jahre, erhalten zu haben.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Samstag, 8. März 2014

Die Modernisierung des Gustav Adolf Torg

Die Modernisierung des Gustav Adolf Torg in Göteborg, dem Zentrum der Stadtverwaltung und der zentralste Punkt des alten Göteborg wird eine sehr teure Angelegenheit für die Steuerzahler der Stadt, denn die Renovierung des Rathauses, dessen ältester Teil ins Jahr 1672 zurückreicht, kostete bereits 135 Millionen Kronen und kann demnächst wieder von der Stadtverwaltung in Anspruch genommen werden.


Die Kosten für die Restauration der Statue von Gustav II. Adolf im Zentrum des Platzes erscheinen mit unter einer Million Kronen dabei nahezu wie ein Taschengeld. Aber nun wartet eine weitaus größere Arbeit bei der die Kosten noch gar nicht genau abzusehen sind, aber mit Sicherheit die 300 Millionen Kronen überschreiten werden. Die Arbeiten sind bereits ab Herbst 2014 geplant und zudem dringend notwendig, denn eine ganze Häuserzeileam Gustav Adolf Torg hat sich gesenkt, so dass das Fundament nun gestützt, beziehungsweise erneuert, werden muss.

Da Göteborg auf Lehm gebaut wurde, weswegen auch Kanäle nach Amsterdamer Muster nötig wurden, geriet nicht nur das stadshuset, das Stadthaus, in eine Schräglage, sondern auch die Börse, die erst 1849 eingeweiht wurde und bei wichtigen offiziellen Empfängen eine bedeutende Rolle spielt. Da man die Gebäude als solches in ihrem gegenwärtigen Zustand erhalten will, wagt niemand zu sagen wie teuer die unterirdischen Arbeiten tatsächlich werden. Noch weniger will man von all den anderen Gebäuden sprechen denen mit dem Bau des Västlänken ein ähnliches Schicksal droht, denn immerhin handelt es sich dabei um einige Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 12. November 2013

Archäologischer Fund in Göteborg

Als man in der Domkirche in Göteborg einen neuen Aufzug einbauen wolllte, stießen die Bauarbeiter auf einen erstaunlichen Fund, nämliche die Reste einer alten Kirchenmauer, die rund 400 Jahre alt ist und aller Wahrscheinlichkeit nach  innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Gründung Göteborgs durch Gustav II. Adolf gebaut wurde. Es handelt sich dabei um die ältesten archäologischen Funde des heutigen zentralen Göteborg.

Obwohl die alte Mauer nur in einer Tiefe von 30 Zentimeter lag, war sie bisher nicht entdeckt worden. Andererseits war natürlich diese erste Kirche, die im Laufe der Zeit mehrere verschiedene Namen hatte, überwiegend aus Holz gebaut, eine Gebäude, das am 15. April 1721, gemeinsam mit weiteren 211 Häusern, völlig abbrannte. Das gleiche Schicksal erlitt auch die folgende Kirche, die an der gleichen Stelle erbaut wurde, denn auch diese fiel dem Feuer zu Opfer, was erklärt, warum die aktuelle Domkirche nur bis 1815 zurückreicht.

Aber wie üblich in Göteborg, so wird man diese historische Mauer vermutlich nur kurze Zeit zu sehen bekommen, da sie vermutlich mit dem Einbau des neuen Aufzugs für immer verschwinden wird und als Fotosouvenir im Stadtmuseum aufbewahrt wird. Für einige Wochen wird der archäologische Fund jedoch hinter einer Plexiglasscheibe zu betrachten sein bevor sie von der „Zukunft“ Göteborgs einzementiert wird.

Copyright: Herbert Kårlin