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Sonntag, 15. Juni 2014

Gustav II. Adolf in neuem Glanz

Neun Monate lang war Gustav II. Adolf nun unter Plastik versteckt damit ihm die Restauratoren und Konservatoren nach fast 160 Jahren wieder ein neues Gesicht verleihen konnten, denn der saure Regen, die Möwen und die Stürme hatten ihm ganz schön zugesetzt und der Gründer der Stadt Göteborg war nahezu unansehnlich geworden. Am letzten Donnerstag waren nun die Semester des Königs endlich zu Ende.


Die Restaurationsarbeiten an Gustav II. Adolf waren weder einfach, noch billig, aber da Gustav Adolfs Göteborg im Jahre 2021 genau 400 Jahre alt wird, empfand der Stadtrat die Summe von zwei Millionen Kronen als gerechtfertigt, zumal einige Teile des Königs, insbesondere sein Mantel, bereits stark vom Rost durchsetzt waren und Feinheiten der künstlerischen Arbeiten schon lange nicht mehr sichtbar waren.

Während man die Arbeiten an Gustav II. Adolf als sehr erfolgreich bezeichnen kann, so musste man sich mit dem Marmorsockel auf dem der König steht, mit einem Kompromiss zufrieden geben, denn es ist unmöglich Marmor nach so vielen Jahren wieder seinen weißen Glans zurückzugeben. Völlig neu ist jedoch das Schwert des Königs, da das alte nicht mehr zu retten war. Nun hofft man den Gründer der Stadt Göteborg, zumindest für die kommenden 100 Jahre, erhalten zu haben.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Mittwoch, 9. April 2014

Neue Probleme mit Göteborgs Straßenbahnen

Während die Bevölkerung in Göteborg wächst und mangels Parkplätzen und Citymaut zudem immer mehr Bürger zu den öffentlichen Verkehrsmitteln greifen wollen, zeigt sich gerade diese Entwicklung als Problem, denn auch wenn die notwenige Menge an Straßenbahnen in Göteborg steht, so sind diese noch lange nicht einsatzfähig. Auf mehreren Strecken verkehren daher nur Einzelwagen, die nur die Hälfte der sonst üblichen Personenmenge fassen können.


Seit langem ist den Bürgern der Stadt bekannt, dass die Hälfte der „nagelneuen“ Straßenbahnen aus Italien in der Werkstatt auf eine Rostsanierung warten, da die tragende Struktur am durchrosten ist. Wann diese Wagen wirklich wieder einsatzbereit sind, steht bisher in den Sternen, da sich die Stadt Göteborg mit dem Hersteller Ansaldobreda bisher über die Reparaturen nicht einigen konnte, was darauf schließen lassen kann, dass bereits die Auftragsvergabe Göteborgs wohl nicht ganz eindeutig war.

Nun zeigt sich aber noch ein weiteres Problem mit den älteren noch verkehrenden Straßenbahnen, denn da 118 dieser Wagen noch aus den 60er und 70er Jahren stammen, zeigt sich nun ein Mangel an Ersatzteilen, aber gerade Motoren, Kupplungen und mehrere elektrische Komponenten müssen immer wieder einmal ersetzt werden, auch wenn die Teile nicht mehr hergestellt werden. Von Göteborg geplant war natürlich die ältesten Straßenbahnen als Ersatzteillager für die noch besseren Wagen zu verwenden und dann eine nach der anderen durch neue italienische Straßenbahnen zu ersetzen. Gegenwärtig sieht es jedoch so aus, dass auch ein Wagen von 1965 noch einige Jahre halten muss, was gar nicht so einfach umzusetzen ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 9. Februar 2013

Erneut Probleme mit der Göteborger Strassenbahn

Nachdem die aus Deutschland gekauften Züge in Nordschweden die Winterverhältnisse nicht verkraften und durch 30 Jahre alte Züge aus Skåne ersetzt werden müssen, zeigt sich in Göteborg mit den neuen Straßenbahnen ein noch weitaus grösseres Problem, das selbst die Schwierigkeiten und Kosten in Nordschweden übertrifft, denn ein Teil der kürzlich in Italien erworbenen Straßenbahnen musste nun wegen erheblichen Rostproblemen im Unterbau aus dem Verkehr gezogen werden.

Für die Stadt waren beim Einkauf dieser Straßenbahnen nur die Kosten von Interesse und die Bürokraten machten sich keinen Gedanken darüber, dass eine im Süden für den Süden konstruierte Straßenbahn unter schwedischen Verhältnissen wohl Probleme bekommen kann. Während die Göteborger Straßenbahnen aus den 60er Jahren immer noch mit einer normalen Wartung auskommen und rollen, rostet italienisches Material bereits nach einem Jahr. Dass die Stadt deswegen umdenkt, ist natürlich illusorisch, denn sie will bis zu 100 weitere Straßenbahnen vom gleichen Unternehmen bestellen, da der Einkaufspreis ansprechend ist. Dass durch ständige Ausfälle und Reparaturen die Kosten bald die teuerste Lösung überbieten werden, scheinen die Schreibtischtäter nicht zu verstehen.

Der Rost ist dabei eigentlich nur eines von vielen Problemen, denn weder die Lieferzeiten wurden bisher eingehalten, die Lager in den Rädern waren nicht geschmiert und das Kreischen der Wagen in den Kurven lässt so manchen den Atem anhalten. Dabei sind zuverlässige Straßenbahnen in Göteborg dringend nötig, denn der Betrieb nimmt nach Einführung der Citymaut zu und viele der alten Wagen sind weder für Kinderwagen noch für Rollstühle geeignet. Jeder Tag mit Straßenbahnen von Ansoldabreda sind dagegen eine Zumutung, die den Göteborger Steuerzahler die nächsten Jahre viele Millionen kosten wird, denn dass diese Fahrzeuge ebenfalls 50 Jahre halten, glaubt wohl niemand.

Herbert Kårlin