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Montag, 5. September 2011

Der Havstensfjorden wird Naturschutzgebiet

Gestern wurde der Havstensfjorden vor den Schäreninseln Orost und Tjörn im Bohuslän offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt indem Ann-Christin und Lars Bäckström auf der M/S Sunningen die Knoten eines Seiles öffneten. Der Wunsch dieses Gebiet im Västra Götaland zum Schutzgebiet zu erklären geht bis auf die 60er Jahre zurück, als der Ornithologische Verein begann dort die Vögel zu zählen und feststellte, dass vor allem Eiderenten eine Vorliebe für den Havstensfjorden zeigen.

Nach den Umweltverbänden des Västra Götaland war der Schutz seit dem 90er Jahren sogar eine Notwendigkeit geworden, als nicht nur der Bestand der Eiderenten drastisch zurückging, sondern die Enten dort immer weniger Junge aufzogen. Während in den 80er Jahren noch 4000 Enten auch 4000 Junge aufzogen, konnte man bei der letzten Zählung gerade noch 1800 Eiderenten zählen, die 186 Junge hatten.

Eine ähnliche Entwicklung konnte man beim Dorsch (Kabeljau) feststellen, der früher für die Fischer der Umgebung ein wichtiges Einkommen war. Die Fische konnten in den letzten Jahren im Havstensfjorden kaum noch Laichplätze finden und ihr Bestand geht erschreckend stark zurück. Es ist jedoch zu befürchten, dass der Schutz des Fjordes für einige Vogel- und Fischarten bereits zu spät kommt, da der Fjord immer mehr vom Tourismus entdeckt wird, der mit ihren Freizeitbooten den Tieren sicher nicht die notwendige Ruhe und Sicherheit bringt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 10. April 2011

Kleidungstauschtag in Göteborg

Gestern wurden auf Initiative des schwedischen Naturschutzbundes in 40 Städten Schwedens eine Kleidungstauschtag veranstaltet, an dem Göteborg, wo Kleidungstausch bereits eine gewisse Tradition hat, ebenfalls teilnahm, wenn auch die Information über diese Aktion etwas zu wünschen übrig ließ.

Dennoch kamen zum Lagerhaus am Järntorget zwischen 500 und 600 Personen, die fünf ihrer Kleidungsstücke gegen fünf andere austauschen wollten. Zeitweise entwickelte sich eine lange Schlange bereits vor dem Eingang des Lagerhauses, was den Erfolg solcher Aktionen in Göteborg beweist.

Nach dem Naturschutzbund kann Kleidungstausch statt Kleidungskauf ein bedeutender Beitrag im Umweltschutz sein, denn um ein Kilo Kleidung herzustellen spart man 8000 Liter Wasser, drei Kilo Chemikalien und sämtliche Energie, die zur Produktion und dem Transport von Kleidungsstücken nötig sind.

Herbert Kårlin