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Freitag, 7. März 2014

Eine teure Fahrt in Göteborg für die Nordkaparen

Wie jedes Museumsboot, so muss auch das U-Boot Nordkaparen, das man im Erlebniszentrum Maritiman in Göteborg besuchen kann, hin und wieder überholt werden. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Zerstörer Småland im Trockendock der Werft lag, soll nun auch das beliebte U-Boot dort wieder in Schuss gebracht werden, denn immerhin reicht die letzte offizielle Fahrt bereits bis in die 80er Jahre zurück und der letzte Besuch in der Werft fand vor 16 Jahren statt. Die Besucher des Bootmuseums sollen die Nordkaparen jedoch nicht auf dem Grund des Flusses finden, sondern es  weiterhin gefahrenlos besichtigen können.

Im Inneren des U-Boots Nordkaparen

Bevor die Nordkaparen jedoch auf die andere Seite des Flusses zur Werft transportier werden kann, muss der Göta älv ausgebaggert werden, da Messungen mit dem Echolot zeigten, dass sich sehr viel Schlamm, Gestein und Sendimente zwischen dem Ankerplatz bei Maritiman und der Fahrrinne befindet. Nach ersten Berechnungen werden die Kosten für das Ausbaggern bei über zwei Millionen Kronen liegen, auch wenn die Nordkaparen lediglich eine Wassertiefe von knapp fünf Metern benötigt.

Dass die Kosten des Ausbaggerns, die nicht im Budget von Maritiman eingerechnet wurden, so hoch sind, liegt allerdings am Problem, dass sich im Schlamm sehr viele Umweltgifte befinden, die man auf keinen Fall im Göta älv freisetzen darf, ein Problem, das in Göteborg allgemein bekannt ist, da früher in den Werften sehr viele Gifte benutzt wurden, der Lack der Flussschiffe oft Gifte enthält und man in Göteborg zudem der Schlick in einem Seitenarm des Flusses lagerte, der von dort aus auch langsam den Weg zurück zum Göta älv findet. Bleibt nun die Frage, wer das Ausbaggern bezahlen wird, denn MAritiman verfügt nicht über die nötigen Mittel.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. Januar 2011

Giftiger Schlick im zentralen Göteborg

Bereits heute ist der Grund des Lundyhamnen im zentralen Göteborg stark von Schwermetallen belastet, da hier früher, wie überall entlang des nördlichen Älvstrandes, die Anlagen der Göteborger Werftindustrie lagen. Ab nächster Woche wird dieses Problem durch ein weiteres Problem zu einer ökologischen Zeitbombe ausgebaut.

Bereits in den nächsten Tagen wird das Hafenbecken durch einen 200 Meter langen Damm, den Göteborg Schutzwall nennt, teilweise geschlossen, dass man dort den gesamten abgebaggerten Schlick des Göta Älv lagern kann, ohne dass er zurück in den Fluss kommt. Dieser Schlick ist, durch den regen Schiffsverkehr auf dem Göta Älv ebenfalls eine bedeutende Umweltbelastung.

Bis zum Jahre 2020 sollen dann im Lundbyhamnen, der heute eine Wassertiefe von neun Meter aufweist, mit 150.000 Kubikmeter Schlick gefüllt werden, wodurch die Wassertiefe auf vier Meter reduziert wird und auf fünf Metern Dicke mit Umweltgift angereichert ist. Anschließend wird der Schlick mit einem Meter Sand überdeckt und, voraussichtlich, ein Hafen für Freizeitboote entstehen.

Herbert Kårlin