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Samstag, 4. Mai 2013

Göteborg braucht 60 Meter lange Straßenbahn

Nach einer Studie des Göteborger Straßenverkehrsamts sind auf Seiten der Insel Hisingen bei der aktuellen Entwicklung der Bauvorhaben und der Bevölkerungsstruktur neue Ideen zu finden um den Verkehr auch in wenigen Jahren noch zu leisten, denn die langen Busse werden selbst dann nicht als Transportmittel reichen, wenn sie in einem Rhythmus von allen 180 Sekunden verkehren, also doppelt so häufig als bisher, davon abgesehen, dass der Fuhrpark nicht existiert.

Sobald die Bauvorhaben im Göteborger Stadtteil Hisingen abgeschlossen sind, werden dort auf einem relativ kleinen Raum 32.000 Personen wohnen, die zur Arbeit fahren müssen und etwa die gleiche Anzahl an Studenten werden die universitären Einrichtungen dort täglich benutzen. Die Anzahl der Fahrgäste wird daher täglich einer mittleren Stadt Schwedens entsprechen, wobei die Bevölkerung dort zudem durch den Fluss vom Zentrum Göteborgs getrennt ist.

Nach ersten Hochrechnungen werden für den Transport dieser Bevölkerungsmenge Straßenbahnen benötigt, die eine Länge von 60 Metern haben und alle vier Minuten verkehren. Da man auf Hisingen die Haltestellen neu bauen muss, dürfte dies auf der Insel auch kein Problem sein, aber in allen anderen Teilen der Stadt zu Problemen führen, da dort alle Haltestellen für Straßenbahnen von maximal 32 Meter gebaut wurden und viel unter ihnen aus technischen Gründen auch nicht verlängert werden können.

Herbert Kårlin

Samstag, 5. Januar 2013

Schlechte Luft in Göteborg

Da zum 31. Dezember 2012 zahlreiche zusätzlichen Grenzwerte zur schädlicher Luftbelastung endgültig erreicht sein sollten, riskiert Schweden im Jahr 2013 eine Strafe von bis zu 180 Millionen Kronen an Europa bezahlen zu müssen, da nach wie vor 16 Städte die zulässigen Grenzwerte überschreiten. Bereits vor zwei Jahren war Schweden wegen Überschreitung der bis dahin geltenden Werte verurteilt worden ohne sich großartig angestrengt zu haben die gesundheitsschädliche Belastung zu reduzieren.

Göteborg gehört mit zu jenen Städten, die über die schlechteste Luft des Landes verfügen und als selbsternannte umweltfreundliche Stadt eines der schlechtesten Beispiele geben, da alle Bemühungen bisher nur oberflächlich waren und notwendige Maßnahmen, zum Beispiel der Einsatz von umweltfreundlichen Bussen, kaum in der Diskussion stehen, obwohl die tatsächlichen Probleme in einigen Stadtteilen nicht von einer Citymaut mit reduziertem Stadtverkehr behoben werden kann, da andere Straßen dadurch um 50 Prozent mehr befahren werden.

Göteborg hat bisher das Verbot von Spikes, das die Abgabe von Feinpartikeln verhindert, nur ansatzweise umgesetzt, eine Umgehungsstraße, die den schweren Lastwagenverkehr, der die Stadt nur als Transit benutzt, kommt nicht einmal zum Gespräch und das Verlagern der innerstädtischen Stena-Boote in einen Randbezirk wird ebenfalls abgelehnt, obwohl dies bedeutet, dass rund um die Uhr Lastwagen mit laufendem Motor auf die Fähren warten und durch die Stadt fahren müssen. Der linksorientierte Stadtrat kennt die Probleme seit Jahren ohne sich an eine sinnvolle Entscheidung zu wagen, die die Stadt wirklich in eine umweltfreundliche Großstadt verwandeln  könnte.

Herbert Kårlin