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Samstag, 5. Januar 2013

Schlechte Luft in Göteborg

Da zum 31. Dezember 2012 zahlreiche zusätzlichen Grenzwerte zur schädlicher Luftbelastung endgültig erreicht sein sollten, riskiert Schweden im Jahr 2013 eine Strafe von bis zu 180 Millionen Kronen an Europa bezahlen zu müssen, da nach wie vor 16 Städte die zulässigen Grenzwerte überschreiten. Bereits vor zwei Jahren war Schweden wegen Überschreitung der bis dahin geltenden Werte verurteilt worden ohne sich großartig angestrengt zu haben die gesundheitsschädliche Belastung zu reduzieren.

Göteborg gehört mit zu jenen Städten, die über die schlechteste Luft des Landes verfügen und als selbsternannte umweltfreundliche Stadt eines der schlechtesten Beispiele geben, da alle Bemühungen bisher nur oberflächlich waren und notwendige Maßnahmen, zum Beispiel der Einsatz von umweltfreundlichen Bussen, kaum in der Diskussion stehen, obwohl die tatsächlichen Probleme in einigen Stadtteilen nicht von einer Citymaut mit reduziertem Stadtverkehr behoben werden kann, da andere Straßen dadurch um 50 Prozent mehr befahren werden.

Göteborg hat bisher das Verbot von Spikes, das die Abgabe von Feinpartikeln verhindert, nur ansatzweise umgesetzt, eine Umgehungsstraße, die den schweren Lastwagenverkehr, der die Stadt nur als Transit benutzt, kommt nicht einmal zum Gespräch und das Verlagern der innerstädtischen Stena-Boote in einen Randbezirk wird ebenfalls abgelehnt, obwohl dies bedeutet, dass rund um die Uhr Lastwagen mit laufendem Motor auf die Fähren warten und durch die Stadt fahren müssen. Der linksorientierte Stadtrat kennt die Probleme seit Jahren ohne sich an eine sinnvolle Entscheidung zu wagen, die die Stadt wirklich in eine umweltfreundliche Großstadt verwandeln  könnte.

Herbert Kårlin

Freitag, 4. Dezember 2009

Die Nachteile der kommen Straßenmaut in Göteborg

Nachdem bereits der Erfolg der geplanten Straßenmaut in Göteborg nicht unbedingt gewährleistet ist, haben Fachleute nun einen bedeutenden Nachteil der kommenden Straßenmaut festgestellt, der für eine große Schicht an Göteborgern gesundheitliche Nachteile und eine Lärmbelastung mit sich führen wird.

Einige Teile Göteborgs verzeichnen heute schon die schlechteste Luft Schwedens, die jeder dritte Göteborger als belastend betrachtet. Feinpartikel und Kohlendixid sind dabei oft weit über den europäischen Grenzwerten, wobei das Fahren mit Spikes die Probleme im Winter noch erheblich vergrößert.

Nach neueren Untersuchungen werden nach Einführung der Straßenmaut zwar einige der Schadstoffe in der Innenstadt reduziert, was jedoch auf Kosten anderer Stadtteile geht, denn vor allem die Anwohner des Hisingsleden, des Söder- und des Västerleden werden mit höheren gesundheitlichen Schadstoffen belastet werden als bisher, die dann ebenfalls über den offiziellen Grenzwerten liegen.

Die Stadt Göteborg konnte zwar während des letzten Jahrzehnts die Schadstoffemission erheblich reduzieren, ohne jedoch auch nur annähernd das gewünschte und notwendige Ziel zu erreichen. In mancher Hinsicht wird daher die Straßenmaut in Göteborg gesundheitlich mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen, sollte die Stadt nicht maßgeblich am Umweltschutz arbeiten.

Herbert Kårlin