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Donnerstag, 5. September 2013

Einfacher Standard für Studentenwohnungen in Göteborg

Kurz nachdem sich die kommunale Firma Bostadsbolagen in Göteborg entschieden hat bis zum Jahre 2015 selbst Studentenwohnungen zu bauen um damit 700 zusätzliche Wohnungen zu stellen, kommt nun ein kleiner Dämpfer für all jene, die in die neuen Wohnungen einziehen wollen, oder aber in irgendeine neue gebaute Studentenwohnung der Stadt ziehen wollen, denn die Wohnungen werden nicht den bisherigen Standard haben.

Das Bauamt der Stadt Göteborg hat nämlich beantragt die bisherigen Regeln zum Bau von Wohnungen für Studenten grundsätzlich aufzuheben um kleinere Wohnungen mit weniger Komfort, dafür aber auch etwas billiger, bauen zu dürfen, was natürlich bedeutet, dass der Quadratmeterpreis für die neuen Mieter kaum unter dem heutigen liegen wird, sie jedoch weniger geboten bekommen und deswegen auch weniger zu zahlen haben.

Der Gedankengang der Göteborger Stadtplaner und des Stadtrates ist indes politisch und in einer Notlage nahezu logisch, denn in deren Augen ist es Studenten nur recht auf Größe und Komfort einer Wohnung zu verzichten, wenn dies die einzige Chance ist überhaupt eine eigene Unterkunft zu finden. Es stört diese Studenten sicher auch nicht mit mehr Lärm, ohne Aufzug und geringerem Komfort zu leben als ursprünglich zu ihren Gunsten bestimmt wurde. Ob dadurch natürlich wirklich mehr Studentenwohnungen gebaut werden, das sei noch dahingestellt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. August 2013

Ein gigantischer Wolkenkratzer für Göteborg

Göteborg versucht sich immer wieder mit besonderen Bauprojekten hervorzuheben, was sich mit dem neuesten Projekt im Stadtteil Hisingen besonders deutlich ausdrückt, denn wenn alle so läuft wie es sich die Stadt vorstellt, wird dort Skandinaviens höchstes Haus entstehen, nämlich ein Wolkenkratzer mit 60 Etagen und einer Gesamthöhe von 201 Metern, der sich mit Geschäften, Büroräumen und Wohnungen füllen soll, offensichtlich natürlich nur für jene, die sich diesen Luxus auch leisten können, denn die Preise werden sich an der obersten Schicht ansiedeln.


 Skizze: Okidoki Arkitekter/Seta Byggnads

Für den Stadtarchitekten Björn Siesjö handelt es sich bei diesem Bau für ein Prestigeobjekt, das Göteborg auf die Karte der berühmtesten Bauten Europas setzen soll, auch wenn das Aussehen des Gebäudes bisher ungewiss ist, da erst eine Ausschreibung über das Aussehen entscheiden wird, eine Ausschreibung, die vermutlich für alle großen Architekturbüros weltweit von Interesse ist, da das Projekt immerhin mit zwei Milliarden Kronen angesetzt ist.

Das Hochhaus, das den Namen Karlavagnstorget (Der Turm zum Großen Bären) heißen soll, wird etwa 500 Wohnungen beinhalten, die zum Teil Teil einen Blick über Göteborg, über den Göta Älv und über die Schären bis nach Vinga bieten werden, was sich auch auf den Preis auswirken wird und daher kaum das Wohnungsproblem in Göteborg lösen wird. Der Turm auf Hisingen wird doppelt so hoch werden wie das bisher, allerdings noch unvollendete, höchste Gebäude Göteborgs, nämlich der dritte Turm des Hotels Gothia Towers, der rund 100 Meter in die Höhe ragt. Selbstverständlich soll der gigantische Turm zur 400-Jahrfeier der Stadt im Jahre 2021 fertig gestellt sein.

Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Mai 2013

Mietwohnungen werden in Göteborg unerschwinglich

Als die schwedische Regierung sich entschied das Gesetz zur Untermiete zu ändern und nicht nur erlaubte die Preisgestaltung dem Marktwert anzupassen, sondern zudem den Besitzern eines Bostadsrätts die Möglichkeit bot ihre Wohnungen auch gegen den Willen der Genossenschaft unterzuvermieten, sollte dies dazu führen, dass das Angebot an Wohnungen expandiert und die Wohnungsnot abgebaut wird.

Jeder denkende Mensch des Landes zweifelte an dieser Aussage, allen voran die Mieterverbände. Nun zeigt sich, dass, zumindest in Göteborg, zwar tatsächlich mehr Wohnungen zur Untermiete angeboten werden, insbesondere über die Site blocket.se, aber die Mietforderungen Höhen erreichen, dass es für Normalverdiener nahezu unmöglich wurde in nur einer halbwegs guten Lage eine Wohnung in Untermiete zu finden, die mit dem Einkommen in Einklang steht und damit die Jahre zu überbrücken bis eine eine feste Wohnung gefunden wurde.

Gegenwärtig bietet ein Vermieter Göteborgs eine Einzimmerwohnung mit 35 Quadratmetern für monatlich 12.500 Kronen an, eine Summe, die Jugendliche bei zahlreichen Arbeitsstellen nicht einmal ausbezahlt bekommen. Nach dem Mieterverband hätte die Wohnung vor der Gesetzesänderung gerade einmal 4500 Kronen gekostet. Auch wenn dieses Beispiel, ähnlich einer Vierzimmerwohnung für 34.500 Kronen pro Monat, die Spitze des Eisbergs sind, so ist es üblich, dass sich Wohnungen in Untermiete im letzten Jahr um 20 bis 30 Prozent verteuerten, also nur noch von der gehobenen Schicht gemietet werden können.

Herbert Kårlin