Samstag, 31. März 2012

Regenbogenfarben nehmen Göteborg ein

Zwischen dem 30. Mai und dem 3. Juni 2012 werden in Göteborg zum 6. HBTQ-Festival erneut die Regenbogenflaggen gehisst. Fünf Tage lang wird man in der Stadt über Kunst und Kultur, aber auch über rechtliche und soziale Fragen der HBTQ-Kultur (Homosexualität, Bisexualität, Transvestismus, Queer) reden und jede Art von Veranstaltungen und Ausstellungen zum Thema bieten.

Die Veranstaltungen des HBTQ-Festival sind, wie schon die vergangenen Jahre, überwiegend kostenlos, wobei das Zentrum dieses Jahr nicht nur der Bältespännareparken sein wird, sondern auch die gesamten Anlagen der Trädgårdsföreningen unter dem Zeichen der Regenbogenfarben sein wird, die die Vielfältigkeit der menschlichen Gesellschaft ausdrücken in der früher übliche Grenzen gesprengt werden.

Das diesjährige HBTQ-Festival, zu dem zahlreiche Gäste aus mehreren Ländern eingeladen sind, steht unter dem Motto „Mach Göteborg zu einer farbigen Stadt“, wobei dieses Jahr mit rund 130.000 Besuchern gerechnet wird, wenn man davon ausgeht, dass etwa die gleiche Menge nach Göteborg kommen wird wie voriges Jahr. Den Abschluss des HBTQ-Festivals wird eine farbenprächtige Parade sein an der auch Repräsentanten der Stadt Göteborg teilnehmen und die mit einem großen Abschlussfest in Liseberg enden wird.
Herbert Kårlin

Freitag, 30. März 2012

Tanz- und Theater-Festival in Göteborg

Vom 18. bis zum 26. Mai findet in Göteborg das 10. internationale Tanz- und Theaterfestival statt, das dieses Jahr auf elf verschiedenen Bühnen 40 Vorstellungen mit Künstlern aus 15 Ländern präsentiert. Das Göteborger Festival ist Teil des europäischen Projekts NXTSTP, in dem sieben europäische Festivals zusammenarbeiten um jungen Nachwuchskünstlern über die Grenzen hinweg zum Durchbruch zu verhelfen.

Außer den sehr anspruchsvollen Vorstellungen, die modernste Theaterkunst und Tanz miteinander verbinden, bieten sich während des Festivals zahlreiche Möglichkeiten die Darsteller zu treffen und über ihre Arbeit zu diskutieren, an Workshops teilzunehmen oder Seminare zu besuchen, die alle das europäische moderne Theater und Gegenwartstanz zum Thema haben und die Zukunftsperspektiven der beiden Kunstrichtungen beleuchten.

Im Rahmen des diesjährigen Strindberg-Jahres ist auch ein Tag des Göteborgs Dans & Teater Festivals diesem international bekannten schwedischen Künstler gewidmet. Schauspieler des Stadttheaters, des Volkstheaters und des Backa Theaters werden das gesamte Stadttheater von den Treppen bis zur Bar und den Bühnen mit dem Gedankengut Strindbergs füllen. Vom frühen Morgen bis spät in die Nacht wird der Geist Strindbergs zu fühlen sein, angefangen von seinen positiven Seiten bis zum Dämon, der ihn zeitweise besessen hat,

Herbert Kårlin

Donnerstag, 29. März 2012

Göteborg nimmt in Schweden eine Spitzenposition ein

Nach einem Rapport der städtischen Organisation Business Region Göteborg mit Anneli Hulthén als Vorsitzende ist Göteborg gegenwärtig die aufstrebendste und wirtschaftlich gesündeste Stadt Schwedens. Nach dem vorgelegten Konjunkturrapport gehören die in der Stadt registrierten Unternehmen zu den aufstrebendsten und zukunftssichersten des Landes, was sich nicht nur an den Umsätzen, sondern auch an der Entwicklung des Arbeitsmarkts zeigt.

Nach dem vorgelegten Rapport nimmt vor allem die Arbeitslosigkeit in der Region Göteborg weitaus schneller ab als in anderen Regionen oder Städten des Landes, wobei man den Zahlen jedoch nicht entnehmen kann wie hoch der Anteil an kostenlos arbeitende Praktikanten und Personen in Fortbildungsmaßnahmen ist. Nach der stadteigenen Statistik liegt die Arbeitslosigkeit in Göteborg jedoch mit 7,4 Prozent um 1,3 Prozent unter jener des schwedischen Durchschnitts.

Nach den Analytikern der Business Region Göteborg stiegen die offenen Arbeitsstellen im Februar in Schweden um gerade einmal 1,7 Prozent, während jene in Göteborg um 15 Prozent anstiegen und gegenwärtig, mit nahezu 6000 freien Arbeitsplätzen im Februar, die höchste Anzahl seit 1993 erreicht. Nach der BRG (Business Region Göteborg) liegt die Zukunft Schwedens jedenfalls in Göteborg. Wenn der Rapport von einem von der Stadt unabhängigen Institut ausgeführt worden wäre oder ins Detail gehen würde, so wäre sie allerdings aussagekräftiger und glaubwürdiger.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. März 2012

Hilfe bei abgebrochenem Gymnasium

Im Rahmen des von Europa mit 97 Millionen Kronen finanzierten schwedischen Projekts „Plug In“, will die Stadt Göteborg zwischen 2012 und 2014 mehr Schüler dazu animieren ihre Gymnasialstudien zu Ende zu führen, aber auch die Quote des guten Abschlussbewertungen verbessern. Die Vorbereitungen des Projekts sind bereits voll im Gange, auch wenn die praktische Arbeit erst zum Herbst beginnen soll.

In erster Linie will Göteborg zwei Pädagogen einstellen, die, zum Teil auch indirekt als Koordinator, mit allen Schulabbrechern Kontakt aufnehmen und sie davon überzeugen sollen das Gymnasium abzuschließen. Gegenwärtig beenden in Göteborg jährlich etwa 1000 Schüler zwischen 16 und 19 Jahren die Schule ohne Abschluss. Auch wenn ein Teil unter ihnen dann den Abschluss auf dem Zweiten Bildungsweg nachholt, bleiben gegenwärtig zu viele Schüler auf der Strecke und haben Probleme einen Arbeitsplatz zu finden.

Nach einem europäischen Ziel sollen bis zum Jahre 2020 weniger als zehn Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren ihre Schulbildung ohne gymnasialen Abschluss beendet, eine Zahl, die gegenwärtig europaweit bei 14,1 Prozent liegt. Auch wenn Schweden bereits heute mit 9,7 Prozent das Ziel erreicht hat, wollen die meisten Gemeinden des Landes ihre Quote weiterhin verbessern, da eine gute Ausbildung als Schlüssel zum beruflichen Erfolg gilt.

Herbert Kårlin

Dienstag, 27. März 2012

Kein Arbeitsmangel bei Wahl der richtigen Schule

Während die meisten Gymnasienschüler im Västra Götaland mit Berufsausrichtung in wenigen Monaten verzweifelt, und meist ohne jede Aussichtschance, nach einer Arbeitsstelle suchen müssen, können sich jene des Naturbruksgymnasiums in Lerdala, die den Bereich Forstwirtschaft gewählt haben, ganz beruhigt ihrer Zukunft entgegensehen, denn bereits Monate vor dem Schulabschluss haben 80 Prozent unter ihnen einen Arbeitsvertrag in der Tasche.

Die Schüler das Sparresäter Naturbruksgymnasium im Västra Götaland, die nach ihrem Abitur direkt ins Arbeitsleben wollen und kein Studium wählen und sich entschieden hatten sich zu Maschinenführer oder Mechaniker mit der Ausrichtung Forstwirtschaft ausbilden zu lassen, gehören gegenwärtig zu den meist gesuchten Arbeitern Schwedens, bei denen selbst mittlere Noten noch eine sichere Anstellung garantieren.

Gegenwärtig bleiben jedes Jahr rund 200 Stellen für Maschinenführer offen, da eine große Anzahl an Waldarbeitern durch Rente ausscheidet und nur eine sehr begrenzte Anzahl an Schülern sich zu Berufen in der Forstwirtschaft entscheiden. Auch die Sparresäter Gymnasiumsschule ist mit seinen jährlich rund zehn Abschlüssen nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber Forstwirtschaft lockt trotz der hohen Nachfrage an Arbeitskräften nur relativ wenige Jugendliche.

Herbert Kårlin

Montag, 26. März 2012

Göteborg will West Sweden verlassen

Nach den zahlreichen Unregelmäßigkeiten des Unternehmens West Sweden, das den Gemeinden der Region zu Subventionen aus der Europakasse verhelfen sollte und der Kritik, dass das Unternehmen wenige tatsächliche Ergebnisse zeigte, wollen nun mehrere Teilhaber von West Sweden aussteigen. Dass sich die Staatsanwaltschaft ebenfalls für das Gebaren des Chefs in Brüssel interessiert, spielt sicher auch eine Rolle für diese Entwicklung.

Auch die Beamten der Stadt Göteborg schlagen nun einen Ausstieg aus West Sweden vor, da in ihren Augen die 2,6 Millionen, die die Stadt jedes Jahr an West Sweden bezahlen muss, in keiner Relation zu den bisherigen Ergebnissen steht. Mit dem Ausstieg Göteborgs, dem zweitgrößten Teilhaber von West Sweden, müssten sich die Aktivitäten des Unternehmens erheblich einschränken oder auch zur Schließung der Firma führen.

Seit 2008 hat die Stadt Göteborg bereits, parallel zu West Sweden, ein eigenes Büro in Brüssel unterhalten, das die gleichen Ziele verfolgte wie West Sweden, allerdings mit dem Unterschied, dass diese Lobbyarbeit nicht die Region Västra Götaland, sondern nur die Stadt Göteborg betrifft. Die Steuerzahler der Stadt müssen daher seit 2008 zweimal für das gleiche Ziel bezahlen ohne einen bedeutenden Nutzen davon zu haben.

Herbert Kårlin

Sonntag, 25. März 2012

2821 Einwanderer werden in Göteborg zu Schweden

Dieses Jahr sind 2821 Einwanderer zur Einbürgerungszeremonie am 6. Juni im Göteborger Schlosswald geladen, rund 400 mehr als noch im Vorjahr. Zum siebten Mal will Göteborg mit diesem Fest die neuen Schweden, die sich in Göteborg niedergelassen haben, willkommen heißen und ihnen damit ein wahres Zugehörigkeitsgefühl zur Stadt vermitteln.

Auch wenn nicht alle eingeladenen Gäste anwesend sein wollen, die Anwesenden jedoch Freunde und Angehörige zum Fest mitbringen dürfen, werden sich dieses Jahr zwischen 2500 und 3000 Personen im Schlosswald vereinen. Da dieses Jahr auch das Jahr des Kindes ist, will Göteborg insbesondere auf Aktivitäten für Kinder setzen und nach Möglichkeit auch einen Kinderchor einladen.

Auch wenn nur diejenigen Göteborger, die voriges Jahr die schwedische Staatsbürgerschaft verliehen bekamen eine persönliche Einladung erhalten und während der Feierlichkeiten zwischen 11 und 13 Uhr einen Willkommensbrief mit einigen kleinen Geschenken erhalten werden, so sind dieses Jahr jedoch auch alle anderen Göteborger auf dem Festplatz am Stora Dammen willkommen und können den Tänzen, der Musik und den anderen Veranstaltungen folgen.

Herbert Kårlin