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Dienstag, 15. April 2014

Ein Göteborg der Widersprüche

Nach dem neuesten schwedischen Qualitätsindex SKI sind die Bewohner Göteborgs weitaus weniger mit dem Service zufrieden, der ihnen von der Stadt geboten wird als die Einwohner Stockholms oder Malmös. Nach Auswertung der Umfrage erreicht Göteborg gerade einmal Platz 174 von 290, liegt also ein ganzes Stück unterhalb des Durchschnitts. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass nur rund 60 Prozent der Bewohner Göteborgs mit ihrem städtischen Service überwiegend zufrieden sind.


Wenn man gesamt Westschweden betrachtet, so stellt man allerdings auch fest, dass man die zufriedensten Bürger der Region Västra Götaland in Linköping suchrn muss, das bei der Zufriedenheit der Bewohner auf Platz neun kam und auf Öckerö, das den 24. Platz einnimmt. Leider ist auch der letzte Platz in der westschwedischen Region zu finden, dann am unzufriedensten mit den städtischen Diensten sind die Einwohner von Orust. Dort sind gerade einmal 41 Prozent der Bewohner mit den Leistungen der Gemeinde zufrieden, was direkt zum letzten Platz des Ranking führt.

Völlig anders sieht das Ergebnis allerdings aus, wenn die Göteborger ihre Stadt anderen empfehlen sollen, denn 90 Prozent der Bewohner halten ihre Stadt für eine positive und gute Stadt und sie gehen dabei soweit auch anderen zu raten nach Göteborg zu ziehen. In diesem Rahmen liegt Göteborg auf Platz 88 der 290 Plätze und lässt Stockholm und Malmö weit hinter sich. Malmö gelangt in diesem Punkt gerade einmal auf Platz 199 und liegt weit abgeschlagen unterhalb des Durchschnitts.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. Dezember 2013

Kreuzfahrtreisen nach Göteborg weiterhin im Aufwind

Noch nie wurde Göteborg von so vielen Kreuzfahrtschiffen angelaufen wie im kommenden Jahr, denn bisher haben sich bereits 73 Fahrzeuge fest angemeldet, was etwa 120.000 Touristen entspricht, die einen Tag lang Göteborg oder seine Umgebung besuchen werden und, in den Augen der Stadt, pro Person etwa 1000 Kronen in Göteborg lassen werden, zumindest in der Theorie.


Ein kleineres Problem stellt sich im Mai, denn allein am Donnerstag, dem 14. Mai werden drei Kreuzfahrtschiffe in Göteborg anlegen und am kommenden Tag weitere vier, was bedeutet, dass die Schiffe weder im Freihafen noch im Außenhafen Arendal Platz finden werden. Die Lösung wird daher der Frachthafen Scandiahamn und das Kai vor dem Amerikaskulet sein, Möglichkeiten, die Stena Line bei einer Verlagerung aus der Stadt immer verweigerte.

Die Mehrheit der 120.000 Besucher werden nach dem Anlegen nicht nur von westschwedischen Köchen noch auf dem Schiff mit westschwedischem Essen verwöhnt, sondern sie werden auch von Bussen empfangen, die sie nach Marstrand, Skärhamn, Öckerö oder Gunnebo bringen werden, da es Göteborg bis heute nicht gelungen ist ihre eigene Stadt den Veranstaltern attraktiv genug zu verkaufen. Nur jene, die die teuren Fahrten der Veranstalter meiden, also auch in Göteborg weniger Geld ausgeben, werden zu Paddan oder auch Haga greifen, in Ermanglung eines sinnvollen Angebots der Stadt und den mangelnden Fähigkeiten vieler offizieller Stadtführer.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Januar 2013

Flüchtlingsproblem im Västra Götaland

Obwohl im Västra Götaland tausende von Wohnungen für Flüchtlinge fehlen, weigern sich Tjörn und Öckerö, zwei Gemeinden der Region, kategorisch auch nur eine Person bei sich aufzunehmen und benutzen dafür die verschiedensten Ausreden, da die Probleme der beiden Orte nicht größer sind als in jeder anderen Gemeinde der Region, da die Wohnungsnot im gesamten Västra Götaland, insbesondere aber in Göteborg, ein bedeutendes Problem ist, das nur schwer zu lösen ist.

Nach den Journalisten von Sveriges Radio gibt es jedoch noch ein weiteres Problem, das schon nahezu an Betrug grenzt, denn die Gemeinden, die sich schriftlich verpflichtet haben eine gewisse Anzahl an Flüchtlingen bei sich aufzunehmen, halten sich ebenfalls nicht an die zugesicherte Quote, lassen sich jedoch für ihren zusätzlichen Aufwand entschädigen ohne zu erklären wofür das Geld letztendlich angewendet wird. Eines der Beispiele ist die Gemeinde Lerum, die sich verpflichtete im letzten Jahr 50 Flüchtlinge unterzubringen, aber gerade einmal elf akzeptierte.

Nach einer Untersuchung der Journalisten der lokalen Radiostation P4 halten im Senderaum von Göteborg gerade einmal vier Gemeinden ihre Zusagen ein. Das Geschäft lohnt sich jedoch gerade für die anderen Gemeinde, denn bei jedem Vertragsabschluss erhält der Ort eine Pauschale von 445.000 Kronen und für jeden zugesicherten Platz weitere 80.000 Kronen. Sollte sich die Mentalität der Gemeinden nicht sehr schnell bessern, so kosten zwar die theoretische Unterbringung der Flüchtlinge ein Vermögen, aber in der Realität müssen sich diese womöglich jahrelang unter unmenschlichen Bedingungen im Västra Götaland aufhalten.

Herbert Kårlin

Dienstag, 9. August 2011

Die Kunstwelle in Öckerö, Västra Götaland

Seit 1982 veranstaltet die Gemeinde Ockerö an einem Wochenende im August die sogenannte Kunstwelle bei der die Künstler, die auf den nördlichen Schären Göteborgs leben oder arbeiten, auf den fünf Inseln Björkö, Fotö, Hälsö, Hänö und Öckerö ihre Werke ausstellen und den kunstinteressierten Besuchern ihre Ateliers öffnen.

An der diesjährigen Kunstwelle, die am vergangenen Wochenende statt fand, nahmen 84 Künstler der nördlichen Schären an diesem Ereignis teil, was einen neuer Rekord darstellt und die Besucher dazu zwang eine gewisse Auswahl zu treffen, da es innerhalb von drei Tagen unmöglich ist alle Künstlerateliers zu besuchen und dann auch noch von der Kunst zu profitieren und einige Worte mit den Künstlern zu wechseln.

Die Entdeckungen, die man an diesem Tag auf einigen Inseln im Västra Götaland machen kann, zeigen das gesamte Spektrum der gegenwärtigen Kunst, denn Malerei und Fotos werden hier ebenso präsentiert wie Glasbläserei, Keramik, Möbel, Schmuck, Betonkunst oder Strickwaren. Kaum eine Ausstellung ist fähig das künstlerische Schaffen auf den nördlichen Schären Göteborgs besser darzustellen als das Wochenende der Kunstwelle in Öckerö.

Herbert Kårlin