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Sonntag, 29. Juni 2014

Liseberg zieht kriminelle Jugendliche an

Mit der neuen Attraktion Helix, einer der schnellsten und längsten Achterbahnen weltweit, hat sich Liseberg in Göteborg auch in einen Freizeitpark für Jugendliche entwickelt, die auch bereit sind eine Stunde zu warten um innerhalb von zwei Minuten dreimal schwerelos zu werden und dabei 4,3 G zu spüren. Aber natürlich hat dieses Bestreben auch einige Nachteile, denn nicht jeder will oder kann sich dieses Vergnügen finanziell leisten.


Die billigste Chance um ein einziges Mal Helix zu testen, kostet immerhin 170 Kronen, nämlich den Eintritt von 90 Kronen und anschließend noch 80 Kronen für eine einzige Fahrt. Wer sich eine Tageskarte mit - theoretisch - unbegrenzten Fahrtmöglichkeiten leisten will, muss bereits 415 Kronen bezahlen und die Jahreskarte liegt mit unbegrenzten Fahrmöglichkeiten bei 1495 Kronen, was sich viele Familien nicht leisten können und die Kinder und Jugendlichen dann erfinderisch macht.

Die Eintrittskarte wird von der Mehrheit der Kinder und Jugendlichen noch bezahlt, denn selbst die Jahreskarte ist mit Taschengeld greifbar. Für den Fahrpass greifen jedoch immer mehr unter ihnen dann zu kriminellen Methoden, denn die Menge der Diebstähle an der Armbänder, die als Fahrpass gelten, steigt rapide an und auch handgreifliche Drohungen zur Herausgabe dieser Bänder sind schon an der Tagesordnung. Am harmlosesten sind noch die Absprachen, dass jene, die den Park verlassen, ihr Armband an den nächsten weitergeben, der das Band dann mit einem Klebestreifen „repariert“ und weiterbenutzt.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 27. Februar 2013

Vergnügungspark Liseberg im Aufwind


Trotz des verregneten Sommers und einem daraus folgenden Rückgang an Besuchern war 2012 finanziell das beste Jahr für den Göteborger Vergnügungspark Liseberg seit seiner Gründung. Nach einem Jahresumsatz von insgesamt 974 Millionen Kronen konnte das städtische Unternehmen nun einen Gewinn von 73,6 Millionen Kronen melden. Von dieser Summer wird zwar ein Großteil neu investiert werden, aber 19,8 Millionen werden auch auf das Konto der Stadt überwiesen.

Dieser enorme Gewinn war nicht nur wegen der häufigen Regenfälle des Vorjahres unerwartet, sondern auch deswegen, weil der Vergnügungspark im Jahr 2012 keinerlei interessante Neuerungen anbot und die Preise nicht angehoben wurden. Selbst die Einsparungen der Mehrwertsteuer der Restaurantbetriebe wurde an die Kunden weitergegeben. Die Ursache des hohen Gewinns liegt daher ausschließlich daran, dass die 2,8 Millionen Besucher des Jahres mehr als bisher pro Besuch ausgegeben haben.

In den kommenden zwei Jahren wird der Gewinn allerdings wieder schrumpfen, da Liseberg 2013 rund 200 Millionen Kronen in das Liseberg-Kaninchenland für Kinder investiert und 2014 für die neue Achterbahn Helix, die sich über die gesamte Anlage erstrecken wird, sind weitere 195 Millionen angesetzt worden. Die Geschäftsleitung von Liseberg hofft mit diesen beiden Investitionen, die sich an zwei unterschiedliche Gruppen von Besuchern richten, den Vergnügungspark noch attraktiver zu gestalten und damit auch die Anzahl der Besucher zu steigern.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Liseberg setzt mit Helix in die Zukunft

Bild: Liseberg

Nach monatelanger Geheimniskrämerei hat der Göteborger Vergnügungspark Liseberg gestern erstmals über die neue Attraktion des Parks gesprochen, die ab 2014 eine wahre Sensation sein wird und vermutlich unter dem Begriff Helix in die Geschichte Lisebergs eingehen wird, obwohl es sich um nichts anderes handelt als eine neue Achterbahn, die insgesamt 200 Millionen Kronen kostet wird, das Doppelte von dem was hier je in eine Attraktion gesetzt wurde.

Die Technik der Achterbahn Helix entspricht jener, die bei der Achterbahn Blue Fire im deutschen Europa-Park angewendet wurde und ist daher getestet. Der Unterschied zur deutschen Anlage ist jedoch, dass die Strecke sich durch den gesamten Vergnügungspark Liseberg ziehen wird und insgesamt 1,4 Kilometer lang ist. An der höchsten Stelle wird man 40 Meter über Liseberg liegen und die Höchstgeschwindigkeit erreicht man bei etwa 100 Kilometer die Stunde, was ein Erlebnis sein wird, das es in sich hat.

Helix wird sich vollkommen der geografischen Situation Lisebergs anpassen und über zwei Beschleunigungskanonen verfügen, damit man auch die richtige Geschwindigkeit besitzt, damit die Wagen die Steigungen nehmen können. Auch wenn die Achterbahn Helix ein Vergnügen für die ganze Familie sein soll, so wird jedoch, aus Sicherheitsgründen, vermutlich eine Mindestgröße von 130 Zentimeter gefordert werden. Aber man sollte dabei nicht vergessen, dass für die kleinsten Besucher im kommenden Frühjahr bereits das Land der Lisebergkaninchen öffnen wird.

Herbert Kårlin