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Freitag, 14. März 2014

Styrsöbolaget in Göteborg im Aufwind

Die Styrsöbolaget, die im Auftrag von Västtrafik mit seinen Fähren die südlichen Schären anläuft und den Göta älv entlangfährt, meldet erneut einen Aufschwung des Passagierdienstes, denn im vergangenen Jahr haben insgesamt rund 4.270.000 Personen die Fähren benutzt, was einem absoluten Rekord entspricht und zeigt, dass Göteborg eine Stadt am Wasser ist, dem Element, das viele wie magisch anzieht.


Die Anzahl der Passagiere, die zu den südlichen Schären aufbrachen, stieg im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent an, was auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist, denn zum einen ziehen einige der Inseln mit interessanten Angeboten immer mehr Touristen an, zum anderen werden die Wanderwege dort bekannter und zum dritten findet man auf einigen der Inseln die herrlichsten Badestrände, die bisher nicht überlaufen sind. Nachdem man mit den Katamaran im Sommer in weniger als einer halben Stunde selbst die entfernteste Insel Vrångö erreichen kann, steht mittlerweile selbst einem Sonntagsausflug nichts mehr im Wege.

Noch mehr stieg die Anzahl der Passagiere, die die Älvsnabben benutzten, die nicht nur eine interessante Möglichkeit bieten Göteborg vom Wasser aus zu entdecken, sondern von immer mehr Studenten benutzt werden, die auf einer der beiden Seiten studieren, jedoch auf der anderen wohnen. Hinzu kommt, dass die Bautätigkeiten in Eriksberg und Lindholmen in Fahrt kamen und die Älvsnabben dort schneller sind als Busse und Straßenbahnen. Kein Wunder daher, dass hier die Anzahl der Passagiere im letzten Jahr sogar um 10,4 Prozent anstieg.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 3. Februar 2014

Verstärkter Strandschutz im Västra Götaland

Schon heute gilt in ganz Schweden ein Strandschutz in einer Breite von 100 Metern entlang Seen und Meeresgewässern, was bedeutet, dass in diesem Streifen nicht gebaut werden darf und keine Landwirtschaft betrieben werden kann, zumindest nicht ohne Sondergenehmigung der betreffenden Gemeinde. Vom Strandschutz ebenfalls ausgenommen sind Stellen, die bereits bebaut sind.


Die Region Västra Götaland will diesen Schutz, der als sogenanntes ausgedehntes Schutzgebiet, auch einen Streifen von 200 und 300 Meter um die Gewässer umfassen kann, an zahlreichen Stellen, verteilt auf die gesamte Region,  von den heutigen 100 Metern auf eine grössere Fläche ausdehnen und insgesamt rund 1000 Hektar zum ausgedehnten Schutzgebiet erklären, allerdings einige ausgedehnten Gebiete um Inlandsseen auch reduzieren, da dort die Schutzbedürftigkeit geringer sei.

Falls die Regionalregierung mit den Gemeinden eine Einigung findet, so werden vor allem die Küstenstreifen der Schären vor Göteborg und im Bohuslän unter einen stärkeren Schutz gestellt, aber auch ein Teil des Hisinger Küstenstreifens und das Gebiet entlang dem Nordre älv. Nicht an allen Stellen denkt die Region dabei an den Schutz sensibler Gebiete, sondern große Teile sollen auch Touristen und Bewohnern den Zugang zu Badestränden und zur Rekreation erleichtern. Die Entscheidungen können allerdings nur mit Zustimmung der betroffenen Gemeinden gefällt werden.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Juli 2012

Das Mittelmeer-Petermännchen an der Westküste

Das Mittelmeer-Peterchen, das zu den Barschen gehört, ist, trotz des freundlichen Namens und Aussehens, einer der giftigsten Fische Europas, denn auch wenn sein Gift nur selten tödlich ist, so können die Stiche sehr starke Schmerzen verursachen, die tagelang nicht verschwinden und langwierige Nebenwirkungen zeigen. In Frankreich, wo der Fisch als Spezialität gilt, darf er nur ohne Stacheln verkauft werden, da das Gift auch bei toten Tieren noch lange wirksam ist.

Auch wenn bisher nicht untersucht wurde, warum das Mittelmeer-Petermännchen sich bis Skandinavien verirrte, so hat sich sein Bestand an der schwedischen Westküste während der letzten 20 Jahre verzehnfacht und beginnt für Fischer und Badegäste eine ernsthafte Gefahr zu werden. Jedes Jahr ziehen die Fische, die in der Ostsee noch sehr selten sind, weiter nördlich entlang der Küste des Bohuslän. Vor allem die letzten fünf Jahre zeigten die Fjärsingen auch eine immer größere Liebe zu den Badestränden.

Die Gefahr der Petermännchen, die bis zu 53 Zentimeter lang und 1,8 Kilogramm schwer werden können, besteht darin, dass sie sich tagsüber im Sand oder Schlamm eingraben und daher nicht sichtbar sind, ihr Stich dann jedoch um so schmerzhafter zu spüren ist. Das Gift wird bei jeder Berührung des Fisches automatisch injiziert und gilt als das Verteidigungssystem der Fjärsingen. Wer daher an der Westküste baden gehen will, sollte ab diesem Jahr seine Badeschlappen nicht vergessen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 1. September 2011

Meros Camping wird zu Schrebergärten

Im Jahre 1985 schuf der Pfarrer Jean-Erik Mårtensson auf einem eigenen Grundstück, das an den Göteborger Strand in Askim angrenzt, einen Campingplatz für alle Personen, die von der Gesellschaft ausgegrenzt wurden und dort eine Heimat fanden. Die Anlage wurde von der Stadt Göteborg vom ersten Tag an negativ betrachtet und bald als Herberge für Verbrecher bezeichnet, wobei es sich die letzten Jahre vor allem um Roma handelte, die dort ein Dach über dem Kopf fanden. Im Februar 2009 musste Jean-Erik Mårtenson auf starken Druck den Grund dann an die Stadt verkaufen.

Der Pfarrer hatte jedoch zur Auflage gemacht, dass die Stadt allen Bedürftigen von Meros Camping eine Unterkunft verschaffen muss und dass das Gebiet anschließend allen Göteborgern für ihre Freizeit zur Verfügung stehen soll. Annelie Hulthén sah beim Verkauf jedoch die Chance das Gebiet in ein luxuriöses Wohngebiet zu verwandeln, was die Lokalregierung in Askim allerdings nicht unterstützte.

Die Stadtverwaltung hat nun dennoch beschlossen das Gebiet zu privatisieren und plant nun eine Schrebergartenkolonie auf dem ehemaligen Campingplatz zu errichten, da das Ziel der Stadt nicht ist die Grünflächen der Stadt für die Allgemeinheit auszudehnen oder den Badestarand Askim zu erweitern, da dies für die städtische Kassen nur Ausgaben bedeutet und für den linken Stadtrat jede Art von Einnahmen Vorrang haben. Aus der Fläche, die Jean-Erik Mårtensson für die Allgemeinheit retten wollte, wird nun Kapital geschlagen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 27. Juni 2010

Verspätete Badesaison in Göteborg

Mittsommer in Göteborg ist auch für viele der Urlaubsbeginn und bedeutet vor allem Ausflüge in die Umgebung der Stadt und zu den zahlreichen Badestränden. Während voriges Jahr um diese Zeit jedoch bereits hunderte von Badenden zu zählen waren, sind die Wagemutigen dieses Jahr noch mit den Fingern einer Hand zu zählen.

An den beliebtesten Badestellen zeigt das Thermometer bisher maximal 17 Grad Wassertemperatur, was beim etwas kühlen Wind, der über das Meer streicht, fast einem Eisbad nahe kommt. Selbst Kinder, die sonst die ersten im Wasser sind, wagen sich bisher nur knöcheltief in die Seen und das Meer.

Da die Sonne jedoch mit Mittsommer seine Stärke gewonnen zu haben scheint, sind die etwas windgeschützten Klippen entlang des Meeres nun dicht besiedelt. Ab Mittag ist an vielen Stellen kaum noch ein Platz zu finden, da Sonnenbaden in Göteborg bedeutet, den ganzen Tag am Wasser zu verbringen und dort auch zu picknicken.

Herbert Kårlin