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Mittwoch, 12. Februar 2014

Göteborg plant Wohnungen für das Jahr 2035

Unter der Voraussetzung, dass Göteborg im gleichen Rhythmus weiterwächst wie die vergangenen Jahre, was viele Wissenschaftler eher für eine naive Einschätzung halten, so benötigt die Stadt in dieser Zeit auch die entsprechenden Wohnungen. Nachdem nun Stockholm in den kommenden 25 Jahren 150.000 neue Wohnungen plant, will natürlich auch Göteborg seine Zukunftsversion bekannt geben.

In Hinblick auf die aktuelle akute Wohnungsnot und die steigende Bevölkerung kam das Bauamt der Stadt auf die Rechnung, dass man bis spätestens 2035 insgesamt 100.000 zusätzliche Wohnungen benötigt, wobei zwei Drittel davon in verkehrsgünstiger Lage, ein kleiner Teil im Zentrum der Stadt und der Rest in den Vororten gebaut werden sollen. Dass die aktuelle Infrastrukturplanung, inklusive den geplanten Maßnahmen, diesen Zuwachs nicht verkraften wird, wird von den Stadtplanern erst einmal ausgeklammert.

Auch wie ein weiteres Problem gelöst werden soll, ist bisher unklar, denn um die notwendigen Wohnungen innerhalb von 25 Jahren fertigzustellen, müssen pro Jahr nahezu 5000 Wohnungen gebaut werden, also die doppelte Menge dessen, die bisher pro Jahr gebaut werden. Das Bauamt geht dabei allerdings auch nicht darauf ein, dass vor allem Mietwohnungen fehlen, also Projekte, die, im Verhältnis zum Bostadsrätt, geradezu als unrentabel betrachtet werden.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 4. Februar 2012

Auch 2011 stieg die Anzahl der Göteborger an

Obwohl im letzten Jahr über 300 Kinder weniger geboren wurden als noch im Vorjahr, stieg die Anzahl der Bewohner Göteborgs im Jahre 2011 weiter an. Da zum Jahreswechsel 6632 mehr Personen in Göteborg wohnten als noch vor zwölf Monaten, hat die Stadt nun über 520.000 Einwohner, bei steigender Tendenz. Während früher jedoch die Geburten noch eine bedeutende Rolle spielten, handelt es sich nun um immer mehr Zuwanderer, was eine völlig andere Herausforderung an die Stadt stellt.

Durch die Zuwanderer wird die Wohnungsnot der Stadt von Jahr zu Jahr bedeutender, denn selbst wenn die Stadt ihr Ziel von 2000 Wohnungen im Jahr einhalten sollte, was die letzten Jahre über nicht der Fall war, so bleibt der Wohnungsbau auf Jahre hinter der Notwendigkeit zurück, ohne dass die bisherige Wohnungsnot auch nur um das geringste reduziert wird.

Der Wohnungsbau spiegelt auch die Verteilung der neuen Göteborger in der Stadt, denn während die Stadtteile Majorna und Linné kaum wachsen, ziehen die Neugöteborger immer häufiger ins Zentrum oder nach Lundby, also die beiden Stadtteile, in denen das Bostadsrätt vorherrscht und, wie in Lundby, eine rege Bautätigkeit stattfindet. Für die Finanzen der Stadt ist das Bevölkerungswachstum interessant, da jemand mit Bostadsrätt zur mittleren bis höheren Einkommensgruppe gehört.

Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Juni 2011

Steigende Wohnungsnot in Göteborg

Im letzten Jahr wuchs die Bevölkerung Göteborgs um 6421 Personen, was dazu führte, dass zum Jahresende 513.751 Personen in Göteborg wohnten. Der Zuwachs erklärt sich aus der extrem hohen Geburtenrate des Jahres 2010, was die Bevölkerung allein um 3396 Neugeborene steigen ließ. Um weitere 3025 Personen stieg die Bevölkerung durch Zuwanderung.

Diesem Wachstum Göteborgs standen 1843 neue oder umgebaute bezugsfertige Wohnungen zur Verfügung, was zwar dazu führte, dass sich durch den Zuzug der bereits hohe Wohnungsmangel nicht vergrößerte, aber andererseits, dass sich durch die Geburten immer mehr Familien mit einer kleineren Wohnfläche zufrieden geben müssen, insbesondere bei Mietwohnungen, deren Anzahl sich voriges Jahr nur um 825 Wohnungen erhöhte.

Das Bauamt Göteborgs plant für die nächsten vier Jahre den Neubau von insgesamt 10.000 Wohnungen, was leicht über der erwarteten Zuwachsrate der Zuwanderung liegt, aber weit hinter der Notwendigkeit, die die bestehende Wohnungnot verbessern könnte, zumal weiterhin weniger Mietwohnungen als Bostadstättswohnungen gebaut werden, die eine hohe Investition voraussetzen, die gerade junge Familien nicht aufwenden können.

Herbert Kårlin

Dienstag, 23. November 2010

Mehr Bautätigkeit in Göteborg

Statistisch gesehen wurden in Göteborg dieses Jahr bisher 731 neue Wohnungen gebaut und etwa die gleiche Anzahl wird noch bis Ende des Jahres fertiggestellt, was bedeutet, dass dieses Jahr zwar mehr gebaut wurde als die Vorjahre, aber die selbst festgesetzte Quote erneut nicht eingehalten wird und weit hinter dem Bevölkerungswachstum der Stadt zurückbleibt.

Noch problematischer sieht die Statistik aus, wenn man die Lage der Wohnungen betrachtet, denn 35% davon entstehen auf der Nordseite des Göta Älv, nämlich in Lundby und 24% der Wohnungen werden im Zentrum errichtet, was bedeutet, dass die absolute Mehrheit der Wohnungen sich an die finanziell besser gestellte Schicht Göteborgs richtet.

Noch problematischer jedoch ist die Tatsache, dass sich unter allen neuen Wohnungen des Jahres nicht einmal 300 Mietwohnungen befinden, aber über 1000 Eigentumswohnungen, die eine Kapital von mehreren Millionen erfordern. Einkommensschwache Haushalte und Studenten bleiben daher beim Göteborger Bauprogramm dieses Jahr, wie auch die letzten Jahre, erneut auf der Strecke.

Herbert Kårlin