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Donnerstag, 4. September 2014

Wohnungsbau im Aufwind in Göteborg

Vier große schwedische Bauunternehmen kamen mit der Stadt Göteborg überein auf Hisingen 5000 neue Wohnungen und 300.000 Quadratmeter an Büros und für den Handel zu errichten, ein Plan, der im ersten Moment sehr positiv klingt, wenn die fertigen Wohnungen, insbesondere die ohnehin geringe Anzahl an Mietwohnungen, nicht in einer Preissparte liegen würden, die bereits ein Normalverdiener sich nicht leisten kann, noch weniger aber ein oft sehr schlecht bezahlter Migrant. Auf Grund der enormen Wohnungsnot sehen die Bauherren jedoch kein Problem damit weiterhin aufwendig zu bauen und hohe Mieten zu verlangen.

Erstmals weisen nun einige Politiker der Stadt die Bauunternehmen sehr eindringlich darauf hin auf Hisingen auch billige Mietwohnungen zu bauen, damit nicht auch Hisingen zu einer Gegend wird in der man nur bei gehobenem Einkommen wohnen kann, da dies die gesamte Planung der Stadt und den entsprechenden Versprechen widerspricht. Die Bauherren dazu zwingen dort auch billige Wohnungen anzubieten, das kann die Stadtverwaltung und das Bauamt allerdings nicht, sondern ist auf den guten Willen der Bauherren angewiesen.

Wenn am heutigen Tag die neuen Baupläne der Bauunternehmen bei der Stadt eingehen, wird sich zeigen ob auch Hisingen ein Stadtteil der Exklusion wird wie das zentrale Göteborg oder ob sich für Normalverdiener ein kleines Licht in der Ferne zeigt. Vielleicht werden diese neuen Bauvorhaben aber auch dazu führen, dass das Bauamt Göteborgs in Zukunft bei den Bebauungsplänen schon an billige und mehr Mietwohnungen denkt, auch wenn diese neuen Gebiete dann erst in etwa zehn Jahren bebaut werden sollten, denn dies zwingt auch die Bauherren billiger zu bauen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. Mai 2014

Bürger beunruhigt wegen Bauprojekt in Göteborg

Nachdem die Stadt Göteborg neben einem kleinen Park im nördlichen Guldheden an der Stelle an der heute ein kleines älteres Holzhaus steht ein zehnstöckiges Haus mit Studentenwohnungen bauen will, sind die aktuellen Bewohner der Umgebung beunruhigt darüber was mit ihrer kleinen Parkanlage, dem sogenannten Ollson-Garten, nun geschehen wird, der einzigen grünen Oase in ihrer Nähe, da es kaum wahrscheinlich ist, dass ein modernes zehnstöckiges Bauwerk auf der kleinen Fläche eines Holzhauses Platz findet.

Das Zentrum in Guldheden

Natürlich ist die Skizze des Göteborger Bauamts so gehalten, dass es aussieht als würde der Park erhalten. Sobald man jedoch die Masse nimmt und konkrete Fragen stellt, so zeigt sich, dass zumindest ein Teil des Parks mit absoluter Sicherheit verschwinden wird und das Bauamt erklärt nur lapidar, dass sie so viel wie möglich der Anlage erhalten wollen, allerdings ohne genauer darauf eingehen zu wollen, da man so kurz vor den Wahlen nicht zu viele Probleme mit den Bürgern der Stadt schaffen will und Hoffnung streut.

Allerdings hat Göteborg bereits eine Hintertür geöffnet, die sich mittlerweile auf nahezu sämtliche Bäume der Stadt erstreckt, denn nach dem Amt für Garten- und Parkanlagen sind einige der Bäume so krank, dass sie gefällt werden müssen, ein Zufall an den man in Göteborg allerdings kaum glauben kann. Ob ein zehnstöckiges Haus in Guldheden auch überall ins Stadtbild passt, ist noch eine andere Frage, denn gegenwärtig gibt es nur einige wenige Gebäude dieser Höhe in der Umgebung und das neue Gebäude wird in jedem Fall die Reste des Parks dominieren und das Gefül einer Oase zerstören.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Mai 2014

Bauboom in Göteborg nach den Wahlen

Nur einen Tag nachdem die lokale Tageszeitung Göteborgs-Posten aufzeigte, dass die rot-grüne Mehrheit in Göteborg nur zwei der zehn wichtigsten letzten Wahlversprechen auch verwirklicht hat und einige der Versprechen noch nicht einmal angegangen wurden, verspricht das Bauamt der Stadt nun einen enormen Bauboom, natürlich unter der Voraussetzung, dass der linke Block die Wahlen im September erneut gewinnen wird.


Nach dem Bauamt ist es kein Problem jedes Jahr 7000 neue Wohnungen in Göteborg fertigzustellen, denn es gibt Platz und, nach Meinung des Bauamts, stehen die Bauherren mit dem nötigen Kapital auch am Start. Sicher kommt unmittelbar die Einschränkung, dass diese Menge an Wohnungen frühestens im Jahr 2016 realisiert werden kann - und damit soll es zur 400-Jahrfeier der Stadt keinerlei Wohnungsprobleme mehr in Göteborg geben, denn die Hälfte aller Wohnungen werden natürlich Mietwohnungen sein.

Wie Göteborg plötzlich zu diesen Zahlen kommt, könnte natürlich nur das Bauamt erklären, oder aber die gewählten Politiker der Stadt, aber niemand sieht es als notwendig an zu erklären wie man den aktuellen Bautakt in Göteborg nahezu verdreifachen kann, und niemand will sagen wie teuer diese Wohnungen sein werden. Im Gegenzug zieht man natürlich bereits die Konsequenzen dieses Baubooms, dass es nämlich mit der Wirtschaft Göteborgs aufwärts gehen wird, was auch bedeuten soll, dass es schon in fünf Jahren keine Arbeitslosigkeit mehr in Göteborg geben wird. Und selbstverständlich handelt es sich nicht um ein leeres  Wahlversprechen.

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg, ein Reiseführer

Dienstag, 29. April 2014

Göteborg zerstört seine Grünflächen

Obwohl wissenschaftlich erwiesen ist, dass Grünflächen für die Gesundheit der Bevölkerung förderlich sind und Stress abbauen, sind das Bauamt Göteborgs und der Stadtrat der Meinung, dass zu viel Grün in Göteborg unnötig sei und nur Platz für Wohnungen wegnehme. Allein zwölf Grünflächen der Stadt sollen bereits weichen, damit dort Wohnungen in möglichst hohen Häusern errichtet werden können.


Natürlich gibt es in Göteborg auch andere möglichen Baugebiete, da Parkplätze unter Gebäuden errichtet werden können und auch auf Granit gebaut werden kann, aber dies kommt für die Stadtplaner aus unerklärlichen Gründen nur in wenigen Fällen in Frage, obwohl sich Göteborg ein grünes Label gibt und gerne von der grünen Stadt spricht, auch wenn die grünen Stellen immer mehr am Rande der Stadt gesucht werden müssen, da das Zentrum immer mehr zubetoniert wird.

Natürlich muss in und um Göteborg gebaut werden, damit die Wohnungsnot im Laufe der Jahre abgebaut wird, aber es stellt sich natürlich die Frage, warum man zuerst zentrale Grünflächen zerstören muss, die über 100 Jahre den Bürgern der Stadt ein Stück Natur mit Vogelgezwitscher und einem Platz für ein Picknick boten. Wo einmal Beton steht, ist die Natur für immer verloren zumal die Neubauten immer höher werden und damit die kleinen Flächen zwischen den Häusern sogar meist ohne jede Sonneneinstrahlung bleiben, eine Notwendigkeit für jedes Lebewesen.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 21. April 2014

Neue Studentenwohnungen für Göteborg

Wenn es um Bauvorhaben geht, denkt das Bauamt Göteorgs nicht unbedingt an die billigsten Mieten oder Preise für die Einwohner und noch weniger daran ob die neuen Gebäude auch in die Stadtlandschaft passen, was natürlich anschliessend zu Protesten von Seiten der betroffenen Bewohner führt und jedes Bauprojekt zudem verzögert oder auch, nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss, ganz verhindert.

Eines dieser Projekte findet man nun in Lindholmen, genauer genommen einem Teil Lindholmens, der ein historisches Interesse aufweist, über eine einzigartige Bauweise verfügt und daher zu den Gebieten gehört, die auf Grund eines Reichsinteresses erhalten bleiben sollen. Bei Erweiterungen muss zudem jedes neue Gebäude der Umgebung angepasst werden, was Göteborg bei seiner Ausschreibung im Jahre 2011 wohl vergessen hat den Architekten mitzuteilen, davon abgesehen, dass die anschliessende Auswahl nicht so ganz legal zuging.

In der Tat soll nun auf einem Raum in dem überwiegend Holzgabäude des 19. Jahrhunderts stehen zusätzlich ein fünfstöckigen Wohnkomplex mit 175 Studentenwohnungen entstehen, obwohl es in der Nähe davon eine weitaus geeignetere Fläche für dieses Gebäude gibt und der Neubau auch die Parkplätze für die vorhandenen Bewohner vernichtet. Das Bauamt der Stadt will mit dieser Idee ein einzigartiges Gebiet vom gesamten Göta älv aus verstecken und damit zeigen, dass Göteborg eine moderne Stadt ist, auch wenn die Besucher eigentlich den älteren Charakter bevorzugen, der in Göteborg täglich mehr verloren geht.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Februar 2014

Göteborg verzögert preisgünstigen Wohnungsbau

Obwohl billiger Mietraum in Göteborg eine Mangelware ist, verhindern die Stadtplaner bewusst, dass preisgünstiger Wohnraum, in diesem Fall 40 Wohnungen, geschaffen wird, zumindest solange dies nicht durch städtische Bauunternehmen geschieht oder renommierte Architekten im Spiel sind, denn eines der interessantesten Objekte für Mieter kann frühestens in zwei Jahren geplant werden und sieht möglicherweise erst in vier oder fünf Jahren das Licht.

Die Robert Dickson Stiftung, die vor kurzem wegen seiner billigen Mieten bereits Probleme mit dem Finanzamt in Göteborg bekam, da man dort der Meinung ist, dass eine Miete und die entsprechenden Steuern dem Marktwert angepasst werden müssen, also dem Preis, den städtische Vermieter praktizieren, wird der Stiftung nun auch beim geplanten Wohnungsbau eine bedeutende Hürde in den Weg gelegt.

Da das städtische Bauamt der Stiftung erklärte nicht über die menschlichen und finanziellen Ressourcen zu verfügen um in der geplanten Gegend einen Bebauungsplan zu erstellen, bot die Robert Dickson Stiftung an den Bebauungsplan selbst zu finanzieren, so dass ihn Göteborg nur noch unterzeichnen muss, sollte der Plan den allgemeinen Vorschriften entsprechen. Das Bauamt lehnt diesen Vorschlag jedoch kategorisch ab und will in nicht genau bestimmter Zukunft selbst einen Bebauungsplan vorlegen, diesen allerdings frühestens in zwei Jahren angehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 1. Juni 2013

Das südliche Ufer des Göta Älv wird bebaut

Obwohl das Bauprojekt am südlichen Ufer des Göta Älv in Göteborg nicht finanziert werden kann, da bereits bisher ein Unterschuss von 150 Millionen Kronen festgestellt wurde und zwei Oppositionsparteien der Stadt deshalb das Projekt an das Bauamt zurückgeben wollen um eine solidere Finanzierung zu erreichen, wird das gigantische Projekt voraussichtlich im Frühjahr beginnen. Schon jetzt bereitet man die neue Straßenbahnlinie und die Verstärkung des Flussufers vor, damit das Projekt nicht verzögert werden kann.

Unverständlich ist dabei, dass die Sozialdemokraten erklärten, dass die noch nötigen 150 Millionen Kronen ohne Probleme gefunden werden können, nachdem weitaus weniger Geld weder für Schulen, noch für Altenpflege oder andere notwendige soziale Leistungen zu finden ist. Noch erstaunlicher ist, dass die führenden Sozialdemokraten der Stadt behaupten, dass trotz Unterschuss weder die exklusiven Wohnungen teuer werden noch die Mieten der Firmen, die sich dort niederlassen sollen mit Preissteigerungen zu rechnen haben.

Unverständlich ist auch die Aussage, dass die Sozialdemokraten davon sprechen, dass dieses Gebiet mit Badeplätzen, Restaurants und vor allem Wohnungen für alle Göteborger sein werden, da der Zugang zu diesem Uferstreifen allein durch die Arbeiten am Ufer nicht attraktiver wird und deswegen kaum die Volksmenge anzieht. Und da die geplanten Wohnungen in einer der begehrtesten und teuersten Gegenden der Stadt entstehen und auch nicht von Mietwohnungen geredet wird, ist anzunehmen, dass sich nur jene Göteborger dort ansiedeln können, die monatlich weitaus mehr als 60.000 Kronen verdienen.

Herbert Kårlin

Göteborger Flugschau 2013

Dienstag, 15. Januar 2013

Steigende Wohnungsnot in Göteborg

Auch wenn die Stadtverwaltung und das Bauamt Göteborgs jedes Jahr versprechen für ausreichend Wohnungen zu sorgen und den Wohnungsbau anzukurbeln, so zeigt die Statistik der städtischen Wohnungsvermittlungsgesellschaft Boplats, den alle benutzen müssen, die ohne Beziehungen auf Wohnungssuche gehen, eine andere Wirklichkeit, denn von Jahr zu Jahr wird es in Göteborg schwieriger eine Mietwohnung zu finden.

Im vergangen Jahr wurden auf Boplatz etwas über 7800 Wohnungen ausgeschrieben, was sogar rund 1000 mehr entspricht als im Vorjahr. Das Problem ist nur, dass durch das Wachstum der Stadt auch mehr Personen eine Wohnung suchen, denn während 2011 auf jede Wohnung nur 830 Bewerber kamen, so waren es 2012 bereits 960 Bewerber, was natürlich bedeutet, dass diejenigen, die sich erst kürzlich als Wohnungssuchende eingetragen haben, mit einer Wartezeit von etwa sieben bis acht Jahren rechnen müssen.

Da die Vermieter jedoch nur Mieter akzeptieren, die in der Regel ein Einkommen nachweisen können, das dreimal der Miete entspricht und daher meist zwischen 25.000 und 30.000 Kronen liegen muss, so scheiden viele der Bewerber bereits aus finanziellen Gründen aus. Göteborg überlegt nun aus diesem Grund Sozialbauten zuzulassen, die nur für Geringverdiener gedacht sind, aber dadurch natürlich auch die Exklusion ganzer Bevölkerungsgruppen verursachen werden.

Herbert Kårlin

Montag, 24. September 2012

2000 neue Studentenwohnungen in Göteborg

Das Bauamt Göteborgs versprach zwischen 2010 und 2015 mindestens 2000 Studentenwohnungen zu bauen um in Göteborg gegen die extreme Wohnungsnot für Studenten vorzubeugen. Nach der Tageszeitung Metro werden von den versprochenen Wohnungen innerhalb des versprochenen Zeitraums gerade einmal 410 Wohnungen fertig und können bis einschließlich 2015 bezogen werden, also 20 Prozent der als absolut sicher zugesagten Menge.

Wenn man das aktuelle Ergebnis betrachtet, so sieht die Situation allerdings noch schlechter aus, denn man darf bei diesen Zahlen nicht vergessen, dass bereits innerhalb der letzten beiden Jahre rund 100 Studentenwohnung durch eine Umwandlung in normale Wohnungen verschwunden sind und bis 2015 weitere Wohnheime den gleichen Weg gehen werden. Die steigende Anzahl an Studenten in Göteborg wird also weiterhin steigende Probleme finden.

Die optimistische Stadtplanung Göteborgs weist für die Zeit zwischen 1015 und 2020 weitere 2000 Wohnungen für Studenten aus, was bedeutet, dass innerhalb dieser Zeitspanne insgesamt 3590 Studentenwohnungen entstehen müssten, was wohl niemand in Göteborg für eine realistische Zahl nehmen kann, sondern als optimistische Überschätzung der tatsächlichen Fähigkeiten, da auf Grund des Infrastrukturpaketes gerade diese Zeit sich als finanzschwach erweist. So nebenbei müssen Studenten, die neue Studentenwohnheime beziehen, wie schon angekündigt, mit erheblichen Mieterhöhungen rechnen, obwohl bekannt ist, dass die Mieten jetzt schon zu hoch angesetzt sind.

Herbert Kårlin
 

Sonntag, 24. Juni 2012

Grüne Dächer in Göteborg

Helen Odenljung und Axel Darvik legten beim Stadtrat Göteborgs einen Antrag vor, der es ermöglichen soll in Göteborg auf „grüne Dächer“ zu setzen, also Dächer, die mit Gras oder anderen Pflanzen bewachsen sind. Nach den beiden Vertretern der Volkspartei soll diese Bautechnik in gewisser Weise den Verlust von Grünflächen durch Bautätigkeiten in der Stadt ausgleichen.

Mats Arnsgar, der Vorsitzende der städtischen Baubehörde folgt in großer Linie der Idee mit grünen Dächern, da grüne Dächer Regenwasser aufnehmen, schalldämmend wirken und gleichzeitig die Luftverunreinigung vermindern. Selbst das von den Dächern ablaufende Wasser mache bereits einen Reinigungsprozess durch, was auch eines der Probleme der städtischen Abwasser beseitigen kann. Gesamt gesehen bieten bewachsene Dächer daher einer Stadt ausschließlich Vorteile.

Allerdings sind, nach Mats Arnsgar, grüne Dächer nur bei Neubauten denkbar und unter der Voraussetzung, dass der Bauherr frei darüber entscheiden kann, ob er Sonnenpaneelen errichten will oder auf ein grünes Dach setzt. Eine Vorschrift auch für ältere Bauten zu schaffen, sieht er jedoch wenig sinnvoll, da nachträgliche Bauforderungen erhebliche juristische Probleme mit sich bringen würden, die Göteborg kaum gewinnen kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 1. Januar 2012

Skanstorget in Göteborg soll aufgewertet werden

Als vor mehreren Monaten Wohnungen am Skanstorget gebaut werden sollten, widersetzte sich die Bevölkerung der Umgebung so stark, dass das Göteborger Bauamt sämtliche Pläne aufgeben musste. Die Befürchtungen der Bevölkerungen waren indes nicht ganz unberechtigt, da der Skanstorget direkt zu Füssen der Skansen Kronan liegt, die vom Platz aus über eine Grünfläche erreicht werden kann und damit ein bedeutendes Ruhegebiet für die Göteborger ausmacht.

Zum neuen Jahr hat nun Göteborg den Skanstorget erneut für seine Bauprojekte ins Auge gefasst und studiert nun welche Idee der Umgebung am schmackhaftesten gemacht werden kann, damit das Bauamt neuen Protesten von Grund auf besser begegnen kann. Göteborg hält eine Modernisierung des Skanstorget für dringend nötig, da sich der Platz, seit die dortige Markthalle in den 40er Jahren abgerissen wurde, kaum verändert hat.

Das Bauamt Göteborgs zögert nun zwischen drei Plänen, denn auch wenn Wohnhäuser in der Stadt am notwendigsten sind, so werden diese Pläne von den Anwohnern am wenigsten befürwortet. Als Alternative bietet sich nun der Bau von Geschäfts- und Bürobauten oder aber die Entwicklung des Skanstorget zu einem sozialen Zentrum. Die genauen Pläne will die Stadt im Laufe des Jahres präsentieren.

Herbert Kårlin

Freitag, 7. Oktober 2011

40 Wohnhäuser in Göteborg auf instabilem Grund

Obwohl die Stadt Göteborg heute mitteilte, dass eine interne Untersuchung belegt, dass es für keinerlei Bauten der Stadt ein bedeutendes Einsturzrisiko gibt, stellten Wissenschaftler fest, dass sieben Prozent aller Gebäude Göteborgs auf instabilem Grund erbaut wurden, der sich bewegt und zum Teil auch langfristig Probleme für die Bewohner darstellen könnte und daher nicht den offiziellen Sicherheitsbestimmungen entspricht.

Das städtische Bauamt erklärt die Sicherheit dennoch auf die Weise, das keine Gefahr besteht, gibt aber zu, dass Baugenehmigungen auf Grundstücken erteilt wurden, die nur eine geringe Sicherheit aufweisen und daher nicht an die staatlichen Sicherheitsvorschriften heranreichen. Die Verantwortlichen Göteborgs sehen es jedoch nicht als notwendig an die Besitzer der Gebäude auf diese Situation hinzuweisen.

Die Stadt will auch nicht mitteilen wie viele Personen unter einem gewissen Risiko wohnen müssen, auch wenn sie erwägt an der notwendigen Absicherung der Gebäude, die sich überwiegend bei Lärjeån, Säveån, Norra Hisingen und Skår liegen zu arbeiten. Das Göteborger Bauamt will sich auch nicht darüber aussprechen, ob die Vergabe von Baugenehmigungen in Zukunft Risikogebiete ausschließt oder besondere Forderungen an das verwendete Baumaterial stellen wird.

Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Juni 2011

Steigende Wohnungsnot in Göteborg

Im letzten Jahr wuchs die Bevölkerung Göteborgs um 6421 Personen, was dazu führte, dass zum Jahresende 513.751 Personen in Göteborg wohnten. Der Zuwachs erklärt sich aus der extrem hohen Geburtenrate des Jahres 2010, was die Bevölkerung allein um 3396 Neugeborene steigen ließ. Um weitere 3025 Personen stieg die Bevölkerung durch Zuwanderung.

Diesem Wachstum Göteborgs standen 1843 neue oder umgebaute bezugsfertige Wohnungen zur Verfügung, was zwar dazu führte, dass sich durch den Zuzug der bereits hohe Wohnungsmangel nicht vergrößerte, aber andererseits, dass sich durch die Geburten immer mehr Familien mit einer kleineren Wohnfläche zufrieden geben müssen, insbesondere bei Mietwohnungen, deren Anzahl sich voriges Jahr nur um 825 Wohnungen erhöhte.

Das Bauamt Göteborgs plant für die nächsten vier Jahre den Neubau von insgesamt 10.000 Wohnungen, was leicht über der erwarteten Zuwachsrate der Zuwanderung liegt, aber weit hinter der Notwendigkeit, die die bestehende Wohnungnot verbessern könnte, zumal weiterhin weniger Mietwohnungen als Bostadstättswohnungen gebaut werden, die eine hohe Investition voraussetzen, die gerade junge Familien nicht aufwenden können.

Herbert Kårlin

Dienstag, 24. Mai 2011

Weniger Wohnungen in Göteborg als geplant

Obwohl Göteborg bereits jedes Jahr mehr Zuwanderer zählt als von der Stadt geplant wurden, teilt nun das Bauamt der Stadt mit, dass auch dieses Jahr die geplanten 2000 Wohnungen, die bereits für eine normale Steigerungsrate der Bewohner absolut notwendig ist, nicht fertig gestellt werden können.

Nach aktuellen Kenntnissen werden dieses Jahr statt der 2000 geplanten Wohnungen gerade einmal 1700 bezugsfertig, also 300 weniger als die rot-grüne Regierung der Stadt noch vor den Wahlen letztes Jahr verbindlich zusagte. Das Ergebnis davon ist, dass die Wohnungsnot noch mehr ansteigt als bereits bisher, wo immerhin bis zu über 700 Bewerber auf eine leere Wohnung kommen.

Ein grundlegendes Problem hierbei ist bereits, dass die Stadt jedes Jahr zu wenig Wohnungen einplant, zumal bekannt ist, dass ein großer Teil der Pläne vor der Realisierung erst einmal vor Gericht landet, da die Stadtplaner immer wieder Grünflächen vernichten wollen, statt dort zu planen und zu bauen, wo auch genügend freier Platz zur Verfügung steht.

Herbert Kårlin

Montag, 31. Januar 2011

Der Brunnsparken in Göteborg soll aufgewertet werden

Nach Wunsch des Bauamts in Göteborg soll ab diesem Jahr der Brunnsparken völlig neu gestaltet werden und damit attraktiver werden. Der meist betretene Platz Göteborgs, der von morgens bis spät abends von Straßenbahnen und Bussen angefahren wird, soll vor allem mit Blumenarrangements versehen werden und eine modernere Beleuchtung bekommen.

Das Bauamt plant jedoch auch eine weitere Skulptur auf dem Platz und neue Bänke aufzustellen und den Platz mit neuen Steinen zu belegen, was bedeutet, dass ein bereits teilweise zerstörtes Kunstwerk dann ganz verschwinden wird und die Talstenarna dann ganz der Geschichte angehören werden.

Die hohen Kosten für diese Aktion führen gleichzeitig dazu, dass die Inseln der Kreisverkehre in Göteborg noch mehr vernachlässigt werden und der Brunnsparken mit seiner neuen Seite noch mehr Alkoholiker und Bettler anzieht als heute schon, was den Platz für Besucher der Stadt noch weniger attraktiv macht.

Herbert Kårlin

Samstag, 6. November 2010

Baupläne im Göteborger Schlosswald auf Eis gelegt

Beim Bauamt in Göteborg liegen zwei Bauanträge für den Schlosswald vor. Zum einen will das bestehende Restaurant mit einem Anbau mehr Besucher anziehen und zum anderen soll aus dem bisherigen Eiskiosk ein Café werden. Das Göteborger Bauamt will nun beide Anträge ablehnen, da die Stadt eigene, bisher geheime, Pläne zur Entwicklung des Schlosswaldes hat.

Trotz der letztjährigen Sparmaßnahmen, denen alle exotischen Vögel zum Opfer fielen, weshalb der Streichelzoo zum Lehrzoo wurde und Kinder daher die Tiere nicht mehr berühren dürfen, und weshalb selbst die symbolischen Flamingos ausziehen mussten, hat die Stadt erneut große Pläne mit dem Schlosswald, der meistbesuchten Grünfläche der Stadt.

Bisher wurde über ein neues Feuchtgebiet gesprochen, der Zoologische Garten soll zu einem nordischen Tierparadies werden, Schmetterlinge sollen eine größere Zone erhalten und der Schlosswald soll mehr zu einem Prestigeobjekt werden als das bleiben, was der Gründer einst im Kopf hatte. Die ersten Vorschläge der Stadtplaner werden voraussichtlich Mitte November veröffentlicht.

Herbert Kårlin