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Sonntag, 18. November 2012

Das Feuchtgebiet Välen in Göteborg wird Naturschutzgebiet

Nach jahrelangen Bemühungen um das Feuchtgebiet Välen im westlichen Göteborg hat sich die Göteborger Stadtverwaltung nun entschlossen darüber zu entscheiden, ob die 68 Hektar zu einem Naturschutzgebiet erklärt werden soll, damit die kommerzielle Nutzung auch in Zukunft ausgeschlossen wird. Da die Stadt selbst Eigentümer des gesamten Grundstückes ist, geht die Entscheidung im Grunde nur darum, ob dort die einzigartige Natur geschützt werden soll oder in naher Zukunft Baukräne aufgebaut werden.

Välen bietet innerhalb Göteborgs die einzige Fläche an der Süßwasser langsam in Salzwasser übergeht und nicht nur die Mündung mit seinem Feuchtgebiet interessant ist, da man hier im Laufe des Jahres allein 160 Vogelarten beobachten kann, sondern auch, weil man entlang eines Wanderweges historische Gräber finden kann und von einer einzigartigen Natur profitieren kann.

Der Naturschutzverband Västra Frölunda versucht seit über 20 Jahren das Feuchtgebiet Välen zu schützen und setzte zu diesem Zweck auch das schottische Highland Cattle aus, das die umzäunten Wiesen abweidet, damit möglichst wenige Menschen den inneren Bereich des Gebietes betreten müssen. Das bisher relativ wenig besuchte Gebiet hat die idealen Voraussetzungen als Schutzgebiet, wobei es den Besuchern auch möglich ist durch Wanderwege optimal von Välen profitieren zu können.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 6. November 2010

Baupläne im Göteborger Schlosswald auf Eis gelegt

Beim Bauamt in Göteborg liegen zwei Bauanträge für den Schlosswald vor. Zum einen will das bestehende Restaurant mit einem Anbau mehr Besucher anziehen und zum anderen soll aus dem bisherigen Eiskiosk ein Café werden. Das Göteborger Bauamt will nun beide Anträge ablehnen, da die Stadt eigene, bisher geheime, Pläne zur Entwicklung des Schlosswaldes hat.

Trotz der letztjährigen Sparmaßnahmen, denen alle exotischen Vögel zum Opfer fielen, weshalb der Streichelzoo zum Lehrzoo wurde und Kinder daher die Tiere nicht mehr berühren dürfen, und weshalb selbst die symbolischen Flamingos ausziehen mussten, hat die Stadt erneut große Pläne mit dem Schlosswald, der meistbesuchten Grünfläche der Stadt.

Bisher wurde über ein neues Feuchtgebiet gesprochen, der Zoologische Garten soll zu einem nordischen Tierparadies werden, Schmetterlinge sollen eine größere Zone erhalten und der Schlosswald soll mehr zu einem Prestigeobjekt werden als das bleiben, was der Gründer einst im Kopf hatte. Die ersten Vorschläge der Stadtplaner werden voraussichtlich Mitte November veröffentlicht.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. März 2010

Neuerungen im Streichelzoo des Göteborger Schlosswaldes

Sparmaßnahmen lassen im Schlosswald in Göteborg nicht nur alle tropischen Vögel verschwinden und es wird nicht nur über die Anlage einer neuen Feuchtzone diskutiert. Auch die jüngsten Besucher der Grünanlage werden dieses Jahr in ihrem Streichelzoo bedeutende Änderungen vorfinden, denn der Streichelzoo wird ein Kinderzoo mit didaktischer Linie.

Die bedeutendste Veränderung wird sein, dass sich Kinder in einem Gang hinter Gittern bewegen und sich die Tiere frei in ihren Gehegen bewegen. Der enge Kontakt zu Haustieren aller Art wird ab 2010 nicht mehr möglich sein. Auch an Personal wird gespart und die persönlichen Erklärungen werden überwiegend von erklärenden Schildern ersetzt, was voraussetzt, dass sich Eltern auf den Besuch mit ihren Kindern etwas vorbereiten.

Der Kinderzoo des Schlosswaldes wird ab seiner Eröffnung im späten Frühjahr mehr didaktischen Grundlagen folgen als bisher, was sich an den Einrichtungen, den Erklärungen und dem vorgegebenen Weg für Besucher ausdrückt. Während Einzelbesucher wie bisher jederzeit den Kinderzoo besuchen können, müssen sich Schulklassen und Gruppen vorher anmelden, damit ihnen begleiteter Zugang zu gewissen Teilen der Anlage gewährt werden kann.

Und schließlich wird vielen permanenten Besuchern eine weitere Veränderung auffallen, denn alle nicht in Schweden ursprünglich heimischen Tiere haben den Kinderzoo verlassen und werden nun ausschließlich von heimischen Tieren ersetzt. Wer letztes Jahr noch das vietnamesische Hängebauchschwein zärtlich streichelte, muss sich nun auf seine Erinnerung verlassen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. November 2009

Ein Feuchtgebiet im Göteborger Schlosswald

Rund 50 Studenten nehmen am Donnerstag den 12. November 2009 am Projekt 24 Biologi Special teil. Ihre Aufgabe ist es innerhalb von 24 Stunden ein komplettes Projekt für die Stadt Göteborg zu erstellen, unter anderem die Planung eines Feuchtgebietes im Göteborger Schlosswald (Slottsskogen).

Der Göteborger Schlosswald und die Stadtverwaltung Göteborgs hatten schon lange den Wunsch im Göteborger Schlosswald ein Feuchtgebiet anzulegen, was jedoch, auch aus Kostengründen, immer wieder aufgeschoben wurde. Nun sollen Biologen der Göteborger Universität nach einem geeigneten Ort suchen und auch das Gesamtprojekt planen. Was für den Schlosswald eine Bereicherung sein soll ist für die Studenten die erste Konfrontation mit ihrem zukünftigen Arbeitsleben und vielleicht auch mit ihrem Arbeitgeber.

Der entsprechende Auftrag wird am Donnerstag um 9 Uhr 15 während der Kunskapsmässan an eine Gruppe von sechs Studenten vergeben. Damit der Plan eines Feuchtgebietes auch in der Praxis realisiert werden kann arbeiten während der 24 Stunden nicht nur Biologen, sondern auch Umweltdesigner und Ökonomen in der Gruppe mit. Sollten die Studenten erfolgreich sein, so winkt ihnen, vielleicht, eine Arbeitsstelle bei der Stadt Göteborg.

Weitere Nachrichten zum Göteborger Schlosswald:
Alle tropischen Vögel müssen den Slottsskogen verlassen

Weitere Informationen über den Slottsskogen (Schlosswald):
Der Schlosswald oder Slottsskogen in Göteborg
Der Tiergarten im Göteborger Slottsskogen
Der Kinderzoo im Schlosspark in Göteborg
Die Teiche des Slottsskogen in Göteborg
Smålandsstugan im Slottsskogen in Göteborg
Der Hallandsgården im Göteborger Slottsskogen

Herbert Kårlin