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Samstag, 6. September 2014

Mehr Wohnheime für Ältere in Göteborg

Nachdem sich alle Parteien Göteborgs darüber einig sind, dass man, zumindest theoretisch, mehr Mietwohnungen und mehr Studentenwohnheime in Göteborg benötigt, und zwar so schnell wie möglich, will Jonas Ransgård, der Vorsitzende der Moderaten Göteborgs, nun einen Schritt weitergehen und mit einem neuen Versprechen die ältere Schicht Göteborgs zu den kommenden Wahlen auf seine Seite ziehen, da eventuell nur wenige Stimmen darüber entscheiden können welche politische Seite in Zukunft Göteborg regieren wird.

Jonas Ransgård gab daher bekannt, das der gesamte rechte Block bei einem Wahlgewinn jedes Jahr mindestens ein neues Wohnheim für die ältere Bevölkerung der Stadt bauen will um die Wartezeiten dort zu verkürzen und die Angehörigen frühzeitig zu entlasten. Mit dieser Erklärung geht der Politiker gegen den Strom des linken Blocks, der den Angehörigen eine immer größere Verantwortung auflastet und eher an den Abbau der Wohnheime denkt.

Auch wenn die Investition in Wohnheime für Ältere die einzige Neuerung der Göteborger Koalition ist, so verspricht Ransgård natürlich auch Studenten billigere Fahrscheine für die öffentlichen Verkehrsmittel, kleinere Klassen in Kindergärten und Schulen und vieles mehr, auch wenn er dabei verschweigt, dass diese Kosten die arbeitende Bevölkerung der Stadt durch höhere Steuern und teurere Fahrscheine bezahlen muss. Ransgård wird bei einem Gewinn des rechten Blocks bei den Kommunalwahlen auch den Plan der Linken Arbeitstags von sechs Stunden für städtische Angestellte einzuführen, streichen, der einzige Punkt, der ihn Stimmen kosten kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 14. Februar 2014

Provisorische Wohnungen für Studenten in Göteborg

Offiziell sollen in Göteborg jährlich 400 Wohnungen für Studenten fertiggestellt werden, da nur dadurch die große Wohnungsnot für Studenten langsam abgebaut werden kann. In der Tat wurden jedoch vergangenes Jahr nur etwas über die Hälfte der geplanten Wohnungen fertig und dieses sowie nächstes Jahr wird es kaum anders aussehen, obwohl man mittlerweise nicht nur an Neubau in Göteborg denkt.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Altersheime in Wohnraum für Studenten umgewandelt und es wurden Wohncontainer aufgestellt, die vorübergehend als Wohnraum dienen sollen, bis eben diese Gebiete für andere Zwecke benötigt werden. Diese Lösung der Containerwohnungen soll nun in mehreren Teilen der Stadt ein Zukunftsmodell werden, auch wenn damit das tatsächliche Problem nicht gelöst werden kann, da die Container nur einige Jahre auf den Grundstücken bleiben dürfen, mangels Bebauungsplan.

Vor allem die städtischen Bauunternehmen wollen die Containerwohnung mit minimalem Standard nun verstärkt in mehreren Teilen der Stadt verteilen, da man auf diese Weise dem offiziellen Ziel der 400 Studentenwohnungen pro Jahr näher kommen kann, zumindest vorübergehend. Das größte Projekt dieser Art soll nun auf einem Parkplatz einer touristisch interessanten Gegend entstehen, denn hier sollen 1000 Container mit insgesamt sieben Etagen aufgestellt werden, ein Projekt, das die Anwohner bereits stark beunruhigt, und dies nicht nur aus optischen Gründen. Immerhin kann Göteborg dann von der ersten gestapelten Containerstadt für Studenten sprechen, eine Werbung, die nicht unbedingt positiv klingt.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 28. Juni 2013

Wohnungen für ausländische Studenten in Göteborg

Nachdem gegenwärtig etwa 1100 ausländische Studenten in Göteborg eine Wohnung suchen, da sie nach den Sommerferien an einer Hochschule oder Universität der Stadt studieren wollen, hat sich der städtische Wohnungsvermittler Boplats Göteborg entschlossen zwei Personen einzustellen, die dieser Gruppe bei der Wohnungssuche zu Hilfe kommen sollen und gezielt an ausländische Studenten Wohnungen vermittelt. 

Die Idee für diese Vermittlung tauchte auf, weil ausländische Studenten, die nach Göteborg kommen, in der Regel die Sprache nicht sprechen und auch nicht wissen über welche Wege sie bei der extremen Wohnungsnot fündig werden sollen. In den letzten Jahren war es deshalb gerade diese Gruppe an Studenten, die oft ausgenützt wurde oder auch Betrügern aufsaßen für die gerade Studenten jeder Art eine leichte Beute sind.

Die beiden Angestellten bei Boplats suchen nun gezielt Wohnungen und Zimmer für ausländische Studenten und kontrollieren dabei auch die Seriosität der Vermieter und geben den Wohnungssuchenden Tipps. Bisher konnte die Sonderabteilung von Boplats bereits über 100 Wohnungen finden, die nun gezielt den Studenten aus anderen Ländern vermittelt werden, obwohl die Suche gerade erst begonnen hat und viele Schweden gegenwärtig in Urlaub sind.

Herbert Kårlin

Samstag, 13. April 2013

Man wird in Göteborg zu alt für ein Studentenwohnheim

In ganz Schweden kann man in jedem Alter noch ein Studium beginnen, vorausgesetzt man hat die Hochschulreife oder meistert die Hochschulprüfung. Und in ganz Schweden kann man während seines Studiums in einem Studentenwohnheim wohnen. In ganz Schweden? Nein, eine Stadt macht hierbei eine Ausnahme, denn in Göteborg werden nur Studenten, die mindestens 17 Jahre alt sind und maximal 48 Jahre erreicht haben, als Mieter akzeptiert.

Als sich nun ein 49-jähriger Nordschwede, der im Herbst ein Studium in Göteborg beginnt, auf die Warteliste der SGS Studentenwohnheime der Stadt setzen wollte, wurde er aus Altersgründen abgelehnt. Nun muss der Diskriminierungsombudsmann  entscheiden, ob sich Göteborg dabei legal verhält oder bei dieser Ablehnung gegen die geltenden Gesetze verstößt.

Während der Betroffene der Meinung ist, dass die Ablehnung eindeutig eine Altersdiskriminierung ist, ist sich die Geschäftsführung der SGS Studentenwohnheime keiner Schuld bewusst und argumentiert, dass die Wohnsituation für Studenten in Göteborg katastrophal ist und sie daher Auswahlkriterien einführen musste nach denen jüngere Studenten bevorzugt werden.  Genau genommen hoffen die SGS, dass der Ombudsmann den Fall gar nicht erst aufnimmt, da damit alle Probleme des Unternehmens beseitigt wären und Studenten über 48 in aller Zukunft nach einer privaten Untermiete suchen müssten.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer Göteborgs Tanz- und Theaterfestival

Donnerstag, 24. Januar 2013

Teure Wohnungen für Studenten in Göteborg

Einig ist man sich in Göteborg in einem Punkt: Man benötigt bis zum Jahre 2015 mindestens 1500 zusätzliche Wohnungen für Studenten, auch wenn es gegenwärtig kaum so aussieht auch nur die Hälfte davon bauen zu können. Als Alternative sind bereits Container-Wohnungen mit vorübergehender Baugenehmigung im Gespräch und andere Zwischenlösungen, was jedoch das Wohnungsproblem nur in die Länge schiebt und langfristig vermutlich auch vergrössert.

Gegenwärtig plant die Stadt bis 2015 rund 1000 vorübergehende Notwohnungen für Studenten zu schaffen, wobei diese vorübergehenden Baugenehmigungen für Baracken, Container oder andere Unterkünfte jedoch nur für zehn Jahre gelten und nicht dem Bedarf gerecht werden. Die rechte Opposition fordert daher zusätzliche 500 Notwohnungen zu schaffen, da die Stadt die dafür nötigen Grundstücke besitzt und diese in den kommenden zehn Jahren auch nicht anderweitig benötigt werden.

Der Stadtrat Göteborgs argumentiert jedoch, dass der Bau von den zusätzlichen 500 Wohneinheiten das Gesamtprojekt so verteuern würde, dass jede der 1500 Studentenwohnungen eine Miete von 6.800 Kronen fordern würde, trotz einer sehr geringen Wohnfläche und dem geringen Komfort, eine Summe, die ein Durchschnittsstudent, der gerade einmal über 9000 Kronen Studienkredit pro Monat verfügt, wohl kaum bezahlen kann. Jede Wohnung, die über die 1000 geplanten Notwohnungen hinausgeht, würde verursachen, dass in Göteborg nur noch reiche Studenten studieren können.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. August 2012

Keine Wohnung für Studenten in Göteborg

Studenten, die nun kurz vor Kursbeginn in Göteborg ankommen und innerhalb weniger Tage auf eine Studentenwohnung hoffen, erleben eine herbe Enttäuschung, denn die Stiftung SGS (Göteborgs Studentbostäder) hat keine freien Zimmer, nicht einmal in der schlechtesten Lage, und kann daher den Neulingen nur anbieten sich auf der Liste einzutragen. Anschließend bleibt nur noch die Wartezeit von 18 Monaten um in schlechter Lage ein kleines Zimmer zum Flur zu bekommen. Auf eine Wohnung muss der Student auf jeden Fall zwei Jahre warten.

Diese Situation ist nicht neu, aber wird für viele Studienanfänger manchmal ein unüberwindliches Problem, da man beim freien Wohnungsmarkt noch länger auf seine vier Wände warten muss. Wie jedes Jahr werden wieder einige Studenten auf ihre Studienplätze in Göteborg und das Traumstudium verzichten müssen, andere von Freund zu Freund ziehen oder die Eltern um Kredit bitten, damit sie in einem Vandrarhem, einer Art Jugendherberge, einmieten können. Der Wohnzustand für Studenten ist in Göteborg katastrophal.

Seit fünf Jahren verschlechtert sich die Situation bereits, da SGD, oder mit anderen Worten die Stadt Göteborg, kaum Studentenwohnungen baut und private Bauherren oft am Bauamt der Stadt scheitern oder lieber in Wohnungen mit Bostadsrätt investieren. Und das Problem? Man will nicht zu viele Studentenwohnungen haben, denn es könnten ja irgendwann weniger Studenten kommen und dann Wohnungen unvermietet bleiben. Um Studenten zumindest auf die schwierige Situation aufmerksam zu machen, wäre es auf jeden Fall angebracht auf der Homepage nicht erst Hoffnungen zu wecken, sonder die Situation auch klar zu beschreiben. Lächelnde Studenten auf der Homepage helfen nicht bei der Wohnungssuche.

Herbert Kårlin

Dienstag, 31. Juli 2012

Neue Wohnungen in Göteborg

Nach der Göteborger Tageszeitung GP werden gegenwärtig 2600 Wohnungen in verschiedenen Teilen Göteborgs gebaut, was für die Stadt ein wahrer Rekord ist, auch wenn die Quote pro Einwohner immer noch unter jener Malmös und weit unter jener Stockholms liegt und eher wie ein Tropfen Wasser auf einem heißen Stein betrachtet werden muss, da Göteborg schneller wächst als Wohnungen gebaut werden.

Bei einer genaueren Analyse stellt man zudem fest, dass man unter den 2600 Wohnungen gerade einmal 90 Wohnungen für Studenten findet und in halbwegs guter Lage nur eine verschwindend kleine Anzahl an Mietwohnungen gezählt werden können, denn der Wohnungsbau Göteborgs richtet sich nur an die wohlhabende Schicht mit Arbeitsplätzen, die weitaus mehr als nur einen Normalverdienst von jüngeren Familien oder Einwanderern bieten können. Und selbst bei schlechterer Wohnlage bevorzugt man den Bau nach Bostadsrätt, da hier nur die Banken das Risiko tragen müssen.

Wenn man dagegen die Liste jener betrachtet, die im zentralen Register Göteborgs (Boplats) eine Wohnung suchen, so kommt man auf nahezu 130.000 Personen, wobei gut 50.000 unter ihnen sehr aktiv und dringend nach einem Dach über dem Kopf suchen. Allein in den letzten sechs Monaten kamen 15.000 Personen hinzu, die dringend eine Wohnung benötigen. Göteborg sieht natürlich keinen besonderen Handlungsbedarf, sondern schiebt den schwarzen Peter der Regierung zu, die Bauträger zu wenig unterstützt und  zu wenig Wohngeld bezahlt, mit dem Ergebnis, dass sich in Göteborg eine Ghettobildung entwickelt. 

Herbert Kårlin

Sonntag, 28. August 2011

Weniger ausländische Studenten bei Chalmers

Nachdem der schwedische Staat für dieses Jahr eine Studiengebühr für nichteuropäische Studenten an allen Hochschulen des Landes einführte, ging die Anzahl an ausländischen Studenten an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg erheblich zurück. Am kommenden Montag beginnen gerade einem 135 Studenten, die die Jahresgebühr von 150.000 Kronen bezahlen konnten.

Allerdings ist auch diese Anzahl noch verfälscht, da rund die Hälfte unter ihnen ein Stipendium erhielten und daher entweder ganz von den Studiengebühren befreit wurden oder nur einen geringen Anteil selbst zahlen müssen. Die Anzahl der nichteuropäischen Studenten erreicht daher nur noch rund 25 Prozent der Vorjahre und verändert das Studentenbild der Hochschule bedeutend, auch wenn alle Studienplätze vergeben werden konnten.

Von den staatlichen Maßnahmen, die von Chalmers extrem kritisch aufgenommen wurden, sind insbesondere Studenten aus Pakistan, Indien, Iran, Bangladesh, Nigeria und China betroffen. Bei der Entscheidung eine Studiengebühr an schwedischen Hochschulen einzuführen, nannte die Regierung vor allem die hohen Kosten für den Steuerzahler, die bisher die Studien nichteuropäischer Studenten finanzieren mussten ohne dass der Staat nach Studienende diese Summen wieder an Steuern einnehmen kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 21. August 2011

Studenten in Göteborg ohne Wohnung

Für Studenten, die nun im Herbst ihr Studium in Göteborg aufnehmen wollen, die aber nicht bereits eine Wohnung haben oder bei Freunden und Verwandten unterkommen, sieht die Situation im Wohnungsmarkt nahezu aussichtslos aus, denn die Wartezeit auf ein Zimmer in einem Studentenwohnheim beträgt gegenwärtig 18 Monate und die Wartezeit auf eine kleine Wohnung sogar drei Jahre, also die Zeit eines kürzeren Studiums.

Obwohl auf Grund der Studiengebühren dieses Jahr zwei Drittel weniger ausländische Studenten in Göteborg erwartet werden, wiederholt sich nun die Situation des Vorjahres, da in Göteborg beim Wohnungsbau immer mehr auf Bostadsrätt gesetzt wird und selbst Studentenwohnungen in gewöhnlichen Mietraum verwandelt wurden. Der Neubau von Studentenwohnheimen gehört nicht zu den vordringlichen Plänen der Universitätsstadt.

Für die rund 60.000 Studenten in Göteborg stehen gerade einmal 9.200 Wohnungen in Studentenwohnheimen zur Verfügung, was bedeutet, dass sich die Mehrheit der Studenten anderweitig eine Unterkunft beschaffen muss. Als Argument dafür, dass keine Wohnungen für Studenten geschaffen werden, gilt die Aussage, dass man ja nicht im Voraus weiß wie viele Studenten sich in Göteborg einschreiben und sich die Situation permanent ändert. Eine Untersuchung darüber, unter welchen Umständen Studenten in Göteborg leben müssen, ist nicht geplant, zumal man sich die Stadt dann Tatsachen stellen müsste über die man lieber schweigt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Juli 2011

Wohnungsnot für Jugendliche in Göteborg

Nach einer Untersuchung von Boverket herrscht in Groß-Göteborg landesweit die größte Wohnungsnot für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren. In 93 Prozent der Gemeinden stehen kaum Wohnungen für diese Altersschicht zur Verfügung. In Groß-Stockholm liegt die Quote bei 88 Prozent und in Malmö bei 73 Prozent. In keiner der drei Städten kann die Situation jedoch als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Seit Jahren vernachlässigt Göteborg den Bau von preisgünstigen Mietwohnungen und Studentenwohnheimen, obwohl gerade in Göteborg die Stadt der Besitzer sämtlicher großer Bauunternehmen ist, die jedoch, wegen dem höheren Gewinn, überwiegend Gebäude mit Bostadsrätt errichten und Mietwohnungen als zu wenig gewinnträchtig betrachten.

Für dieses und die kommenden Jahre planen die Gemeinden Groß-Göteborgs vor allem die Umwandlung von Altbauten in Studentenwohnungen und Wohnungen für junge Familien, was jedoch nur günstige Wohnungen für Geringverdiener in Wohnungen für Jugendliche verwandelt, ohne die generelle Wohnungsnot zu verbessern, da auch der geplante Bau von 3500 neuen Wohnungen in diesem Jahr weit hinter dem tatsächlichen Bedarf liegt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 1. Juni 2011

Probleme bei Studentenfeiern in Göteborg


Der letzte Tag des letzten Schuljahres ist für schwedische Schüler, die damit zu Studenten werden, einer der bedeutendste Tage ihres Lebens. Für die Festlichkeiten, für die viele Eltern Kredite aufnehmen, ist nahezu nichts zu teuer. „Tar Studenten“ ist allerdings auch mit einem lautstarken Umzug auf Lastwagen durch Göteborgs Straßen verbunden.

Obwohl erste heute der Höhepunkt der Schulentlassungen in Göteborg ist, hat die Polizei bereits vier der Lastwagen aus Sicherheitsgründen aus dem Verkehr gezogen und damit so mancher Vorfreude ein Ende bereitet. Einer der aus dem Verkehr gezogenen Lastwagen hatte selbst Fahrverbot, die anderen bedeutende Sicherheitsrisiken für Studenten auf der Ladefläche.

In der der Regel führt der Übermut des Tages und der zum Teil sehr hohe Alkoholgenuss auch zu einigen Problemen. So fiel bereits eine Studenten bei einem Bremsmanöver eines Lastwagens von der Ladefläche und ein Passant am Straßenrand erhielt eine Flasche auf den Hinterkopf und musste stationär behandelt werden. Vor allem alkoholisierte männliche Studenten leerten auch einige Bierflaschen über Zuschauer.

Herbert Kårlin

Montag, 24. Januar 2011

Weniger ausländische Studenten in Göteborg

Nach Ende der Einschreibefrist zum Herbstsemester an der Göteborger Universität kann die Universitätsverwaltung einen Rückgang von über 60 Prozent an nichteuropäischen Studenten feststellen. Im Gegensatz zu rund 9000 Einschreibungen im Jahr 2010 wollen dieses Jahr nur noch 3000 ausländische Studenten Göteborg wählen.

Ursache ist die Einführung einer Studiengebühr für nichteuropäische Studenten an allen schwedischen Universitäten. Außer einer nationalen Einschreibegebühr von 900 Kronen pro Jahr werden in Göteborg, je nach Studienzweig, zusätzlich zwischen 100.000 und 200.000 Kronen an Studiengebühr fällig, was den Ansturm auf die bisher kostenlosen schwedischen Ausbildungen bremst.

Lediglich das englischsprachige Masterprogramm an der Göteborger Universität verzeichnet, trotz der hohen Kosten, keinerlei Einbussen, und ist nach wie vor für rund 1000 ausländische Studenten die erste Wahl. Die Universität sieht darin die Bestätigung des hohen Niveaus dieser Ausbildungen, die Göteborg anbietet.

Herbert Kårlin

Freitag, 17. September 2010

Göteborgs Universitäten nicht mehr in der Topliste

Während voriges Jahr noch beide Universitäten Göteborgs unter den 200 besten Universitäten im "World University Ranking" zu finden waren, Chalmers auf Platz 198 und die Göteborger Universität auf Platz 185, sind beide Einrichtungen dieses Jahr nicht mehr auf der Liste vertreten. Die Technische Hochschule Chalmers fiel um rund 20 Plätze und die Universität um nahezu 100 Plätze zurück.

Eine der Ursachen ist mit Sicherheit bei den neuen Indikatoren zu suchen, die dieses Jahr erstmals verwendet wurden, nachdem die bisherige Bewertungsmethode international immer mehr in die Kritik geriet. Aus sechs Indikatoren wurden nun 13, wobei vor allem Forschung, Vermittlung von Kenntnissen und Unterricht den Stellenwert der Universitäten beeinflussten.

Da das Ranking von Times Higher Educations für Studenten ein Rolle bei der Wahl einer Universität spielt, werden nach dem diesjährigen Ergebnis sowohl die Technische Hochschule Chalmers als auch die Universität Göteborg die neuen Zahlen erst einmal auswerten um dann, mit einer verbesserten Ausbildung, den Zugang zur Topliste erneut zu erringen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. September 2010

Studenten wurden mit Fest in Göteborg empfangen

Zum fünften Mal veranstaltet Göteborg und Co. im Trädgår'n ein großes Fest um die neuen Studenten in Göteborg willkommen zu heißen. Erstmals war das Lokal bis auf den letzten Platz ausgebucht und bereits am Montag waren sämtliche 2300 Tickets für das Fest verkauft.

Nur ein Bruchteil der 13.000 Studienanfänger wurde daher offiziell von der Stadt mit Hamburger, alkoholfreien Getränken, Musik, Ausstellung und Begrüßungsreden empfangen, wobei die dominante Sprache des Abends Englisch war, da vor allem ausländische Studenten auf diese Weise einen Zugang zum gesellschaftlichen Leben Göteborgs erringen wollten.

Das Studentenfest im Trädgår'n ist jedoch nur der Auftakt kultureller Veranstaltungen Göteborgs, die sich an Studenten richten, denn zahlreiche weitere Veranstaltungen schließen sich bis zur Weihnachtszeit an, die es Neulingen in Göteborg vereinfachen sollen auf einfache Weise und preisgünstig Kontakte zu knüpfen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. August 2010

2000 neue Studenten bei Chalmers in Göteborg


Für 2000 Studenten begann am Dienstag das erste Studienjahr bei der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, erneut eine Steigerung, die auf das hohe Ausbildungsniveau der Hochschule zurückzuführen ist. Trotz der extremen Wohnungsprobleme in Göteborg beantragen jedes Jahr mehr Studenten eine Zulassung als letztendlich angenommen werden können.

Das erste Jahr bei Chalmers beginnt jedoch weniger mit harter Arbeit, sondern mit vier Wochen bei denen Feste und Einführungen überwiegen. Und natürlich das Nollning stattfindet, die studentische Aufnahmeprüfung in die Gruppe der Chalmeristen. Jeder Fachbereich hat sein eigenes Komitee, das über diese Prüfungen entscheidet.

Vor allem während der ersten Woche kann man überall Chalmers-Studenten mit gelben Arbeitsmänteln finden, die von einer Gruppe an Neulingen umringt wird und auf eine Prüfung warten. Obwohl dem Einfallsreichtum der Prüfer hier kaum eine Grenze gesetzt ist, ist das Nollning meist relativ harmlos, wobei in Göteborg Wasser natürlich eine besondere Rolle spielt und so mancher neue Student erst einmal baden gehen muss … und Brunnen gibt es genügend in Göteborg.

Herbert Kårlin

Samstag, 24. Juli 2010

Wohnungslose Studenten Opfer von Betrügern

Die extreme Wohnungsnot für Studenten in Göteborg hat zur Folge, dass Betrügereien und Betrugsversuche mit Wohnungen in die Höhe schnellen. Die häufigste Betrugsmethode besteht darin, eine vorhandene Wohnung zu günstigen Konditionen mehrmals zu vermieten. Es kommt daher häufig vor, dass bei Studienbeginn im August fünf bis zehn Studenten in die gleiche Einzimmerwohnung einziehen wollen.

Diese Art von Betrug zahlt sich, selbst langfristig, aus, denn es ist völlig üblich bei Unterzeichnung des Vertrags 20.000 bis 30.000 Kronen als Mietvorauszahlung zu bezahlen, die erst bei Auszug zurückbezahlt werden. Auf diese Weise können sich unseriöse Vermieter zur Sommerzeit ein nettes Zusatzeinkommen schaffen, das, auch nach einer Anzeige der Studenten Ende August, kaum Folgen hat.

Für die Polizei sind diese seit Jahren bekannten Betrügereien Nebensache, so dass die gleichen Personen seit Jahren ihre Aktivität fortsetzen können, da die Staatsanwaltschaft die Unterlagen in der Regel erst drei bis vier Jahre nach der Tat vorgelegt bekommt und ein Urteil daher erst nach fünf bis sechs Jahren zu erwarten ist. Die Betrüger werden dann selbstverständlich dazu verurteilt, das unterschlagene Geld mit Zinsen zurückzubezahlen, aber das Geld ist natürlich längst verbraucht und einige der Betrüger sind längst beim Gerichtsvollzieher bekannt.

Herbert Kårlin

Dienstag, 13. Juli 2010

Keine Wohnung frei für Studenten in Göteborg

Ab August werden rund 3.000 zusätzliche Studenten in Göteborg erwartet, die außerhalb der Region wohnen und daher eine Wohnung benötigen. Auch wenn die Wohnungssituation für Studenten jedes Jahr schwierig war, so zeigt sich dieses Jahr, dass im Moment nicht eine einzige Wohnung für die neuen Studenten zur Verfügung steht.

Nur für Austauschstudenten innerhalb des Erasmus-Programmes stehen, wie jedes Jahr, 1000 Wohnungen bereit. Bereits Masterstudenten anderer Länder müssen sich auf dem freien Markt umsehen, der in Göteborg so düster ist wie nie zuvor.

Auf Grund neuer Studiengänge der Universität Göteborg wurden dieses Jahr über 1500 Studenten mehr zugelassen als im Vorjahr, wobei jedoch, auf Grund der Wohnungsnot, kaum ein Student seine Wohnung in Göteborg nach Abschluss des Studiums aufgibt und bei den offiziellen Wohnheimen am Rande der Stadt Studenten dieses Jahr nur zugelassen werden können, die bereits seit mindestens einem Jahr auf der Warteliste stehen. Zahlreiche Studenten müssen dieses Jahr zwangsweise Wohngemeinschaften eingehen oder in Jugendherbergen wohnen.

Herbert Kårlin

Samstag, 22. Mai 2010

Chalmers fordert Zwangsmitgliedschaft im Studentenverband

Ab 1. Juli können die Studenten Schwedens frei wählen, ob sie Mitglied im Studentenverband einer staatlichen Universität sein wollen oder nicht, was auch den jahrelangen Forderungen der Mehrheit der Studenten entspricht und als demokratische Entscheidung betrachtet wird. Ausgenommen von dieser Regelung sind jedoch zwei Hochschulen des Landes.

Sowohl die Technische Hochschule Chalmers als auch die Hochschule in Jönköping sind Stiftungen und daher nicht von diesem Gesetz betroffen, obwohl in der Verwaltung dieser Stiftungen bedeutende Politiker sitzen. Als erstes hat nun die Technische Hochschule Chalmers beschlossen die Zwangsmitgliedschaft im Studentenverband auch in Zukunft zu fordern. Die Entscheidung in Jönköping ist für den 24. Mai geplant.

Für die 10.000 Stundenten von Chalmers bedeutet diese Entscheidung, dass sie auch in Zukunft jedes Jahr etwa 500 Kronen an Abgaben bezahlen müssen und der Studentenverband weiterhin der alleinige Vertreter der Studentenschaft gegenüber der Hochschule sein wird. Auf Grund dieser Zwangsmitgliedschaft ist auch in Zukunft garantiert, dass der Studentenverband der Hochschule Chalmers jährlich über ein Budget von rund vier Millionen Kronen verfügt und seine Arbeit in bisheriger Weise fortsetzen kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 30. März 2010

Steigende Armut in Göteborg

Während in Schweden die Schicht jener, die unter der Armutsgrenze leben müssen langsam abnimmt, kann man diese Tendenz für Göteborg nicht bestätigen. Hier steigen sowohl Armut als auch die Einkommenskluft zwischen verschiedenen Gruppen. Besonders betroffen sind vor allem Einwanderer aus nichteuropäischen Ländern, allein erziehende Mütter und Jugendliche.

Immer mehr Kinder können aus Geldmangel an keinerlei Freizeitaktivitäten mehr teilnehmen und müssen im Sommer auf jede Urlaubsreise verzichten, während andere mehrmals verreisen. Früher konnte die Göteborger Stadtmission einzelne Freizeitaktivitäten noch finanziell unterstützen. Heute reichen die finanziellen Mittel der Hilfsorganisation kaum noch für notdürftigste Dinge wie Brillen, Medizin oder Zahnpflege aus.

Auch Studenten, die keine reichen Eltern haben, haben immer größere Probleme über die Runde zu kommen, da die staatlichen Studienkredite nicht mehr für Unterkunft, Miete und öffentliche Verkehrsmittel in Göteborg ausreichen. Ohne Unterstützung von Eltern müssen nahezu alle Studenten neben ihrem Studium einer Arbeitstätigkeit nachgehen, was wiederum dazu führt, dass sich die Studienzeit verlängert und minder bemittelte Studenten auch oft schlechtere Abschlüsse machen und dadurch auch in Zukunft weniger Chancen im Berufsleben haben als Studenten mit wohlhabenden Eltern.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 7. Januar 2010

Studiengebühren, eine Bedrohung für die Technische Hochschule Chalmers

Die schwedische Regierung will ab dem Studienjahr 2011 für alle nichteuropäische Studenten eine Studiengebühr einführen. Diese Maßnahme bedeutet, dass vielen Studenten ein Studium in Schweden rund 7000 Euros kosten wird. Diese Summe wurde bisher vom Steuerzahler übernommen, eine Situation, die vor allem Studenten aus China, Pakistan, Indien und Irak angezogen hat, die, im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern, in Schweden einen kostenlosen Zugang zu den Universitäten und Hochschulen fanden.

In der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg liegt die Quote der außereuropäischen Studenten zur Zeit bei 14%, die sich bei Einführung der Studiengebühr auf etwa 3% reduzieren würde. Die schwierige finanzielle Lage des Landes macht es jedoch unmöglich in Zukunft weiterhin kostenlos diese hohe Anzahl an Studenten zu finanzieren, die nach ihrem Studium als hochqualifizierte Fachkräfte in ihre Heimatländer zurückkehren.

Bisher hat die Technische Hochschule Chalmers für jeden ihrer außereuropäischen Studenten 7000 Euros aus Steuergeldern erhalten, was natürlich auch schwedischen und europäischen Studenten in der Ausbildung zu Gute kam. Um auch in Zukunft das hohe Niveau der Hochschule halten zu können, muss Chalmers daher ab 2011 daran arbeiten, dass europäische Studenten, die weiterhin keine Gebühren zahlen müssen, ein Interesse daran finden in Göteborg zu studieren, was mit guten Englischkenntnissen auch keinerlei Problem verursacht.

Herbert Kårlin