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Dienstag, 24. Juni 2014

Bombendrohung in Göteborg

Als gestern um 11 Uhr 40 der erste von zwei Anrufen mit einer Bombendrohung bei der Polizei in Göteborg einging, handelte es sich bereits um die zweite Drohung dieser Art in kürzester Zeit, die dazu führten, dass der Hauptbahnhof Göteborgs evakuiert werden musste und Zugreisende mit langen Verspätungen rechnen mussten. Allerdings zeigt sich die Polizei im gestrigen Fall sehr verschwiegen darüber warum die Drohung ernst genommen wurde, denn an Drohungen ist man dort gewöhnt.

Im gestrigen Fall gab der Anrufer an, dass in einem der Eisenbahnwagen des Öresundzuges (Öresundståg) nach Malmö eine Tasche mit einer Bombe liegen würde. Als die Sprechstofftechniker der Polizei, nachdem der Zug evakuiert und das Gebiet weitläufig abgesperrt war, tatsächlich eine entsprechende Tasche fanden, wurde der gesamte Bahnhof geräumt damit die Tasche gesprengt werden konnte, die, wie es sich anschließend zeigte, keinerlei Sprengstoff enthielt.

Die Polizei will nach wie vor wenig über die Anrufe, die von zwei verschiedenen Stellen kamen, berichten, noch über den Inhalt der Tasche oder warum ausgerechnet diese beiden Anrufe zu einem Einsatz führten und verweist auf laufende Ermittlungen. Veolia, der Betreiber des Zuges, erklärt, dass die Firma in keiner Weise bedroht wurde und daher vermutlich andere Motive hinter der Bombendrohung liegen.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Melodifestivalen 2013 in Göteborg

Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest sind in Schweden bereits in vollem Gange. Auch wenn die Eintrittskarten für die Ausscheidung in Malmö noch nicht im Handel sind, so sind mittlerweile die Orte für die schwedischen Ausscheidungen des Melodifestivalen nun bekannt und ab dem 25. Oktober können auch die Tickets über ticnet.se erworben werden, zumindest wenn man schnell genug reagiert.

Das Melodifestivalen, aus dem der diesjährigen schwedischen Teilnehmer des Eurovision Song Contests hervorgehen wird, findet am 2. Februar in Karlskrona, am 9. Februar im Scandinavium in Göteborg, am 16. Februar in Skellefteå, am 23. Februar in Malmö, am 2. März in Karlstad und schließlich am 9. März in der neuen Friends Arena in Solna statt, wo dann der diesjährige schwedische Gewinner feststeht, der dann am 18. Mai in Malmö gegen die anderen Länder antreten darf.

Wer keine Tickets für die Ausscheidungen selbst bekommt, kann natürlich auch am Vortag oder am Vormittag des gleichen Tages an den Generalproben einen Platz buchen, was allerdings bedeutet, dass sehr viele Kinder anwesend sein werden. Die Eintrittspreise während der Generalproben liegen zwischen 225 und 480 Kronen, jene während der Übertragung zwischen 355 und 790 Kronen. Die Eintrittspreise für die Eurovision in Malmö sind noch nicht bekannt.

Herbert Kårlin
 

Dienstag, 4. September 2012

Göteborgs Vororte bekommen Hilfe

Nachdem die schwedische Regierung im Herbstbudget 200 Millionen Kronen zusätzlich für Vororte mit großen sozialen Problemen vorsieht, verteilt auf die kommenden zwei Jahre, zeigt sich nun, dass sich unter den 15 Problemvororten fünf in Göteborg befinden, während Stockholm und Malmö nur jeweils über zwei davon verfügen, was ein Zeichen dafür sein kann, dass Göteborg in Fragen Integration ein Schlusslicht bildet und dabei ist eine Ghettosituation zu schaffen.

Wie viel den Stadtteilen Östra Bergsjön, Västra Bergsjön, Hjällbo, Gårdsten und Norra Biskopsgården allerdings zusteht, wird sich erst noch zeigen, da die Zahlungen von den tatsächlichen Resultaten abhängig sein werden, was nicht bedeutet, dass jedes der betroffenen Gebiete zwei Jahre lang jeweils 6,67 Millionen Kronen erhält. Nur wenn die größten sozialen Probleme der Stadtteile auch tatsächlich abgebaut werden, wird die Regierung eine angemessene Summe überweisen, was bedeutet, dass sich Göteborg bemühen muss auch Ergebnisse vorzuweisen.

Bevor daher Ende 2013 die erste Summe an die Städte überwiesen wird, will die Regierung wissen ob die Zahlungen an Sozialhilfe tatsächlich rückläufig sind, ob die Schulbildung einen Schritt nach vorne machte und die Schüler bessere Resultate aufweisen und wie viele der Bewohner in diesem Jahr auch eine Beschäftigung fanden, die man nicht nur als Pseudoarbeit betrachten kann, Probleme, die Göteborg während der letzten Jahre nicht lösen könnte. Die teilweise sehr schlechten Verbindungen von den betroffenen Vororten zu möglichen Arbeitsplätzen dürfte ein weitere Problem der Geldbeschaffung sein.

Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Juni 2012

Göteborger Polizei interessiert sich für Bettler

Nachdem rumänische und bulgarische Bettler nicht mehr wegen ihrer Tätigkeit als solches ausgewiesen werden dürfen, findet man im Göteborger Stadtbild immer mehr Bettler, die die Passanten teilweise passiv, teilweise auch aggressiv um Kleingeld bitten. Ein Teil der Bevölkerung fühlt sich gestört, andere haben Mitleid, aber alle sind sich einig darüber, dass dies kein vorteilhaftes Bild von Göteborg bietet, zumal Bettelei im heutigen Europa nicht mehr nötig sein sollte.

Nachdem die Tageszeitung GP (Göteborgs-Posten) in einer Reportage um die Bettelei in Göteborg Hinweise dazu lieferte, dass es sich hierbei um organisierte Bettelei handeln könnte, also auch um Menschenhandel, will die Göteborger Polizei nun einen genaueren Blick auf ihre Aktivität in der Stadt werfen und in erster Linie ihr Bewegungsschema im Zentrum erfassen, das unter Umständen wertvolle Hinweise auf ein organisiertes Verhalten bieten kann.

Als erstaunlich betrachtet es die Polizei in jedem Fall, dass sehr viele der Bettler aus Bulgarien in Autos schlafen, die am Ullevi geparkt sind und sich dort jeden Morgen große Gruppen an Bettlern treffen, die sich anschließend getrennt auf den Weg in die Innenstadt machen. Gleichzeitig will die Polizei ihre Erfahrungen mit Stockholm und Malmö austauschen um Menschenhandel besser auf die Spur kommen zu können, falls es sich um einen solchen handelt.

Herbert Kårlin

Montag, 28. Mai 2012

Eurovision im Jahre 2013 in Göteborg

Alle drei Großstädte Schwedens wollen, trotz der hohen Kosten, die damit auf sie zukommen, den kommenden Eurovision Song Contest bei sich haben. Die Chance, dass Göteborg die Ausscheidung im kommenden Jahr austragen darf, ist hoch, denn die modernste Arena Stockholms, der Globen, ist bereits gebucht und kommt im kommenden Mai für die Austragung auf keinen Fall in Frage.

Stockholm hat nun die Möglichkeit die Veranstaltung, unter Umständen, in die Friends-Arena auszulagern und damit die Fußballfreunde von AIK zu verärgern, Malmö hat eine relativ moderne Arena in guter Lage und Göteborg hat mit seinem Scanidanvium bereits die größten Künstler der Welt begrüßt und eine große Erfahrung mit entsprechenden Ereignissen. Und hier fand auch bereits eine Endausscheidung des Eurovision Song Contests statt.

Anneli Hulthén, die Vorsitzende des Göteborger Stadtrates will auf jeden Fall alles versuchen um die Veranstaltung in die Stadt zu bringen, da dies eine Woche lang finanzkräftige Besucher in die Stadt zieht und Göteborg in ganz Europa bekannt macht. Ein kleines Problem ist nur noch, dass in Göteborg um diese Epoche auch andere Ereignisse geplant sind und am Tag des Finale gleichzeitig der Halbmarathon Göteborgsvarvet statt findet. Göteborg will jedenfalls dafür kämpfen Austragungsort zu werden.
Herbert Kårlin

Sonntag, 8. Januar 2012

Västtrafik in Göteborg wird teurer

Am heutigen Sonntag erhöht Västtrafik seine Fahrpreise innerhalb Göteborgs. Nach eigenen Aussagen handelt es sich dabei um eine durchschnittliche Preiserhöhung von 5,5 Prozent, was die Fahrgäste kaum spüren werden, aber es möglich macht den Service des Unternehmens zu verbessern. Geringverdiener und Arbeitslose werden allerdings auch diese Erhöhung deutlich zu spüren bekommen, zudem sie auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind.

Besucher Göteborgs müssen in Zukunft für eine Tageskarte 70 Kronen statt den bisherigen 65 bezahlen und für eine Dreitageskarte 140 statt 130, was, zumindest bei der Tageskarte, weit über den 5,5 Prozent liegt. Eine Einzelfahrt mit SMS-Ticket kostet nun 22 Kronen und die Monatskarte 475 Kronen, was einer Erhöhung um 30 Kronen entspricht. Bei der Menge der verkauften Tickets ist die Erhöhung ein Millionengeschäft für Västtrafik.

Auch wenn ein Preisvergleich mit Malmö und Stockholm wegen dem unterschiedlichen System nicht möglich ist, so kann man durch eine Hochrechnung dennoch feststellen, dass die Preise in Göteborg über jenen in Skåne liegen und Stockholm vor allem deshalb teurer ist, weil es dort keine stadtbezogenen Tickets gibt, sondern grundsätzlich für die Region bezahlt werden muss, die weitaus grösser ist als Göteborg Stadt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 30. Oktober 2011

Reklame stört Hausfrieden in Göteborg

Eine Werbekampagne der nationalen Radiostation RIX FM, die parallel in Stockholm, Göteborg und Malmö stattfindet, hat in zahlreichen Mietwohnungen Göteborgs zu erheblichen Problemen geführt. In einem Fall stand ein Nachbar selbst mit einem Baseballschläger vor der Tür des Nachbars, weil er glaubte, dieser hätte ihm einen Drohbrief in den Briefkasten gesteckt.

Ursache war jedoch nichts anderes als die Reklame von RIX FM, die in allen Briefkästen, die nicht ausdrücklich keine Reklame erhalten wollten, gesteckt wurde, die im Handschriftstil erklärte: „Wir haben ja nichts gegen die Musik, die Du hörst, aber, ehrlich gesagt, um drei Uhr morgens ziehen wir es vor zu schlafen!“ Die Unterschrift war: „Der Nachbar“. Nur wer die Miniaturschrift um unteren Ende des Werbeschreibens las, konnte feststellen, dass nicht der Nachbar einen Brief in den Briefkasten steckte, sonder RIX FM.

Obwohl die Werbekampagne der Radiostation verständlicherweise von nahezu allen, die sie im Briefkasten fanden, missverstanden wurde, werden am kommenden Montag erneut Nachbarn in Göteborg aufeinander los gehen, da RIX FM die Aktion nicht stoppen konnte oder wollte und morgen daher erneut die gleichen „handschriftlichen“ Briefe bei denen im Briefkasten landen werden, die bisher davon verschont geblieben waren.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Juli 2011

Wohnungsnot für Jugendliche in Göteborg

Nach einer Untersuchung von Boverket herrscht in Groß-Göteborg landesweit die größte Wohnungsnot für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren. In 93 Prozent der Gemeinden stehen kaum Wohnungen für diese Altersschicht zur Verfügung. In Groß-Stockholm liegt die Quote bei 88 Prozent und in Malmö bei 73 Prozent. In keiner der drei Städten kann die Situation jedoch als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Seit Jahren vernachlässigt Göteborg den Bau von preisgünstigen Mietwohnungen und Studentenwohnheimen, obwohl gerade in Göteborg die Stadt der Besitzer sämtlicher großer Bauunternehmen ist, die jedoch, wegen dem höheren Gewinn, überwiegend Gebäude mit Bostadsrätt errichten und Mietwohnungen als zu wenig gewinnträchtig betrachten.

Für dieses und die kommenden Jahre planen die Gemeinden Groß-Göteborgs vor allem die Umwandlung von Altbauten in Studentenwohnungen und Wohnungen für junge Familien, was jedoch nur günstige Wohnungen für Geringverdiener in Wohnungen für Jugendliche verwandelt, ohne die generelle Wohnungsnot zu verbessern, da auch der geplante Bau von 3500 neuen Wohnungen in diesem Jahr weit hinter dem tatsächlichen Bedarf liegt.

Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Juni 2011

Ein Basar gegen Arbeitslosigkeit in Göteborg

Nachdem die Finanzierung des geplanten multikulturellen Basars in Göteborg nun gesichert ist, scheint der Eröffnung im Jahre 2013 nichts mehr im Wege zu stehen, außer den notwendigen Räumen. Bisher wurden der Stadt Räume in Gamlestan angeboten, die zwar geeignet für einen Basar sind, jedoch weit ab von der Innenstadt scheinen. Die Initiatoren sind daher weiterhin auf der Suche nach idealen Räumen, die auch von Touristen gefunden werden können.

Der Basar soll im Rahmen eines arbeitsmarktpolitischen Integrationsprojekts entstehen, zu dem drei Jahre lang jeweils 25 Einwanderer eine 30-wöchige Ausbildung bekommen, die sie auf die Führung eines Unternehmens vorbereiten. Die erste Gruppe wird bereits 2012 die Schulbank drücken, damit der Basar im darauf folgenden Jahr eröffnet werden kann.

Gegenwärtig stehen für den Basar 18 Millionen Kronen zur Verfügung, wobei 40 Prozent des Geldes vom ESF (Europäischer Sozialfonds) zur Verfügung gestellt wird und der Rest vom Arbeitsamt, Almi, IFS (Internationella Företagarföreningen i Sverige) und der Stadt Göteborg kommen. Das Gesamtprojekt wird in einer Zusammenarbeit zwischen Göteborg, Malmö und Eskilstuna realisiert.

Herbert Kårlin

Sonntag, 24. April 2011

Schwierige Wohnungssuche in Göteborg

Im Gegensatz zu Stockholm und Malmö hilft es Wohnungssuchenden in Göteborg wenig, wenn sie sich in der städtischen Vermittlungsstelle für Wohnungen (Boplats) eintragen, da bei der Auswahl derjenigen, die zu einer Besichtigung eingeladen werden, nicht entscheidet, wie lange man bereits eine Wohnung sucht, sondern die persönliche Meinung des entsprechenden Hauswirts entscheidet.

Während in anderen Städten grundsätzlich das Profil der am längsten Eingetragenen mit jenen der Hauswirte abgestimmt wird und sich jeder Wohnungssuchende ausrechnen kann, wie lange er auf eine Wohnung warten muss, wählen die Vermieter in Göteborg grundsätzlich aus der Gesamtliste von zur Zeit über 100.00 Wohnungssuchenden und entscheiden sich für diejenigen, die sie am liebsten als Mieter sehen wollen.

Junge Paare oder Einzelstehende, selbst bei gehobenem Einkommen, haben daher in Göteborg wenig Chancen überhaupt zu einer Besichtigung einer Wohnung eingeladen zu werden, Angestellte mit Zeitverträgen werden unmittelbar aussortiert und auch Berufsanfänger müssen mit einer Wartezeit von bis zu zehn Jahren rechnen, bevor sie den Kriterien der Hauswirte entsprechen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. Januar 2011

Göteborg und chinesischer Kopfstein

Göteborger Kopfsteinpflaster kommt überwiegend aus China. Im Jahre 2006 unterschrieben Lieferanten und Hersteller mit Göteborg einen Vertrag, in dem Arbeitsbedingungen und die Sicherheit der Arbeiter geklärt werden. Zwischen Juni und September wurden nun erstmals die Hersteller des Kopfsteinpflasters überprüft.

Das Ergebnis der Kontrolle, die Göteborg gemeinsam mit Stockholm, Malmö und Örebro unternahm, zeigte genau das Resultat, das zu erwarten war. Keiner der fünf chinesischen Unternehmen hielt sich an die Vertragsbedingungen. Der einzige positive Punkt war, dass die chinesischen Firmen keine Kinder beschäftigten und nun die Gesundheit der Arbeiter überwacht wird.

Allerdings hat das negative Ergebnis der Inspektionen keinerlei Folgen für die fünf chinesischen Unternehmen, die erneut eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zusagten, da weltweit kein Unternehmen zu entsprechenden Preisen Kopfstein liefern kann wie China. Die Stadt Göteborg hofft nun, dass sich die Situation der Arbeiter in China innerhalb der nächsten fünf Jahre verbessern wird.

Herbert Kårlin

Sonntag, 14. November 2010

Göteborg, die Traumstadt Schwedens

Wenn man den jüngsten Umfragen der Medieakademin Vertrauen schenkt, so ist Göteborg die Stadt Schwedens in der es sich am besten leben lässt. Nur Halmstad und Stockholm sind Göteborg auf der Spur. Malmö liegt bei der Umfrage um untersten Ende der Skala.

TNS Sifo befragte im Auftrag der Medieakademin nach dem Zufallsprinzip 1000 Schweden im Alter zwischen 16 und 74 Jahren in welcher Stadt es sich ihrer Meinung nach am besten leben lässt, wobei jede Stadt zwischen 0 % und 100 % eingestuft werden konnte. Besonders aussagekräftig war dabei, dass 77 % der Jugendlichen bis 29 Jahren Göteborg als die ideale Stadt betrachteten.

Auch wenn man die Quote der Personen zwischen 60 und 74 Jahren betrachtet, so liegt Göteborg mit 57 % der positiven Antworten an erster Stelle, gefolgt von Halmstad (48 %) und Helsingborg (47%). Die Hauptstadt Schwedens ist für diese Altersgruppe als Traumstadt ebenso ausgeschlossen wie für die jüngere Bevölkerung Schwedens.

Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Juni 2010

Steigende Gewalt in Göteborg

Während der letzten sechs Jahre haben sich Überfälle mit Messern und Messerstechereien in Göteborg verdreifacht. Immer häufiger haben diese Messerstechereien nun auch tödliche Folgen, was dazu führt, dass immer mehr Göteborger Nachts Angst davor haben allein durch die Straßen der Stadt zu gehen oder noch ein Restaurant oder eine Bar zu besuchen.

Aber auch Vergewaltigungen finden in erschreckender Höhe statt, denn kaum eine Woche verstreicht, an der nicht mindestens eine Frau in Göteborg eine Vergewaltigung bei der Polizei anzeigt, wobei die Dunkelziffer nicht in Betracht gezogen wird und die tatsächliche Anzahl an Vergewaltigungen nach Aussagen der Frauenverbände vermutlich um ein dreifaches höher ist als die bekannte Anzahl.

Hinzu kommen in Göteborg die nahezu täglichen Überfälle auf kleine Läden, was dazu führte, dass immer mehr Politiker einen bargeldlosen Zahlungsverkehr für ganz Schweden einführen wollen. Zu all diesen Problemen kommen die im Sommer steigende Anzahl an jugendlichen Randalierern, die bereits den Göteborger Stadtteil Tynnered verunsichern. Eine ähnliche Entwicklung stellt man auch in Stockholm und Malmö fest.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Studenten bevorzugen Göteborg, nicht Stockholm oder Malmö

Nach der letzten Meinungsumfrage des Universum Swedish Students Survey hat Göteborg als Arbeitgeber einen Schritt nach Vorne gemacht. Mittlerweile wollen weitaus mehr Studenten lieber für Göteborg arbeiten als für Stockholm oder gar Malmö. Unter den 100 beliebtesten Arbeitgebern Schwedens nimmt Göteborg den 56. Platz ein und Stockholm muss sich mit Platz 62 zufrieden geben. Malmö ist mit Platz 96 gerade noch am Ende der Liste zu finden.

Natürlich kann sich die Stadt Göteborg noch nicht mit IKEA, Hennes & Mauritz, Google oder den Großbanken vergleichen, aber jene Studenten, die bei einer Stadt arbeiten wollen nimmt Göteborg nun den ersten Platz ein und hat damit 31 Stellen übersprungen, wenn man die Angaben des letzten Jahres zu Grunde legt.

Natürlich sagt die Umfrage von Universum nichts darüber aus, warum diese Studenten Göteborg den anderen schwedischen Städten bevorzugt. Es wäre daher interessant zu wissen, ob es das Klima, der geringere Stress, das kulturelle Angebot oder ganz einfach Vorurteile sind, die das Ergebnis beeinflussen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 13. September 2009

Erneut gehen nachts sechs Autos in Göteborg in Flammen auf

In der Nacht zum Sonntag brannten erneut sechs Autos in verschiedenen Stadtteilen Göteborgs. Nachdem jedoch keine weiteren Unruhen stattfanden und selbst keine Steine auf Polizeifahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel geworfen wurden, bezeichnet die Göteborger Einsatzzentrale der Polizei die Nacht als ruhig.

Als beunruhigender betrachtet die Polizei jedoch die Tatsache, dass in der gleichen Nacht auch Fahrzeuge in Malmö, Vårberg und Stockholm brannten, unabhängig von den Unruhen, die Uppsala seit Tagen beunruhigen und die Bevölkerung in Angst versetzen. Es scheint zu befürchten, dass die Unruhen aus Göteborg nun auch auf andere Städte übergreifen.

Bisher konnte niemand für die Brandstiftungen und Sachbeschädigungen festgenommen werden. Lediglich eine unabhängige Person, die das eigene Fahrzeug zwecks Versicherungsbetruges anzündete, konnte von der Göteborger Polizei festgenommen werden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 28. Juli 2009

Straßenprostitution in Göteborg hat sich im letzten Jahr verdoppelt

Obwohl der Sexkauf in Schweden unter Strafe gestellt ist steigt die Straßenprostitution in den drei Großstädten Schwedens (Stockholm, Göteborg, Malmö) erneut an und hat sich im Laufe eines Jahres verdoppelt.

Prostitution als solches ist in Schweden nicht verboten, was dazu führt, dass vor allem die importierte organisierte Prostitution in Göteborg erneut zunimmt. Seit Norwegen ebenfalls den Sexkauf verboten hat kommen die früher in Oslo arbeitenden Prostituierten aus Nigeria nun erneut zurück nach Göteborg.

Auch die höheren polizeilichen Kontrollen und das Nachtfahrverbot in der Rosenlundsgatan und deren Umgebung in Göteborg halten Sexkäufer nicht ab dort nach käuflichem Sex Ausschau zu halten. Die Höhe der Strafe schreckt immer weniger Sexkunden ab, wobei die ebenfalls illegale Zuhälterei vor allem von einer Mafia der Ostländern übernommen wurde. Vor allem illegal eingewanderte Frauen aus östlichen und afrikanischen Ländern sind eine leichte Beute für den organisierten Frauensexhandel.

Herbert Kårlin